{"id":1210610,"date":"2026-08-02T16:37:16","date_gmt":"2026-08-02T16:37:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1210610\/"},"modified":"2026-08-02T16:37:16","modified_gmt":"2026-08-02T16:37:16","slug":"wuppertal-luftreinheit-bleibt-eine-herausforderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1210610\/","title":{"rendered":"Wuppertal: Luftreinheit bleibt eine Herausforderung"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zum sechsten Mal in Folge seit 2020 wurden im vergangenen Jahr der Immissionsgrenzwert f\u00fcr Stickstoffdioxid an allen Messstellen im Wuppertaler Stadtgebiet eingehalten. Der Grenzwert im das Jahresmittel f\u00fcr diesen Stoff liegt bei 40 Mikrogramm &#8211; noch.  Denn ab 2030 werden die Grenzwerte der EU verbindlich, dann gilt f\u00fcr Stickstoff ein Grenzwert von 20 Mikrogramm. Diesen einzuhalten d\u00fcrfte an einigen Stellen in Wuppertal k\u00fcnftig nicht einfach sein, wie im aktuellen Luftmessbericht der Stadtverwaltung ablesbar ist.<\/p>\n<p>Zwei Messstellen<br \/>des Landes NRW      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Landesamt f\u00fcr Natur, Umwelt und Klima (LANUK) ist f\u00fcr die messtechnische Erfassung und \u00dcberwachung der Luftqualit\u00e4t in NRW zust\u00e4ndig. So werden im Wuppertaler Stadtgebiet an zwei Landesmessstellen \u2013 eine an der Gathe, eine in Langerfeld \u2013 unter anderem Messungen f\u00fcr Feinstaub (PM10 und PM2,5) und Stickstoffdioxid (NO2) durchgef\u00fchrt. Die Stadt hat eigene Messstellen in Form von 33 sogenannten Passivsammlern, an denen Stickstoffdioxid gemessen werden kann. NO2 tritt haupts\u00e4chlich durch motorisierten Stra\u00dfenverkehr auf, entsteht aber auch in der Landwirtschaft. Hauptbelastungsschwerpunkte im Stadtgebiet mit NO2-Jahresmittelwerten \u00fcber 30 Mikrogramm sind nach wie vor der Steinweg, die Westkotter Stra\u00dfe, die Briller Stra\u00dfe und die Gathe. In langj\u00e4hriger Betrachtung ist die Stickstoffkonzentration aber gerade an diesen Stellen am st\u00e4rksten zur\u00fcckgegangen. Die niedrigsten Jahresmittelwerte wurden an den Hintergrundmessstationen an der Bl\u00fccherstra\u00dfe, in Langerfeld, am Schusterplatz, im Bereich Schraberg und an der Bundesallee mit Konzentrationen zwischen 14 und 17 Mikrogramm pro Quadratmeter gemessen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im Vergleich zum Vorjahr 2024 liegen laut j\u00fcngstem Bericht nahezu an allen Messpunkten geringere Stickstoff-Belastungen vor. \u201eDie Messwerte zeigen, dass sich der mehrj\u00e4hrige Trend stetig abnehmender NO2-Konzentrationen im Stadtgebiet, nach einer Stagnation im Jahr 2024, im Jahr 2025 erneut fortsetzte\u201c, teilt Anja Miethke von der st\u00e4dtischen Umweltplanung mit. Eine Ausnahme bilde der Messpunkt 24 in der Staasstra\u00dfe in Ronsdorf, dort ist der Wert signifikant h\u00f6her. \u201e Welche Ursachen diese h\u00f6here Luftschadstoffbelastung bedingen, ist unklar, da es laut Stra\u00dfenverkehrsbeh\u00f6rde im Jahr 2025 keine gr\u00f6\u00dferen Baustellenaktivit\u00e4ten dort gab\u201c, so Miethke. <\/p>\n<p>WHO-Grenzwerte<br \/>werden \u00fcberschritten      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im Jahresmittel 2025 lagen an den beiden Landesmessstellen auch die Feinstaubwerte  \u2013 sowohl die PM10- als auch die PM2,5-Konzentrationen \u2013 deutlich unterhalb der Beurteilungswerte. Die Grenzwerte laut Bundes-Immissionsschutzgesetz wie auch die von der EU vorgeschlagenen Werte werden in Wuppertal eingehalten, die strengeren Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO werden momentan aber noch \u00fcberschritten. Bereits vor Inkrafttreten der k\u00fcnftigen Grenz- oder Zielwerte ab dem Jahr 2030 sind die EU-Mitgliedsstaaten nach der neuen Luftqualit\u00e4tsrichtlinie verpflichtet, innerhalb von zwei Jahren sogenannte Luftqualit\u00e4tsfahrpl\u00e4ne aufzustellen, wenn \u00dcberschreitungen zwischen 2026 und 2029 festgestellt werden. \u201eErste Analyseergebnisse zeigen, dass auch Wuppertal 2027 unter der Federf\u00fchrung der Bezirksregierung einen Luftreinhaltefahrplan aufstellen muss\u201c, wei\u00df Anja Miethke. In zehn  Stra\u00dfenz\u00fcge in Wuppertal ist eine NO2-Grenzwert\u00fcberschreitung im Jahr 2030 wahrscheinlich. An weiteren sechs Stra\u00dfenz\u00fcgen k\u00f6nne eine Grenzwert\u00fcberschreitung 2030 nicht ausgeschlossen werden, darunter die Friedrich-Ebert-Stra\u00dfe und die Varresbecker Stra\u00dfe.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Anja Liebert, die dem Umweltausschuss des Wuppertaler Stadtrats vorsitzt, sieht keinen Grund zur Entwarnung. \u201eDie aktuellen Zahlen zu den Schadstoffwerten in der Luft lassen nicht aufatmen. Auch wenn die Grenzwerte im Jahresdurchschnitt eingehalten werden, ist die Belastung an der Gathe, der Briller Stra\u00dfe, dem Steinweg und der Westkotter Stra\u00dfe weiterhin besorgniserregend.\u201c Die gesundheitliche Belastung, insbesondere f\u00fcr Kinder und Menschen mit Atemwegserkrankungen, sei hoch. Liebert: \u201eDeshalb begr\u00fc\u00dfe ich es, dass die Messwerte durch die EU-Vorgaben versch\u00e4rft werden. Wuppertal muss sich weiter anstrengen und mit Temporeduzierung, baulichen Ma\u00dfnahmen, guten Fu\u00df- und Radwegen und besserem \u00d6PNV die Stickoxidwerte weiter senken.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zum sechsten Mal in Folge seit 2020 wurden im vergangenen Jahr der Immissionsgrenzwert f\u00fcr Stickstoffdioxid an allen Messstellen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1210611,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1840],"tags":[18319,30469,3364,29,30,252059,62600,114038,252055,252053,252054,11638,252057,252051,75370,252052,1209,252058,249285,2804,50317,77361,252056,42674,524,634,166790,57945,113079,33845,88153,4418],"class_list":["post-1210610","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-wuppertal","tag-18319","tag-bluecherstrasse","tag-de","tag-deutschland","tag-germany","tag-grenz","tag-grenzwert","tag-grenzwerte","tag-grenzwertueberschreitung","tag-immissionsgrenzwert","tag-landesmessstellen","tag-luft","tag-luftschadstoffbelastung","tag-messstellen","tag-mikrogramm","tag-no2","tag-nordrhein-westfalen","tag-schadstoffwerten","tag-staasstrasse","tag-stadtgebiet","tag-stickstoff","tag-stickstoffdioxid","tag-stickstoffkonzentration","tag-stoff","tag-strasse","tag-strassenverkehr","tag-strassenverkehrsbehoerde","tag-strassenzuege","tag-strassenzuegen","tag-wert","tag-werte","tag-wuppertal"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":"Validation failed: Text character limit of 500 exceeded"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1210610","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1210610"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1210610\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1210611"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1210610"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1210610"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1210610"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}