{"id":1213499,"date":"2026-08-03T23:28:14","date_gmt":"2026-08-03T23:28:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1213499\/"},"modified":"2026-08-03T23:28:14","modified_gmt":"2026-08-03T23:28:14","slug":"kritik-an-geplanter-bettensteuer-in-duisburg-tageskarte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1213499\/","title":{"rendered":"Kritik an geplanter Bettensteuer in Duisburg: Tageskarte"},"content":{"rendered":"<p>Nach Angaben der Stadt Duisburg soll\u00a0ab dem 1. Januar 2027 eine Beherbergungssteuer in H\u00f6he von drei Euro pro Gast und \u00dcbernachtung erhoben werden.\u00a0Die neue Steuer erfasst s\u00e4mtliche entgeltlichen \u00dcbernachtungen in Beherbergungsbetrieben im Stadtgebiet. Dabei spiele es <a href=\"https:\/\/www.duisburg.de\/pressemitteilungen\/pm\/2026\/juni\/stadt-duisburg-beabsichtigt-einfuehrung-einer-beherbergungssteuer\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">laut Mitteilung<\/a> der Stadt keine Rolle, ob der Aufenthalt aus privaten, touristischen oder beruflichen Gr\u00fcnden stattfinde. Von der Regelung betroffen seien unter anderem Hotels, Hostels, Gasth\u00f6fe, Pensionen, Privatzimmer, Jugendherbergen, Ferienwohnungen, Motels, Campingpl\u00e4tze sowie Schiffe und vergleichbare Einrichtungen.\u00a0<\/p>\n<p>Die Pl\u00e4ne sto\u00dfen bei den lokalen Hotelbetrieben auf heftige Kritik. Willem Hamer, Inhaber eines Hotels in Homberg, bem\u00e4ngelte <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/nrw\/ruhrgebiet\/duisburg\/duisburg-beherbergungssteuer-hotel-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">laut WDR<\/a>\u00a0vor allem den zus\u00e4tzlichen administrativen Aufwand, der bei den Betrieben verbleibe, ohne dass diesen ein eigener finanzieller Nutzen entstehe. Zwar gehe es ihm nicht prim\u00e4r um den Betrag von drei Euro, jedoch steige die finanzielle Belastung linear mit der Anzahl der \u00dcbernachtungen, was gerade bei wiederkehrenden G\u00e4sten ins Gewicht falle.<\/p>\n<p>Auch der Deutsche Hotel- und Gastst\u00e4ttenverband reagierte emp\u00f6rt und sprach laut WDR in einem Schreiben an die Fraktionen von einem Fehler mit langfristigen Folgen f\u00fcr den Wirtschafts- und Tourismusstandort. Thomas Kolaric, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Dehoga Nordrhein, berichte, dass Duisburg bislang ein Standort mit einem angemessenen Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis gewesen sei, bei dem beispielsweise zahlreiche Gesch\u00e4ftsleute w\u00e4hrend Messen in D\u00fcsseldorf untergekommen seien. Der Verband bef\u00fcrchte durch die Abgabe einen sp\u00fcrbaren R\u00fcckgang der \u00dcbernachtungszahlen.<\/p>\n<p>Das Risiko, dass G\u00e4ste auf umliegende Destinationen ohne Bettensteuer wie Moers oder Oberhausen ausweichen, sch\u00e4tze der Verband als relativ hoch ein. Entsprechend bezweifle der Dehoga, dass die Steuer im Ergebnis einen wesentlichen Beitrag zur Entlastung des st\u00e4dtischen Haushalts leisten k\u00f6nne. Auch Hamer \u00e4u\u00dfere den Wunsch, dass die vereinnahmten Mittel gezielt in die Verbesserung des st\u00e4dtischen Images und in touristische Infrastruktur flie\u00dfen sollten, um die Attraktivit\u00e4t der Region nachhaltig zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach Angaben der Stadt Duisburg soll\u00a0ab dem 1. 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