{"id":121007,"date":"2025-05-18T19:20:08","date_gmt":"2025-05-18T19:20:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/121007\/"},"modified":"2025-05-18T19:20:08","modified_gmt":"2025-05-18T19:20:08","slug":"ueberraschung-an-der-wahlurne-eu-freundlicher-kandidat-liegt-bei-rumaenien-wahl-vorn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/121007\/","title":{"rendered":"\u00dcberraschung an der Wahlurne: EU-freundlicher Kandidat liegt bei Rum\u00e4nien-Wahl vorn"},"content":{"rendered":"<p>                    \u00dcberraschung an der Wahlurne<br \/>\n                EU-freundlicher Kandidat liegt bei Rum\u00e4nien-Wahl vorn<\/p>\n<p>\t\t\t\t              18.05.2025, 21:12 Uhr<\/p>\n<p><strong>Eine erste Wahl in Rum\u00e4nien wurde wegen mutma\u00dflicher Einmischung Russlands annulliert. Damals gewann der rechtsextreme Kandidat. Nun wurde erneut gew\u00e4hlt &#8211; und das Ergebnis k\u00f6nnte \u00fcberraschenderweise anders aussehen als vor einem halben Jahr noch. <\/strong><\/p>\n<p>Bei der Stichwahl in Rum\u00e4nien zeichnet sich ein Sieg der EU-freundlichen Kandidaten Nicosur Dan ab. Der B\u00fcrgermeister von Bukarest kann ersten Zahlen vom Abend zufolge mit 55 Prozent der Stimmen rechnen. Sein Kontrahent George Simion, ein rechtsextremer Europa-Skeptiker und Anh\u00e4nger von US-Pr\u00e4sident Donald Trump, k\u00e4me auf 45 Prozent. Dan hatte in Umfragen zumeist hinter Simion gelegen und war mit dem Versprechen angetreten, Korruption zu bek\u00e4mpfen und Rum\u00e4nien fest in Europa zu halten.<\/p>\n<p>Simion erkl\u00e4rte allerdings unmittelbar nach Bekanntgabe erster Ergebnisse, nach seinen Zahlen habe er 400.000 Stimmen Vorsprung vor Dan. Es sei klar, dass er der Wahlsieger sei. Dan ist ein entschiedener Bef\u00fcrworter der EU und der Nato. Er hat erkl\u00e4rt, Rum\u00e4niens Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine sei f\u00fcr die eigene Sicherheit angesichts der wachsenden russischen Bedrohung unerl\u00e4sslich.<\/p>\n<p>Simion gilt als rechtsextremer Euroskeptiker. Er lehnt Milit\u00e4rhilfe f\u00fcr die Ukraine ab und steht der Europ\u00e4ischen Union kritisch gegen\u00fcber. Er hatte die erste Wahlrunde gewonnen. Das hatte zum Zusammenbruch einer prowestlichen Koalitionsregierung gef\u00fchrt, was wiederum erhebliche Kapitalabfl\u00fcsse aus dem Land ausgel\u00f6st hatte.<\/p>\n<p>Angeblichen Einmischung Russlands<\/p>\n<p>In Rum\u00e4nien verf\u00fcgt der Pr\u00e4sident \u00fcber vergleichsweise weitreichende Befugnisse. Er ist unter anderem f\u00fcr den Verteidigungsrat zust\u00e4ndig, der \u00fcber Milit\u00e4rhilfe entscheidet. Er hat auch die Aufsicht \u00fcber die Au\u00dfenpolitik und kann bei EU-Abstimmungen, die Einstimmigkeit erfordern, sein Veto einlegen.<\/p>\n<p>Der neu gew\u00e4hlte Pr\u00e4sident muss auch einen neuen Ministerpr\u00e4sidenten ernennen. Dieser muss eine Mehrheit im Parlament aushandeln, um das rum\u00e4nische Haushaltsdefizit &#8211; das gr\u00f6\u00dfte in der EU &#8211; zu reduzieren. Daran h\u00e4ngt auch, ob eine Herabstufung der Kreditw\u00fcrdigkeit vermieden werden kann, was h\u00f6here Kosten f\u00fcr die Schulden des Landes zur Folge h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Eine erste Wahl vor rund einem halben Jahr war wegen einer angeblichen Einmischung Russlands annulliert worden. Damals hatte der rechtsextreme Kandidat Calin Georgescu gewonnen, dem eine erneute Kandidatur per Gerichtsentscheid untersagt wurde.<\/p>\n<p>Simion hat seine Zustimmung Beobachtern zufolge zu einem gro\u00dfen Teil auch der Wut vieler B\u00fcrger \u00fcber diese Entscheidung zu verdanken, die sie als undemokratisch bezeichnet hatten. Zudem sind viele Rum\u00e4nen unzufrieden mit den etablierten Parteien, die f\u00fcr hohe Lebenshaltungskosten und Korruption verantwortlich gemacht werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00dcberraschung an der Wahlurne EU-freundlicher Kandidat liegt bei Rum\u00e4nien-Wahl vorn 18.05.2025, 21:12 Uhr Eine erste Wahl in Rum\u00e4nien&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":121008,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,16,12024,12,4672],"class_list":{"0":"post-121007","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-politik","19":"tag-rumaenien","20":"tag-schlagzeilen","21":"tag-wahlen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114530459550229300","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/121007","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=121007"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/121007\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/121008"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=121007"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=121007"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=121007"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}