{"id":1210052,"date":"2026-08-02T10:42:24","date_gmt":"2026-08-02T10:42:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1210052\/"},"modified":"2026-08-02T10:42:24","modified_gmt":"2026-08-02T10:42:24","slug":"notstand-in-ungarn-und-rumaenien-osteuropaeische-atomkraftwerke-versagen-in-der-hitze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1210052\/","title":{"rendered":"Notstand in Ungarn und Rum\u00e4nien: Osteurop\u00e4ische Atomkraftwerke versagen in der Hitze"},"content":{"rendered":"<p>Notstand in Ungarn und Rum\u00e4nienOsteurop\u00e4ische Atomkraftwerke versagen in der Hitze<\/p>\n<p>02.08.2026, 10:48 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(05:25 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Paks-Nuclear-Power-Plant-with-the-partially-dried-up-Danube-riverbed-in-Dunaszentbenedek-Hungary-Jul.webp\" alt=\"Paks-Nuclear-Power-Plant-with-the-partially-dried-up-Danube-riverbed-in-Dunaszentbenedek-Hungary-July-31-2026\"\/>Kein Wasser zum K\u00fchlen: Das ungarische Atomkraftwerk Paks wird abgeschaltet. (Foto: REUTERS)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/www.google.com\/preferences\/source?q=n-tv.de\" title=\"ntv als bevorzugte Quelle auf Google hinzuf\u00fcgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Atomkraftwerke liefern in der Regel rund um die Uhr zuverl\u00e4ssig Strom &#8211; auf die ungarischen und rum\u00e4nischen Reaktoren trifft dies derzeit jedoch nicht mehr zu. Wegen anhaltender Trockenheit und Hitze m\u00fcssen sie gedrosselt oder heruntergefahren werden. Neue Energiekrisen sind die Folge.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ungarn muss sein einziges Atomkraftwerk Paks wegen niedriger Pegelst\u00e4nde der Donau erstmals seit einem halben Jahrhundert vollst\u00e4ndig abschalten. Am Sonntag um 1.30 Uhr sei einer der letzten beiden Reaktoren des Atomkraftwerks gedrosselt worden, <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/x.com\/magyarpeterMP\/status\/2083676528001335727\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">schreibt<\/a> Ungarns Regierungschef Peter Magyar auf X. Die Stromerzeugung des Kraftwerks sei auf 240 Megawatt gesunken. Am Montag werde Paks das erste Mal seit 44 Jahren vollst\u00e4ndig abgeschaltet. Der Betreiber der Anlage hatte diesen Schritt zuvor bereits als &#8222;unvermeidlich&#8220; bezeichnet. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das Atomkraftwerk ist auf Flusswasser aus der Donau f\u00fcr die K\u00fchlung seiner vier Reaktoren angewiesen. Durch anhaltende Hitze und Trockenheit sind die Pegelst\u00e4nde vieler europ\u00e4ischer Fl\u00fcsse in den vergangenen Wochen <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Rheinpegel-erreicht-bei-Koeln-einen-historischen-Tiefstand-id31148709.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">dramatisch gesunken<\/a>. Der ungarische Wetterdienst Hungaromet sagt f\u00fcr die gesamte kommende Woche f\u00fcr Budapest erneut Temperaturen zwischen 34 und 42 Grad Celsius hervor. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Cernavoda-Nuclear-Power-Plant-which-had-to-close-one-of-it-s-reactors-due-to-extremely-low-water-levels-on-the-Danube-River-is-seen-in-Cernavoda-Romania-Wednesday-July-29-2026\"\/>Das rum\u00e4nische Atomkraftwerk Cernavoda sollte urspr\u00fcnglich mit f\u00fcnf Reaktoren ausgestattet werden. Nur Block 1 und 2 wurden fertiggestellt. (Foto: AP Photo\/Andreea Alexandru)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In Ungarn f\u00fchrte dies bereits zu Einschr\u00e4nkungen bei Schifffahrt und Tourismus sowie zur Rationierung von Wasser in mehr als 100 St\u00e4dten und D\u00f6rfern &#8211; jetzt muss das Land eine Energiekrise bew\u00e4ltigen: Paks deckt jedes Jahr etwa 45 Prozent des ungarischen Strombedarfs. Die wegbrechende Erzeugung des Atomkraftwerks muss nun durch Verbrauchseinsparungen oder zus\u00e4tzliche Stromimporte gedeckt werden. Die Mehrkosten f\u00fcr Stromimporte k\u00f6nnten sich den Angaben zufolge auf 100 bis 200 Milliarden Forint belaufen. Dies entspricht 275 bis 550 Millionen Euro.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die ungarische Regierung dr\u00e4ngt gro\u00dfe Stromverbraucher zu freiwilligen Einsparungen und beh\u00e4lt sich vor, notfalls verbindliche Reduzierungen anzuordnen.  Zudem soll der G\u00fcterverkehr auf der Schiene zu Spitzenzeiten eingestellt und die Beleuchtung \u00f6ffentlicher Geb\u00e4ude abgeschaltet werden. &#8222;Die Haushalte werden als Letzte von den Beschr\u00e4nkungen betroffen sein&#8220;, sagte Magyar. Sp\u00e4testens ab Montag kann es dem Regierungschef zufolge zu Engp\u00e4ssen bei der Stromversorgung kommen. Dann w\u00fcrden 2000 Megawatt aus ungarischer Stromproduktion ausfallen, w\u00e4hrend zugleich wegen der steigenden Hitze der Stromverbrauch der Privathaushalte und der \u00f6ffentlichen Dienstleister steigen werde.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Prognose von Magyar ist d\u00fcster: Die Krisensituation kann wegen des anhaltend hei\u00dfen Sommers Wochen andauern. An einem durchschnittlichen Sommerabend w\u00fcrden 6000 Megawatt Strom verbraucht, aufgrund der Hitze steige dieser Wert um 20 Prozent, sagte der Regierungschef. Man setze nun die Stromreserven des Landes ein und k\u00fcmmere sich um Importe. Zur Unterst\u00fctzung k\u00fcndigten mehrere Industrieunternehmen &#8211; darunter die Autobauer Mercedes und Suzuki &#8211; an, den Stromverbrauch in ihren Produktionsst\u00e4tten zu senken.<\/p>\n<p>Notstand in Rum\u00e4nien <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">\u00c4hnlich dramatisch ist die Lage \u00f6stlich von Ungarn. Rum\u00e4nien hat wegen eines massiven R\u00fcckgangs der Atomstromproduktion infolge niedriger Wasserst\u00e4nde der Donau f\u00fcr den gesamten August einen landesweiten Notstand ausgerufen. Ein Reaktor des einzigen Atomkraftwerks Cernavoda wurde bereits abgeschaltet. Um zu verhindern, dass auch der letzte Reaktor heruntergefahren werden muss, will die Regierung das Wasser aus dem direkt an das Atomkraftwerk angrenzenden Donau-Schwarzmeer-Kanal\u00a0umleiten und die K\u00fchlung von Block 2 sicherstellen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das staatliche Energieunternehmen Nuclearelectrica betreibt in Cernavoda zwei Reaktoren mit einer Leistung von jeweils 706 Megawatt. Sie decken normalerweise knapp ein F\u00fcnftel des rum\u00e4nischen Strombedarfs. Der erste Meiler musste zu Wochenbeginn vom Netz genommen werden. Am Donnerstag wurde <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Rumaenien-faehrt-einziges-AKW-wegen-Donau-Niedrigwasser-herunter-id31139715.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">mitgeteilt<\/a>, dass der zweite Block im Laufe des Tages folgen werde. Wenig sp\u00e4ter erkl\u00e4rte Nuclearelectrica, dass sich die Bedingungen \u00fcberraschend gebessert h\u00e4tten und der Betrieb vorerst aufrechterhalten werden k\u00f6nne. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In Rum\u00e4nien war der Pegel der Donau zuletzt drastisch gesunken. An der rum\u00e4nischen Grenze flossen der Wasserbeh\u00f6rde zufolge am Dienstag nur noch 1650 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Im Juli lag der Schnitt bei 4750 Kubikmetern. Bis zum 4. August wird ein weiterer R\u00fcckgang auf 1500 Kubikmeter erwartet. Damit n\u00e4hert sich der Pegel dem historischen Tiefststand von 1400 Kubikmetern aus dem Jahr 1985. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die rum\u00e4nische Regierung f\u00fchrt deshalb Gespr\u00e4che mit der Ukraine, Griechenland und Bulgarien, um in den abendlichen Spitzenzeiten zus\u00e4tzlichen Strom zu importieren. Erschwerend kommt hinzu, dass laut Wetterbericht auch f\u00fcr Bukarest f\u00fcr die kommenden zwei Wochen Temperaturen zwischen 30 und 40 Grad Celsius vorhergesagt werden. Daher treiben Klimaanlagen und L\u00fcfter den t\u00e4glichen Strombedarf sp\u00fcrbar in die H\u00f6he: Der Spitzenverbrauch lag in dieser Woche bei 7,3 Gigawatt. Die heimische Stromproduktion sank derweil auf 4,3 Gigawatt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In Frankreich wurde am Mittwochabend einer der zwei Reaktoren des Kraftwerks Golfech rund hundert Kilometer n\u00f6rdlich von Toulouse wegen der hohen Temperaturen abgeschaltet. Der Energiekonzern EDF hatte den Reaktor bereits zwischen dem 23. Juni und dem 3. Juli sowie vom 9. bis zum 27. Juli vom Netz genommen, um das Flusswasser der Garonne nicht zu sehr aufzuheizen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, chr\/rts\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Notstand in Ungarn und Rum\u00e4nienOsteurop\u00e4ische Atomkraftwerke versagen in der Hitze 02.08.2026, 10:48 Uhr Artikel anh\u00f6ren(05:25 min) Kein Wasser&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1210053,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[5],"tags":[331,332,5032,5930,3364,29,30,13,18113,14,15,12024,12,501,55],"class_list":["post-1210052","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-atomkraft","tag-atomkraftwerke","tag-de","tag-deutschland","tag-germany","tag-headlines","tag-hitzewelle","tag-nachrichten","tag-news","tag-rumaenien","tag-schlagzeilen","tag-ungarn","tag-wirtschaft"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117025502231321798","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1210052","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1210052"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1210052\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1210053"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1210052"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1210052"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1210052"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}