{"id":1211835,"date":"2026-08-03T06:44:18","date_gmt":"2026-08-03T06:44:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1211835\/"},"modified":"2026-08-03T06:44:18","modified_gmt":"2026-08-03T06:44:18","slug":"unicredit-plaene-commerzbank-und-hvb-sollen-zwei-bis-drei-jahre-eigenstaendig-bleiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1211835\/","title":{"rendered":"Unicredit-Pl\u00e4ne: \u201eCommerzbank und HVB sollen zwei bis drei Jahre eigenst\u00e4ndig bleiben\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Unicredit plant den Einstieg bei der Commerzbank ohne Kahlschlag im Privatkundengesch\u00e4ft, sagt Bank-Chef Andrea Orcel. Der Bund solle zudem als Aktion\u00e4r an Bord bleiben. \u00dcber eine Fusion mit der Hypovereinsbank werde erst in einigen Jahren entschieden.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Unicredit-Chef Andrea Orcel will den Bund als Aktion\u00e4r der Commerzbank halten. \u201eEin staatlicher Anteilseigner verleiht nicht nur der Commerzbank, sondern unserer ganzen Gruppe zus\u00e4tzliche Stabilit\u00e4t\u201c, sagte Orcel im Interview mit WELT AM SONNTAG. Er habe nicht vor, den deutschen Staat aus der Commerzbank herauszukaufen. \u201eWenn wir uns grunds\u00e4tzlich einig sind, w\u00e4re die Bundesregierung als Partner positiv zu beurteilen.\u201c <\/p>\n<p>Orcel \u00e4u\u00dferte sich zuversichtlich, dass es schon bald zu pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4chen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) oder Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) kommen wird. \u201eLassen wir erst einmal die Sommerferien vergehen\u201c, sagte er. Er sei optimistisch, dass der Widerstand danach schwinde. \u201eIch sehe derzeit keinen Punkt, bei dem wir grunds\u00e4tzlich anderer Meinung sein m\u00fcssten\u201c, sagte Orcel. Der Bund h\u00e4lt zw\u00f6lf Prozent an der Commerzbank.<\/p>\n<p>Einen umfangreichen Stellenabbau und Filialschlie\u00dfungen im Privatkundengesch\u00e4ft schloss der Chef der italienischen Gro\u00dfbank aus. \u201eIm Filialgesch\u00e4ft und im direkten Kundenkontakt sind unseres Erachtens kaum Eingriffe erforderlich\u201c, sagte er. <\/p>\n<p>\u201eKeine signifikante Filialschlie\u00dfungswelle\u201c<\/p>\n<p>Die eigentlichen Einschnitte betr\u00e4fen eher h\u00f6her dotierte Managementfunktionen als klassische Kundenberater. \u201eDie Commerzbank verf\u00fcgt aus unserer Sicht \u00fcber zu viele Hierarchieebenen\u201c, sagte Orcel. Die Zahl der aktuell rund 400 Filialen h\u00e4lt er dagegen f\u00fcr angemessen. \u201eDa die Commerzbank ihr Filialnetz bereits massiv reduziert hat, erwarten wir keine signifikante Filialschlie\u00dfungswelle\u201c, sagte der Unicredit-Chef.<\/p>\n<p>Einen schnellen Zusammenschluss der Commerzbank mit der bereits vor 20 Jahren von Unicredit \u00fcbernommenen Hypovereinsbank (HVB) schloss Orcel aus. \u201eCommerzbank und HVB sollen zwei bis drei Jahre eigenst\u00e4ndig bleiben\u201c, sagte er. W\u00fcrde man die beiden Organisationen sofort zusammenwerfen, entst\u00fcnden erhebliche Widerst\u00e4nde und Reibungsverluste. \u00dcber einen Zusammenschluss werde erst in vier bis f\u00fcnf Jahren entschieden. <\/p>\n<p>Gleiches gelte f\u00fcr die Frage, ob die neue Bank dann Commerzbank, <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/hypovereinsbank\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/hypovereinsbank\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hypovereinsbank<\/a> oder Unicredit hei\u00dfe. \u201eIch kann mir alle Marken f\u00fcr den k\u00fcnftigen Auftritt in Deutschland vorstellen\u201c, sagte Orcel.<\/p>\n<p>Der ehemalige Investmentbanker brachte die M\u00f6glichkeit ins Spiel, dass die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/commerzbank\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/commerzbank\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Commerzbank<\/a> an der B\u00f6rse gelistet bleibt. \u201eEs gibt Szenarien, in denen die Bank selbst nach einer Fusion b\u00f6rsennotiert bleibt. Eine B\u00f6rsennotierung kann die Bindung an ein Land st\u00e4rken\u201c, sagte Orcel. Er sehe derzeit keinen Anlass, \u00fcber Squeeze-out oder Delisting nachzudenken. Die aktuelle Beteiligung gebe Unicredit \u201ebereits jetzt den notwendigen Einfluss\u201c, wie er sagte.<\/p>\n<p><b>Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzcenter von WELT und \u201e<\/b><a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.businessinsider.de\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\"><b>Business Insider Deutschland\u201c<\/b><\/a><b> erstellt.<\/b><\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/karsten-seibel\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/karsten-seibel\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><b>Karsten Seibel<\/b><\/a><b> ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. Er berichtet unter anderem \u00fcber Haushalts- und Steuerpolitik.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Unicredit plant den Einstieg bei der Commerzbank ohne Kahlschlag im Privatkundengesch\u00e4ft, sagt Bank-Chef Andrea Orcel. 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