{"id":1210916,"date":"2026-08-02T19:54:15","date_gmt":"2026-08-02T19:54:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1210916\/"},"modified":"2026-08-02T19:54:15","modified_gmt":"2026-08-02T19:54:15","slug":"digitalisierung-deutschland-faellt-weiter-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1210916\/","title":{"rendered":"Digitalisierung: Deutschland f\u00e4llt weiter zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Die Digitalisierung in Deutschland kommt langsamer voran als in vielen anderen europ\u00e4ischen Staaten. Das geht aus dem neuen \u201eDigital Economy and Society Index\u201c (Desi-Index) des Digitalverbands Bitkom hervor, der unserer Redaktion vorliegt. Unter den 27 EU-Mitgliedstaaten liegt Deutschland demnach nur auf dem 17. Platz, nachdem es f\u00fcr die Bundesrepublik im Vorjahr noch zu Rang 14 gereicht hatte. Zwar ist Deutschlands Punktzahl im Ranking im Vergleich zum Vorjahr leicht von 50,1 auf 51,1 gestiegen \u2013 andere Staaten machten aber noch gr\u00f6\u00dfere Fortschritte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201ePlatz 17 kann f\u00fcr Deutschland nicht der Anspruch sein\u201c, sagte Bitkom-Pr\u00e4sident Ralf Wintergerst unserer Redaktion. \u201eDeutschland ist \u00fcberkomplex und das f\u00fchrt oft zu qu\u00e4lend langen Planungs- und Genehmigungsprozessen, \u00fcberbordender B\u00fcrokratie und einem rechtlichen Rahmen, den selbst die Juristen in den Unternehmen nicht mehr verstehen\u201c, kritisierte er.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Vor allem bei der Digitalisierung der \u00f6ffentlichen Verwaltung schneidet Deutschland laut Index weit unterdurchschnittlich ab. In diesem Bereich reichte es nur f\u00fcr Platz 22 \u2013 ein Rang schlechter als im Vorjahr. Bei der Qualit\u00e4t der digitalen Infrastruktur und der digitalen Transformation von Unternehmen erzielte die Bundesrepublik mit Platz elf jeweils Ergebnisse im oberen Mittelfeld. Auch im Bereich der digitalen Kompetenz r\u00fcckte Deutschland um vier Pl\u00e4tze auf Rang elf vor.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDeutschland macht Fortschritte bei der Digitalisierung, aber andere L\u00e4nder sind schneller\u201c, sagte Wintergerst. Zugleich mahnte er: \u201eWer im digitalen Wettbewerb nach vorne will, muss nicht nur besser, sondern auch schneller werden.\u201c Als Beispiel k\u00f6nnte Deutschland wom\u00f6glich D\u00e4nemark dienen, das mit 76,4 Punkten auf Platz eins in dem Ranking liegt \u2013 gefolgt von Finnland (72,9 Punkte), den Niederlanden (72,7 Punkte), Malta (70,3 Punkte) und Luxemburg (69,3 Punkte). Auch Spanien (61,1 Punkte) schnitt deutlich besser ab als Deutschland.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eEin gro\u00dfer, f\u00f6deraler Fl\u00e4chenstaat wie Deutschland l\u00e4sst sich nur bedingt mit Luxemburg, Estland oder auch D\u00e4nemark vergleichen\u201c, r\u00e4umte Wintergerst ein. Dennoch k\u00f6nne sich die Bundesrepublik etwas von D\u00e4nemark abschauen. \u201eAnders als in Deutschland, wo lange Zeit jeder Mobilfunkmast seine eigene B\u00fcrgerinitiative hatte, geben dort Politik, Wirtschaft und Gesellschaft seit fast drei Jahrzehnten der Digitalisierung Priorit\u00e4t\u201c, sagte Wintergerst. Das zeige konkrete Erfolge: Die Wirtschaftskraft pro Einwohner sei in D\u00e4nemark \u201efast ein Drittel h\u00f6her als in Deutschland\u201c, sagte Wintergerst. Um besser zu werden, brauche es f\u00fcr Deutschland ein ganzes B\u00fcndel an Ma\u00dfnahmen: \u201eWir m\u00fcssen unsere Digitalprojekte beschleunigen, von Gr\u00fcndungen in 24 Stunden \u00fcber schnellere Genehmigungen f\u00fcr Rechenzentren, Mobilfunkmasten und Fabriken bis zum breiten Einsatz von KI in den Unternehmen.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Desi-Index fasst verschiedene Indikatoren zum Stand der Digitalisierung zusammen, darunter digitale Kompetenzen, 5G-Abdeckung, Glasfaserverf\u00fcgbarkeit, die Nutzung digitaler Technologien in Unternehmen oder digitale Verwaltungsleistungen. Bis 2022 ver\u00f6ffentlichte die EU-Kommission die Kennzahl noch selbst, mittlerweile weist Br\u00fcssel nur die jeweiligen Einzelindikatoren aus. Das daraus resultierende Ranking berechnet seit 2023 Bitkom.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Digitalisierung in Deutschland kommt langsamer voran als in vielen anderen europ\u00e4ischen Staaten. 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