{"id":1219266,"date":"2026-08-06T11:04:26","date_gmt":"2026-08-06T11:04:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1219266\/"},"modified":"2026-08-06T11:04:26","modified_gmt":"2026-08-06T11:04:26","slug":"tigermuecke-erste-brutstaette-in-niedersachsen-nachgewiesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1219266\/","title":{"rendered":"Tigerm\u00fccke: Erste Brutst\u00e4tte in Niedersachsen nachgewiesen"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/tigermuecke-140.webp\" alt=\"Eine tote Asiatische Tigerm\u00fccke.\" title=\"Eine tote Asiatische Tigerm\u00fccke. | picture alliance\/dpa\/KEYSTONE | Ennio Leanza \" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\n                Stand: 06.08.2026 12:20 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">In Hannover haben Mitarbeiter des Nieders\u00e4chsischen Landesgesundheitsamts (NLGA) erstmals eine Brutst\u00e4tte der Asiatischen Tigerm\u00fccke identifiziert. Eine erh\u00f6hte gesundheitliche Gefahr bestehe aktuell nicht.<\/p>\n<p class=\"\">Bisher waren laut NLGA nur einzelne Tiere der invasiven Art in Niedersachsen gesichtet worden. Auf die Population in einem Wohngebiet im hannoverschen Stadtteil D\u00f6hren wurde das Landesgesundheitsamt demnach im Rahmen des M\u00fcckenmonitorings aufmerksam: Dabei ist die Bev\u00f6lkerung dazu aufgerufen, verd\u00e4chtige M\u00fccken-Exemplare oder Fotos von solchen M\u00fccken einzusenden. Aufgrund eines eindeutigen Fotos habe eine Mitarbeiterin des NLGA den Fundort besichtigt und die Tigerm\u00fccken-Population in einer Regentonne festgestellt.<\/p>\n<p>    Tigerm\u00fccken tragen bislang keine Erreger<\/p>\n<p class=\"\">&#8222;Durch die Tigerm\u00fccke allein besteht noch keine erh\u00f6hte gesundheitliche Gefahr&#8220;, sagte Sonja Wolken, Parasitologin am NLGA. &#8222;Denn aktuell sind die in Deutschland vorkommenden Tigerm\u00fccken nicht mit Erregern infiziert.&#8220; Stechen sie jedoch Reiser\u00fcckkehrer, die tropische Krankheiten wie Dengue- oder Zikaviren in sich tragen, k\u00f6nnten die M\u00fccken diese auf Menschen \u00fcbertragen, die Deutschland nie verlassen haben. Je mehr Tigerm\u00fccken hierzulande vorhanden sind, desto gr\u00f6\u00dfer werde die Wahrscheinlichkeit. Deshalb appelliert das NLGA an die Bev\u00f6lkerung, &#8222;es der M\u00fccke so schwer wie m\u00f6glich zu machen &#8211; auch wenn sich die Ausbreitung aufgrund des Klimawandels langfristig wohl kaum aufhalten l\u00e4sst.&#8220;<\/p>\n<p>    M\u00fccke k\u00f6nnte sich bereits ausgebreitet haben<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/tigermuecke-142.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/tigermuecke-142.webp\" alt=\"Sonja Wolken, Parasitologin am NLGA, beim Aufbau einer M\u00fcckenfalle\" title=\"Das NLGA baut M\u00fcckenfallen auf, um eine m\u00f6gliche Ausbreitung der Tigerm\u00fccke zu erfassen. | Nieders\u00e4chsisches Landesgesundheitsamt\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Das NLGA baut M\u00fcckenfallen auf, um eine m\u00f6gliche Ausbreitung der Tigerm\u00fccke zu erfassen.<\/p>\n<p class=\"\">Wie genau die invasive Art nach Hannover gelangt ist, sei unbekannt. M\u00f6glicherweise sei die Einschleppung \u00fcber Waren- oder Personenverkehr erfolgt. Laut NLGA reicht der Tigerm\u00fccke bereits eine kleine Ansammlung von Wasser, um Eier abzulegen und sich fortzupflanzen. Es sei daher nicht auszuschlie\u00dfen, dass sich die M\u00fccke in der Umgebung der Brutst\u00e4tte in Hannover bereits ausgebreitet hat. Um das zu erfassen, hat das NLGA M\u00fcckenfallen aufgestellt und begonnen, Anwohnerinnen und Anwohner aufzukl\u00e4ren.<\/p>\n<p>    Weitere Ausbreitung verhindern: Das sollten Gartenbesitzer tun<\/p>\n<p class=\"\">Das Landesgesundheitsamt appelliert an Gartenbesitzerinnen und -besitzer, unn\u00f6tige Wasseransammlungen in Gef\u00e4\u00dfen wie Gie\u00dfkannen, Eimern oder Pflanzenuntersetzern zu vermeiden. Selbst kleinste Wasseransammlungen werden von der Tigerm\u00fccke genutzt, hei\u00dft es. Vogeltr\u00e4nken und andere geplante Wasserreservoirs sollten einmal w\u00f6chentlich gereinigt werden.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/screenshot1950384.webp\" alt=\"M\u00fccken in einem Glas-Gef\u00e4\u00df.\" title=\"M\u00fccken in einem Glas-Gef\u00e4\u00df. | Screenshot\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Mancherorts gibt es Hinweise, dass es diese aggressive M\u00fcckenart dort schon gibt. Die Fallen sollen Klarheit bringen.<\/p>\n<p>    Die Tigerm\u00fccke: klein, invasiv, l\u00e4stig<\/p>\n<p class=\"\">Bei der Tigerm\u00fccke handelt es sich um eine schwarze und mit f\u00fcnf Millimetern vergleichsweise kleine M\u00fccke. Die Beine sind schwarz-wei\u00df gestreift, was sich allerdings nur aus der N\u00e4he und bei guten Lichtverh\u00e4ltnissen erkennen l\u00e4sst. Die tagaktive, aggressive Art ist laut NLGA ausgesprochen l\u00e4stig, sie mache Aufenthalte im Freien fast unm\u00f6glich. H\u00e4ufig wird die Tigerm\u00fccke mit der Ringelm\u00fccke verwechselt. Diese sehr gro\u00dfe, br\u00e4unliche M\u00fccke besitzt deutlich erkennbare, braun-wei\u00df geringelte Beine. Wer verd\u00e4chtige M\u00fccken findet, kann diese zur Identifizierung an das NLGA schicken. Nach M\u00f6glichkeit sollte vorab ein Foto per E-Mail an vektormonitoring@nlga.niedersachsen.de eingereicht werden, hei\u00dft es vom Landesgesundheitsamt.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/muecke210.webp\" alt=\"Weibliche M\u00fccke sticht einen Menschen.\" title=\"Weibliche M\u00fccke sticht einen Menschen. | fotolia, Kletr\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Weil es zu trocken ist, vermehren sich die Insekten nicht so stark, wie es Experten des Friedrich-Loeffler-Instituts auf Riems erwartet haben.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/muecke-gemeine-hausmuecke-100.webp\" alt=\"Gemeine Hausm\u00fccke (Culex pipiens) sitzt auf einer Fingerkuppe.\" title=\"Gemeine Hausm\u00fccke (Culex pipiens) sitzt auf einer Fingerkuppe. |  IMAGO \/ blickwinkel\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>&#8222;M\u00fcckenatlas&#8220;<\/p>\n<p>Nicht eingeschleppte M\u00fccken-Arten wie die Tigerm\u00fccke sind das gr\u00f6\u00dfte Risiko, sondern heimische Stechm\u00fccken wie die Gemeine Hausm\u00fccke. Sie \u00fcbertragen gef\u00e4hrliche Erreger wie das West-Nil-Virus auch in Mitteldeutschland.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/tigermuecke102.webp\" alt=\"Eine weibliche Asiatische Tigerm\u00fccke\" title=\"Eine weibliche Asiatische Tigerm\u00fccke | picture alliance\/dpa, James Gathany\/CDC\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Einzelne Exemplare der M\u00fcckenart wurden bereits in Niedersachsen gesichtet. Das Landesgesundheitsamt will die Ausbreitung verhindern.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/muecken234.webp\" alt=\"Eine M\u00fccke in Nahaufmahme im Gegenlicht.\" title=\"Eine M\u00fccke in Nahaufmahme im Gegenlicht. | fotolia\/mycteria, mycteria\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>M\u00fccken profitieren vom Klimawandel: Milde Winter und nasse Sommer sind ideal f\u00fcr die Vermehrung der l\u00e4stigen Insekten.<\/p>\n<p>        Schlagw\u00f6rter zu diesem Artikel<\/p>\n<p>            <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/hannover_weser-leinegebiet\/Hannover-Aktuelle-News-und-Nachrichten,hannover18518.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hannover<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 06.08.2026 12:20 Uhr In Hannover haben Mitarbeiter des Nieders\u00e4chsischen Landesgesundheitsamts (NLGA) erstmals eine Brutst\u00e4tte der Asiatischen Tigerm\u00fccke&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1219267,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1836],"tags":[253581,3364,29,4075,30,46,233500,52636,1411,28073],"class_list":["post-1219266","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-hannover","tag-brutstaette","tag-de","tag-deutschland","tag-doehren","tag-germany","tag-hannover","tag-landesgesundheitsamt","tag-muecke","tag-niedersachsen","tag-tigermuecke"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1219266","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1219266"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1219266\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1219267"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1219266"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1219266"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1219266"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}