{"id":1209121,"date":"2026-08-01T23:46:19","date_gmt":"2026-08-01T23:46:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1209121\/"},"modified":"2026-08-01T23:46:19","modified_gmt":"2026-08-01T23:46:19","slug":"100-geburtstag-christian-ude-erinnert-an-seinen-freund-helmut-fischer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1209121\/","title":{"rendered":"100. Geburtstag: Christian Ude erinnert an seinen Freund Helmut Fischer"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wom\u00f6glich h\u00e4tte es diese Freundschaft nie gegeben, w\u00e4re die Sache mit dem Bier nicht gewesen. Eines Tages, Anfang der 80er Jahre, so ganz genau wei\u00df das keiner mehr, steht also dieser mittelpr\u00e4chtig erfolgreiche Schauspieler vor einer Wohnungst\u00fcr in Schwabing und klingelt. Er hat ein schlechtes Gewissen. \u201eIch schulde Ihnen Geld\u201c, sagt er zu dem Mann, der die T\u00fcr \u00f6ffnet \u2013 und erst einmal gar nichts kapiert. Der Mann hei\u00dft Christian Ude und wird sp\u00e4ter als dienst\u00e4ltester Oberb\u00fcrgermeister in die Geschichte <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/orte\/aa-muenchen\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">M\u00fcnchens<\/a> eingehen. Der andere, der mit dem schlechten Gewissen, hei\u00dft Helmut Fischer, wird aber schon bald von allen nur noch \u201eMonaco Franze\u201c genannt werden. In diesem Moment ahnt all das nat\u00fcrlich niemand und es spielt auch keine Rolle, weil erst einmal muss die Geschichte mit dem Bier gekl\u00e4rt werden.\n  <\/p>\n<p>            Die \u201eM\u00fcnchner Freiheit\u201c ist Helmut Fischers Lebensort<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Und die geht so: Der Helmut Fischer hat einen Lieblingsplatz in Schwabing, die \u201eM\u00fcnchner Freiheit\u201c. Ein kleiner Park mitten in der Stadt. Hier sitzt er gerne drau\u00dfen vor einem Caf\u00e9, beobachtet das Leben, schaut h\u00fcbschen Frauen hinterher und entgangenen Rollen. Ein wunderbarer Ort f\u00fcr einen notorisch erfolglosen Schauspieler, um seine Zeit zu versandeln. Doch die Vertreibung aus dem Paradies ist nahe. Es gibt Pl\u00e4ne, den Platz wegzubetonieren. Und es gibt Widerstand, angef\u00fchrt von einer Schwabinger SPD-Politikerin.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Edith von Welser-Ude organisiert ein B\u00fcrgerfest zur Rettung der \u201eM\u00fcnchner Freiheit\u201c. Und weil Fischer in dieser Zeit froh ist, wenn er seine Miete bezahlen kann, folglich als Spender ausf\u00e4llt, hilft er beim Bierausschank. A bisserl was geht schlie\u00dflich immer und au\u00dferdem kennen zumindest ein paar Leute sein Gesicht aus dem <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/tv\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Fernsehen<\/a>, was in Sachen Umsatz ja durchaus helfen kann. Als Co-Kommissar des <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/bayern\/drei-enkel-planen-statue-fuer-meister-eder-gustl-bayrhammer-hoffen-auf-hilfe-von-pumuckl-fans-2-114322618\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">legend\u00e4ren Gustl Bayrhammer<\/a> im M\u00fcnchner \u201eTatort\u201c hat er es zu einer gewissen Bekanntheit gebracht.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/imago145149297.jpg\" alt=\"Nicht gesucht und doch gefunden: Helmut Fischer (links) und Christian Ude funkten auf einer Wellenl\u00e4nge.\" title=\"Nicht gesucht und doch gefunden: Helmut Fischer (links) und Christian Ude funkten auf einer Wellenl\u00e4nge.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Nicht gesucht und doch gefunden: Helmut Fischer (links) und Christian Ude funkten auf einer Wellenl\u00e4nge.<br \/>\n    Foto: Wolfgang Maria Weber, Imago<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Nicht gesucht und doch gefunden: Helmut Fischer (links) und Christian Ude funkten auf einer Wellenl\u00e4nge.<br \/>\n    Foto: Wolfgang Maria Weber, Imago<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Jetzt muss man nur leider hinzuf\u00fcgen, dass er mit dem Ausschank keinerlei Erfahrung hat und so kommt es zu jenem Missgeschick, das ihm das schlechte Gewissen einbringt. Fischer schenkt den ganzen Abend korrekt aus, also die Gl\u00e4ser bis zum Eichstrich ein, und erf\u00e4hrt erst sp\u00e4ter, dass sich das beste Gesch\u00e4ft doch eigentlich mit der geheimnisvollen Differenz zwischen einer Ma\u00df und einem Liter machen l\u00e4sst. Schaum-Anteil ist das Stichwort. Um dieses geradezu gesch\u00e4ftssch\u00e4digende Verhalten wiedergutzumachen, klingelt er also bei den Udes, f\u00fcnf H\u00e4user weiter, und bietet 50 Mark als Kompensation f\u00fcr den entgangenen Gewinn an.\n  <\/p>\n<p>            100 Jahre Helmut Fischer: Christian Ude kehrt zur\u00fcck dorthin, wo alles begann<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Es ist der Anfang einer besonderen Freundschaft, und wenn Christian Ude heute davon erz\u00e4hlt, muss er schmunzeln, als sei all das gerade eben erst passiert. Der inzwischen 78-J\u00e4hrige sitzt im Caf\u00e9 an der \u201eM\u00fcnchner Freiheit\u201c \u2013 woraus man ersehen kann, dass die Rettungsaktion damals erfolgreich war \u2013 und trinkt einen Cappuccino. Hier haben sie dem <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/bayern\/Kult-Warum-Monaco-Franze-heute-noch-verehrt-wird-eine-Spurensuche-in-Muenchen-id60571546.html\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Helmut Fischer sogar ein Denkmal<\/a> gesetzt. Inmitten des pulsierenden Lebens sitzt er an einem Tisch, als Bronzefigur, und l\u00e4chelt, wie nur er l\u00e4cheln konnte. Dieses Jahr w\u00e4re er 100 geworden. Die Rolle seines Lebens aber ist zeitlos. Auch den \u201eMonaco Franze\u201c h\u00e4tte es ohne diesen Platz \u00fcbrigens nie gegeben.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/copy20of20imago67229477htif.jpg\" alt=\"\u201eA bisserl was geht immer\u201c: Helmut Fischer in der Rolle seines Lebens als \u201eMonaco Franze\u201c.\" title=\"\u201eA bisserl was geht immer\u201c: Helmut Fischer in der Rolle seines Lebens als \u201eMonaco Franze\u201c.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    \u201eA bisserl was geht immer\u201c: Helmut Fischer in der Rolle seines Lebens als \u201eMonaco Franze\u201c.<br \/>\n    Foto: Imago<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    \u201eA bisserl was geht immer\u201c: Helmut Fischer in der Rolle seines Lebens als \u201eMonaco Franze\u201c.<br \/>\n    Foto: Imago<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Justament hier soll <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/bayern\/das-sagt-michaela-may-zum-tod-ihres-alten-freundes-guenther-maria-halmer-3-114266241\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">der Regisseur Helmut Dietl<\/a> eines Tages zuf\u00e4llig den Helmut Fischer getroffen haben, als selbiger mal wieder in der Sonne sa\u00df, um nichts zu tun. Es kommt zum Gespr\u00e4ch, in dessen Verlauf er die Idee entwickelt, diesem sympathischen Zeitverschwender die <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/bayern\/kommentar-darf-der-stenz-heute-noch-stenz-sein-id66916856.html\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Rolle des ewigen Stenz<\/a> auf den Leib zu schreiben. Eine Sternstunde quasi. So jedenfalls will es die Legende, so haben es die beiden sp\u00e4ter immer wieder erz\u00e4hlt und so will man es auch glauben. Weil es halt gar so sch\u00f6n ist. Seit ein paar Jahren sitzt ein bronzener Dietl an der \u201eM\u00fcnchner Freiheit\u201c \u00fcbrigens neben dem Monaco.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Als die Serie zum ersten Mal gesendet wird, ist Fischer schon 56 Jahre alt. Und dann wird pl\u00f6tzlich alles anders. Ude erlebt mit, wie aus dem Helmut der Monaco wird, aus dem st\u00e4ndig klammen \u00dcberlebensk\u00fcnstler ein Star. Als Freund bleibt er derselbe. Sie treffen sich weiterhin regelm\u00e4\u00dfig zur Fr\u00fchst\u00fccksrunde an der \u201eM\u00fcnchner Freiheit\u201c. Zur Stammbesetzung geh\u00f6ren neben Fischer samt seinem \u201eSpatzl\u201c Utta und dem Ehepaar Ude auch Ponkie, legend\u00e4re Kolumnistin der Abendzeitung, f\u00fcr die Fischer <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/bayern\/monaco-franze-vor-25-jahren-starb-helmut-fischer-a-bisserl-was-geht-immer-noch-id62972356.html\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">in seinen brotlosen Jahren<\/a> s\u00fcffisante Filmkritiken schrieb, und der Drehbuchautor Franz Geiger. Eine feste Sitzordnung gibt es nicht, daf\u00fcr das ungeschriebene Gesetz, dass sich alle um den Monaco herum zu gruppieren hatten.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/monaco.jpg\" alt=\"Dort, wo alles begann: Christian Ude am Denkmal von Helmut Fischer an der \u201eM\u00fcnchner Freiheit\u201c.\" title=\"Dort, wo alles begann: Christian Ude am Denkmal von Helmut Fischer an der \u201eM\u00fcnchner Freiheit\u201c.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Dort, wo alles begann: Christian Ude am Denkmal von Helmut Fischer an der \u201eM\u00fcnchner Freiheit\u201c.<br \/>\n    Foto: Michael Stifter<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Dort, wo alles begann: Christian Ude am Denkmal von Helmut Fischer an der \u201eM\u00fcnchner Freiheit\u201c.<br \/>\n    Foto: Michael Stifter<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eEr hat sich immer den Katerplatz ausgesucht\u201c, erz\u00e4hlt Ude. Also jenen Platz, den sich ein Kater in traumwandlerischer Sicherheit in einem Wohnzimmer suchen w\u00fcrde. Dort, wo man selbst am besten zur Geltung kommt und zugleich alles perfekt im Blick hat. Wer kommt, wer geht, wer schaut. Sehen und gesehen werden. Die Gespr\u00e4che, so erinnert sich Ude, wurden meist mit einem liebevoll-sp\u00f6ttischen Gepl\u00e4nkel zwischen dem Ehepaar Fischer er\u00f6ffnet, in denen sie ihm regelm\u00e4\u00dfig ins Wort fiel, w\u00e4hrend er von einer regelrechten Panik ergriffen war, sie k\u00f6nnte ihm eine Pointe versauen. \u201eEs war herrlich, das mitzuerleben\u201c, sagt Ude. Nat\u00fcrlich wird dann auch politisiert. Fischer ist gl\u00fchender SPD-Anh\u00e4nger, macht leidenschaftlich Wahlkampf f\u00fcr seinen Freund. \u201eManchmal mehr als ich selbst\u201c, sagt Ude lachend. Mit Erfolg, 1993 wird er <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/bayern\/wie-wollen-sie-muenchner-so-gluecklich-machen-wie-augsburger-oberbuergermeister-krause-114420202\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">M\u00fcnchner Oberb\u00fcrgermeister<\/a> und bleibt es 21 Jahre lang.\n  <\/p>\n<p>            Helmut Fischers Tod \u00fcberrascht selbst enge Freunde<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Fischer spielt voller Selbstironie mit seiner sp\u00e4ten Popularit\u00e4t. \u201eEs sei geradezu entsetzlich, st\u00e4ndig Autogramme schreiben zu m\u00fcssen, sagte er einmal, als er wieder von mehreren Leuten belagert wurde. Und nach einer kleinen Pause f\u00fcgte er hinzu: Es gibt nur eine Sache, die noch schrecklicher ist \u2013 keine Autogramme schreiben zu m\u00fcssen\u201c, erz\u00e4hlt Ude. Vom Honorar, das er f\u00fcr Werbeaufnahmen bekommt, kauft Fischer kurz vor seinem Tod eine Eigentumswohnung und besiegt damit endg\u00fcltig die alte Angst, irgendwann die Miete nicht mehr bezahlen zu k\u00f6nnen. Eingezogen ist er nie, aber ein Platz um die Ecke tr\u00e4gt heute seinen Namen.\n  <\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/bayern\/das-sagt-michaela-may-zum-tod-ihres-alten-freundes-guenther-maria-halmer-3-114266241\" class=\"hidden  &#010;                md:block md:mr-5 md:min-w-[140px]  aspect-photo md:aspect-tv lg:aspect-tv w-fullXXX relative self-start inline overflow-hidden\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"\" alt=\"\u201eSo is des im Leben \u2013 zerst is schee und dann is auf amoi ois vorbei\u201c: Michaela May verband eine lange Freundschaft G\u00fcnther Maria Halmer.\" title=\"\u201eSo is des im Leben \u2013 zerst is schee und dann is auf amoi ois vorbei\u201c: Michaela May verband eine lange Freundschaft G\u00fcnther Maria Halmer.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><br \/>\n   <\/a><\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Trotz der engen Beziehung trifft Ude der Tod seines Freundes im Sommer 1997 unvermittelt. Fast niemandem hatte Fischer von seiner Krebserkrankung erz\u00e4hlt. Ein bisschen marode sei er ja immer schon dahergekommen, wegen anhaltender R\u00fcckenschmerzen, doch selbst als er in einem Interview zum 70. Geburtstag sagt, das Leben mache sich langsam aus dem Staub, ahnt Ude nicht, wie ernst das gemeint ist. Trotzdem gibt es nichts, was unausgesprochen geblieben w\u00e4re. \u201eIn unserem Debattierclub haben wir alles so leidenschaftlich diskutiert, nie etwas ausgespart und so gibt es auch nichts, was ich ihm zum 100. Geburtstag noch unbedingt h\u00e4tte sagen wollen.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ude ist jetzt auf dem Weg vom Caf\u00e9 nach Hause. \u201eDer Helmut hat es verstanden, die Leichtigkeit des Seins im Augenblick zu genie\u00dfen, obwohl sein Leben ja lange Zeit gar nicht so leicht war. Davon k\u00f6nnten wir alle uns ein bisschen was abschauen\u201c, sagt er und bleibt unvermittelt stehen. \u201eDa oben hat er gewohnt.\u201c Er zeigt auf ein stattliches Mehrparteienhaus, Baujahr um 1900, h\u00e4lt kurz inne und geht dann langsam weiter. F\u00fcnf H\u00e4user weiter sperrt er schlie\u00dflich seine eigene Haust\u00fcre auf, jene Haust\u00fcre, an der alles begann. Er schaut noch mal zur\u00fcck. \u201eDer Helmut h\u00e4tte jetzt gesagt: Ganz wunderbar war&#8217;s.\u201c\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wom\u00f6glich h\u00e4tte es diese Freundschaft nie gegeben, w\u00e4re die Sache mit dem Bier nicht gewesen. 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