{"id":1209854,"date":"2026-08-02T08:28:18","date_gmt":"2026-08-02T08:28:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1209854\/"},"modified":"2026-08-02T08:28:18","modified_gmt":"2026-08-02T08:28:18","slug":"bild-leser-entsetzt-brief-ohne-marke-post-verlangt-55-euro-strafporto-leben-wissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1209854\/","title":{"rendered":"BILD-Leser entsetzt: Brief ohne Marke: Post verlangt 55 Euro Strafporto | Leben &#038; Wissen"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"skip-content skip-content--link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5<\/a><a id=\"in-content-skip-link-target-v-0-0\" class=\"skip-content--target-link-hidden skip-content skip-content--target-link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">Artikel weiterlesen<\/a><\/p>\n<p data-497f19fe=\"0-3083\"><b>Der BILD-Bericht \u00fcber 55,10 Euro Strafporto f\u00fcr einen unfrankierten Maxibrief sorgt f\u00fcr Wirbel. Mehrere Leser meldeten sich in der Redaktion: Kann mir das auch passieren? Und eine Frage bleibt: Darf die Deutsche Post so einfach 50 Euro Schadenersatz plus Nachporto verlangen? Da gibt es unterschiedliche Meinungen. <\/b><\/p>\n<p data-497f19fe=\"0-3083\">Noch einmal kurz der Fall, \u00fcber den BILD berichtete: Fotograf <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/leben-wissen\/sparfochs\/bild-leser-entsetzt-brief-ohne-marke-post-verlangt-55-euro-strafporto-6a688338ce0aac7f44e40c33\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stefan Emmer<\/a> aus Bottrop (NRW) wollte sich bei der <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/organisationen\/bundesanstalt-kommunikation\/deutsche-bundespost-02-42676828.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschen Post\/DHL-Gruppe<\/a> \u00fcber die Zustellung eines besch\u00e4digten Einschreibens beschweren. In seiner Filiale fragte er: Kann ich einen unfrankierten Umschlag mit der Aufschrift \u201ePostsache\u201c verwenden, weil der Brief ja an den Kundenservice des <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/deutsche-post-und-dhl-rekordzahl-an-beschwerden-von-kunden-69d608209e9e187ca9edb1eb\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Konzerns<\/a> gehen sollte? \u201eM\u00fcsste gehen\u201c, war die Antwort an Emmer. <\/p>\n<p data-497f19fe=\"0-3083\">Das Problem: Die Post sieht das ganz anders: \u201eDas war Portobetrug.\u201c Der Konzern schickte eine Rechnung am Emmer: 50 Euro Schadensersatz plus zweimal das Porto f\u00fcr den Maxibrief (regul\u00e4r und Strafaufschlag). Macht 55,10 Euro.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"358\" alt=\"Die Post-Rechnung an Stefan Emmer\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/6d5b9125ea410d4cbc020539e41dc4d5,5caad1a8.jpeg\"   class=\"dynamic\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Die Postrechnung an Stefan Emmer<\/p>\n<p>Foto: privat<\/p>\n<p>Wann ist es Portobetrug, wann ein Versehen?<\/p>\n<p data-497f19fe=\"0-3083\">Jetzt die berechtigte Frage, die viele Leser interessiert: Wann ist es Portobetrug, wann ist es ein Versehen? Eine DHL-Sprecherin sagt zu BILD: \u201eWer versehentlich einen Brief nicht oder nicht ausreichend frankiert, muss nicht automatisch eine Schadenersatzforderung bef\u00fcrchten. Jeder Fall wird von uns individuell gepr\u00fcft. Dabei schauen wir uns die konkreten Umst\u00e4nde an und m\u00f6gliche Hinweise darauf, ob es sich um ein Versehen oder um eine bewusste Umgehung des Portos handelt.\u201c<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p data-497f19fe=\"0-3083\">Offenbar sind die T\u00e4ter erfinderisch. DHL teilte dazu mit: \u201eSchadenersatzforderungen erheben wir nur dann, wenn sich F\u00e4lle wiederholen oder wir Anhaltspunkte f\u00fcr ein bewusstes T\u00e4uschen erkennen, zum Beispiel bei gef\u00e4lschten Briefmarken oder der Wiederverwendung entwerteter Briefmarken. Unsere Technologie kann das mittlerweile klar identifizieren.\u201c<\/p>\n<p data-497f19fe=\"0-3083\">BILD-Leser Emmer sagt: Er habe sich auf die Auskunft der Filiale verlassen. Nach seiner Schilderung spricht mehr gegen einen klaren Vorsatz:<\/p>\n<ul class=\"unordered-list\">\n<li>Er hat keine gef\u00e4lschte Briefmarke verwendet.<\/li>\n<li>Er hat seine Identit\u00e4t nicht verschleiert.<\/li>\n<li>Er wollte sich ausgerechnet bei der Post beschweren und hat den Brief an die Post selbst geschickt.<\/li>\n<\/ul>\n<p data-497f19fe=\"0-3083\">Das k\u00f6nnte man auch als Irrtum denn als gezielten Betrugsversuch interpretieren. BILD-Anw\u00e4ltin Nicole Mutschke schaute sich den Fall an und urteilt: \u201eHerr Emmer durfte den Vermerk \u201aPostsache\u2018 nicht eigenm\u00e4chtig verwenden. F\u00fcr die zus\u00e4tzlichen 50 Euro gen\u00fcgt aber nicht ohne Weiteres die Feststellung, dass der Kunde bewusst keine Briefmarke aufgeklebt hat. Die Deutsche Post muss Umst\u00e4nde darlegen, aus denen sich ergibt, dass er ein als geschuldet erkanntes Porto gerade umgehen und die Bef\u00f6rderungsleistung erschleichen wollte.\u201c Sprich: Die Post m\u00fcsste beweisen, dass Emmer absichtlich das Porto sparen wollte.<\/p>\n<p data-497f19fe=\"0-3083\">Auch hat die Expertin Zweifel, was die H\u00f6he der Forderung angeht: \u201eOb ein zus\u00e4tzlicher Bearbeitungsschaden von 50 Euro tats\u00e4chlich plausibel ist, k\u00f6nnte ein Gericht \u00fcberpr\u00fcfen.\u201c Wegen des geringen Streitwertes gibt es in dieser Frage aber noch keine h\u00f6chstrichterliche Entscheidung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5Artikel weiterlesen Der BILD-Bericht \u00fcber 55,10 Euro Strafporto f\u00fcr einen unfrankierten Maxibrief sorgt f\u00fcr Wirbel. 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