{"id":1216942,"date":"2026-08-05T11:07:17","date_gmt":"2026-08-05T11:07:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1216942\/"},"modified":"2026-08-05T11:07:17","modified_gmt":"2026-08-05T11:07:17","slug":"batterieverband-europa-droht-anschluss-zu-verlieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1216942\/","title":{"rendered":"Batterieverband: Europa droht Anschluss zu verlieren"},"content":{"rendered":"<p>Berlin &#8211; Beim Aufbau einer eigenen europ\u00e4ischen Batterieindustrie fehlt es in Deutschland nach Einsch\u00e4tzung der heimischen Industrie an Tempo und Koordination.<\/p>\n<p>&#8222;Wir sind zu zaghaft darin, nachhaltig Zukunftsindustrien aufzubauen und die daf\u00fcr erforderlichen Investitionen zu mobilisieren&#8220;, sagte Stefan Wolf, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Batterieverbands, dem &#8222;Tagesspiegel Background&#8220;. Notwendig sei ein gemeinsames Vorgehen von Staat und Industrie &#8211; gerade, weil die Autobranche derzeit mit Absatzschwierigkeiten k\u00e4mpfe und ihre finanziellen Spielr\u00e4ume schrumpften.<\/p>\n<p>Chinesische Hersteller seien \u00fcber Jahrzehnte mit massiven Subventionen aufgebaut worden und suchten wegen \u00dcberkapazit\u00e4ten im Heimatmarkt gezielt den Weg nach Europa, so Wolf. Die USA schotteten sich dagegen l\u00e4ngst ab: &#8222;Die USA haben hohe Barrieren eingef\u00fchrt&#8220;, sagte er &#8211; Europa bleibe dadurch &#8222;eine Art Rettungsanker&#8220; f\u00fcr chinesische Konzerne. Eine Ausnahme sei Tesla: Der Konzern habe es geschafft, den sogenannten Trockenbeschichtungsprozess zu industrialisieren, und skaliere das Verfahren nun auch am Standort Gr\u00fcnheide.<\/p>\n<p>Trotz milliardenschwerer F\u00f6rderprogramme habe die deutsche Politik bislang zu wenig auf marktgestaltende Instrumente gesetzt. Notwendig seien neben F\u00f6rderung auch gezielte Nachfrageanreize auf der Marktseite. Wolf verglich den n\u00f6tigen Schritt mit einer Br\u00fccke: &#8222;Um mit einem Br\u00fcckenbau das Tal des Todes zu \u00fcberqueren, geht man von beiden Seiten vor: neue Technologien entwickeln und neue Technologien nachfragen.&#8220; Als Vorbild nannte er die USA, wo Steuergutschriften an Unternehmen aus China, Russland, Nordkorea oder dem Iran ausgeschlossen sind.<\/p>\n<p>Kritisch \u00e4u\u00dferte sich der Chef des Verbundes zur aktuellen Bundesregierung: W\u00e4hrend Forschungsministerium und Kanzleramt die Bedeutung der Batterietechnologie erkannt h\u00e4tten, agiere das Wirtschaftsministerium zur\u00fcckhaltend. Trotz R\u00fcckschl\u00e4gen bei Northvolt, SVolt, Cellforce und Varta sei man dennoch zuversichtlich mit Blick auf eine zweite Investitionsrunde in L\u00e4ndern wie Frankreich, Schweden und den Niederlanden. Die Batterietechnologie bleibe neben Mikroelektronik und K\u00fcnstlicher Intelligenz &#8222;ganz entscheidend f\u00fcr die Zukunft unserer Industrie&#8220;, so Wolf.<\/p>\n<p>Eine aktuelle Deloitte-Studie unterstrich zu Beginn der Woche die Dringlichkeit: Ihr zufolge werden 98 Prozent der gro\u00dfen Batteriefabriken in Europa von asiatischen Unternehmen betrieben &#8211; allen voran vom chinesischen Weltmarktf\u00fchrer CATL.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin &#8211; Beim Aufbau einer eigenen europ\u00e4ischen Batterieindustrie fehlt es in Deutschland nach Einsch\u00e4tzung der heimischen Industrie an&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4508,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3933],"tags":[331,332,58375,253139,58292,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12,29758],"class_list":["post-1216942","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-anschluss","tag-batterieverband","tag-droht","tag-eu","tag-europa","tag-europaeische-union","tag-europe","tag-european-union","tag-headlines","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-verlieren"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117042587033512844","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1216942","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1216942"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1216942\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4508"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1216942"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1216942"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1216942"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}