{"id":1209387,"date":"2026-08-02T02:59:48","date_gmt":"2026-08-02T02:59:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1209387\/"},"modified":"2026-08-02T02:59:48","modified_gmt":"2026-08-02T02:59:48","slug":"jahresbericht-der-lvb-fuer-2025-fahrgastrekord-und-verschobenes-beschaffungspaket-fuer-die-xxl-plus-strassenbahnen-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1209387\/","title":{"rendered":"Jahresbericht der LVB f\u00fcr 2025: Fahrgastrekord und verschobenes Beschaffungspaket f\u00fcr die XXL-Plus-Stra\u00dfenbahnen \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Nicht nur die Stadtholding LVV und die Stadtwerke legten jetzt ihre Jahresabschl\u00fcsse f\u00fcr 2025 vor. Auch die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) zogen Bilanz. Und die ist durchwachsen, auch wenn es 2025 noch keine Hitzeprobleme mit der Fugenmasse an den Schienen gab. Daf\u00fcr feierte man mit 172 Millionen Fahrg\u00e4sten einen neuen Rekord. Noch immer entfaltet das Deutschlandticket seine Wirkung. Denn das lie\u00df auch 2025 die Zahl der Abo-Kunden deutlich steigen.<\/p>\n<p>Oder im Sprachgebrauch der LVB: Stammkund\/-innen. Deren Zahl stieg 2025 von 216.217 auf 223.142. Davon waren allein 220.247 Abo-Kund\/-innen, gr\u00f6\u00dftenteils Inhaber des Deutschlandtickets. Eigentlich ein toller Effekt. Und irgendwie freuen sich die LVB auch dar\u00fcber. Denn dass die Entwicklung so weitergeht, war nicht zu erwarten, als am 1. Januar 2025 der Monatspreis f\u00fcr das Deutschlandticket von 49 auf 58 Euro stieg. Das macht den Wechsel in den \u00d6PNV zwar f\u00fcr viele Leipziger\/-innen attraktiv. Aber es sorgt auch daf\u00fcr, dass die LVB noch h\u00e4rter rechnen m\u00fcssen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/74029c93f4c24b25937c732ffbe52d0f.gif\" alt=\"\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/wirtschaft\/mobilitaet\/2026\/07\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/wirtschaft\/mobilitaet\/2026\/07\/1\"\/>Denn die steigenden Fahrgastzahlen m\u00fcnzen sich dann nicht auch in gleicherma\u00dfen steigende Umsatzerl\u00f6se um. Oder mit den Worten aus dem Jahresbericht: \u201eVor dem Hintergrund der sich verstetigenden Abkopplung der Fahrpreise von der Kostenentwicklung \u2013 insbesondere bedingt durch die Einf\u00fchrung des Deutschlandtickets und die damit verbundene Ausgleichsmechanik \u2013 spiegelte sich auch im Jahr 2025 die erhebliche Kraftanstrengung der LVB bei der Erreichung der ambitionierten Planzielstellungen wider.\u201c<\/p>\n<p>Wenig sp\u00e4ter benennen die LVB das dadurch entstehende Problem: \u201ezunehmend unzureichende Refinanzierung der Betriebskosten\u201c. Was im Klartext hei\u00dft: Die LVB sind zunehmend auf Zusch\u00fcsse angewiesen. Wenn die ausbleiben oder sinken, haben die LVB ein gewaltiges Problem.<\/p>\n<p>Fast 1.500 Fahrerinnen und Fahrer<\/p>\n<p>Dabei stieg 2025 der Zuschuss aus dem Verkehrsleistungsfinanzierungsvertrag im Rahmen der LVV von 90,6 Millionen Euro auf 94,1 Millionen Euro. Und auch die Fahrgasteinnahmen stiegen durch die steigende Zahl der Abonnements \u2013 von 103,4 auf 111,2 Millionen Euro. Aber daf\u00fcr gab es einen erheblichen Einbruch bei den Zusch\u00fcssen von Dritten \u2013 von 47,4 auf 10,3 Millionen Euro.<\/p>\n<p>Der Jahresbericht wird da deutlich: So etwas schafft Probleme. Und darin steckten auch zur\u00fcckgehende Regionalisierungsmittel vom Land, stellt der Bericht fest. Wie aber kompensiert man so einen R\u00fcckgang? Durch Optimierungsprozesse im eigenen Haus. Was 2025 \u2013 so der Bericht \u2013 mit 19 Millionen Euro auch irgendwie gelungen ist. Nur kann man so etwas nicht jedes Jahr machen (auch wen der Efekt auch 2026 mit 21 Millinen Euro wirksam wird).<\/p>\n<p>Erst recht, wenn sich die Politik darauf verl\u00e4sst, dass der \u00d6PNV in der Stadt reibungslos funktioniert. Dazu gab es 2025 sogar eine richtig gro\u00dfe Ver\u00e4nderung, weil die LVB per 1. Januar 2025 auch den kompletten Fahrservice von LeoBus und LSVB ins Mutterunternehmen \u00fcbernahmen. Womit der Personalbestand bei den LVB offiziell auf 2.196 Besch\u00e4ftigte wuchs, davon allein 1.458 Fahrerinnen und Fahrer. Da ahnt man, wie viele Menschen in Leipzig daf\u00fcr sorgen, dass der Fuhrpark rollt, wenn nicht gerade Fugenmasse Weichen und Fahrzeuge verklebt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/indikatoren.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-665843 size-full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/indikatoren.jpg\" alt=\"Entwicklung derf Einnahmestruktur bei den LVB. Grafik: LVB, Jahresberficht 2025\" width=\"2250\" height=\"1500\"  \/><\/a>Entwicklung der Einnahmestruktur bei den LVB. Grafik: LVB, Jahresbericht 2025<br \/>\nDrama um Heiterblick<\/p>\n<p>Aber der Bericht erz\u00e4hlt eben auch von der dramatischsten Geschichte, die die LVB derzeit besch\u00e4ftigt: der Insolvenz des Konsortialpartners Heiterblick GmbH, die eigentlich in diesem Jahr schon die bestellten neuen Stra\u00dfenbahnen liefern sollte. Doch durch die Insolvenz hat sich der komplette Terminplan verschoben., Zwischenzeitlich dachte man im Hause LVB sogar an eine Aufl\u00f6sung der Liefervertr\u00e4ge. Was sich aber mit dem Einstieg des neuen Investors gl\u00fccklicherweise zerschlug.<\/p>\n<p>Im Jahresbericht jedenfalls zeigt man sich zuversichtlich, dass die Heiterblick GmbH die bestellten Stra\u00dfenbahnen XXL Plus liefern kann. Immerhin 30 St\u00fcck haben die LVB bestellt, die die vor 30 Jahren eingef\u00fchrten 55 Stra\u00dfenbahnen der NGT8-Serie ersetzen sollen.<\/p>\n<p>Weil die neuen Stra\u00dfenbahnen 2025 noch nicht gekauft werden konnten, gaben die LVB statt der geplanten 57,8 Millionen Euro f\u00fcr neue Fahrzeuge nur 8,1 Millionen Euro aus. Letztere flossen vor allem in die Anschaffung neuer Elektrobusse. 40 neue Elektrobusse von Solaris haben die LVB bestellt. Die ersten 15 sollen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 in Betrieb gehen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/plan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-665844 size-full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/plan.jpg\" alt=\"Die Planzahlen der LVB f\u00fcr 2026 und 2026. Grafik: LVB, Jahresbericht 2025\" width=\"2250\" height=\"890\"  \/><\/a>Die Planzahlen der LVB f\u00fcr 2026 und 2026. Grafik: LVB, Jahresbericht 2025<\/p>\n<p>Und wann kommen nun die neuen XXL-Stra\u00dfenbahnen? Das l\u00e4sst der Jahresbericht noch offen. Denn augenscheinlich verhandelt man noch mit dem Freistaat \u00fcber die F\u00f6rderung dieser Beschaffung, will mit der Kopplung mit EU-F\u00f6rdergeldern eine F\u00f6rderquote von 70 Prozent erreichen. \u201eDer Investorenprozess verl\u00e4uft sehr positiv\u201c, meint der Jahresbericht. Man arbeite derzeit daran, \u201edie Bestellung und Ausl\u00f6sung der 30 Optionsfahrzeuge zu realisieren.\u201c<\/p>\n<p>Vor allem die Nichtbeschaffung der neuen Stra\u00dfenbahnen sorgte daf\u00fcr, dass die LVB 2025 statt geplanter 157 Millionen Euro nur 94,5 Millionen Euro investierten. Die nicht get\u00e4tigten bzw. im Jahr 2025 nicht abgerechneten Investitionen rutschen also automatisch ins Jahr 2026, wo die LVB jetzt mit einem Investitionsvolumen von voraussichtlich 201,4 Millionen Euro rechnen.<\/p>\n<p>Darin steckten dann auch fast 13 Millionen Euro unter anderem f\u00fcr den Neubau der Betriebswerkstatt Heiterblick, f\u00fcr den der F\u00f6rdermittelbescheid mit deutlicher Versp\u00e4tung eintrudelte, sodass erst im Oktober 2025 mit der Baufeldfreimachung begonnen werden konnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nicht nur die Stadtholding LVV und die Stadtwerke legten jetzt ihre Jahresabschl\u00fcsse f\u00fcr 2025 vor. 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