{"id":121246,"date":"2025-05-18T21:32:09","date_gmt":"2025-05-18T21:32:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/121246\/"},"modified":"2025-05-18T21:32:09","modified_gmt":"2025-05-18T21:32:09","slug":"konservative-nach-parlamentswahl-in-portugal-vorn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/121246\/","title":{"rendered":"Konservative nach Parlamentswahl in Portugal vorn"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 18.05.2025 22:26 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Der konservative Ministerpr\u00e4sident Portugals, Montenegro, hatte mit einem von ihm selbst gestellten Misstrauensvotum Neuwahlen provoziert. Seine Partei liegt Prognosen zufolge vorn. Es drohen instabile Verh\u00e4ltnisse.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn Portugal hat das konservative B\u00fcndnis Demokratische Allianz (AD) von Ministerpr\u00e4sident Lu\u00eds Montenegro die vorgezogene Parlamentswahl laut Prognosen gewonnen. Nach einer Erhebung des staatlichen Fernsehsenders RTP liegt die AD mit 28 bis 34 Prozent vor der oppositionellen Sozialistischen Partei (PS), verfehlt jedoch wie schon 2024 die absolute Mehrheit von 116 Parlamentssitzen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Sozialisten verzeichnen Verluste und kommen nach der Prognose, die auf Nachwahlbefragungen basiert, auf etwa 25 Prozent.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDicht gefolgt werden sie von der rechtspopulistischen Chega, die sich von 18 auf 20 bis 24 Prozent verbessern kann. Andere Medien ver\u00f6ffentlichten \u00e4hnliche Zahlen und sahen zum Teil Chega sogar gleichauf oder leicht vor den Sozialisten. Eine Zusammenarbeit mit Chega hatte Montenegro zuletzt ausgeschlossen.<\/p>\n<p>    Montenegro ist auf andere Parteien angewiesen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDem Land droht aufgrund der sich abzeichnenden Mehrheitsverh\u00e4ltnisse erneut eine instabile Minderheitsregierung. Es war bereits die dritte vorgezogene Wahl seit 2022. Diese neue Abstimmung war n\u00f6tig geworden, weil Montenegro im M\u00e4rz ein von <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/portugal-regierung-vertrauensfrage-100.html\" title=\"Portugals Regierung st\u00fcrzt \u00fcber Vertrauensfrage \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ihm selbst gestelltes Misstrauensvotum deutlich verloren hatte<\/a>.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDamit Montenegro von Pr\u00e4sident Marcelo Rebelo de Sousa erneut zum Kandidaten auf den Posten des Regierungschefs ernannt wird, m\u00fcssen mehrere Parteien &#8211; darunter auch die Sozialisten &#8211; zusichern, dass sie bei der Abstimmung im Parlament nicht gegen Montenegro votieren werden. Als einziger echter Koalitionspartner kommt f\u00fcr die AD wohl nur die liberale Iniciativa Liberal infrage, die &#8211; jedoch mit weitem Abstand &#8211; auf Platz vier lag.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSeit der Abstimmungspleite von Montenegro im Parlament hat Portugal nur noch eine gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Regierung mit begrenzten Befugnissen. Mehrere wichtige Vorhaben liegen deshalb bis zur Bildung einer neuen Regierung auf Eis. Mit ersten aussagekr\u00e4ftigen offiziellen Ergebnissen wird in der Nacht auf gerechnet.<\/p>\n<p>    Ungekl\u00e4rte Vorw\u00fcrfe gegen den Ministerpr\u00e4sidenten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer 52 Jahre alte Anwalt Montenegro war von der Opposition aufgrund undurchsichtiger Gesch\u00e4fte eines Familienunternehmens in Bedr\u00e4ngnis gebracht worden. Alles deutet nun darauf hin, dass die Aff\u00e4re ihm nicht geschadet hat. Bei den Vorw\u00fcrfen gegen Montenegro geht es um die Firma Spinumviva, die von dem gelernten Juristen 2021 gegr\u00fcndete wurde. Das Beratungsunternehmen soll von der Position des Ministerpr\u00e4sidenten profitiert haben, um Vertr\u00e4ge mit Privatfirmen zu unterzeichnen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Opposition sprach von Interessenkonflikten. Auch wenn den W\u00e4hlern die Aff\u00e4re offenbar weitgehend egal war und im Wahlkampf vor allem Themen wie Einwanderung und Kriminalit\u00e4t im Mittelpunkt standen: Ausgestanden ist diese Aff\u00e4re f\u00fcr Montenegro wohl noch lange nicht. Es ist davon auszugehen, dass die linksgerichtete Opposition weiterhin auf eine parlamentarische Untersuchungskommission bestehen wird, zudem besch\u00e4ftigt sich die Staatsanwaltschaft mit dem Fall nach einer anonymen Anzeige.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 18.05.2025 22:26 Uhr Der konservative Ministerpr\u00e4sident Portugals, Montenegro, hatte mit einem von ihm selbst gestellten Misstrauensvotum Neuwahlen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":121247,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[13,14,15,7118,12,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-121246","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-headlines","9":"tag-nachrichten","10":"tag-news","11":"tag-portugal","12":"tag-schlagzeilen","13":"tag-top-news","14":"tag-top-meldungen","15":"tag-topmeldungen","16":"tag-topnews","17":"tag-welt","18":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114530978687676606","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/121246","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=121246"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/121246\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/121247"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=121246"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=121246"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=121246"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}