{"id":1212659,"date":"2026-08-03T14:49:15","date_gmt":"2026-08-03T14:49:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1212659\/"},"modified":"2026-08-03T14:49:15","modified_gmt":"2026-08-03T14:49:15","slug":"rheinpegel-in-duesseldorf-kann-man-jetzt-durch-den-rhein-laufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1212659\/","title":{"rendered":"Rheinpegel in D\u00fcsseldorf: Kann man jetzt durch den Rhein laufen?"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Der Rekord-Tiefstwert wurde am Samstagvormittag erreicht. Um 11 Uhr zeigte die Pegeluhr 22 Zentimeter an, kurz darauf sank er sogar noch auf 20 Zentimeter. Der Rekord von 2018 war damit unterboten. Und die Frage liegt bei solchen Zahlen ja tats\u00e4chlich nah \u2013 kann man nun durch die Wasserstra\u00dfe etwa von der Altstadt nach Oberkassel laufen?<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bei allen Schwierigkeiten, die die Rheinkirmes-F\u00e4hre k\u00fcrzlich beim gro\u00dfen Volksfest auf der Oberkasseler Rheinwiese hatte, h\u00e4tte ein Fu\u00dfweg von einem Ufer zum anderen auf manche sicherlich verlockend gewirkt. Doch die rund 20 Zentimeter Pegelstand m\u00fcssen daf\u00fcr eingeordnet werden. Es handelt sich dabei n\u00e4mlich nicht um die tats\u00e4chliche Wassertiefe des Flusses, auch wenn es nah am Ufer durchaus so aussehen kann, als w\u00fcrde man maximal schienbeintief darin stehen und problemlos r\u00fcberwaten k\u00f6nnen. Die tats\u00e4chliche Wassertiefe errechnet sich laut Stadt D\u00fcsseldorf durch die folgende Formel: Pegelstand + 250 Zentimeter &#8211; GLW = Wasserstand in der Fahrrinne in Zentimeter. Der Wert f\u00fcr GLW (Gleichwertiger Wasserstand) liegt in D\u00fcsseldorf bei 91 Zentimetern, ergibt nach Adam Riese bei einem Pegel von 20 Zentimeter also eine Wassertiefe von 1,79 Meter. Am fr\u00fchen Montagnachmittag zeigte die Pegeluhr dann wieder 24 Zentimeter an, sodass die Wassertiefe sogar bei \u00fcber 1,8 Metern liegt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eZu Fu\u00df durch den Rhein laufen \u2013 nee\u201c, sagt deshalb auch ein Sprecher der Wasserstra\u00dfen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) des Bundes. Zwar ver\u00e4nderten sich die Flie\u00dfgeschwindigkeiten des Stroms durchaus, \u201eaber das geht ja nicht auf null zur\u00fcck\u201c, so der Sprecher, die Str\u00f6mung sei nach wie vor vorhanden. \u201eDer Rhein flie\u00dft weiter und wird auch weiter flie\u00dfen\u201c, sagt er. Es empfiehlt sich also weiterhin nicht, den Fluss als Freibad misszuverstehen \u2013 ein Spaziergang dadurch schon gar nicht.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zumal der Rhein nat\u00fcrlich eine Wasserstra\u00dfe bleibt und das eine oder andere Schiff einem in den Weg kommen k\u00f6nnte \u2013 doch wie lange k\u00f6nnen diese \u00fcberhaupt noch auf dem Rhein fahren? \u201eEs gibt keine beh\u00f6rdliche Einschr\u00e4nkung der Schifffahrt\u201c, sagt der WSV-Sprecher. \u201eWenn wir den Schiffsverkehr untersagen w\u00fcrden, w\u00e4ren davon auch das Paddelboot und das kleine Motorboot zum Beispiel betroffen.\u201c Und das Wasser sei schlie\u00dflich noch rund 1,8 Meter tief, da d\u00fcrften viele noch fahren k\u00f6nnen. Ob sie nun noch fahren k\u00f6nnen, entscheiden also die Binnenschiffer selbst. \u201eDie m\u00fcssen sich einen Gro\u00dfteil des Jahres an unterschiedliche Wasserst\u00e4nde anpassen\u201c, so der Sprecher, neu sei die Situation also nicht.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zudem sei es auch nicht so, dass die Schifffahrt von heute auf morgen beendet werden m\u00fcsste. \u201eWenn die St\u00e4nde weiter fallen, dann verebbt die Schifffahrt\u201c, sagt der WSV-Sprecher. Es w\u00fcrde also nach und nach weniger Betrieb auf dem Rhein herrschen, der sonst einer der verkehrsreichsten Wasserstra\u00dfen der Welt ist. Am oberen Mittelrhein sei beispielsweise schon \u201enicht mehr viel los\u201c, am Niederrhein dagegen schon, so der Sprecher, das sei streckenabh\u00e4ngig. Daten, die Aussagen \u00fcber eine Ver\u00e4nderung der Verkehrsdichte an verschiedenen Standorten erm\u00f6glichen w\u00fcrden, l\u00e4gen aber nicht vor.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Einfach \u201eweiter so\u201c geht es bei einem solch niedrigen Pegel aber nat\u00fcrlich nicht. \u201eDie Logistikbranche muss darauf reagieren\u201c, so der Sprecher. Ob nun die gleiche Menge an G\u00fctern f\u00fcr einen geringeren Tiefgang auf mehrere Schiffe verteilt w\u00fcrde, ein anderer Verkehrstr\u00e4ger gesucht oder Lieferungen verschoben w\u00fcrden \u2013 eine L\u00f6sung werden sich die Unternehmen einfallen lassen m\u00fcssen. Das sei aber ziemlich komplex, betont der Sprecher, so eine Entscheidung w\u00fcrde also nicht leichtfertig getroffen werden. \u201eDie Mengen, die die Schifffahrt transportiert, kann nicht mal eben auf anderem Wege transportiert werden\u201c, so der Sprecher.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Grunds\u00e4tzlich gilt im Rhein auf D\u00fcsseldorfer Stadtgebiet weiterhin ein Badeverbot. Zuwiderhandlungen k\u00f6nnen mit einem Bu\u00dfgeld von bis zu 1000 Euro geahndet werden. Das Ordnungsamt hat am vergangenen Wochenende die verschiedenen Uferbereiche mehrfach \u00fcberpr\u00fcft, wie die Stadt mitteilt. Dabei seien 226 Menschen pr\u00e4ventiv belehrt worden. Die Feuerwehr D\u00fcsseldorf sei \u00fcber das Wochenende zu zwei Eins\u00e4tzen mit dem Stichwort \u201ePerson im Rhein&#8220; alarmiert worden. Es scheinen zumindest nicht viele versucht zu haben, den Strom zu Fu\u00df zu \u00fcberqueren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Rekord-Tiefstwert wurde am Samstagvormittag erreicht. 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