{"id":1214974,"date":"2026-08-04T14:35:14","date_gmt":"2026-08-04T14:35:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1214974\/"},"modified":"2026-08-04T14:35:14","modified_gmt":"2026-08-04T14:35:14","slug":"munich-re-so-berechnen-mathematiker-katastrophenrisiken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1214974\/","title":{"rendered":"Munich Re: So berechnen Mathematiker Katastrophenrisiken\u202f"},"content":{"rendered":"<p>Waldbr\u00e4nde, Erdbeben oder eingest\u00fcrzte Br\u00fccken, Naturkatastrophen oder Gro\u00dfsch\u00e4den\u202fk\u00f6nnen Milliarden kosten. Aber auch Kreditausf\u00e4lle von gro\u00dfen Unternehmen, Staaten oder steigende Lebenserwartungen in Lebensversicherungen bergen immense Risiken f\u00fcr die Versicherungsbranche. Damit Versicherungen auch extrem hohe Sch\u00e4den bezahlen k\u00f6nnen, sichern R\u00fcckversicherungen einen Teil dieses Risikos ab. <\/p>\n<p>Munich Re: Mathematiker berechnen Risiken<\/p>\n<p>Eine der f\u00fchrenden weltweit ist die Munich Re mit Hauptsitz in M\u00fcnchen. Dort arbeitet Alex als Trainee. Er arbeitet an mathematischen Modellen mit, analysiert Wahrscheinlichkeiten und unterst\u00fctzt dabei, Risiken m\u00f6glichst pr\u00e4zise einzusch\u00e4tzen.\u202f &#8222;Ich habe auf jeden Fall am meisten Respekt vor den Gr\u00f6\u00dfenordnungen, mit denen man hier arbeitet&#8220;, sagt Alex.\u202f <\/p>\n<p>Allein Naturkatastrophen verursachten weltweit im Jahr 2025 Sch\u00e4den von rund 224 Milliarden US-Dollar.\u202f F\u00fcr rund 108 Milliarden US-Dollar kamen Versicherer auf. Genau solche Risiken\u202fsind\u202fdie Grundlage f\u00fcr die mathematischen Modelle der R\u00fcckversicherung.\u202f <\/p>\n<p>Wie gro\u00dfe Sch\u00e4den abgesichert werden<\/p>\n<p>Eine R\u00fcckversicherung versichert andere Versicherungsunternehmen. Sie springt ein, wenn Sch\u00e4den oder Naturkatastrophen f\u00fcr Erstversicherer zu teuer werden.\u202f Die Munich Re war unter anderem an der finanziellen Absicherung von Gro\u00dfsch\u00e4den wie dem Einsturz der\u202f&#8220;Francis Scott Key Bridge&#8220;\u202fin Baltimore\u202fim Jahr\u202f2024, den Waldbr\u00e4nden in Kalifornien 2025, dem\u202fErdbeben von San Francisco 1906 oder dem\u202fUntergang der Titanic\u202f1912 beteiligt.<\/p>\n<p>Warum Katastrophen oft teurer werden als erwartet<\/p>\n<p>Alex besch\u00e4ftigt sich\u202fgerade\u202fmit\u202fder sogenannten\u202f&#8220;Post-Loss-Amplification&#8220;. Dabei geht es um den Effekt, dass die Kosten nach einer Katastrophe h\u00e4ufig deutlich h\u00f6her ausfallen als zun\u00e4chst erwartet. Zum Beispiel,\u202fweil Materialpreise steigen oder Fachkr\u00e4fte knapp werden. Au\u00dferdem unterst\u00fctzt er eine Kollegin bei der Dokumentation von Reserverisiken.\u202f &#8222;Unsere mathematischen Modelle beschreiben, mit welcher Wahrscheinlichkeit bestimmte Sch\u00e4den in Zukunft eintreten werden. Das ist das Grundprinzip des Versicherungswesens: Mithilfe mathematischer Modelle lassen sich zuk\u00fcnftige Risiken absch\u00e4tzen&#8220;, erkl\u00e4rt Alex.\u202f<\/p>\n<p>Mathematikstudium: Der Weg zur Munich Re<\/p>\n<p>Bei seiner Arbeit\u202fprofitiert Alex von seinem Mathematikstudium. Er schloss Bachelor und Master an der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen\u202fab\u202fund startete 2025 das zweij\u00e4hrige Traineeprogramm im Mathe-Track der Munich Re. Parallel absolviert er zus\u00e4tzlich eine berufsbegleitende Ausbildung zum Aktuar bei der Deutschen\u202fAktuarvereinigung.\u202f <\/p>\n<p>W\u00e4hrend des\u202fTraineeprogramms\u202fdurchl\u00e4uft\u202fAlex\u202fverschiedene Unternehmensbereiche. Aktuell arbeitet er im Bereich &#8222;Risk-Management&#8220;.\u202fHier wird das ben\u00f6tigte Risikokapital ausgerechnet, das\u202fauch\u202fAuswirkungen auf die Bilanz des Unternehmens und auf den Aktienkurs haben kann.\u202f\u202f&#8220;Die mathematischen Grundlagen sind im Versicherungswesen sehr wichtig, weil das gesamte Gesch\u00e4ftsmodell darauf beruht, dass man statistischen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten und mathematischen Modellen vertraut&#8220;, sagt Alex.\u202f\u202f <\/p>\n<p>Trainee bei der Munich Re: Assessment-Center und Gehalt<\/p>\n<p>Der Einstieg in das Traineeprogramm\u202fder Munich Re f\u00fchrt\u202f\u00fcber ein mehrstufiges Assessment-Center. Alex geh\u00f6rt\u202fheute\u202fzu rund 30 Trainees bei der Munich Re.\u202f &#8222;Ich erinnere mich auf jeden Fall noch an den Tag, an dem ich die Zusage f\u00fcr das Traineeprogramm bekommen habe&#8220;, erz\u00e4hlt Alex.\u202f&#8220;Es gibt einem ein gewisses Selbstbewusstsein, wenn man bei der Munich Re direkt angenommen wird. Man hat es durch den Bewerbungsprozess geschafft und ich war einfach gl\u00fccklich.&#8220;\u202f <\/p>\n<p>Neben mathematisch-analytischem Denken seien\u202fvor allem Lernbereitschaft, Kommunikationsst\u00e4rke, Neugier und Frustrationstoleranz\u202fim Job gefragt.\u202f &#8222;Von uns wird erwartet, dass wir leistungsbereit sind und mehr oder weniger ein Leben lang lernen wollen.&#8220;\u202f <\/p>\n<p>Das Einstiegsgehalt im Traineeprogramm liegt bei mehr als 70.000 Euro brutto pro Jahr.\u202f&#8220;Ich denke, die Karriere- und Verdienstchancen bei der Munich Re sind auf jeden Fall gegeben. Die Geh\u00e4lter sind \u00fcberdurchschnittlich&#8220;, sagt Alex.\u202f\u202f <\/p>\n<p>Karriere als Mathematiker: Arbeiten bei der Munich Re weltweit<\/p>\n<p>Nach Stationen in verschiedenen Abteilungen wartet auf Alex\u202fbald ein Auslandsaufenthalt: Anfang kommenden Jahres geht es im Rahmen des Traineeprogramms nach New York. Die Munich Re besch\u00e4ftigt weltweit rund 44.000 Mitarbeitende, etwa 4.000 davon am Standort M\u00fcnchen.\u202f <\/p>\n<p>F\u00fcr Alex ist Mathematik l\u00e4ngst mehr als reine Theorie. Er arbeitet an Modellen mit, die Versicherungen dabei helfen, Risiken besser einzusch\u00e4tzen und auch nach milliardenschweren Schadensereignissen handlungsf\u00e4hig zu bleiben.\u202f<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Waldbr\u00e4nde, Erdbeben oder eingest\u00fcrzte Br\u00fccken, Naturkatastrophen oder Gro\u00dfsch\u00e4den\u202fk\u00f6nnen Milliarden kosten. 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