{"id":1207863,"date":"2026-08-01T10:17:15","date_gmt":"2026-08-01T10:17:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1207863\/"},"modified":"2026-08-01T10:17:15","modified_gmt":"2026-08-01T10:17:15","slug":"nach-vorstoss-aus-ostdeutschland-cdu-fraktionschef-frei-pocht-auf-ende-der-rente-mit-63-kluessendorf-spd-stellt-aus-infrage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1207863\/","title":{"rendered":"Nach Vorsto\u00df aus Ostdeutschland: CDU-Fraktionschef Frei pocht auf Ende der \u201eRente mit 63\u201c \u2013 Kl\u00fcssendorf (SPD) stellt Aus infrage"},"content":{"rendered":"<p>Gleich drei CDU-Ministerpr\u00e4sidenten aus Ostdeutschland hatten gefordert, die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren doch zu erhalten. Fraktionschef Thorsten Frei weist den Vorsto\u00df nun zur\u00fcck, ebenso die neue CDU-Generalsekret\u00e4rin\u00a0\u2013 doch Koalitionspartner SPD beginnt zu wackeln.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) pocht auf das Aus f\u00fcr die abschlagsfreie Rente f\u00fcr besonders langj\u00e4hrig Versicherte. \u201eWas die Rente mit 63 anbelangt, glaube ich, dass der Vorschlag, den die Alterssicherungskommission gemacht hat, ein wirklich kluger Vorschlag ist\u201c, sagte Frei der \u201e<a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.bild.de\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.bild.de\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Bild\u201c-Zeitung.<\/a> Der CDU-Politiker wandte sich damit gegen Einw\u00e4nde mehrerer ostdeutscher Ministerpr\u00e4sidenten, auch von seiner eigenen Partei.<\/p>\n<p>Die abschlagsfreie Rente k\u00f6nnten Menschen in Anspruch nehmen, die mindestens 45 Versicherungsjahre nachweisen k\u00f6nnen. Dies galt urspr\u00fcnglich ab einer Altersgrenze von 63 Jahren, diese steigt jedoch schrittweise auf 65 Jahre an.<\/p>\n<p>Derzeit betr\u00e4gt der Grenzwert etwa 64,5 Jahre. Die von der Regierung eingesetzte Reformkommission f\u00fcr die gesetzliche Rentenversicherung hat sich daf\u00fcr ausgesprochen, diese M\u00f6glichkeit komplett zu streichen.<\/p>\n<p>\u201eGesamtkunstwerk\u201c Rentenreform<\/p>\n<p>Dies sei auch \u201egerecht im Sinne der Generationengerechtigkeit\u201c, sagte Frei dazu. Eine kleine Gruppe von Menschen zu bevorzugen\u00a0\u201eund zwar zulasten der j\u00fcngeren Generation, das sei\u00a0\u201enicht in Ordnung\u201c. Der Fraktionschef verwies auch auf die diesbez\u00fcglichen Absprachen zwischen Union und SPD hinsichtlich der Kommissionsvorschl\u00e4ge: \u201eWir haben uns in der Koalition darauf verst\u00e4ndigt, dass wir dieses Gesamtkunstwerk, das es ist, auch in seinen Grundz\u00fcgen so umsetzen m\u00f6chten. Und dazu stehe ich auch ganz pers\u00f6nlich.\u201c<\/p>\n<p>\u00c4hnliche T\u00f6ne schlug auch die neue CDU-Generalsekret\u00e4rin an. Franziska Hoppermann m\u00f6chte demnach ebenfalls an der umstrittenen Abschaffung der abschlagsfreien Fr\u00fchrente festhalten. Der Deutschen Presse-Agentur sagte sie am Samstag: \u201eDie Reform ist als ausgewogenes Gesamtpaket angelegt. Wer einzelne politische Punkte wie die \u201eRente mit 63\u201c herausl\u00f6st, gef\u00e4hrdet die Tragf\u00e4higkeit des Kompromisses. Das muss richtungsweisend f\u00fcr beide Koalitionspartner sein. Unser Ziel bleibt eine verl\u00e4ssliche Rente, die Lebensleistung anerkennt und zugleich auch f\u00fcr die j\u00fcngeren Generationen finanzierbar ist.\u201c<\/p>\n<p>Die drei CDU-Ministerpr\u00e4sidenten in Ostdeutschland \u2013 Michael Kretschmer (Sachsen), Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) und Mario Voigt (Th\u00fcringen) \u2013 hatten am Donnerstag gemeinsam gefordert, die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren doch zu erhalten. Sie begr\u00fcndeten dies damit, dass eine Abschaffung die Menschen in Ostdeutschland besonders hart treffen w\u00fcrde, wo viele im Alter ausschlie\u00dflich auf die gesetzliche Rente angewiesen sind.<\/p>\n<p>Kl\u00fcssendorf bezeichnet die Abschaffung als \u201eschmerzhaften\u201c Schritt<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung bekam das Trio der CDU-Ministerpr\u00e4sidenten allerdings von SPD-Generalsekret\u00e4r Tim Kl\u00fcssendorf.  Der betonte in der \u201eBild\u201c-Zeitung vom Samstag, dass die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren \u201eimmer eine zentrale Forderung der CDU\u201c gewesen sei. F\u00fcr die Sozialdemokraten w\u00e4re dies hingegen allenfalls \u201eein schmerzhafter Bestandteil eines Gesamtpakets zur Rentenreform\u201c.<\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr uns bleibt unsere Position in dieser Frage klar. Menschen, die sehr lange gearbeitet und ihre Beitr\u00e4ge gezahlt haben, sollten die M\u00f6glichkeit haben, fr\u00fcher abschlagsfrei in Rente zu gehen\u201c, sagte Kl\u00fcssendorf weiter. \u201eDas ist kein Geschenk und keine Sonderbehandlung. Sie haben sich das verdient.\u201c Wenn daher die CDU \u201eihre Position in dieser wichtigen Frage jetzt \u00e4ndert und sich unserer Sicht ann\u00e4hert, w\u00e4re das ein richtiges Signal\u201c.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich \u00e4u\u00dferten sich auch Brandenburgs Ministerpr\u00e4sident Dietmar Woidke und Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpr\u00e4sidentin Manuela Schwesig (beide SPD). Hingegen dringt auch die CSU auf das Aus f\u00fcr die abschlagsfreie Rente f\u00fcr besonders langj\u00e4hrig Versicherte.<\/p>\n<p>AFP\/dpa\/krott<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gleich drei CDU-Ministerpr\u00e4sidenten aus Ostdeutschland hatten gefordert, die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren doch zu erhalten. 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