{"id":1219462,"date":"2026-08-06T12:53:19","date_gmt":"2026-08-06T12:53:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1219462\/"},"modified":"2026-08-06T12:53:19","modified_gmt":"2026-08-06T12:53:19","slug":"berliner-verkehrsbetriebe-berlin-bvg-plant-achttaegigen-japan-trip-fuer-fuehrungskraefte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1219462\/","title":{"rendered":"Berliner Verkehrsbetriebe \u2013 Berlin: BVG plant achtt\u00e4gigen Japan-Trip f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img324128\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/324128.jpeg\" alt=\"Farblich k\u00f6nnte es die Berliner U-Bahn sein, zu sehen ist jedoch ein Zug der Seibu-Privatbahn am Bahnhof Tokio-Shibuya.\"\/><\/p>\n<p>Farblich k\u00f6nnte es die Berliner U-Bahn sein, zu sehen ist jedoch ein Zug der Seibu-Privatbahn am Bahnhof Tokio-Shibuya.<\/p>\n<p>Foto: Nicolas \u0160ustr<\/p>\n<p>Japan erlebt seit Jahren einen so starken Besucherboom, dass es \u00f6rtlich bereits deutlichen Unmut \u00fcber die Menge an Touristen und ihr Verhalten gibt. Noch dieses Jahr sollen auch mindestens 14 F\u00fchrungskr\u00e4fte der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) hinzukommen. Das geht aus einer neu ver\u00f6ffentlichten Ausschreibung hervor, mit der ein Auftragnehmer f\u00fcr die \u00bbKonzeption, Vorbereitung, Organisation, Durchf\u00fchrung und Nachbereitung einer fachlich begleiteten Lean-Management Lernreise\u00ab dorthin gesucht wird.<\/p>\n<p>Acht volle Tage ohne An- und Abreise sollen die Teilnehmenden in Japan verbringen. Fest vorgegeben sind Besuche des Toyota Commemorative Museum of Industry and Technology in Nagoya, eines japanischen Automobilzulieferers, eines gro\u00dfen Eisenbahnunternehmens mit eigener Zuginstandhaltung, eines \u00bbhochstandardisierten bahnbezogenen Servicebetriebs\u00ab, eines japanischen Herstellers von Nutzfahrzeugen oder Bussen sowie eines Betreibers eines gro\u00dfst\u00e4dtischen japanischen Metrosystems.<\/p>\n<p>Dazu soll es noch eine \u00bbFrage- und Antwort-Begegnung mit hochrangigem Manager aus der japanischen \u00d6PNV-Branche\u00ab, ein mindestens sechsst\u00fcndiges praktisches Lean- und Kaizen-Training sowie ein Rahmenprogramm mit Sightseeing und Kulturevents geben. Kaizen ist eine japanische Managementphilosophie, die auf schrittweise Verbesserung von Prozessen setzt.<\/p>\n<p>\u00bbDie Unternehmensbesuche m\u00fcssen reale Einblicke in Produktions-, Betriebs-, Instandhaltungs- oder Serviceprozesse erm\u00f6glichen und sind davor mit dem Auftraggeber hinsichtlich Praxistransfer f\u00fcr die BVG abzustimmen\u00ab, hei\u00dft es.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<blockquote><p>&#13;<\/p>\n<p>\u00bbDie Lean-Lernreise steht im Zentrum aller verzahnten Initiativen auf dem Weg zur Verbesserungskultur.\u00ab<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\nBVG<\/p><\/blockquote>\n<p>&#13;<\/p>\n<p>Zu den Anforderungen geh\u00f6ren auch die Flugreise nach Tokio und zur\u00fcck in der Premium Economy, Reisen und Transfers in Japan, \u00dcbernachtungen mindestens in Drei-Sterne-Hotels und die Verpflegung, und zwar \u00bbtgl. mind. 2 Hauptmahlzeiten, Snacks und Getr\u00e4nke\u00ab, wie es in der Ausschreibung hei\u00dft.<\/p>\n<p>Allein schon die Fl\u00fcge kosten eine Stange Geld. F\u00fcr November kostet der Umsteigeflug von Berlin nach Tokio beispielsweise mit Finnair hin und zur\u00fcck in der Premium Economy knapp 3000 Euro, Lufthansa verlangt um die 4000 Euro. Neun \u00dcbernachtungen in zentraler Lage in Tokio mit Fr\u00fchst\u00fcck im \u00bbIbis styles Tokyo Ginza\u00ab, einem Hotel der geforderten Kategorie, <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1201066.bvg-halbautomatisch-in-die-berliner-u-bahn-zukunft.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">schlagen mit etwas \u00fcber 1000 Euro zu Buche<\/a>. F\u00fcr eine 14-k\u00f6pfige Reisegruppe sind allein das also bereits zwischen 56\u2009000 und 70\u2009000 Euro. Zusammen mit dem umfangreichen weiteren Programm d\u00fcrfte schnell eine sechsstellige Summe erreicht sein.<\/p>\n<p>Eine Lustreise d\u00fcrfte es f\u00fcr die Teilnehmenden nicht sein. \u00bbW\u00e4hrend der Reise finden Reflexionen (t\u00e4glich) sowie Auswertungsrunden (drei Mal) statt. Zum Ende der Reise werden die Erkenntnisse in einem Abschlussworkshop zusammengef\u00fchrt\u00ab, ist in der Ausschreibung zu lesen. Vor der Reise ist zudem eine umfangreiche Schulung angesetzt, im Anschluss eine fundierte Nachbereitung inklusive \u00bbSelbst Assessment zum eigenen Reifegrad anhand Lean Management Prinzipien\u00ab.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img324129\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/324129.jpeg\" alt=\"Typische japanische Benimmhinweise in einem Zug der U-Bahn Osaka.\"\/><\/p>\n<p>Typische japanische Benimmhinweise in einem Zug der U-Bahn Osaka.<\/p>\n<p>Foto: Nicolas \u0160ustr<\/p>\n<p>\u00bbDie Lean-Lernreise steht im Zentrum aller verzahnten Initiativen auf dem Weg zur Verbesserungskultur\u00ab, hei\u00dft es in der Ausschreibung. Vermittelt werden soll nach Wunsch der BVG \u00bbLean-Management, Kaizen und Operative Exzellenz\u00ab. Au\u00dferdem soll der \u00bbTransfer auf die betrieblichen und technischen Herausforderungen des Auftraggebers\u00ab erm\u00f6glicht werden.<\/p>\n<p>Mit der F\u00fchrungsphilospohie Lean-Management soll jede Form von Verschwendung, Fehlern und unn\u00f6tigen Kosten vermieden und gleichzeitig nach bestm\u00f6glicher Qualit\u00e4t gestrebt werden. Kaizen hei\u00dft w\u00f6rtlich aus dem Japanischen \u00fcbersetzt \u00bbVer\u00e4nderung zum Besseren\u00ab. Beide Managementkonzepte gehen auf den japanischen Autohersteller Toyota zur\u00fcck, sind in der westlichen Welt jedoch teilweise adaptiert worden.<\/p>\n<p>Es d\u00fcrfte spannend sein zu sehen, was die Teilnehmenden f\u00fcr Berlin aus einem Land \u00fcbernehmen k\u00f6nnen, dessen Gesellschaft auf akribische Regeleinhaltung und starke Hierarchien gepr\u00e4gt ist.<\/p>\n<p>Lokf\u00fchrer in Tokio, die allein im F\u00fchrerstand sind, quittieren beispielsweise jedes Signal am Streckenrand mit definierten Gesten, weil dies die Aufmerksamkeit steigert. Schaffner verbeugen sich nicht nur, wenn sie den Waggon betreten, sondern auch, bevor sie ihn verlassen. Busfahrer fahren trotz des wenig turbulenten Verkehrs erst an der Haltestelle los, wenn alle Fahrg\u00e4ste sitzen oder sich zumindest festhalten.<\/p>\n<p>Bemerkenswert ist in Japan auch die gro\u00dfe Rolle, die weiterhin Papierformulare, Papierlisten und viele verschiedene Stempelchen im Alltag spielen. Automaten und weitere Technik sind oft wesentlich klobiger, komplizierter und altbackener, als man es in einem Hochtechnologieland erwarten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img324130\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/324130.jpeg\" alt=\"Will Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) bestimmt gleich haben: Sh\u014dnan Monorail in der N\u00e4he von Yokohama\"\/><\/p>\n<p>Will Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) bestimmt gleich haben: Sh\u014dnan Monorail in der N\u00e4he von Yokohama<\/p>\n<p>Foto: Nicolas \u0160ustr<\/p>\n<p>Daf\u00fcr ist in Japan fast jede exotische Auspr\u00e4gung von Schienenfahrzeugen zu bestaunen: Einschienenbahnen, Magnetbahnen, H\u00e4ngebahnen und <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1119491.stadtentwicklung-big-in-japan.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">viele weitere Spielereien sind weitverbreitet<\/a>. Die Eisenbahn genie\u00dft hohes Ansehen in Japan, zu fast jedem Betrieb gibt es ein schier endloses Sortiment an Souvenirs.<\/p>\n<p>Die P\u00fcnktlichkeit des Zugverkehrs ist nach wie vor herausragend, gelitten hat sie in den letzten Jahren dennoch. Regelm\u00e4\u00dfig sind auch die Shinkansen-Hochgeschwindigkeitsz\u00fcge teilweise mehrere Minuten versp\u00e4tet. Das mag auch an den vielen Touristen liegen, die nicht mit japanischer Disziplin m\u00f6glichst z\u00fcgig ein- und aussteigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Farblich k\u00f6nnte es die Berliner U-Bahn sein, zu sehen ist jedoch ein Zug der Seibu-Privatbahn am Bahnhof Tokio-Shibuya.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1219463,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,2236,29,30,372,1940,1938],"class_list":["post-1219462","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-berlin","tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","tag-aktuelle-news-aus-berlin","tag-berlin","tag-berlin-news","tag-bvg","tag-deutschland","tag-germany","tag-japan","tag-nachrichten-aus-berlin","tag-news-aus-berlin"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117048668667307590","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1219462","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1219462"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1219462\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1219463"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1219462"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1219462"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1219462"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}