{"id":1208358,"date":"2026-08-01T15:20:02","date_gmt":"2026-08-01T15:20:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1208358\/"},"modified":"2026-08-01T15:20:02","modified_gmt":"2026-08-01T15:20:02","slug":"migrantenankuenfte-in-ceuta-italien-fordert-schengen-aussetzung-gegenueber-spanien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1208358\/","title":{"rendered":"Migrantenank\u00fcnfte in Ceuta: Italien fordert Schengen-Aussetzung gegen\u00fcber Spanien"},"content":{"rendered":"<p>Italiens Au\u00dfenminister Antonio Tajani hat nach der Ankunft Hunderter Migranten in der spanischen Nordafrika-Enklave Ceuta am Donnerstag die Schlie\u00dfung des Schengen-Raums gegen\u00fcber Spanien gefordert.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>In einem Beitrag auf X erkl\u00e4rte Tajani, er sei &#8222;f\u00fcr&#8220; eine Schlie\u00dfung des Schengen-Raums gegen\u00fcber Spanien. &#8222;Irregul\u00e4re und unkontrollierte Migration stellt eine Bedrohung f\u00fcr die nationale Sicherheit dar&#8220;, schrieb er.<\/p>\n<p>&#8222;Die Bilder aus Ceuta zeigen, dass die Entscheidung der Regierung in Madrid, mehr als 500.000 irregul\u00e4ren Migranten die spanische und damit europ\u00e4ische Staatsb\u00fcrgerschaft zu verleihen, zutiefst falsch ist und den Menschenhandel beg\u00fcnstigt&#8220;, f\u00fcgte Tajani hinzu. Er bezog sich damit offenbar auf die fr\u00fchere Entscheidung der spanischen Regierung, bestimmten Menschen ohne geregelten Aufenthaltsstatus einen legalen Aufenthaltsstatus zu gew\u00e4hren.<\/p>\n<p>Spaniens Au\u00dfenminister erkl\u00e4rte daraufhin, er habe den italienischen Botschafter einbestellt. Er bezeichnete Tajanis \u00c4u\u00dferungen als &#8222;unangemessen&#8220;.<\/p>\n<p>Auch Italiens Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni griff die Forderung auf. In einem weiteren Beitrag in den sozialen Medien erkl\u00e4rte sie, Rom sei bereit, &#8222;au\u00dfergew\u00f6hnliche Ma\u00dfnahmen&#8220; zum Schutz der italienischen Grenzen zu ergreifen, darunter auch eine &#8222;Aussetzung des Schengen-Raums mit Spanien&#8220;.<\/p>\n<p>Die spanische Regierung k\u00fcndigte am Donnerstag an, Soldaten nach Ceuta zu entsenden, um die Sicherheit zu verst\u00e4rken. Zuvor hatten Hunderte Menschen die Enklave erreicht, viele von ihnen schwammen an den Grenzanlagen vorbei. Medienberichten zufolge kamen dabei neun Menschen ums Leben.<\/p>\n<p>Der Schritt folgt auf Forderungen des Regierungschefs von Ceuta, Juan Jes\u00fas Vivas, den nationalen Notstand auszurufen und die Kontrolle \u00fcber die Lage in der autonomen Stadt zu \u00fcbernehmen. Er warnte, die \u00f6rtlichen Beh\u00f6rden seien durch den starken Anstieg irregul\u00e4rer Grenz\u00fcbertritte \u00fcberfordert.<\/p>\n<p>Das spanische Innenministerium hatte die Ausrufung eines nationalen Notstands zun\u00e4chst ausgeschlossen. Sp\u00e4ter k\u00fcndigte es jedoch die Entsendung von Soldaten an, um die Ordnung wiederherzustellen und die Sicherheit in Ceuta zu verst\u00e4rken. Ministerpr\u00e4sident Pedro S\u00e1nchez wird am Freitag in Ceuta erwartet. Zugleich w\u00e4chst der politische Druck der Opposition.<\/p>\n<p>EU-Migrationskommissar Magnus Brunner erkl\u00e4rte unterdessen, er stehe in st\u00e4ndigem Kontakt mit den spanischen Beh\u00f6rden. Der Schutz der EU-Au\u00dfengrenzen bleibe &#8222;ein zentraler Bestandteil unserer Bem\u00fchungen zur Bek\u00e4mpfung irregul\u00e4rer Migration&#8220;.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Kommission teilte mit, sie habe Spanien operative Unterst\u00fctzung durch die EU-Grenzschutzagentur Frontex angeboten.<\/p>\n<p>Die Ereignisse erinnern an die Migrationskrise von 2021, als innerhalb von zwei Tagen rund 10.000 Menschen nach Ceuta gelangten. Zwar betont Marokko, bei der Bew\u00e4ltigung der aktuellen Lage mit Spanien und der EU zusammenzuarbeiten. Rabat wurde jedoch bereits in der Vergangenheit beschuldigt, Migrationsbewegungen als politisches Druckmittel gegen\u00fcber europ\u00e4ischen Nachbarn einzusetzen.<\/p>\n<p>Spanien und Marokko vereinbaren schnellere R\u00fcckf\u00fchrungen<\/p>\n<p>Hunderte Menschen erreichten Ceuta am Donnerstag von Marokko aus, indem sie schwammen oder mit aufblasbaren Schwimmhilfen den Strand von Tarajal erreichten. Die Einsatzkr\u00e4fte der Guardia Civil wurden dadurch zeitweise \u00fcberfordert.<\/p>\n<p>Mehr als 60 Menschen kamen innerhalb der vergangenen zw\u00f6lf Monate bei dem Versuch ums Leben, die Strecke zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>S\u00e1nchez erkl\u00e4rte, seine Regierung sei &#8222;uneingeschr\u00e4nkt entschlossen, unverz\u00fcglich auf die Lage in Ceuta zu reagieren&#8220; und werde mit den marokkanischen Beh\u00f6rden zusammenarbeiten, um &#8222;so schnell wie m\u00f6glich wieder Normalit\u00e4t herzustellen&#8220;.<\/p>\n<p>Innenminister Fernando Grande-Marlaska wird in Ceuta erwartet, um sich mit den \u00f6rtlichen Beh\u00f6rden zu treffen und sich ein Bild von der Lage zu machen. Spanien und Marokko vereinbarten nach eigenen Angaben ein Verfahren zur Beschleunigung von R\u00fcckf\u00fchrungen. Ein Zeitplan oder konkrete Zahlen wurden zun\u00e4chst nicht genannt.<\/p>\n<p>Das spanische Innenministerium erkl\u00e4rte zudem, Schleusernetzwerke k\u00f6nnten ein j\u00fcngstes Gerichtsurteil ausnutzen, um Menschen ohne Aufenthaltspapiere zu einer \u00dcberfahrt nach Ceuta zu bewegen. Auch Marokko machte kriminelle Schleuserorganisationen f\u00fcr die j\u00fcngsten Grenz\u00fcbertritte verantwortlich, obwohl die marokkanischen Sicherheitskr\u00e4fte ebenfalls f\u00fcr die Grenzsicherung zust\u00e4ndig sind.<\/p>\n<p>Marokkanische Diplomaten betonten, der Anstieg irregul\u00e4rer Grenz\u00fcbertritte sei nicht auf eine Absicht der Beh\u00f6rden in Rabat zur\u00fcckzuf\u00fchren, illegale Migration nach Spanien zu f\u00f6rdern oder zu erleichtern.<\/p>\n<p>Quellen der spanischen Guardia Civil in Ceuta stellten das Ausma\u00df der marokkanischen Zusammenarbeit hingegen infrage. Die Unterst\u00fctzung durch die marokkanische Gendarmerie sei vor Ort begrenzt gewesen und habe nicht ausgereicht, den Druck an der Grenze sp\u00fcrbar zu verringern \u2013 trotz der Darstellung der spanischen Regierung, die Zusammenarbeit mit Marokko funktioniere weiterhin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Italiens Au\u00dfenminister Antonio Tajani hat nach der Ankunft Hunderter Migranten in der spanischen Nordafrika-Enklave Ceuta am Donnerstag die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1208359,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3933],"tags":[331,332,250953,7876,548,663,158,3934,3935,13,3876,14,15,12,4026],"class_list":["post-1208358","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-ceuta","tag-einwanderung","tag-eu","tag-europa","tag-europaeische-union","tag-europe","tag-european-union","tag-headlines","tag-marokko","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-spanien"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117020934313844892","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1208358","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1208358"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1208358\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1208359"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1208358"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1208358"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1208358"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}