{"id":1207190,"date":"2026-08-01T03:25:28","date_gmt":"2026-08-01T03:25:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1207190\/"},"modified":"2026-08-01T03:25:28","modified_gmt":"2026-08-01T03:25:28","slug":"fast-wie-die-roemer-bayern-plant-system-aus-aquaedukten-wegen-wassermangels","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1207190\/","title":{"rendered":"Fast wie die R\u00f6mer: Bayern plant System aus Aqu\u00e4dukten wegen Wassermangels"},"content":{"rendered":"<p>\n                    Zuerst ver\u00f6ffentlicht am                 30\/07\/2026 &#8211; 18:47 MESZ\u2022Zuletzt aktualisiert<br \/>\n                                     31\/07\/2026 &#8211; 8:40 MESZ\n                                        <\/p>\n<p>Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) will Wasser aus den wasserreichen Regionen des Freistaats dorthin bringen, wo es immer knapper wird. Wegen zunehmender Trockenheit und h\u00e4ufiger D\u00fcrresommer plant Bayern den Ausbau der Wasserinfrastruktur \u2013 mit einem gewaltigen Aqu\u00e4duktsystem. <\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Hintergrund der \u00dcberlegungen sind immer h\u00e4ufigere D\u00fcrrephasen und sinkende Grundwasserst\u00e4nde in Teilen Bayerns. W\u00e4hrend S\u00fcdbayern und das Alpenvorland vergleichsweise wasserreich sind, leiden insbesondere Regionen in Franken und der n\u00f6rdlichen Oberpfalz in trockenen Jahren zunehmend unter Wasserknappheit.<\/p>\n<p>S\u00f6der spricht von einem &#8222;Generationenprojekt&#8220;<\/p>\n<p>Herzst\u00fcck der bayerischen Wasser-Offensive ist das Projekt &#8222;S\u00fcSWasser&#8220; (&#8222;Sicherheit der \u00fcberregionalen Systeme in der Wasserversorgung&#8220;). Gemeinsam mit den elf bayerischen Fernwasserversorgern will das Umweltministerium ein neues Leitungsnetz schaffen, das Wasser k\u00fcnftig auch in trockene Regionen bringt. Schon heute versorgen die Fernwasserleitungen rund 2,6 Millionen Menschen mit Trinkwasser. Durch den Ausbau k\u00f6nnten weitere 2,4 Millionen Einwohner profitieren.<\/p>\n<p>Das gesamte Leitungsnetz soll am Ende eine L\u00e4nge von rund 1.200 Kilometern erreichen und j\u00e4hrlich rund 30 Millionen Kubikmeter Wasser transportieren.<\/p>\n<p>Nach den Pl\u00e4nen von Umweltminister Thorsten Glauber (Freie W\u00e4hler) soll die Leitung in Schwaben beginnen und \u00fcber Westmittelfranken, Oberfranken und die Oberpfalz bis nach Niederbayern verlaufen.<\/p>\n<p>\u00c4u\u00dferst trockenes Jahr 2026<\/p>\n<p>Bayern erlebt nach Angaben der Staatsregierung das trockenste Fr\u00fchjahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 145 Jahren. Ende Juni wurde im unterfr\u00e4nkischen Kitzingen mit 40,8 Grad Celsius zudem ein neuer Hitzerekord f\u00fcr den Freistaat gemessen. Zwischen M\u00e4rz und Juni fielen in S\u00fcdbayern lediglich 198 Millimeter Niederschlag \u2013 so wenig wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen.<\/p>\n<p>Nach Ansicht der Staatsregierung reicht es deshalb nicht mehr aus, ausschlie\u00dflich auf lokale Wasserversorgung zu setzen. <\/p>\n<p>Auch der Niedrigwasser-Informationsdienst (NID) des Landes soll ausgebaut werden, um Trockenperioden k\u00fcnftig fr\u00fcher zu erkennen und besser bewerten zu k\u00f6nnen. Geplant sind zus\u00e4tzliche Auswertungen von Wasserst\u00e4nden, Abfl\u00fcssen und Wassertemperaturen auf Basis von Echtzeitdaten.<\/p>\n<p>F\u00fcr Landwirte: Mehr Regenwasserspeicherung<\/p>\n<p>Parallel setzt die Staatsregierung darauf, dass k\u00fcnftig mehr Regenwasser in der Landschaft gespeichert wird. Mit Geld aus dem sogenannten Wassercent sollen unter anderem B\u00f6den gef\u00f6rdert werden, die wie ein Schwamm Wasser aufnehmen und \u00fcber l\u00e4ngere Zeit speichern k\u00f6nnen. Auch die Landwirtschaft soll k\u00fcnftig dazu beitragen, mehr Wasser in der Fl\u00e4che zu halten.<\/p>\n<p>Zur Erkl\u00e4rung: Der Wassercent ist eine bayerische Abgabe auf die Entnahme von Grundwasser, die vor allem von Wasserversorgern, Unternehmen sowie land- und forstwirtschaftlichen Betrieben mit eigener Wasserentnahme gezahlt wird. Die Einnahmen werden zweckgebunden f\u00fcr den Schutz von Grundwasser und Trinkwasser sowie f\u00fcr eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung verwendet.<\/p>\n<p>Aqu\u00e4dukt, aber sicherer als damals<\/p>\n<p>Mit dem Begriff &#8222;Aqu\u00e4dukt&#8220; ist \u00fcbrigens nicht direkt ein offener Wasserkanal nach historischem Vorbild gemeint. Vielmehr geht es um moderne Fernwasserleitungen, Pumpwerke und Speicheranlagen, die Wasser \u00fcber gr\u00f6\u00dfere Entfernungen transportieren k\u00f6nnen. Derartige Systeme existieren in Bayern bereits teilweise und versorgen zahlreiche Kommunen.<\/p>\n<p>Bef\u00fcrworter sehen in dem Vorsto\u00df einen wichtigen Schritt, um die Trinkwasserversorgung langfristig zu sichern und die Folgen des Klimawandels abzufedern. Gerade in niederschlagsarmen Sommern k\u00f6nnten Verbundleitungen Engp\u00e4sse verhindern.<\/p>\n<p>Kritiker warnen hingegen davor, sich zu stark auf gro\u00dftechnische L\u00f6sungen zu verlassen. Umweltverb\u00e4nde fordern stattdessen, den Wasserverbrauch zu senken, Grundwasser besser zu sch\u00fctzen und die nat\u00fcrliche Wasserspeicherung durch Moore, W\u00e4lder und Flussauen zu st\u00e4rken. Zudem k\u00f6nnten neue Fernleitungen erhebliche Kosten verursachen und Eingriffe in Natur und Landschaft nach sich ziehen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die ersten Planungsschritte stellt das Bayrische Umweltministerium in den kommenden drei Jahren jeweils bis zu vier Millionen Euro bereit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 30\/07\/2026 &#8211; 18:47 MESZ\u2022Zuletzt aktualisiert 31\/07\/2026 &#8211; 8:40 MESZ Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) will Wasser&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1207191,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3933],"tags":[331,332,29,548,663,158,3934,3935,13,771,1268,14,15,12,17272,17271],"class_list":["post-1207190","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-deutschland","tag-eu","tag-europa","tag-europaeische-union","tag-europe","tag-european-union","tag-headlines","tag-markus-soeder","tag-muenchen","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-wassermangel","tag-wasservorraete"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1207190","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1207190"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1207190\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1207191"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1207190"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1207190"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1207190"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}