{"id":1212530,"date":"2026-08-03T13:28:19","date_gmt":"2026-08-03T13:28:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1212530\/"},"modified":"2026-08-03T13:28:19","modified_gmt":"2026-08-03T13:28:19","slug":"muenchen-lindwurmstrasse-busspur-statt-radweg-sorgt-fuer-konflikte-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1212530\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchen Lindwurmstra\u00dfe: Busspur statt Radweg sorgt f\u00fcr Konflikte &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u00dcbergro\u00dfe, grellgelbe Buchstaben haben die Bauarbeiter auf der Lindwurmstra\u00dfe angebracht, die signalisieren, wer hier Vorrang hat: der \u201eBUS\u201c. Die Markierung h\u00e4lt aber nicht alle Menschen auf ihren Zweir\u00e4dern, die zweifelsohne nicht in die Kategorie Bus fallen, davon ab, an der Ecke Lindwurmstra\u00dfe\/Reisingerstra\u00dfe einfach weiter geradeaus stadteinw\u00e4rts zu radeln. Wie sie es seit vergangenem Jahr gewohnt waren, als dem motorisierten <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Verkehr\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Verkehr<\/a> auf der wichtigen Zubringerstra\u00dfe Richtung Innenstadt eine Spur genommen und dem <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Radverkehr\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Radverkehr<\/a> zugeschlagen worden war.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Mitte Juli aber hat die Stadt die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/muenchen-verkehr-lindwurmstrasse-radweg-umbau-streit-li.3518737\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Verkehrsf\u00fchrung auf der Ludwigstra\u00dfe zwischen der Reisingerstra\u00dfe bis kurz vor dem Sendlinger Tor zugunsten des Schienenersatzverkehrs \u2013 zun\u00e4chst tempor\u00e4r \u2013 ge\u00e4ndert<\/a>. Nur etwa ein Jahr nach dem etwa 1,6 Millionen Euro teuren Umbau vom Goetheplatz bis zum Sendlinger Tor, von dem insbesondere die Fu\u00dfg\u00e4nger und die vor allem Radfahrer profitierten, die seitdem auf eigenen Fahrradspuren unterwegs waren \u2013 zulasten des motorisierten Verkehrs, dem je eine Spur pro Fahrtrichtung genommen wurde.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Angesichts im Stau stehender Busse des Schienenersatzverkehrs aber sah sich Oberb\u00fcrgermeister Dominik Krause (Gr\u00fcne) gen\u00f6tigt, die Rolle r\u00fcckw\u00e4rts hinzulegen und den Radfahrern zumindest vor\u00fcbergehend die eigene Spur zu nehmen und darauf eine Busspur einzurichten. Seitdem rei\u00dft die Kritik an der Ma\u00dfnahme nicht ab. Andreas Sch\u00f6n etwa, Vorsitzender des M\u00fcnchner Allgemeinen deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), spricht von \u201eteils chaotischen Szenen\u201c auf der Lindwurmstra\u00dfe \u2013 nimmt aber auch die jene in die Pflicht, die er qua Amt vertritt: die Fahrradfahrer.<\/p>\n<p>Keine R\u00fcckkehr zur alten Situation, da es mehr Radler gebe, sagt der ADFC-Chef<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Denn eigentlich m\u00fcssen die Radler stadteinw\u00e4rts an der Kreuzung der Lindwurm- mit der Reisingerstra\u00dfe nach rechts schwenken, den gelben Markierungen folgen und \u2013 wie vor dem Umbau \u2013 auf dem alten, noch bestehenden Radweg weiterfahren. Und zwar \u201ebenutzungspflichtig\u201c. Soll hei\u00dfen: Eine Weiterfahrt auf der nun als Busspur ausgewiesenen Fahrspur ist ihnen untersagt. Dass sich daran nicht alle halten, stellt auch ADFC-Vertreter Sch\u00f6n fest. Auf der Busspur zu fahren, sei nat\u00fcrlich nicht legal. \u201eAber es entzerrt die Situation auf der Lindwurmstra\u00dfe etwas.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Denn die Versetzung des Radwegs zur\u00fcck auf die Fl\u00e4che zwischen den H\u00e4userfronten und Pappeln, so Sch\u00f6n, sei eben keine reine \u201eR\u00fcckkehr zur alten Situation\u201c. Mittlerweile seien sehr viel mehr Menschen mit dem Fahrrad auf der Lindwurm unterwegs als fr\u00fcher, was eben auch mit der besseren Infrastruktur durch den Umbau im vergangenen Jahr zusammenh\u00e4nge, so M\u00fcnchens ADFC-Chef.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Mit dem tempor\u00e4ren Umbau zeigt sich indes M\u00fcnchens Mobilit\u00e4tsreferent Georg Dunkel zufrieden \u2013 insbesondere hinsichtlich der Verbesserungen f\u00fcr den Schienenersatzverkehr, der den Ausfall der U-Bahn zwischen Sendlinger Tor und Implerstra\u00dfe aufgrund der Erneuerung der U-Bahnh\u00f6fe Poccistra\u00dfe und Goetheplatz kompensieren soll. \u201eDie angepasste Verkehrsf\u00fchrung mit Einrichtung einer Busspur in der Lindwurmstra\u00dfe hat gem\u00e4\u00df ersten Beobachtungen und Eindr\u00fccken vor Ort die gew\u00fcnschten Verbesserungen gebracht\u201c, sagt Dunkel auf SZ-Nachfrage. Durch die Ma\u00dfnahme w\u00fcrden R\u00fcckstauungen und Konflikte vermieden und Verz\u00f6gerungen reduziert.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/75049ad2-8b37-4981-a915-9c5362d75daa.jpg\"   alt=\"Radler m\u00fcssen zwischen der Reisingerstra\u00dfe und kurz vor dem Sendlinger Tor eigentlich wieder auf den alten Radweg zwischen den H\u00e4userfronten und den Pappeln ausweichen.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Radler m\u00fcssen zwischen der Reisingerstra\u00dfe und kurz vor dem Sendlinger Tor eigentlich wieder auf den alten Radweg zwischen den H\u00e4userfronten und den Pappeln ausweichen. Robert Haas<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Dies best\u00e4tigt auch die M\u00fcnchner Verkehrsgesellschaft (<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/MVG\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">MVG<\/a>). Mit der nicht einmal 200 Meter langen Busspur komme ein Ersatzbus im Schnitt etwa zwei Minuten schneller voran, teilt ein Sprecher mit. Dadurch habe sich der Betriebsablauf ma\u00dfgeblich stabilisiert. Seit diesem Montag seien zudem weitere Verbesserungen zu erwarten: \u201eMit Beendigung der Gleisbaustelle in der Sonnenstra\u00dfe wenden wieder weniger Z\u00fcge am Sendlinger Tor. Damit kann die Gr\u00fcnphase f\u00fcr den aus der Lindwurmstra\u00dfe kommenden Verkehr verl\u00e4ngert werden\u201c, so der MVG-Sprecher, der dadurch weitere Fahrtzeitverk\u00fcrzungen f\u00fcr die Ersatzbusse erwartet.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">ADFC-Sprecher Sch\u00f6n spricht nach zwei Wochen Busspur von einer \u201egemischten Bilanz\u201c aus Sicht der Fahrradfahrer &#8211; und denkt zeitlich bereits \u00fcber den Start des M\u00fcnchner Oktoberfestes hinaus. Denn mindestens so lange soll die Busspur bestehen bleiben, teilt das Mobilit\u00e4tsreferat mit. Anschlie\u00dfend werde die Situation neu bewertet \u2013 samt einer \u201edetaillierten Auswertung aller Verkehrszahlen\u201c, so Mobilit\u00e4tsreferent Dunkel.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Sch\u00f6n sagt, dass es perspektivisch keinesfalls bei der Verlegung des Radwegs bleiben d\u00fcrfe und fordert die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung zum Dialog auf: \u201eWir sind bereit, \u00fcber Nachfolgel\u00f6sungen zu reden und versuchen ins Gespr\u00e4ch zu kommen. Aber bisher ist das nicht passiert.\u201c \u00dcber die Sommerferien, so Sch\u00f6n, m\u00fcsse eine neue L\u00f6sung gefunden werden, die nach dem Oktoberfest umgesetzt werden k\u00f6nne. \u201eDenn der Konflikt auf der Lindwurmstra\u00dfe ist noch da.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00dcbergro\u00dfe, grellgelbe Buchstaben haben die Bauarbeiter auf der Lindwurmstra\u00dfe angebracht, die signalisieren, wer hier Vorrang hat: der \u201eBUS\u201c.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1212531,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1827],"tags":[112901,772,29,30,2639,1268,2813,2176,13518,149,601,3232],"class_list":["post-1212530","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-muenchen","tag-bahn-und-bus","tag-bayern","tag-deutschland","tag-germany","tag-ludwigsvorstadt-isarvorstadt","tag-muenchen","tag-muenchen-stadtteile","tag-mvg","tag-radverkehr","tag-sueddeutsche-zeitung","tag-verkehr","tag-verkehr-in-muenchen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117031818761342759","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1212530","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1212530"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1212530\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1212531"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1212530"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1212530"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1212530"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}