{"id":1207137,"date":"2026-08-01T02:42:14","date_gmt":"2026-08-01T02:42:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1207137\/"},"modified":"2026-08-01T02:42:14","modified_gmt":"2026-08-01T02:42:14","slug":"fifa-infantinos-rueckzieher-weltverband-gibt-wm-plaene-nach-massivem-widerstand-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1207137\/","title":{"rendered":"Fifa: Infantinos R\u00fcckzieher \u2013 Weltverband gibt WM-Pl\u00e4ne nach massivem Widerstand auf"},"content":{"rendered":"<p>Die Fifa zieht ihre Pl\u00e4ne zur\u00fcck, Anteile des WM-Gesch\u00e4fts an private Geldgeber zu verkaufen. Das Projekt habe zu \u201eSpaltungen\u201c gef\u00fchrt. Der massive Widerstand unter anderem aus Europa f\u00fchrte damit zum Erfolg.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die Fifa und Gianni Infantino machen einen R\u00fcckzieher. Der Plan des Fu\u00dfball-Weltverbands, Anteile an seinem Gesch\u00e4ft an externe Investoren zu verkaufen, wird nicht weiterverfolgt. Das geht aus einer Stellungnahme des Fifa-Pr\u00e4sidenten aus der Nacht zu Samstag hervor. Zuvor hatte die US-Zeitung \u201eNew York Post\u201c berichtet, dass der Plan gescheitert sei. <\/p>\n<p>\u201eNachdem wir uns alle Standpunkte aufmerksam angeh\u00f6rt haben, ist deutlich geworden, dass das Projekt zu Spaltungen gef\u00fchrt hat, die \u2013 unabh\u00e4ngig vom Ausma\u00df der Unterst\u00fctzung \u2013 nicht mehr im Interesse des urspr\u00fcnglich angestrebten Ziels liegen\u201c, hier es in der Erkl\u00e4rung Infantinos. \u201eUnser Ziel war es stets \u2013 und wird es auch immer bleiben \u2013, zu vereinen und zu verbessern. Daher wird dieser Vorschlag nicht weiterverfolgt.\u201c<\/p>\n<p>Es sei Infantinos Absicht \u201ealle interessierten Parteien in den kommenden Tagen und Wochen im Geiste des gemeinsamen Interesses an unserem Sport wieder an einen Tisch zu bringen\u201c.<\/p>\n<p>Die Fifa hatte urspr\u00fcnglich geplant, dass private Geldgeber rund 20 Prozent der Anteile an dem neu zu gr\u00fcndenden Tochterunternehmen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/fifa\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/fifa\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fifa<\/a> Forward Enterprise erwerben sollten, dessen Wert zun\u00e4chst auf insgesamt 20 Milliarden Dollar festgelegt sein sollte. Im FFE sollten die kommerziellen Rechte an den FIFA-Wettbewerben wie der M\u00e4nner- und Frauen-WM sowie der Klub-WM geb\u00fcndelt werden. Laut Berichten setzte der Weltverband eine Frist f\u00fcr die Zustimmung zum geplanten Investorendeal bis zum 19. September und versprach im Gegenzug eine Sonderzahlung. All das ist nun vom Tisch, obwohl der Weltverband die Pl\u00e4ne noch am Freitag verteidigt hatte.<\/p>\n<p>Uefa drohte mit Boykott<\/p>\n<p>Gegen die Pl\u00e4ne hatte sich massiver Widerstand formiert. So hat die Europ\u00e4ische Fu\u00dfball-Union mit einem Boykott von Fifa-Wettbewerben durch ihre 55 Mitgliedsverb\u00e4nde gedroht. \u201eKeine Nationalmannschaften aus der Uefa werden an irgendeinem Fifa-Wettbewerb teilnehmen, solange diese Vorschl\u00e4ge weiterbestehen\u201c, teilte die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/uefa\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/uefa\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Uefa<\/a> nach einem Dringlichkeitstreffen mit.<\/p>\n<p>\u201eEuropas Position ist eindeutig. Wir werden diesem Modell niemals unsere Legitimit\u00e4t verleihen. Niemand hat das moralische Recht, etwas zu verkaufen, das er lediglich treuh\u00e4nderisch f\u00fcr die n\u00e4chste Generation verwaltet\u201c, schrieb die Europ\u00e4ische Fu\u00dfball-Union.<\/p>\n<p>Auch die f\u00fcr Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zust\u00e4ndige Concacaf und der asiatische Fu\u00dfballdachverband AFC gingen deutlich auf Distanz zu Infantino und seinen Pl\u00e4nen. Der s\u00fcdamerikanische Fu\u00dfballverband Conmebol bezog dagegen zun\u00e4chst keine inhaltliche Position. Stattdessen k\u00fcndigte der Kontinentalverband an, die Pl\u00e4ne weiter zu pr\u00fcfen und forderte zus\u00e4tzliche Informationen von der Fifa an.<\/p>\n<p>Carlos Cordeiro, ein hochrangiger Berater Infantinos, trat aus Protest gegen das Vorhaben zur\u00fcck \u2013 und zwar mit drastischen Worten. \u201eAls leitender Berater des Fifa-Pr\u00e4sidenten, fr\u00fcherer Banker und lebenslanger Fu\u00dfball-Fan kann ich nicht tatenlos zusehen, wie die Fifa den Verkauf einer Beteiligung an der Weltmeisterschaft in Erw\u00e4gung zieht\u201c, schrieb der Topfunktion\u00e4r auf der Plattform LinkedIn. \u201eEs ist ein schlechtes Gesch\u00e4ft f\u00fcr die Fifa-Mitgliedsverb\u00e4nde, ein schlechtes Gesch\u00e4ft f\u00fcr den Fu\u00dfball und ein schlechtes Gesch\u00e4ft f\u00fcr die langfristige Zukunft dieses Sports.\u201c<\/p>\n<p>Auch Fifa-Betriebsdirektor Kevin Lamour erhob Vorw\u00fcrfe. Infantino habe die Mitarbeiter hintergangen. Sie h\u00e4tten Besseres verdient als Missachtung und Einsch\u00fcchterung, hie\u00df es in einem Schreiben, das AP vorliegt.<\/p>\n<p>luwi mit rtr\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Fifa zieht ihre Pl\u00e4ne zur\u00fcck, Anteile des WM-Gesch\u00e4fts an private Geldgeber zu verkaufen. 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