{"id":1218372,"date":"2026-08-06T01:53:18","date_gmt":"2026-08-06T01:53:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1218372\/"},"modified":"2026-08-06T01:53:18","modified_gmt":"2026-08-06T01:53:18","slug":"telgte-oliver-prehl-ist-als-radfahrer-in-der-ambulanten-pflege-unterwegs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1218372\/","title":{"rendered":"Telgte: Oliver Prehl ist als Radfahrer in der ambulanten Pflege unterwegs\u00a0"},"content":{"rendered":"<p>Oliver Prehl versorgt Menschen in der ambulanten Pflege mit dem Fahrrad. Seine ungew\u00f6hnliche Arbeitsweise steht f\u00fcr nachhaltige Mobilit\u00e4t und eine Pflege, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.<\/p>\n<p>Telgte (gl) &#8211; Wenn Oliver Prehl zu seinen Eins\u00e4tzen aufbricht, greift er nicht zum Autoschl\u00fcssel, sondern an den Lenker seines Fahrrads. Der Pflegehelfer ist f\u00fcr die St. Christophorus Ambulante Pflege Telgte unterwegs und f\u00e4hrt von Haus zu Haus. F\u00fcr ihn ist das Alltag und Ausdruck dessen, worauf es in der ambulanten Pflege ankommt: N\u00e4he, Verl\u00e4sslichkeit und der Blick auf den Menschen.<\/p>\n<p class=\"contextmenu caption\">Erste Ber\u00fchrung im Zivildienst<\/p>\n<p>Die St. Christophorus Ambulante Pflege Telgte begleitet Menschen in Telgte, Everswinkel, Wolbeck, Handorf und Mauritz. Das Angebot umfasst h\u00e4usliche Krankenpflege, Beratungsbesuche f\u00fcr pflegende Angeh\u00f6rige, Betreuung, Hilfe im Haushalt, Demenzbegleitung und eine 24-st\u00fcndige Rufbereitschaft. Als hundertprozentige Tochter des St. Rochus-Hospitals Telgte bietet der Dienst zudem ambulant-psychiatrische Pflege an.<\/p>\n<p>Oliver Prehl arbeitet in der ambulanten Alten- und Krankenpflege und ist mit dem Fahrrad in Telgte unterwegs. Seinen beruflichen Weg beschreibt er als ungew\u00f6hnlich. Urspr\u00fcnglich ist er gelernter Speditionskaufmann und hat Gestaltung studiert. W\u00e4hrend seines Zivildienstes im Krankenhaus kam er erstmals mit der Pflege in Ber\u00fchrung. Was zun\u00e4chst als \u00dcbergang gedacht war, wurde zum Beruf.<\/p>\n<p class=\"contextmenu caption\">Respekt, Geduld und Offenheit<\/p>\n<p>Seit 18 Jahren arbeitet er in der Pflege, zun\u00e4chst in einem Wohnprojekt, heute als Pflegehelfer mit Qualifikation in der ambulanten Pflege. \u201eAm Anfang war die Pflege eher als Nebent\u00e4tigkeit w\u00e4hrend meines Studiums gedacht\u201c, berichtet Prehl. \u201eAber ich habe schnell gemerkt, wie viel mir diese Arbeit bedeutet. Man unterst\u00fctzt Menschen \u2013 und bekommt gleichzeitig sehr viel Menschlichkeit zur\u00fcck.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr Prehl besteht Pflege nicht nur aus festen Abl\u00e4ufen. Im Mittelpunkt steht f\u00fcr ihn die Begegnung. Menschen in ihrer eigenen Wohnung zu begleiten, bedeutet auch, sich auf unterschiedliche Lebensgeschichten, Erkrankungen und Pers\u00f6nlichkeiten einzulassen. In seinem Berufsalltag hat er Erfahrungen mit Demenz, Multipler Sklerose, Suchterkrankungen, psychiatrischen Erkrankungen und den Folgen von Einsamkeit gesammelt. \u201eJeder Mensch bringt seine eigene Geschichte mit\u201c, sagt er. \u201eDeshalb ist es wichtig, mit Respekt, Geduld und Offenheit zu arbeiten.\u201c<\/p>\n<p class=\"contextmenu caption\">Entscheidend ist Verl\u00e4sslichkeit<\/p>\n<p>Dass er seine Touren mit dem Fahrrad f\u00e4hrt, sieht er als Vorteil. W\u00e4hrend andere nach Parkpl\u00e4tzen suchen oder im Verkehr stehen, ist er flexibel unterwegs, f\u00e4hrt durch Wohngebiete, biegt in Nebenstra\u00dfen ein und h\u00e4lt direkt vor der Haust\u00fcr. Das Fahrrad werde dabei oft selbst zum T\u00fcr\u00f6ffner. \u201eViele sprechen mich darauf an \u2013 Klientinnen und Klienten, Passanten oder auch Kolleginnen und Kollegen von anderen Pflegediensten\u201c, erz\u00e4hlt er. \u201eDas Rad f\u00e4llt auf und sorgt oft direkt f\u00fcr ein L\u00e4cheln.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr Prehl liegen die Vorteile auf der Hand: Bewegung an der frischen Luft, nachhaltige Mobilit\u00e4t und ein Arbeitsalltag, der gut organisiert und zugleich nah an den Menschen ist. \u201eIch habe keinen F\u00fchrerschein und arbeite trotzdem seit Jahren erfolgreich und gerne in der ambulanten Pflege\u201c, berichtet er. \u201eGute Pflege h\u00e4ngt nicht am Auto. Entscheidend sind Verl\u00e4sslichkeit, Organisation und die Haltung, mit der man Menschen begegnet.\u201c<\/p>\n<p class=\"contextmenu caption\">Mehr als eine Randnotiz<\/p>\n<p>Auch Pflegedienstleiter Philipp Marcks sieht darin ein Signal. \u201eOliver Prehl steht beispielhaft f\u00fcr das, worauf es in der ambulanten Pflege ankommt: Fachlichkeit, Eigenverantwortung, Verbindlichkeit und einen echten Blick f\u00fcr die Menschen\u201c, berichtet Marcks. \u201eDass er mit dem Fahrrad unterwegs ist, ist dabei weit mehr als eine Randnotiz. Es zeigt, dass ambulante Pflege flexibel, modern und nachhaltig gedacht werden kann.\u201c<\/p>\n<p>Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich gesch\u00fctzt.<br \/>\n            Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Oliver Prehl versorgt Menschen in der ambulanten Pflege mit dem Fahrrad. 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