{"id":1219343,"date":"2026-08-06T11:46:24","date_gmt":"2026-08-06T11:46:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1219343\/"},"modified":"2026-08-06T11:46:24","modified_gmt":"2026-08-06T11:46:24","slug":"robert-koch-institut-zahl-der-hitzetoten-hoeher-als-angenommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1219343\/","title":{"rendered":"Robert Koch-Institut: Zahl der Hitzetoten h\u00f6her als angenommen"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/hitze-berlin-102.jpg\" alt=\"Ein Thermometer neben einer Apotheke zeigt am 27. Juni 2026 40 Grad in Berlin Mitte an.\" title=\"Ein Thermometer neben einer Apotheke zeigt am 27. Juni 2026 40 Grad in Berlin Mitte an. | Carsten Koall\/dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 06.08.2026 \u2022 11:56 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Das Robert Koch-Institut hat seine Sch\u00e4tzungen zu Hitzetoten angepasst: W\u00e4hrend der extremen Hitze Ende Juni sind demnach deutlich mehr Menschen gestorben. Das RKI spricht nun von 9.600 Sterbef\u00e4llen allein Ende Juni. <\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Infolge der extrem hei\u00dfen Woche Ende Juni sind in Deutschland nach<a href=\"https:\/\/www.rki.de\/DE\/Themen\/Gesundheit-und-Gesellschaft\/Gesundheitliche-Einflussfaktoren-A-Z\/H\/Hitze\/Bericht_Hitzemortalitaet.html\" title=\"RKI: Wochenbericht zur Hitzemortalit\u00e4t\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\"> Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI)<\/a> deutlich mehr Menschen gestorben als bisher angenommen. Das RKI geht in seinem aktuellen Wochenbericht von 9.600 hitzebedingten Sterbef\u00e4llen zwischen dem 22. und 28. Juni aus. Zuvor hatte das Institut mehr als 5.000 hitzebedingte Todesf\u00e4lle gesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In Deutschland lagen die Temperaturen in diesen Tagen vielerorts um die 40 Grad. Insgesamt erh\u00f6ht sich die gesch\u00e4tzte Zahl der hitzebedingten Sterbef\u00e4lle bis zum 26. Juli damit auf 11.900. Das sind mehr F\u00e4lle als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Den bisherigen H\u00f6chststand verzeichnete das RKI im Jahr 2018 mit fast 9.000 Sterbef\u00e4llen im gesamten Jahr.<\/p>\n<p>    Temperaturen in dieser H\u00f6he bisher in Deutschland un\u00fcblich<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Auswirkungen dieser besonders hei\u00dfen Woche sowie der Folgewoche zeigten sich erst jetzt, schreibt das RKI. Das liege auch daran, dass Temperaturen in dieser H\u00f6he bisher in Deutschland kaum oder gar nicht vorkamen. Zudem w\u00fcrden Bundesland-spezifische Zahlen des Statistischen Bundesamtes erst mit einer Verz\u00f6gerung von f\u00fcnf Wochen berichtet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der aktuelle Bericht betrachtet den Zeitraum vom 6. April bis 26. Juli. Jede Woche werde auf einer neueren Datenbasis neu kalkuliert, sagte eine Sprecherin. Bei den Daten des RKI handelt es sich um Sch\u00e4tzungen auf Basis der Sterbefallzahlen des Statistischen Bundesamtes. Auch Daten von 52 Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes flie\u00dfen in die Berechnung ein.<\/p>\n<p>    Fast 6.000 Todesf\u00e4lle in der Altersgruppe \u00fcber 84<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Hitze ist vor allem f\u00fcr \u00e4ltere Menschen gef\u00e4hrlich. Mit gut 6.000 wurden die meisten Todesf\u00e4lle in der Altersgruppe von 85 Jahren oder \u00e4lter verzeichnet. Knapp 3.000 der Gestorbenen waren zwischen 75 und 84 Jahren alt, knapp 1.800 zwischen 65 und 74 Jahren. Bei den Unter-65-J\u00e4hrigen waren es gut 1.100 Todesf\u00e4lle.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Hitze f\u00fchrt sehr selten unmittelbar zum Tod. In den meisten F\u00e4llen ist es eine Kombination aus hohen Temperaturen und bereits bestehenden Vorerkrankungen wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungen- oder Nierenerkrankungen, die zum Tod f\u00fchrt.<\/p>\n<p>    Durchschnittstemperatur bei \u00fcber 26 Grad<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ein hitzebedingter Anstieg der Sterblichkeit wird typischerweise ab einer Wochenmitteltemperatur von 20 Grad sichtbar &#8211; also dem Durchschnitt der Tages- und Nachttemperaturen einer Woche. Vom 22. bis 28. Juni lag die bundesweite Wochenmitteltemperatur dem RKI zufolge im Durchschnitt bei 26,4 Grad und damit weit oberhalb dieser Schwelle. In allen Bundesl\u00e4ndern wurde in dieser Woche eine mittlere Temperatur \u00fcber 20 Grad gemessen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Juni 2026 war dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge mit im Mittel 19,5 Grad der zweitw\u00e4rmste seit Messbeginn. Nur 2019 war es demnach im Schnitt noch w\u00e4rmer.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Doch die Hitzewelle Ende Juni 2026 zeigte mehrere Extreme. Die Nacht vom 27. auf den 28. Juni war dem DWD zufolge nach derzeitigen Daten<a href=\"https:\/\/www.dwd.de\/DE\/wetter\/thema_des_tages\/2026\/6\/28.html\" title=\"DWD: W\u00e4rmste Nacht seit beginn der Aufzeichnungen\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\"> die w\u00e4rmste seit Beginn der Aufzeichnungen<\/a>. Mehrfach wies der DWD Temperaturen von \u00fcber 41 Grad aus. Zudem wurde am 27. Juni nach DWD-Angaben deutschlandweit an 46 Stationen die 40-Grad-Marke geknackt.<\/p>\n<p>    Forderungen nach Hitzeschutz<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Angesichts der j\u00fcngsten Hitzewellen fordern die Bundes\u00e4rztekammer, rund 80 weitere europ\u00e4ische Gesundheitsorganisationen und etliche Umweltverb\u00e4nde deutlich mehr Anstrengungen von Deutschland und der EU. So m\u00fcsse die Erkl\u00e4rung des Klimanotstands in verbindliche Verpflichtungen und extreme Hitze als ernsthafte Gesundheitsgefahr anerkannt werden, hei\u00dft es in einer Erkl\u00e4rung der Gesundheitsorganisationen. Die Mediziner fordern unter anderem, Pflegeeinrichtungen, Kindertagesst\u00e4tten und Schulen klimafest zu machen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Umweltstaatssekret\u00e4r Jochen Flasbarth h\u00e4lt f\u00fcr den n\u00e4chsten Sommer einen nationalen Hitzeaktionsplan f\u00fcr notwendig. Der Bund arbeite sehr eng mit den Bundesl\u00e4ndern zusammen, von denen viele Hitzeaktionspl\u00e4ne h\u00e4tten, sagte der SPD-Politiker im ZDF. Problematisch ist auch die Situation in Krankenh\u00e4usern, die vielerorts nicht mit Klimaanlagen ausgestattet sind. Diesbez\u00fcglich \u00fcbte Flashbert scharfe Kritik am Bundesrechnungshof. Es gebe vom Bundesumweltministerium das Programm &#8222;Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen&#8220;. Der Bundesrechnungshof habe aber &#8222;massivst kritisiert, dass wir damit unsere Kompetenzen weit \u00fcbersteigen&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 06.08.2026 \u2022 11:56 Uhr Das Robert Koch-Institut hat seine Sch\u00e4tzungen zu Hitzetoten angepasst: W\u00e4hrend der extremen Hitze&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1219344,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[5],"tags":[13,73764,14,15,16256,12,10,8,9,11],"class_list":["post-1219343","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-headlines","tag-hitzetote","tag-nachrichten","tag-news","tag-rki","tag-schlagzeilen","tag-top-news","tag-top-meldungen","tag-topmeldungen","tag-topnews"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1219343","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1219343"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1219343\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1219344"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1219343"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1219343"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1219343"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}