{"id":1215713,"date":"2026-08-04T22:19:25","date_gmt":"2026-08-04T22:19:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1215713\/"},"modified":"2026-08-04T22:19:25","modified_gmt":"2026-08-04T22:19:25","slug":"nach-csd-anschlag-linke-berlin-stellt-5-punkte-plan-zum-schutz-queerer-menschen-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1215713\/","title":{"rendered":"Nach CSD-Anschlag \u2013 Linke Berlin stellt 5-Punkte-Plan zum Schutz queerer Menschen vor"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img324044\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/324044.jpeg\" alt=\"Die Berliner Linke fordert besseren Schutz f\u00fcr die queere Community. (Symbolbild)\"\/><\/p>\n<p>Die Berliner Linke fordert besseren Schutz f\u00fcr die queere Community. (Symbolbild)<\/p>\n<p>Foto: Fabian Sommer\/dpa<\/p>\n<p>Berlin  Die Berliner Linke fordert, Angebote zur Verhinderung von Queerfeindlichkeit auszubauen und die Streichung entsprechender F\u00f6rdermittel zur\u00fcckzunehmen. Au\u00dferdem m\u00fcsse der islamistische Anschlag am Rand des Christopher Street Day (CSD) l\u00fcckenlos aufgekl\u00e4rt werden, erkl\u00e4rten Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp und die beiden Landesvorsitzenden Kerstin Wolter und Maximillian Schirmer. Sie legten einen 5-Punkte-Plan zum Schutz queeren Lebens in Berlin vor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.<\/p>\n<p>\u00bbDer islamistische Terroranschlag galt der queeren Community und traf zugleich unsere offene und vielf\u00e4ltige Demokratie mitten ins Herz. Es sind noch viele Fragen zum Anschlag offen, die aufgekl\u00e4rt werden m\u00fcssen\u00ab, sagte Eralp. Dazu geh\u00f6re, warum der Attent\u00e4ter trotz der Einstufung als Hochrisiko-Gef\u00e4hrder nicht engmaschiger \u00fcberwacht worden sei und warum er trotz seines kriminellen Vorlebens aus der U-Haft entlassen worden sei.<\/p>\n<p>Wichtig ist aus Sicht der Linke au\u00dferdem, Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen gegen Queerfeindlichkeit auszubauen und ausreichend zu finanzieren. Sie m\u00fcssten vor allem da ansetzen, wo toxische M\u00e4nnlichkeit, soziale und famili\u00e4re Pr\u00e4gungen, religi\u00f6ser Fundamentalismus, Rechtsextremismus oder v\u00f6lkisch-rassistische Weltanschauungen zu Queerfeindlichkeit beitragen.<\/p>\n<p>Queere Rechte sollten Thema in der Schule sein<\/p>\n<p>\u00bbIn allen \u00f6ffentlichen Einrichtungen und staatlichen Institutionen braucht es mehr Sensibilisierung f\u00fcr queere Rechte, Fortbildungen und Schulungen.\u00ab An Schulen m\u00fcsse Aufkl\u00e4rung \u00fcber queere Rechte als fester Bestandteil des Unterrichts verankert werden.<\/p>\n<p>K\u00fcrzungen bei queeren Projekten sollten zur\u00fcckgenommen, Bildungsarbeit m\u00fcsse mehr R\u00fcckhalt bekommen. Beratungsstellen, Community-Zentren, Bildungs- und Antigewaltprojekte sowie Angebote der Opferhilfe m\u00fcssten dauerhaft abgesichert werden.<\/p>\n<p>Ausdr\u00fccklich stellt sich die Linke hinter den Antrag des Landes Berlin, die sexuelle Identit\u00e4t in Artikel 3 des Grundgesetzes aufzunehmen. Der Antrag hat den Bundesrat bereits passiert, der Bundestag muss dar\u00fcber noch abstimmen. \u00bbDer Bundeskanzler soll die Abstimmung im Bundestag freigeben und den Fraktionszwang aufheben\u00ab, fordern die Linken.<\/p>\n<p>Eralp warnte aber davor, schnell Gesetzesversch\u00e4rfungen zu fordern &#8211; ebenso seien einseitige Erkl\u00e4rungsmuster nicht zielf\u00fchrend. \u00bbGegen die Instrumentalisierung des Anschlags f\u00fcr Rassismus gegen Muslime, wie es derzeit von ganz rechts kommt, wehrt sich die Community zurecht\u00ab, sagte sie. \u00bbGeneralverdacht und Spaltung sind Gift f\u00fcr unseren Zusammenhalt, unsere Demokratie und unsere Vielfalt.\u00ab<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Berliner Linke fordert besseren Schutz f\u00fcr die queere Community. 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