{"id":1213485,"date":"2026-08-03T23:14:32","date_gmt":"2026-08-03T23:14:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1213485\/"},"modified":"2026-08-03T23:14:32","modified_gmt":"2026-08-03T23:14:32","slug":"usa-und-saudi-arabien-greifen-den-irak-an-die-front-im-imperialistischen-nah-ost-krieg-wird-ausgeweitet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1213485\/","title":{"rendered":"USA und Saudi-Arabien greifen den Irak an: Die Front im imperialistischen Nah-Ost-Krieg wird ausgeweitet"},"content":{"rendered":"<p>Die gemeinsamen Angriffe der USA und Saudi-Arabiens in der vergangenen Woche auf die Volksmobilisierungskr\u00e4fte (PMF) \u2013 einen Dachverband der mit dem Iran verb\u00fcndeten Milizen, die formell in die iranischen Sicherheitskr\u00e4fte eingebunden sind \u2013 stellen eine deutliche Eskalation des verbrecherischen Angriffskriegs der USA und Israels gegen den Iran und seine regionalen Verb\u00fcndeten dar.<\/p>\n<p>Was Washington als \u201ePr\u00e4zisionsschl\u00e4ge\u201c bezeichnet, ist eine offene Ausweitung des Kriegs auf den Irak, mit Beteiligung Saudi-Arabiens, die sich nicht mehr l\u00e4nger hinter Fiktion von \u201edefensiven Ma\u00dfnahmen\u201c verstecken l\u00e4sst. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"db relative center\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/ad8e5bc1-9150-4645-af14-dadd08b3b97c.jpeg\" style=\"max-height:100%\"\/>Iraker inspizieren besch\u00e4digte Geb\u00e4ude nach einem US-Luftangriff auf einen St\u00fctzpunkt der Volksmobilisierungskr\u00e4fte, Mosul, 29. Juli 2026 [AP Photo\/Farid Abdulwahed]<\/p>\n<p>Laut Presseberichten vom letzten Mai hatten Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) zu einem fr\u00fcheren Zeitpunkt des Kriegs geheime Angriffe auf den Iran ver\u00fcbt, offenbar als Vergeltung f\u00fcr dessen Angriffe gegen die beiden L\u00e4nder. Die Golfmonarchien waren von Anfang an aktive Kriegsparteien, inszenierten sich aber als unbeteiligte Zuschauer.<\/p>\n<p>Saudi-Arabien behauptete, die Angriffe auf Einrichtungen der PMF seien Vergeltungsschl\u00e4ge f\u00fcr Drohnenangriffe auf seine \u00d6lanlagen, die angeblich vom Irak aus durchgef\u00fchrt worden waren. Bei den Angriffen auf \u201ezahlreiche Logistik- und Waffenlager von Terroristen\u201c in sieben Provinzen des Irak wurden mindestens 20 K\u00e4mpfer get\u00f6tet und Dutzende weitere verwundet. Dieser vors\u00e4tzliche Versuch, die PMF zu zerschlagen und die Kontrolle der USA \u00fcber den Irak wiederherzustellen, war eine besonders gro\u00dfe Eskalation der letzten Wochen.<\/p>\n<p>Trump behauptete, die Operation sei mit Bagdad abgestimmt worden, und verurteilte die Milizen als \u201eKrebsgeschw\u00fcr der Welt\u201c. Der irakische Nationale Sicherheitsrat unter F\u00fchrung von Premierminister Ali al-Zaidi widersprach ihm und erkl\u00e4rte, die Angriffe seien erfolgt, als Bagdad bereits auf diplomatischem Wege versucht habe, auf die Bedenken Saudi-Arabiens und der USA einzugehen.<\/p>\n<p>Al-Zaidi verurteilte die Angriffe als \u201einakzeptable Aggression\u201c, und der irakische Pr\u00e4sident sprach von einem \u201eeklatanten Versto\u00df gegen die Souver\u00e4nit\u00e4t des Irak [und] Angriff auf seine offiziellen Sicherheitskr\u00e4fte\u201c. Al Zaidi sagte einen f\u00fcr Donnerstag geplanten Besuch in Riad ab, bei dem er sich mit dem De-facto-Herrscher Mohammed bin Salman treffen sollte. <\/p>\n<p>Washingtons Angriff auf die Souver\u00e4nit\u00e4t und politische Unabh\u00e4ngigkeit des Irak<\/p>\n<p>Im Vorfeld der amerikanisch-saudischen Angriffe hatte al\u2011Zaidi bei einem Besuch im Wei\u00dfen Haus angek\u00fcndigt, bis zum 30. September \u201edie Waffen unter staatliche Kontrolle zu stellen\u201c. Bis zu diesem Tag plant Washington seine Kampftruppen aus dem Irak abzuziehen. Nur noch der US-St\u00fctzpunkt in Erbil sollte zur\u00fcckbleiben, der als vorgelagerte Operationsbasis f\u00fcr Syrien, als Druckmittel auf die Regionalregierung Kurdistans und zur kontinuierlichen \u00dcberwachung des Iran fungieren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Die PMF, ein Dachverband aus etwa 67 bewaffneten Gruppen mit 238.000 registrierten K\u00e4mpfern, die mit 3,5 Milliarden Dollar pro Jahr vom irakischen Staat finanziert werden und in dessen staatliches Recht einbezogen sind, sind unter dem Druck zerbrochen. Einige Einheiten haben einer Entwaffnung zugestimmt. Die wichtigsten mit dem Iran verb\u00fcndeten Gruppierungen, vor allem die Kataib Hisbollah und die Harakat Hisbollah al Nujaba, haben sich jedoch geweigert. Der Angriff der USA und Saudi-Arabiens war ein unverhohlenes Ultimatum: L\u00f6st euch auf, oder ihr werdet vernichtet. Er f\u00e4llt mit den verst\u00e4rkten Man\u00f6vern von US-Konzernen zusammen, u.a. mit Chevrons Eintreten f\u00fcr eine gr\u00f6\u00dfere Rolle in der irakischen Energiebranche und dem Streben anderer US-Unternehmen nach Gas-, Energie- und Exportvertr\u00e4gen.<\/p>\n<p>Die USA haben bereits ihre Bereitschaft gezeigt, durch finanzielle Kriegsf\u00fchrung die politische Landschaft des Irak neu zu gestalten. Letzten April hatten sie den Transfer von 500 Millionen Dollar aus irakischen \u00d6leinnahmen eingefroren, was Bagdad als \u201enukleare Option\u201c bezeichnete. Das drohte die bargeldbasierte Wirtschaft des Irak zu zerst\u00f6ren, nachdem bereits die Einnahmen aus dem \u00d6lgesch\u00e4ft wegen der Schlie\u00dfung der Stra\u00dfe von Hormus eingebrochen waren. Auf diese Weise wollte Washington die Ernennung eines Premierministers durchsetzen, der den Irak vom Iran distanzieren w\u00fcrde.<\/p>\n<p><a class=\"db avenir f6 lh-title pa1 br2 tc mw6 mw-75rem-m bg-black-05 mt3 center\" href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/special\/pages\/international-mayday-online-rally-2026.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"dn db-m\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/1785798864_856_11d17052-6cfe-4508-a369-0296defc96b6.png\"\/><img decoding=\"async\" class=\"db dn-m\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/1785798865_35_4b19da99-80bf-4b7c-8443-cc2e6d33b6f6.png\"\/><\/a><\/p>\n<p>Die USA warfen irakischen Banken vor, sie w\u00fcrden Teheran US-Dollar zuspielen und damit die Sanktionen unterwandern. Mit dem Iran verb\u00fcndete Milizen reagierten mit Angriffen auf US-Interessen im Irak \u2013 als Vergeltung f\u00fcr den amerikanisch-israelischen Krieg gegen den Iran. Trump drohte daraufhin, seine Unterst\u00fctzung ganz einzustellen, falls Nuri al-Maliki \u2013 ein ehemaliger Premierminister, dessen N\u00e4he zum Iran w\u00e4hrend seiner Amtszeit zugenommen hatte \u2013 erneut Premierminister werden sollte. Tage sp\u00e4ter best\u00e4tigte das irakische Parlament Ali al-Zaidi, einen 41-j\u00e4hrigen ehemaligen Banker und politischen Neuling, als Premierminister.<\/p>\n<p>Saudische Eskalation in der Region: Jemen und das Rote Meer<\/p>\n<p>Das Sprecher des saudischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Turki al-Malki, bezeichnete die Angriffe als begrenzte Reaktion auf gezielte Angriffe: \u201eDas K\u00f6nigreich best\u00e4tigt, dass es keine Eskalation anstrebt, aber auf jede Aggression reagieren wird.\u201c<\/p>\n<p>Gleichzeitig beendet Riad jedoch den br\u00fcchigen Waffenstillstand von 2022 mit den Huthi im Jemen und nimmt den Krieg gegen sie wieder auf. <\/p>\n<p>Am 20. Juli riefen die Huthi eine Blockade gegen saudische \u00d6ltanker im Roten Meer aus und attackierten sp\u00e4ter \u201ewichtige\u201c \u00d6ltransportanalgen in Saudi-Arabien, welche die \u00d6lfelder in der \u00f6stlichen Provinz mit einem Exportzentrum am Roten Meer verbinden. Sie \u00fcbernahmen auch die Verantwortung f\u00fcr den Drohnenangriff auf die Saudi-Aramco-Roh\u00f6lverarbeitungs-Anlage in Abqaiq, die gr\u00f6\u00dfte des K\u00f6nigreichs, f\u00fcr die Riad mit dem Iran verb\u00fcndete Milizen verantwortlich gemacht hatte. Ein weiterer Angriff zwang Saudi Aramco, die Raffinerie in Jazan, die \u00fcber eine Kapazit\u00e4t von 400.000 Barrel pro Tag verf\u00fcgt, stillzulegen.<\/p>\n<p>Zuvor hatten Saudi-Arabien den Internationalen Flughafen von Sana&#8217;a angegriffen, nachdem die Huthi ihn wieder f\u00fcr Direktfl\u00fcge aus dem Iran ge\u00f6ffnet hatten. Die Saudis zwangen ein Flugzeug aus dem Iran, das Kommandeure der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC), Milit\u00e4rberater sowie Ausr\u00fcstung f\u00fcr Raketen und Drohnen an Bord hatte, dazu, seinen Kurs in die jemenitische Hafenstadt Hodeida am Roten Meer zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Die Huthi erkl\u00e4rten, die Blockade gelte nur f\u00fcr Saudi-Arabien und werde aufgehoben, sobald Saudi-Arabien seine Blockade gegen den Jemen beende. Die wirtschaftliche Lage im Jemen ist aufgrund des Kriegs katastrophal \u2013 die Lebensmittelpreise sind in den letzten Monaten um 20 bis 30 Prozent gestiegen, und die Schlie\u00dfung der Stra\u00dfe von Hormus hat die teilweise kostenlosen \u00d6llieferungen aus dem Iran zum Erliegen gebracht hat. Daher \u00fcben die Huthi Druck auf die Saudis aus, um einen neuen Finanzdeal abzuschlie\u00dfen. Sie wollen, dass die Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr den Flughafen von Sana&#8217;a beendet werden und fordern einen Anteil an den Einnahmen aus den \u00d6lfeldern, die von der international anerkannten jemenitischen Regierung kontrolliert werden.<\/p>\n<p>Riad reagierte darauf mit einer milit\u00e4rischen und politischen Eskalation. Nachdem der saudische Verteidigungsminister Prinz Khalid bin Salman sich am Mittwoch mit Trump und Vizepr\u00e4sident JD Vance getroffen hatte, beraumte Saudi-Arabien ein Treffen von Vertretern der Streitkr\u00e4fte aus 43 Staaten an, um f\u00fcr eine \u201emaritime Verteidigungskoalition\u201c zu werben, um die Handelsrouten im Roten Meer vor Kr\u00e4ften, die mit dem Iran verb\u00fcndet sind, zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"db relative center\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/7f41e48c-7187-4311-b13f-88653f90d7b2.jpeg\" style=\"max-height:100%\"\/>US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (rechts) bei einer Begr\u00fc\u00dfungszeremonie f\u00fcr den saudischen Verteidigungsminister Prinz Khalid bin Salman im Pentagon, Washington, 24. Februar 2025  [AP Photo\/Jacquelyn Martin]<\/p>\n<p>Seit die Stra\u00dfe von Hormus geschlossen ist, ist das Rote Meer noch wichtiger geworden. Etwa zehn bis vierzehn Prozent des gesamten globalen Seehandels, darunter etwa 4,1 bis 4,2 Millionen Barrel Roh\u00f6l und Erd\u00f6lprodukte, durchqueren t\u00e4glich das Rote Meer, die Bab al-Mandab und den Golf von Aden. Der Krieg hat den Schiffsverkehr durch die Meerenge von Bab al-Mandab verringert und die t\u00e4gliche Anzahl der Schiffe von einem Vorkriegsniveau von \u00fcber 70 bis 75 auf rund 28 bis 31 Schiffe sinken lassen.<\/p>\n<p>Das Bruttoinlandsprodukt Saudi-Arabiens schrumpfte im zweiten Quartal um fast f\u00fcnf Prozent im Jahresvergleich, was der st\u00e4rkste R\u00fcckgang innerhalb eines Vierteljahres seit der Corona-Pandemie war. Die \u00d6lbranche brach um fast 25 Prozent ein, andere wirtschaftliche Aktivit\u00e4ten au\u00dferhalb des \u00d6lsektors wuchsen im zweiten Quartal nur um 0,6 Prozent, verglichen mit einem Wachstum von 2,9 Prozent im vorherigen Quartal.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.mehring-verlag.de\/library\/wohin-geht-amerika\/00.html\" class=\"no-underline pointer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img decoding=\"async\" class=\"db relative center\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/d8b1e754-dda2-4b2e-b1f0-58e6cab66628.png\" style=\"max-height:25rem\"\/><\/p>\n<p>David North (Hrsg.)<\/p>\n<p>Wohin geht Amerika? Faschismus oder Sozialismus<\/p>\n<p>Die Ereignisse vom Januar 2026 in Minneapolis haben die ganze Welt schockiert und deutlich gemacht, dass die Umwandlung der amerikanischen Demokratie in einen Milit\u00e4r- und Polizeistaat nicht l\u00e4nger nur eine theoretische M\u00f6glichkeit ist. Sie vollzieht sich vor unseren Augen.<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Riad ist bem\u00fcht, seine Position zu stabilisieren. Das saudische Verteidigungsministerium k\u00fcndigte an, dass 14 Staaten, darunter die T\u00fcrkei, Pakistan, \u00c4gypten, der Sudan und Dschibuti den Vorschlag zur Bildung einer maritimen Verteidigungskoalition mit Hauptquartier in Riad unterst\u00fctzt h\u00e4tten. Saudi-Arabien rief auch die USA und die europ\u00e4ischen Gro\u00dfm\u00e4chte zum Beitritt auf.<\/p>\n<p>Berichten zufolge bereitet sich Saudi-Arabien m\u00f6glicherweise auf eine gro\u00dfe Bodenoffensive im Zentrum des Jemen vor. Dies verdeutlicht, wie sich der amerikanisch-israelische Krieg gegen den Iran auf die gesamte Region ausweitet, die Golfmonarchien hineinzieht, das innere Kr\u00e4ftegleichgewicht im Irak umgestaltet und einen neuen, gro\u00dffl\u00e4chigen Konflikt vom Roten Meer bis nach Tigris auszul\u00f6sen droht.<\/p>\n<p>Atom- und Verteidigungsabkommen: USA und Israel festigen ihr B\u00fcndnis mit Saudi-Arabien gegen den Iran<\/p>\n<p>Neben diesen Milit\u00e4roperationen strebt Washington auch einen langfristigen strategischen Block mit Saudi-Arabien an, der auf atomarer Zusammenarbeit und dem Transfer fortschrittlicher Waffensysteme basiert. Dieser Block soll Saudi-Arabien an die Achse USA-Israel binden, konkurrierende M\u00e4chte an den Rand dr\u00e4ngen und einen stabilen regionalen Block zur Konfrontation mit dem Iran schaffen.<\/p>\n<p>Washington unterzeichnete ein \u201eAbkommen \u00fcber friedliche atomare Zusammenarbeit\u201c mit Riad, das Saudi-Arabien erlauben soll, mit US-Technologie Atomreaktoren zu bauen und, vor allem, seine eigenen riesigen Uranreserven anzureichern, ohne das vollst\u00e4ndige Verifizierungsregime der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde zu akzeptieren. In einer Region, in der der Iran und die VAE Reaktoren betreiben, aber ihren Brennstoff unter strenger Aufsicht importieren, w\u00fcrde eine von den USA gebilligte saudische Anreicherung eine Flutwelle nuklearer Ambitionen in der T\u00fcrkei, \u00c4gypten und anderen potentiellen Regionalm\u00e4chten sowie eine Neuaufnahme der Verhandlungen zwischen den VAE und den USA ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Das US-Energieministerium beschrieb den Deal als Grundlage f\u00fcr eine \u201elangfristige, Milliarden Dollar schwere Partnerschaft\u201c. Zweistellige Milliardenbetr\u00e4ge werden an US-Konzerne gehen, die das zivile Atomprogramm des K\u00f6nigreichs aufbauen und entwickeln. Frankreich, Deutschland, S\u00fcdkorea und China werden an den Rand gedr\u00e4ngt, obwohl Riad im Jahr 2022 ein Memorandum f\u00fcr die Entwicklung eines Atomprogramms mit Peking abgeschlossen hat. Das Atomabkommen ist die wirtschaftlich-industrielle Komponente der Bestrebungen, eine von den USA dominierte Ordnung in der Region zu festigen. <\/p>\n<p>Bei den Verhandlungen wurde jede Diskussion \u00fcber einen Beitritt Saudi-Arabiens zu den Abraham Accords oder \u00fcber eine Normalisierung der Beziehungen zu Israel bewusst ausgeklammert. Diese Schritte sind im eigenen Land zutiefst unpopul\u00e4r, auch wenn Riad am amerikanisch-israelischen V\u00f6lkermord in Gaza beteiligt ist. Stattdessen schafft der Atomdeal die Grundlagen f\u00fcr ein amerikanisch-saudisches Verteidigungsb\u00fcndnis, das den Verkauf von F-35 und hochmoderner Milit\u00e4rtechnologie beinhalten w\u00fcrde, was Riad noch enger an Washingtons Kriegsstrategie bindet.<\/p>\n<p>Diese Themen wurden bereits im letzten November diskutiert, als sich bin Salman mit Trump im Wei\u00dfen Haus traf. Trump erkl\u00e4rte Saudi-Arabien zu einem \u201ewichtigen Nicht-NATO-Verb\u00fcndeten\u201c, unterzeichnete ein strategisches Verteidigungsabkommen und schloss Berichten zufolge einen Deal \u00fcber die Lieferung einer Flotte von F-35-Kampfjets. Das Atomabkommen besiegelte diesen Milit\u00e4rblock.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"db relative center\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/5a8c771c-e18e-4bb1-bf16-f8125bf6b82e.jpeg\" style=\"max-height:100%\"\/>US-Pr\u00e4sident Donald Trump im Gespr\u00e4ch mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman, Elon Musk, Nvidia-Vorstandschef Jensen Huang und anderen beim Saudi Investment Forum im Kennedy Center, Washington, 19. November 2025 [AP Photo\/Evan Vucci]<\/p>\n<p>Israel hat die Einigung abgelehnt, weil sie sein Atommonopol und seinen qualitativen milit\u00e4rischen Vorsprung gef\u00e4hrdet. Trump erkl\u00e4rte sp\u00e4ter auf Truth Social, das Abkommen werde die Anreicherung von Uran nicht erlauben und Saudi-Arabien zu einer Normalisierung der Beziehungen mit Israel verpflichten, was Netanjahu als Sieg darstellte. Allerdings ist es h\u00f6chst unwahrscheinlich, dass Trump ein Abkommen sabotieren wird, das US-Konzernen enorme Gewinne bescheren und Saudi-Arabien an Washingtons Kriegskoalition bindet, nur um Israels Bedenken zu beschwichtigen.<\/p>\n<p>Die Angriffe auf die PMF im Iran, die maritime Koalition, die erneute saudische Offensive im Jemen und das Atomabkommen stehen im Zusammenhang mit den Bestrebungen des US-Imperialismus, seine Vorherrschaft \u00fcber den Nahen Osten zu festigen, die Golfmonarchien Washingtons Kommando unterzuordnen und Saudi-Arabien in die amerikanisch-israelische Achse f\u00fcr die Konfrontation mit dem Iran einzubinden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die gemeinsamen Angriffe der USA und Saudi-Arabiens in der vergangenen Woche auf die Volksmobilisierungskr\u00e4fte (PMF) \u2013 einen Dachverband&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1213486,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3977],"tags":[331,332,13,1016,4046,14,6000,15,4769,12,4017,4018,4016,64,4019,4020,252524],"class_list":["post-1213485","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-usa","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-headlines","tag-irak","tag-krieg","tag-nachrichten","tag-nahost","tag-news","tag-saudi-arabien","tag-schlagzeilen","tag-united-states","tag-united-states-of-america","tag-us","tag-usa","tag-vereinigte-staaten","tag-vereinigte-staaten-von-amerika","tag-volksmobilisierungskraefte"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117034123210200020","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1213485","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1213485"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1213485\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1213486"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1213485"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1213485"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1213485"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}