{"id":1211973,"date":"2026-08-03T08:04:16","date_gmt":"2026-08-03T08:04:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1211973\/"},"modified":"2026-08-03T08:04:16","modified_gmt":"2026-08-03T08:04:16","slug":"weniger-einnahmen-noetig-neue-hiv-tablette-schafft-erleichterung-fuer-patienten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1211973\/","title":{"rendered":"Weniger Einnahmen n\u00f6tig: Neue HIV-Tablette schafft Erleichterung f\u00fcr Patienten"},"content":{"rendered":"<p>Weniger Einnahmen n\u00f6tigNeue HIV-Tablette schafft Erleichterung f\u00fcr Patienten<\/p>\n<p>03.08.2026, 09:54 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(04:00 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/HANDOUT-Symbolfoto-einer-Tablette-Credit-Universitaetsklinikum-Bonn-UKB-Rolf-Mueller-ACHTUNG-Frei-nu.webp\" alt=\"HANDOUT-Symbolfoto-einer-Tablette-Credit-Universitaetsklinikum-Bonn-UKB-Rolf-Mueller-ACHTUNG-Frei-nur-zur-redaktionellen-Verwendung-im-Zusammenhang-mit-der-Berichterstattung-ueber-die-Studie-bei-Nennung-des-Credits\"\/>Deutlich weniger Tabletten nehmen bei \u00e4hnlicher Wirkung: Eine neue HIV-Therapie k\u00f6nnte den Alltag f\u00fcr Betroffene erleichtern. (Foto: Universit\u00e4tsklinikum Bonn (UKB) \/ Rolf M\u00fcller)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/www.google.com\/preferences\/source?q=n-tv.de\" title=\"ntv als bevorzugte Quelle auf Google hinzuf\u00fcgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">F\u00fcr Menschen mit einer HIV-Infektion k\u00f6nnte die t\u00e4gliche Medikamenteneinnahme bald der Vergangenheit angeh\u00f6ren. Eine neue Pille muss nur noch einmal w\u00f6chentlich geschluckt werden. Experten sprechen von einer &#8222;gro\u00dfartigen Entwicklung&#8220;.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ein neues HIV-Pr\u00e4parat k\u00f6nnte Patienten in der Zukunft das Leben erleichtern: In einer Zulassungsstudie erwies sich eine w\u00f6chentliche Einnahme dieser Tablette als ebenso wirksam wie eine g\u00e4ngige Therapie, die eine t\u00e4gliche Einnahme erfordert. Untersucht wurde die Kombination der beiden Wirkstoffe Islatravir und Lenacapavir bei Erwachsenen, deren HIV-Infektion bereits gut unter Kontrolle war.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">An der internationalen Studie nahmen mehr als 600 Patienten in zw\u00f6lf L\u00e4ndern teil. Sie erhielten nach dem Losprinzip entweder die w\u00f6chentlich einzunehmende Tablette mit den beiden Wirkstoffen oder aber eine t\u00e4glich zu nehmende Pille mit der Dreierkombination aus Bictegravir, Emtricitabin und Tenofoviralafenamid, die die Teilnehmer zuvor schon genommen hatten. Generell soll die Kombination verschiedener Wirkstoffgruppen verhindern, dass das HI-Virus Resistenzen entwickelt.<\/p>\n<p>&#8222;Ein sehr wichtiges Ziel&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Da die Studie doppelverblindet war, nahmen alle Teilnehmer zus\u00e4tzlich Placebopr\u00e4parate ein. Nach 48 Wochen waren die Resultate in beiden Gruppen \u00e4hnlich, wie das Team um J\u00fcrgen Rockstroh von der Uniklinik Bonn im <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.nejm.org\/doi\/full\/10.1056\/NEJMoa2607973\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">&#8222;New England Journal of Medicine&#8220;<\/a> berichtet. In beiden Gruppen blieb die Viruslast bei 93 Prozent der Patienten unterdr\u00fcckt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ebenso wichtig: Mit dem neuen Pr\u00e4parat trat bei keinem Teilnehmer ein virologisches Versagen auf. &#8222;Es gab keine Resistenzentwicklung&#8220;, erl\u00e4utert Erstautor J\u00fcrgen Rockstroh, der die Resultate auf der Welt-Aids-Konferenz in Rio de Janeiro vortrug. &#8222;Das ist ein sehr wichtiges Ziel.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Abbruchrate war in beiden Gruppen mit 5 und 6 Teilnehmern ebenfalls vergleichbar, ebenso die Rate an schweren Nebenwirkungen, die jeweils bei rund 5 Prozent lag.<\/p>\n<p>Einmal w\u00f6chentlich statt anfangs dreimal t\u00e4glich genommen<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Finanziert wurde die Studie von den Pharmaunternehmen Gilead Sciences und Merck Sharp &amp; Dohme LLC (MSD), den Herstellern der beiden Wirkstoffe. Rockstroh erwartet, dass die Zulassung des Pr\u00e4parats zun\u00e4chst in den USA beantragt wird und erst sp\u00e4ter in Europa. In den USA k\u00f6nnte das Pr\u00e4parat &#8211; im Falle einer Zulassung &#8211; m\u00f6glicherweise in der zweiten H\u00e4lfte des kommenden Jahres auf den Markt kommen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Jenen Menschen, die nicht jeden Tag eine Tablette einnehmen wollten, k\u00f6nne das neue Pr\u00e4parat eine sp\u00fcrbare Erleichterung bringen, sagt Rockstroh. Er erinnert daran, dass bei der Einf\u00fchrung der antiviralen Kombinationstherapie im Jahr 1996 HIV-Medikamente noch dreimal t\u00e4glich eingenommen werden mussten.<\/p>\n<p>Depotspritzen bereits seit L\u00e4ngerem<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Norbert Brockmeyer, Pr\u00e4sident der Deutsche STI-Gesellschaft &#8211; Gesellschaft zur F\u00f6rderung der Sexuellen Gesundheit, spricht von einer sehr positiven Entwicklung. Zwar seien Depotspritzen zugelassen, die entweder jeden Monat, alle zwei Monate oder alle sechs Monate intramuskul\u00e4r oder subkutan injiziert werden m\u00fcssten, sagt der Experte. &#8222;Aber f\u00fcr alle, die lieber eine Tablette einnehmen, ist die neue Entwicklung gro\u00dfartig.&#8220; Betroffene m\u00fcssten nicht t\u00e4glich an die Einnahme denken und auch nicht st\u00e4ndig an ihre HIV-Infektion erinnert werden.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Brockmeyer geht davon aus, dass das nun getestete Pr\u00e4parat zugelassen wird. Der Wirkstoff Lenacapavir, der erstmals 2022 in Europa zugelassen wurde, geh\u00f6rt zur relativ neuen Klasse der sogenannten Kapsid-Inhibitoren. Islatravir z\u00e4hlt zu den sogenannten NRTTI (Nukleosidischer Reverse-Transkriptase-Translokations-Inhibitoren).<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, Walter Willems, dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Weniger Einnahmen n\u00f6tigNeue HIV-Tablette schafft Erleichterung f\u00fcr Patienten 03.08.2026, 09:54 Uhr Artikel anh\u00f6ren(04:00 min) Deutlich weniger Tabletten nehmen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1211974,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[137],"tags":[25664,752,29,30,141,232,37832,18115,6802],"class_list":["post-1211973","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-gesundheit","tag-aids","tag-bildung","tag-deutschland","tag-germany","tag-gesundheit","tag-health","tag-hiv","tag-medikamente","tag-pharmaindustrie"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1211973","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1211973"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1211973\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1211974"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1211973"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1211973"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1211973"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}