{"id":1211590,"date":"2026-08-03T04:10:27","date_gmt":"2026-08-03T04:10:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1211590\/"},"modified":"2026-08-03T04:10:27","modified_gmt":"2026-08-03T04:10:27","slug":"bochum-oberhausen-besenreiser-und-krampfadern-an-den-beinen-was-hilft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1211590\/","title":{"rendered":"Bochum\/Oberhausen | Besenreiser und Krampfadern an den Beinen &#8211; was hilft?"},"content":{"rendered":"<p>Bochum\/Oberhausen (dpa\/tmn) &#8211; Feine rote, bl\u00e4uliche oder violettfarbene \u00c4derchen schimmern durch die Haut an den Beinen? Das ist typisch f\u00fcr Besenreiser. Oft treten sie zusammen mit dickeren und sich knotig zeigenden Venen auf. In der Alltagssprache nennt man sie Krampfadern, \u00c4rztinnen und \u00c4rzte sprechen von Varizen.\u00a0<\/p>\n<p>20 und bis 30 Prozent der Erwachsenen in Deutschland haben Krampfadern, die behandelt werden sollten. Diese Zahl nennt die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Phlebologie und Lymphologie (DGPL). Antworten auf sechs Fragen zum Thema.<\/p>\n<p>Was genau unterscheidet Besenreiser von Krampfadern?\u00a0<\/p>\n<p>Der Durchmesser. \u00abBesenreiser sind feinste oberfl\u00e4chliche Hautvenen mit einem Durchmesser von unter einem Millimeter\u00bb, sagt der Bochumer Phlebologe Prof. Markus St\u00fccker. Krampfadern dagegen sind gr\u00f6\u00dfere Venen mit einem Durchmesser von um die drei Millimeter. Sie treten am Bein deutlich hervor.<\/p>\n<p>Besenreiser k\u00f6nnen einen ersten Hinweis auf ein Krampfaderleiden geben. \u00abMeistens sind sie aber harmlos\u00bb, sagt der niedergelassene Gef\u00e4\u00dfchirurg Siamak Pourhassan, der Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Gef\u00e4\u00dfchirurgie und Gef\u00e4\u00dfmedizin ist.\u00a0<\/p>\n<p>Krampfadern sind zwar auch h\u00e4ufig harmlos. Allerdings k\u00f6nnen sie Beschwerden wie schwere Beine, Spannungsgef\u00fchle oder Schwellungen im Gep\u00e4ck haben. Ist das der Fall, ist es eine gute Sache, einen Arzt oder eine \u00c4rztin aufzusuchen, um die Krampfadern behandeln zu lassen.\u00a0<\/p>\n<p>Was sind Risikofaktoren f\u00fcr Krampfadern?<\/p>\n<p>\u00abH\u00e4ufig sind Krampfadern genetisch bedingt\u00bb, sagt Markus St\u00fccker, der Mitglied im Vorstand der DGPL ist. Oft f\u00fchrt zudem eine angeborene Bindegewebsschw\u00e4che zu Krampfadern.\u00a0<\/p>\n<p>Weitere Risikofaktoren sind neben Hormonschwankungen, etwa im Zuge einer Schwangerschaft, auch \u00dcbergewicht, Bewegungsmangel und Thrombosen in der Vergangenheit. \u00dcbrigens: Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, Krampfadern zu entwickeln. Frauen sind etwas h\u00e4ufiger betroffen als M\u00e4nner.\u00a0<\/p>\n<p>Wie kommt es \u00fcberhaupt zu Krampfadern?\u00a0<\/p>\n<p>Dahinter steckt eine Schw\u00e4che der Venen. \u00abVenen haben die Aufgabe, gegen die Schwerkraft aus den Beinen Blut zum Herzen zu transportieren\u00bb, erkl\u00e4rt Siamak Pourhassan. Sogenannte Venenklappen sorgen daf\u00fcr, dass das Blut nicht nach unten absackt. Schlie\u00dfen sie nicht mehr richtig, kommt es zu einem Blutstau in den Beinen. Das Blut dehnt dann mit der Zeit die Venen aus &#8211; sie treten sichtbar hervor.\u00a0<\/p>\n<p>Der gest\u00f6rte R\u00fcckfluss f\u00fchrt zudem zu Schwellungen. Zudem gelangt durch den erh\u00f6hten Druck Blut in das Gewebe. Dort baut der K\u00f6rper das Blut ab. Allerdings bleibt oft ein Teil des H\u00e4moglobins, also des roten Blutfarbstoffs, im Gewebe. Die Haut kann sich zunehmend br\u00e4unlich verf\u00e4rben und derber werden. Das f\u00fchrt oft zu dauerhaften, rostbraunen Flecken an den Unterschenkeln.<\/p>\n<p>Welche gesundheitlichen Risiken k\u00f6nnen mit Krampfadern einhergehen?<\/p>\n<p>\u00abIn schweren F\u00e4llen entstehen sogenannte offene Beine, also ein Beingeschw\u00fcr\u00bb, sagt Siamak Pourhassan. Selbst bei kleineren Verletzungen heilen Wunden dann nicht oder nur sehr langsam. \u00c4rzte sprechen dann von Ulcus cruris venosum. Entz\u00fcnden sich solche Wunden etwa durch Bakterien, sind lebensbedrohliche Infektionen wie etwa eine Sepsis m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Krampfadern bergen nicht nur das Risiko f\u00fcr offene Beine, sondern auch f\u00fcr Venenentz\u00fcndungen oder Thrombosen. \u00abEine oberfl\u00e4chliche Venenthrombose \u00e4u\u00dfert sich mit Schmerzen im betroffenen Bereich\u00bb, sagt Markus St\u00fccker.\u00a0<\/p>\n<p>Bleibt sie unbehandelt, kann sie sich ausbreiten und in das tiefe Venensystem vordringen. \u00abEin Blutgerinnsel in den tiefen Beinvenen, das sich mit muskelkater\u00e4hnlichen Schmerzen und Schwellungen bemerkbar macht, ist ein medizinischer Notfall\u00bb, so der Mediziner. Denn es kann im K\u00f6rper \u00abwandern\u00bb und schlimmstenfalls eine lebensbedrohliche Lungenembolie ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Wie lassen sich Krampfadern behandeln?<\/p>\n<p>\u00abZum einen mit dem Tragen von Kompressionsstr\u00fcmpfen\u00bb, sagt Markus St\u00fccker. Zwar lassen sich Krampfadern dadurch nicht heilen. Die Str\u00fcmpfe unterst\u00fctzen jedoch den Blutfluss und lindern Beschwerden wie Schmerzen oder Schwellungen. So lassen sich Komplikationen ausbremsen.<\/p>\n<p>Manchmal reichen Str\u00fcmpfe allein nicht aus, dann m\u00fcssen die besch\u00e4digten Gef\u00e4\u00dfe behandelt werden. Anlaufstellen sind Fach\u00e4rzte f\u00fcr Dermatologie mit der Zusatzbezeichnung Phlebologie oder Gef\u00e4\u00dfchirurginnen und -chirurgen. F\u00fcr die Behandlung gibt es verschiedene Methoden.<\/p>\n<ul class=\"list-normal\">\n<li>Ver\u00f6den<strong>:<\/strong> Kleine Krampfadern kann eine \u00c4rztin oder ein Arzt ver\u00f6den. Dabei spritzt sie oder er ein Medikament in die Vene, wodurch eine nat\u00fcrliche Abbaureaktion des Gef\u00e4\u00dfes in Gang gebracht wird.<\/li>\n<li>Lasern: Bei sogenannten endoven\u00f6s-thermischen Verfahren verschlie\u00dft die \u00c4rztin oder der Arzt die Vene mit Hitze, etwa durch einen Laser. Hierbei f\u00fchrt sie oder er nach einer Venenpunktion einen Katheter in die Stammvene ein.<\/li>\n<li>Stripping<strong>:<\/strong> \u00dcber kleine Schnitte in der Leiste oder Kniekehle trennt der Arzt oder die \u00c4rztin kranke Venen ab und zieht sie mit Hilfe einer Sonde aus dem Bein.<\/li>\n<li>Kleben<strong>: <\/strong>Mit einem sogenannten Venenkleber wird die erkrankte Vene von innen verschlossen. Hierf\u00fcr f\u00fchrt die Behandlerin oder der Behandler einen d\u00fcnnen Katheter in die Vene. Der Kleber wird tr\u00f6pfchenweise injiziert und schlie\u00dft die Vene mit leichtem Druck.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Krampfadern k\u00f6nnen allerdings einige Jahre nach dem Eingriff wieder auftreten, wie Siamak Pourhassan sagt. Denn es besteht die Gefahr, dass sich die genetische Veranlagung an anderen Stellen manifestiert. Das gilt vor allem bei allen, die tags\u00fcber \u00fcberwiegend stehen oder sitzen.<\/p>\n<p>Was sind die wichtigsten Tipps f\u00fcr den Alltag?<\/p>\n<p>Wer Krampfadern oder eine Neigung dazu hat, sollte sich viel bewegen, wie Markus St\u00fccker r\u00e4t. Wer im Beruf viel sitzen oder stehen muss, sollte zwischendurch immer mal wieder die F\u00fc\u00dfe bewegen, damit sich das Blut in den Beinen nicht staut. \u00abWenn m\u00f6glich, sollte man seine Beine des \u00d6fteren hochlagern, um das Abflie\u00dfen des Blutes zu unterst\u00fctzen\u00bb, so Siamak Pourhassan.\u00a0<\/p>\n<p>Auch Sportarten wie etwa Schwimmen oder Gymnastik unterst\u00fctzen die Beinvenen. Und: \u00dcbergewicht besser vermeiden.<\/p>\n<p>Ebenfalls wichtig ist es, viel zu trinken, etwa zwei Liter am Tag. Das wirkt sich positiv auf die Blutzirkulation aus. \u00abUnd gerade auch bei langem Stehen und Sitzen immer mal wieder Kompressionsstr\u00fcmpfe tragen\u00bb, r\u00e4t Markus St\u00fccker.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bochum\/Oberhausen (dpa\/tmn) &#8211; Feine rote, bl\u00e4uliche oder violettfarbene \u00c4derchen schimmern durch die Haut an den Beinen? Das ist&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1211591,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1839],"tags":[29868,252190,7507,2632,3364,29,118555,30,141,218251,288,837,1209,624,33103,218250],"class_list":["post-1211590","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-bochum","tag-beine","tag-besenreiser","tag-bochum","tag-brcmj","tag-de","tag-deutschland","tag-gefaesse","tag-germany","tag-gesundheit","tag-krampfadern","tag-krankheit","tag-medizin","tag-nordrhein-westfalen","tag-ratgeber","tag-tmn8230","tag-venen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117029622822211250","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1211590","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1211590"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1211590\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1211591"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1211590"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1211590"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1211590"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}