{"id":1209367,"date":"2026-08-02T02:42:36","date_gmt":"2026-08-02T02:42:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1209367\/"},"modified":"2026-08-02T02:42:36","modified_gmt":"2026-08-02T02:42:36","slug":"angespannter-arbeitsmarkt-vereinzelte-lichtblicke-br24","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1209367\/","title":{"rendered":"Angespannter Arbeitsmarkt, vereinzelte Lichtblicke | BR24"},"content":{"rendered":"<p>Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist im Juli gestiegen. Wie die Regionaldirektion Bayern der <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/finanzloch-die-bundesagentur-fuer-arbeit-hat-ein-geld-problem,VOPAntq\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundesagentur f\u00fcr Arbeit<\/a> mitteilt, waren im Juli 318.025 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 5.098 mehr <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/wirtschaft\/lage-am-bayerischen-arbeitsmarkt-bleibt-angespannt,VO0YeOj\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">als im Juni<\/a> und 6.001 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 4,1Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 4,0 Prozent gelegen. <\/p>\n<p>Negativtrend leicht gebremst<\/p>\n<p>Der Chef der bayerischen Arbeitsagenturen, Markus Schmitz, zieht ein gemischtes Fazit: &#8222;Auch wenn die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat geringer anstieg als in den letzten Jahren, markieren rund 320.000 Arbeitslose in Bayern eine H\u00f6chstmarke f\u00fcr einen Juli.&#8220;.<\/p>\n<p>Allerdings sieht Schmitz auch kleine Lichtblicke. So habe die negative Entwicklung der letzten Monate an Fahrt verloren, Stabilisierungstendenzen seien erkennbar. Im Baugewerbe und im verarbeitenden Gewerbe seien zum Beispiel wieder mehr offene Stellen gemeldet als im Vorjahr. <\/p>\n<p>Anhaltender Besch\u00e4ftigungsr\u00fcckgang bereitet Sorge<\/p>\n<p>Bedenklich sei dagegen der andauernde R\u00fcckgang der sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten, der mit Ausnahme des Jahres 2020 zu dieser Jahreszeit noch nie solche Ausma\u00dfe angenommen habe. Zuletzt wurden im Freistaat 5,95 Millionen sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigte registriert \u2013 16.500 weniger als vor einem Jahr. &#8222;Die demografische Entwicklung und die konjunkturelle Krise spiegeln sich hier deutlich wider&#8220;, fasst Schmitz die Situation am bayerischen Arbeitsmarkt zusammen. <\/p>\n<p>Derzeit stellen die bayerischen Arbeitsagenturen vor allem bei den Langzeitarbeitslosen, den J\u00fcngeren, den Schwerbehinderten und den \u00fcber 55-J\u00e4hrigen einen \u00fcberdurchschnittlich starker Anstieg der Arbeitslosigkeit fest. Zudem ist etwa die H\u00e4lfte der Langzeitarbeitslosen ohne abgeschlossene Berufsausbildung. <\/p>\n<p>Schwaben weiter Spitzenreiter<\/p>\n<p>Vergleicht man die bayerischen Regierungsbezirke, so hat Schwaben mit 3,7 Prozent weiterhin die niedrigste Arbeitslosenquote in Bayern. Hier f\u00e4llt auf, dass Schwaben der einzige Bezirk ist, in dem sich die Nachfrage nach Arbeitskr\u00e4ften im Vergleich zum Vorjahr erh\u00f6ht hat. Grund sei hier der gesunde Branchenmix, der auf mittelst\u00e4ndischen Unternehmen, aber auch auf Zukunftstechnologien beruhe, erkl\u00e4rt Schmitz.<\/p>\n<p>Auch Niederbayern, die Oberpfalz \u2013 mit jeweils 3,8 Prozent \u2013 und Oberbayern mit 4,0 Prozent bleiben unter dem bayernweiten Schnitt von 4,1 Prozent. Genau diesen Durchschnittswert erreicht Unterfranken. Oberfranken liegt mit 4,3 Prozent dar\u00fcber und Mittelfranken bleibt mit einer Arbeitslosenquote von 4,7 Prozent das Schlusslicht im Freistaat.<\/p>\n<p>Vollbesch\u00e4ftigung ist noch m\u00f6glich<\/p>\n<p>Im Vergleich der St\u00e4dte und Landkreise haben die Landkreise Roth und Unterallg\u00e4u mit jeweils 2,4 Prozent die niedrigsten Arbeitslosenquoten. Gute Werte haben auch die oberbayerischen Landkreise Bad T\u00f6lz-Wolfratshausen, Miesbach und Pfaffenhofen an der Ilm mit jeweils 2,6 Prozent vorzuweisen. Diesen Wert erreicht auch der Kreis Neumarkt in der Oberpfalz.<\/p>\n<p>Die Landkreise Bamberg in Oberfranken und der unterfr\u00e4nkische Main-Spessart-Kreis kommen immerhin auf 2,8 Prozent. Insgesamt liegt in 18 der 96 bayerischen St\u00e4dte und Landkreise die Arbeitslosenquote unter drei Prozent. Unterhalb dieses Schwellenwertes spricht man von Vollbesch\u00e4ftigung.<\/p>\n<p>Industriest\u00e4dte sp\u00fcren die Krise<\/p>\n<p>Am h\u00f6chsten sind die Arbeitslosenquoten in den St\u00e4dten Hof und Aschaffenburg mit jeweils 7,7 Prozent. Auch Schweinfurt sp\u00fcrt mit einer Quote von 7,4 Prozent die Probleme mit der Transformation in der Auto- und Zulieferindustrie. In Schweinfurt ist die Arbeitslosenquote binnen eines Jahres um einen halben Prozentpunkt gestiegen. Das ist, gemeinsam mit Passau, wo die Arbeitslosenquote derzeit bei 6,5 Prozent liegt, der h\u00f6chste Anstieg in ganz Bayern. Auch in den Autohochburgen M\u00fcnchen (5,5%) und Ingolstadt (5,0%) ist die Lage vergleichsweise angespannt. <\/p>\n<p>Positive Nachrichten kommen aus der zweitgr\u00f6\u00dften Stadt Bayerns: In N\u00fcrnberg ist die Arbeitslosenquote binnen eines Jahres um 0,2 Prozentpunkte zur\u00fcckgegangen. Mit 7,2 Prozent liegt sie allerdings immer noch auf relativ hohem Niveau. Den R\u00fcckgang erkl\u00e4rt die BA in Bayern mit den Qualifizierungsma\u00dfnahmen, in denen sich derzeit viele Menschen in der Frankenmetropole bef\u00e4nden. &#8222;Wir wollen in die Menschen investieren, damit sie zukunftsf\u00e4hige Jobs bewerkstelligen k\u00f6nnen&#8220;, erkl\u00e4rt Bayerns BA-Chef Schmitz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist im Juli gestiegen. 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