{"id":1207497,"date":"2026-08-01T06:37:18","date_gmt":"2026-08-01T06:37:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1207497\/"},"modified":"2026-08-01T06:37:18","modified_gmt":"2026-08-01T06:37:18","slug":"erste-korridorsanierung-in-bayern-strecke-nuernberg-regensburg-ab-heute-wieder-frei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1207497\/","title":{"rendered":"Erste Korridorsanierung in Bayern: Strecke N\u00fcrnberg-Regensburg ab heute wieder frei"},"content":{"rendered":"<p>Nach Monaten in Bussen statt in Z\u00fcgen hat das Warten f\u00fcr Reisende in Mittelfranken und der Oberpfalz ein Ende: Zum Start in die bayerischen Sommerferien rollen erstmals seit Februar wieder Z\u00fcge auf der Strecke zwischen N\u00fcrnberg und Regensburg. Endlich, sagen viele, nachdem die Bahn die Freigabe kurz vor dem urspr\u00fcnglich geplanten Termin am 10. Juli um drei Wochen verschieben musste. Zeit f\u00fcr eine Bilanz zur <a href=\"https:\/\/www.bayerische-staatszeitung.de\/staatszeitung\/kommunales\/detailansicht-kommunales\/artikel\/bald-busse-statt-zuege-zwischen-nuernberg-und-regensburg.html#topPosition\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">ersten Korridorsanierung in Bayern<\/a> &#8211; mit Licht und Schatten.<\/p>\n<p>Warum musste die Strecke \u00fcberhaupt gesperrt werden?<\/p>\n<p>Die kurze Antwort: weil so viel erneuert werden musste. Die Strecke ist eine der meistbefahrenen in Bayern und war an so vielen Stellen so sehr in die Jahre gekommen, dass es mit einzelnen Arbeiten nicht getan gewesen w\u00e4re. Statt \u00fcber viele Jahre hinweg schrittweise einzelne Gleisabschnitte, Signale und Bahnh\u00f6fe zu erneuern, entschied sich die Bahn f\u00fcr eine Art Rundumschlag.<\/p>\n<p>Die erste Sanierung dieser Art in Deutschland stand 2024 zwischen Mannheim und Frankfurt auf dem Programm. Zun\u00e4chst war noch von Generalsanierungen die Rede. Sp\u00e4ter sprach die Bahn nur noch von Korridorsanierungen &#8211; weil nicht alles erneuert wurde. Das ist auch zwischen N\u00fcrnberg und Regensburg der Fall.<\/p>\n<p>Wie zuverl\u00e4ssig waren die Ersatzbusse?<\/p>\n<p>Anfangs habe es mit den Busverbindungen Probleme gegeben, r\u00e4umte die Bahn ein. Zudem habe man manche Verbindungen anpassen m\u00fcssen. Sp\u00e4ter seien die mehr als 90 Busse auf 8 Linien aber weitgehend problemlos unterwegs gewesen. Die Bahn meldete zum Schluss sogar eine P\u00fcnktlichkeitsquote von etwa 96 Prozent &#8211; h\u00f6her als bei vielen Regionalzuglinien.\u00a0<\/p>\n<p>Nicht auf Busse ausweichen konnten die G\u00fcterverkehrsunternehmen. Ihre Z\u00fcge mussten umgeleitet werden und waren deutlich l\u00e4nger unterwegs. &#8222;Ganz gro\u00dfe Katastrophen&#8220; seien bei von vornherein niedrigen Erwartungen zwar ausgeblieben, teilte der Verband Die G\u00fcterbahnen mit. Doch viele Dinge wie Umleitungskapazit\u00e4ten und Kommunikation m\u00fcsse die Bahn &#8222;\u00fcberdenken&#8220;.<\/p>\n<p>Warum hat die Sperrung l\u00e4nger gedauert als geplant?<\/p>\n<p>Laut Bahn dauerte die sicherheitstechnische Pr\u00fcfung neuer Technik in den Stellwerken l\u00e4nger als geplant. Dass die Sperrung deshalb drei Wochen l\u00e4nger dauert, machte die Bahn erst drei Tage vor dem urspr\u00fcnglich geplanten Termin \u00f6ffentlich. Zuvor hatte sich bereits die Sanierung der Strecke Hamburg-Berlin um mehrere Wochen verz\u00f6gert. Immerhin konnten seit Montag wieder die ersten S-Bahnen zwischen N\u00fcrnberg und Neumarkt in der Oberpfalz fahren.<\/p>\n<p>Kostet das Ganze deshalb auch mehr?<\/p>\n<p>Nach aktuellem Stand nicht. Die Sanierung k\u00f6nnte f\u00fcr die Bahn sogar g\u00fcnstiger werden als geplant. Die DB InfraGO habe ihre urspr\u00fcngliche Kostenprognose von rund 1,4 Milliarden Euro um einen &#8222;dreistelligen Millionenbetrag&#8220; gesenkt, teilte die Bahn mit. Eine konkrete Summe zum aktuellen Stand nannte eine Bahn-Sprecherin auf Nachfrage nicht. Die finalen Kosten st\u00fcnden erst fest, wenn alle Abrechnungen und Nachforderungen abgeschlossen seien.\u00a0<\/p>\n<p>Was ist neu &#8211; und was nicht?<\/p>\n<p>Unter anderem mehr als 100 Kilometer Gleise und Oberleitung sowie 1.300 Masten, 74 Weichen, 20 Bahnh\u00f6fe, eine Br\u00fccke, Bahnd\u00e4mme, Signale und die Technik in 8 Stellwerken. Mehrere wichtige Dinge sollen aber erst sp\u00e4ter folgen. Drei \u00dcberholgleise sollen noch verlegt werden, damit schnellere Z\u00fcge an langsameren Bahnen vorbeifahren k\u00f6nnen, teilte die Bahn mit. Daf\u00fcr seien aber separate Planungsverfahren n\u00f6tig, die wiederum einige Zeit dauern.\u00a0<\/p>\n<p>Auch die Umstellung auf das Europ\u00e4ische Zugbeeinflussungssystem (ECTS) wurde mit der Korridorsanierung nicht erledigt, sondern soll bis 2030 erfolgen. Das System ist auf der Strecke besonders wichtig, weil sie ein Teil der europ\u00e4ischen G\u00fcterverkehrsachse Rhein-Donau ist.\u00a0<\/p>\n<p>Wird f\u00fcr Fahrg\u00e4ste auf der Strecke jetzt alles besser?<\/p>\n<p>Viele Versp\u00e4tungen und Ausf\u00e4lle auf der Route wurden durch die \u00fcberalterte Infrastruktur verursacht. Doch wie p\u00fcnktlich die Z\u00fcge dort jetzt unterwegs sein werden, muss sich zeigen. Schon vor der Freigabe wies die Bahn darauf hin, dass es auch nach dem Ende der Sanierung einzelne St\u00f6rungen geben k\u00f6nne.\u00a0<\/p>\n<p>&#8222;Trotz sorgf\u00e4ltiger Abnahmen und Pr\u00fcfungen der technischen Anlagen k\u00f6nnen bestimme M\u00e4ngel oder verdeckte Fehler erst im Realbetrieb unter verkehrlicher Belastung festgestellt und beseitigt werden&#8220;, teilte eine Bahn-Sprecherin mit. Fachteams seien an der Strecke unterwegs, um St\u00f6rungen zu beheben.\u00a0<br \/>Aber auch die bisher nicht erledigten Arbeiten k\u00f6nnten in den kommenden Monaten und Jahren wieder Probleme f\u00fcr Fahrg\u00e4ste auf der Strecke bedeuten.<\/p>\n<p>Was bedeutet das f\u00fcr die n\u00e4chsten Korridorsanierungen?<\/p>\n<p>Die Korridorsanierung N\u00fcrnberg-Regensburg war die erste von sieben im Freistaat. Bis Mitte Dezember ist die Strecke zwischen Obertraubling (Landkreis Regensburg) nach Passau komplett gesperrt. Im kommenden Jahr soll dann Rosenheim-Salzburg an die Reihe kommen, ab 2028 die Strecken zwischen M\u00fcnchen und Rosenheim, W\u00fcrzburg und Treuchtlingen, W\u00fcrzburg und N\u00fcrnberg sowie Ulm und Augsburg folgen.<\/p>\n<p>Doch wie verl\u00e4sslich ist die Zeitplanung? Eine Sprecherin betonte, die Bahn wolle aus den Problemen Erkenntnisse ziehen. Welche das konkret sein k\u00f6nnten, sagte sie auf Nachfrage nicht. &#8222;Bei der \u00dcberpr\u00fcfung geht es um das &#8222;Wie&#8220; der Korridorsanierungen, nicht um das &#8222;Ob&#8220;&#8220;, hie\u00df es nur. &#8222;Sobald die \u00dcberpr\u00fcfung, die in enger Abstimmung mit dem Bund gemacht wird, abgeschlossen ist, wird die DB die Ergebnisse transparent kommunizieren.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>Darauf dr\u00e4ngt auch der Fahrgastverband Pro Bahn. Verz\u00f6gerungen bei der Abnahme der Leittechnik w\u00fcrden sich &#8222;bei jeder Generalsanierung&#8220; wiederholen, monierte der Bundesvorsitzende Lukas Iffl\u00e4nder. Die Bahn brauche mehr Pr\u00fcfexperten &#8211; von Herstellern, im eigenen Haus und Planungsb\u00fcros. (dpa)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach Monaten in Bussen statt in Z\u00fcgen hat das Warten f\u00fcr Reisende in Mittelfranken und der Oberpfalz ein&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1207498,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1837],"tags":[1982,772,1984,1983,3364,29,1096,30,259,1987,80,1985,963,1988,62,14,15,3783,16,1986],"class_list":["post-1207497","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nuernberg","tag-bayerische-staatszeitung-de","tag-bayern","tag-bsz","tag-bsz-de","tag-de","tag-deutschland","tag-freistaat","tag-germany","tag-informationen","tag-kommunales","tag-kultur","tag-landtag","tag-lokales","tag-maximilianeum","tag-medien","tag-nachrichten","tag-news","tag-nuernberg","tag-politik","tag-zeitung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117018875930728938","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1207497","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1207497"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1207497\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1207498"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1207497"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1207497"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1207497"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}