{"id":1210467,"date":"2026-08-02T15:08:15","date_gmt":"2026-08-02T15:08:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1210467\/"},"modified":"2026-08-02T15:08:15","modified_gmt":"2026-08-02T15:08:15","slug":"wuppertalerin-barbara-radelt-fuer-den-guten-zweck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1210467\/","title":{"rendered":"Wuppertalerin Barbara radelt f\u00fcr den guten Zweck"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Das Nachbarschaftsheim am Platz der Republik sorgt mittlerweile \u00fcber die gesamte Stadt verteilt f\u00fcr strahlende Augen und Wind in den Haaren: Mit der Aktion \u201eRadeln f\u00fcr alle\u201c und barrierearmen Fahrradrikschas bekommen viele \u00e4ltere Menschen oder Menschen mit Behinderungen die M\u00f6glichkeit, nachhaltig und mit einem freundlichen Rikschapiloten die Stadt oder das Quartier zu entdecken.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u00dcber die ganze Stadt verteilt gibt es seit 2024 zehn elektrobetriebene Rikschas, die bei 20 Pflegeeinrichtungen feste Termine in der Woche haben und kostenlose Spazierfahrten anbieten. 35 Fahrerinnen und Fahrer haben mittlerweile 3000 Menschen eine Mitfahrt erm\u00f6glicht. Bislang sind die Fahrten aber vor allem Menschen vorbehalten, die eine gewisse Grundmobilit\u00e4t mitbringen. \u201eWer auf den Rollstuhl angewiesen ist, konnte bislang nicht mitfahren\u201c, erkl\u00e4rt Manuela Salem vom Nachbarschaftsheim, die als Fachbereichs Leitung Ehrenamt in der Koordination t\u00e4tig ist.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Doch seit einigen Wochen ist das anders: Denn mittlerweile gibt es ein Rollstuhl-Rad. Bei dieser gibt es vor dem Fahrrad eine Metallrampe, auf die der Passagier ganz einfach mit seinem Rollstuhl auffahren kann. So k\u00f6nnen auch mobil eingeschr\u00e4nkte Menschen in den Genuss eines solchen Ausflugs kommen. \u201eDas Rad ist ein wahrer Gamechanger \u2013 mit wenigen Handgriffen k\u00f6nnen Rad und Rollstuhl gekoppelt werden und es kann gemeinsam losgehen\u201c, freut sich Manuela Salem.<\/p>\n<p>Eine Rollstuhl-Rikscha <br \/>ist nicht genug      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Doch ein Rad reicht nicht aus, um die gesamte Stadt bedienen zu k\u00f6nnen \u2013 das liegt auch an den Entfernungen zwischen den Einrichtungen, der Topografie und auch der Auslastung. \u201eMit einem zweiten Fahrrad k\u00f6nnten wir den Bedarf viel besser decken, die Nachfrage aus diversen Stadtteilen ist gro\u00df\u201c, sagt Salem. Die Kosten f\u00fcr ein solches Gef\u00e4hrt sind allerdings hoch: Rund 17\u2005000 Euro fallen f\u00fcr das Rad an. Auch die restlichen Rikschas, die \u00e4hnlich teuer sind, wurden \u00fcber Spenden und F\u00f6rdergelder finanziert, die erste Rollstuhl-Variante erm\u00f6glichte die Dr.-Werner-Jackst\u00e4dt-Stiftung.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Manchmal gibt es Zuf\u00e4lle im Leben: Barbara Reians hat selbst eine Krebserkrankung \u00fcberstanden und sich im vergangenen Jahr f\u00fcr eine Benefizradtour durch ganz Deutschland entschieden. \u201eVon der Nordspitze zur Zugspitze\u201c ging ihre Strecke im vergangenen Jahr und aus dem Bekannten und Freundeskreis hat sie mit ihrer Reise 2500 Euro erradelt. Das Geld ging damals an die psychosoziale Krebsberatungsstelle in Wuppertal.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDie Idee kam damals auf, weil ich das Buch \u201eAllein zwischen Himmel und Meer\u201c von Boris Herrmann gelesen habe\u201c, erz\u00e4hlt Barbara Reians. Als Dank f\u00fcr die \u00fcberstandene Krebserkrankung hatte sie sich vorgenommen, selbst eine Herausforderung zu wagen. Also einmal durch Deutschland zu radeln \u2013 alleine. \u201eEine Freundin, die leider nicht mehr mobil ist, hatte mir damals einfach so 500 Euro f\u00fcr die Reise gegeben\u201c, erinnert sie sich. \u201eWir haben gescherzt, dass sie \u201eReisen machen l\u00e4sst\u201c \u2013 aber das Geld habe ich dann gespendet.\u201c Ein Projekt im Leben sei f\u00fcr sie selbst immer wichtig, schlie\u00dflich brauche man auch als Rentnerin noch einen Sinn.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das alles hat so gut funktioniert, dass sie sich nun dazu entschlossen hat, noch einmal eine Langstrecke zu fahren und mit ihrer Reise Spendengelder einzusammeln. \u201eDieses Mal soll das Geld an das Nachbarschaftsheim gehen und ein weiteres Rollstuhlrad finanzieren\u201c, sagt sie. Gerade hat sie etwa die H\u00e4lfte der geplanten 1250 Kilometer langen Strecke geschafft. \u201eEs geht wieder von Norden nach S\u00fcden. Diesmal bin ich in Bremerhaven gestartet, das Ziel ist der Forggensee bei F\u00fcssen\u201c, erz\u00e4hlt die Psychotherapeutin im Ruhestand. Sechs Wochen hat sie sich f\u00fcr ihre Reise als zeitlichen Rahmen gesetzt. \u201eIch habe meine Reise entlang von Fl\u00fcssen geplant und dann im Verlauf der Planung festgestellt, dass es schon eine fertige Route gibt: Die Route D9, die Weser-Romantikstra\u00dfe\u201c, erz\u00e4hlt sie und lacht. Seit etwas \u00fcber zwei Wochen ist sie jetzt unterwegs und sch\u00e4tzt die Zeit sehr. \u201eIch bin ganz bewusst alleine unterwegs, weil man so neue Menschen viel schneller kennenlernen kann\u201c, berichtet Barbara Reians. \u00dcbernachtet wird in Hotels, an besonders hei\u00dfen Tagen gibt es auch mal eine ausgiebigere Pause. \u201eIch buche immer kurzfristig im Voraus, damit ich flexibel bleibe\u201c, sagt sie. Sie schreibt einen Newsletter f\u00fcr die Menschen, die ihre Reise digital begleiten und postet regelm\u00e4\u00dfig Fotos.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Von ihrer letzten Reise hat sie im vergangenen Jahr in Vortr\u00e4gen berichtet, das plant sie auch nach dieser Tour. Noch mehr freut sie sich nat\u00fcrlich \u00fcber viele Unterst\u00fctzerinnen und Unterst\u00fctzer, damit m\u00f6glichst viel Geld f\u00fcr das Rikscha-Projekt des Nachbarschaftsheims zusammenkommt und noch mehr Menschen das kostenlose Angebot nutzen k\u00f6nnen. \u201eF\u00fcr viele Fahrg\u00e4ste und Angeh\u00f6rige ist diese M\u00f6glichkeit ein ganz besonderes Erlebnis, wenn sie wieder eine gewisse Unbeschwertheit und Freiheit erleben k\u00f6nnen, eine Freizeitaktivit\u00e4t ausf\u00fchren und eine Auszeit vom Alltag haben\u201c, erz\u00e4hlt Manuela Salem. F\u00fcr viele, die ihre Heime kaum noch verlassen, sei das eine ganz besondere Verbindung zur Au\u00dfenwelt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u00dcber den aktuellen Stand der Reise und M\u00f6glichkeiten zur Spende gibt es online Infos unter<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Nachbarschaftsheim am Platz der Republik sorgt mittlerweile \u00fcber die gesamte Stadt verteilt f\u00fcr strahlende Augen und Wind&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1210468,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1840],"tags":[16136,3364,29,252028,73352,30,31324,27934,1209,5428,100981,4562,7410,252027,181559,55047,4418],"class_list":["post-1210467","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-wuppertal","tag-barbara","tag-de","tag-deutschland","tag-erradelt","tag-erzaehlt","tag-germany","tag-manuela","tag-nachbarschaftsheim","tag-nordrhein-westfalen","tag-rad","tag-radelt","tag-reise","tag-rollstuhl","tag-rollstuhlrad","tag-salem","tag-verteilt","tag-wuppertal"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117026547641336242","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1210467","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1210467"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1210467\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1210468"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1210467"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1210467"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1210467"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}