{"id":1207143,"date":"2026-08-01T02:45:23","date_gmt":"2026-08-01T02:45:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1207143\/"},"modified":"2026-08-01T02:45:23","modified_gmt":"2026-08-01T02:45:23","slug":"erstmals-in-europa-zugelassen-neuer-chip-fuers-auge-holt-teil-der-sehkraft-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1207143\/","title":{"rendered":"Erstmals in Europa zugelassen: Neuer Chip f\u00fcrs Auge holt Teil der Sehkraft zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p>Erstmals in Europa zugelassenNeuer Chip f\u00fcrs Auge holt Teil der Sehkraft zur\u00fcck31.07.2026, 17:34 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Jana-Zeh-article21774374.html\" class=\"article-detail-head_author___bDMZ\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_1_1__Ei3jf\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG-20190620-WA0006.webp\" alt=\"IMG-20190620-WA0006\"\/>Von Jana Zeh<\/a><\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(05:26 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Netzhaut_Chip.webp\" alt=\"Netzhaut_Chip\"\/>Dieser Chip ist ein Meilenstein in der Augenheilkunde. (Foto: Science Corporation)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/www.google.com\/preferences\/source?q=n-tv.de\" title=\"ntv als bevorzugte Quelle auf Google hinzuf\u00fcgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Millionen Menschen weltweit verlieren durch Makuladegeneration im Alter ihr Augenlicht. Ein neuer Chip soll einen Teil der Sehkraft zur\u00fcckbringen. Nach der Zulassung in Europa kann das Implantat nun auch hierzulande als regul\u00e4re Krankenversorgung zum Einsatz kommen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Mit einem neuartigen Netzhautimplantat haben Menschen mit einer bestimmten Form der sogenannten Makuladegeneration in Europa nun die M\u00f6glichkeit, einen Teil ihrer Sehkraft zur\u00fcckzubekommen. Der nur zwei mal zwei Millimeter gro\u00dfe und hauchd\u00fcnne Chip ist von der Firma Science Corporation entwickelt worden und erhielt nun die CE-Zulassung f\u00fcr 33 L\u00e4nder in Europa. Von Fachleuten wird der Chip bereits als Wendepunkt in der Augenheilkunde bezeichnet.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Grund: Bisher gab es in Europa keine zugelassene Therapie f\u00fcr die altersabh\u00e4ngige Makuladegeneration (AMD), die auch als trockene AMD bezeichnet wird. Die Krankheit kann bisher weder gestoppt noch geheilt werden. Fachleute gehen davon aus, dass in Deutschland rund 480.000 Menschen das Sp\u00e4tstadium der Erkrankung und damit massive Einschr\u00e4nkungen beim Sehen bereits erreicht haben. Der Gro\u00dfteil davon ist \u00e4lter als 75 Jahre.<\/p>\n<p>Schleichende Entwicklung<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Krankheit, die schon ab dem 50. Lebensjahr unbemerkt beginnen kann, ist eine chronische Stoffwechselst\u00f6rung. Der auch als Makula bezeichnete Bereich in der Mitte der Netzhaut ist f\u00fcr das scharfe und zentrale Sehen verantwortlich. Durch die Stoffwechselst\u00f6rung lagern sich in diesem Bereich Abfallprodukte ab, was zum Absterben von Sehzellen und schlie\u00dflich zu einer schweren Sehbehinderung im Blickzentrum oder sogar einer vollst\u00e4ndigen Erblindung im Alter f\u00fchren kann.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Auswirkungen des Sp\u00e4tstadiums der Erkrankung werden als &#8222;geographische Atrophie&#8220; diagnostiziert, weil die durch moderne Technik sichtbar gemachten Sch\u00e4den wie Kontinente oder Inseln auf einer Landkarte aussehen. &#8222;Sie ist die h\u00e4ufigste Ursache irreversibler Erblindung und betrifft weltweit mehr als f\u00fcnf Millionen Menschen&#8220;, schreiben die Autoren, die den neuen Chip in einer wissenschaftlichen Untersuchung gepr\u00fcft haben, <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.nejm.org\/doi\/10.1056\/NEJMoa2501396\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">im &#8222;The New England Journal of Medicine&#8220;<\/a>.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Menschen, bei denen ein Auge von geografischer Atrophie betroffen ist, entwickeln das Krankheitsbild im Durchschnitt nach sieben Jahren auch auf dem zweiten Auge&#8220;, hei\u00dft es dazu <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/26810421_Change_in_Area_of_Geographic_Atrophy_in_the_Age-Related_Eye_Disease_Study_AREDS_Report_Number_26\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">im Areds Report<\/a>. Betroffene sehen oftmals nur noch einen dunkelgrauen oder schwarzen Fleck im Zentrum ihres Gesichtsfeldes. Das f\u00fchrt dazu, dass sie nach und nach ihre Lesef\u00e4higkeit verlieren und Gesichter nicht mehr erkennen k\u00f6nnen. Hinzu kommen Probleme bei D\u00e4mmerung und beim Nachtsehen.<\/p>\n<p>Winziger Chip und spezielle Brille<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der winzige, kabellose Fotovoltaik-Chip soll nun helfen, die gest\u00f6rten Bereiche im Auge zu \u00fcberbr\u00fccken. Er wird w\u00e4hrend einer ein- bis zweist\u00fcndigen Operation genau an die Stelle unter der Netzhaut implantiert, die gesch\u00e4digt ist. Damit das Implantat richtig arbeiten kann, ben\u00f6tigt es viel Licht und zus\u00e4tzlich eine spezielle Brille. Mit dieser werden die Bilder erfasst und per Infrarotlicht direkt an den Chip im Auge gesendet. Der Chip wandelt die Bilder in elektrische Impulse um, die dann ins Gehirn geleitet werden. Nur Betroffene mit der Diagnose geografische Atrophie aufgrund von AMD mit Verlust des zentralen Sehens an beiden Augen sind f\u00fcr das neue Implantat geeignet.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Nach der Implantation erfolgt eine mehrmonatige Reha, in der das Sehen und Lesen mit dem implantierten Mikrochip trainiert wird&#8220;, <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.ukbnewsroom.de\/zulassung-neuartiger-netzhaut-implantattechnologie\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">schreibt das Universit\u00e4tsklinikum Bonn<\/a>, das an der Studie vor der Zulassung des Produkts beteiligt war. Auch wenn die Betroffenen mehrere Monate br\u00e4uchten, um die neue Art des Sehens zu erlernen, k\u00f6nnten sie dank des Ger\u00e4tes dann jedoch so sehen wie andere Menschen auch, f\u00fchrt Mahi Muqit, Leitenden Augenarzt der Studie aus. &#8222;Das gab es bei keinem Ger\u00e4t zuvor.&#8220; Mehr als 84 Prozent der Studienteilnehmenden konnten nach dem Eingriff und der Reha wieder Buchstaben, Zahlen oder W\u00f6rter erkennen.<\/p>\n<p>Vorteile des Systems \u00fcberwiegen<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Doch wie bei jeder anderen Operation k\u00f6nnen auch beim Einsatz des neuen Mikrochips Komplikationen auftreten. Den Studienergebnissen zufolge kam es zu Nebenwirkungen wie erh\u00f6hter Augeninnendruck bei 19 von insgesamt 39 Studienteilnehmenden. Die Nebenwirkungen traten haupts\u00e4chlich in den ersten beiden Monaten nach der Operation auf. Die meisten davon verschwanden innerhalb der n\u00e4chsten beiden Monate wieder.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Trotz der Nebenwirkungen werde das Implantat gut vertragen, schreibt das Uniklinikum Bonn. Das sieht auch ein unabh\u00e4ngiges Data Safety Monitoring Board so, denn es sprach sich einstimmig f\u00fcr eine Zulassung der neuen Technologie aus. Die Expertengruppe kam zu dem Schluss, dass der klinische Nutzen die potenziellen Risiken \u00fcberwiegt. Wie lange der Chip im Auge h\u00e4lt, kann bisher niemand sagen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Die Verf\u00fcgbarkeit dieser Therapie stellt einen Durchbruch bei der Therapie der trockenen AMD dar und ich freue mich, dass Betroffene nun davon profitieren k\u00f6nnen&#8220;, sagt Frank Holz vom Universit\u00e4tsklinikum Bonn, der an der Studie beteiligt war. Noch unklar ist, wie sich die Krankenkassen auf die Erstattungsantr\u00e4ge, die Betroffene zusammen mit ihrem behandelnden Arzt stellen m\u00fcssen, reagieren werden. Immerhin werden die Gesamtkosten inklusive der mehrmonatigen Reha bei rund 100.000 Euro liegen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Erstmals in Europa zugelassenNeuer Chip f\u00fcrs Auge holt Teil der Sehkraft zur\u00fcck31.07.2026, 17:34 Uhr Von Jana Zeh Artikel&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1207144,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[134],"tags":[752,175,170,169,29,30,141,171,174,837,27505,71033,173,172],"class_list":["post-1207143","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-unternehmen-maerkte","tag-bildung","tag-business","tag-companies","tag-companies-markets","tag-deutschland","tag-germany","tag-gesundheit","tag-markets","tag-maerkte","tag-medizin","tag-medizintechnik","tag-sinne","tag-unternehmen","tag-unternehmen-maerkte"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1207143","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1207143"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1207143\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1207144"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1207143"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1207143"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1207143"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}