{"id":1219830,"date":"2026-08-06T16:30:16","date_gmt":"2026-08-06T16:30:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1219830\/"},"modified":"2026-08-06T16:30:16","modified_gmt":"2026-08-06T16:30:16","slug":"krieg-iran-und-usa-einigen-sich-offenbar-auf-regelung-in-der-strasse-von-hormus-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1219830\/","title":{"rendered":"Krieg: Iran und USA einigen sich offenbar auf Regelung in der Stra\u00dfe von Hormus &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Es ist nicht das Ende des Kriegs, es ist keine L\u00f6sung f\u00fcr den amerikanisch-iranischen Konflikt, aber zumindest vielleicht ein Weg, damit er vorerst nicht weiter eskaliert. <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Iran\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Iran<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Oman\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Oman<\/a>, die beiden L\u00e4nder an der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Stra%C3%9Fe_von_Hormus\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stra\u00dfe von Hormus<\/a>, haben sich offenbar geeinigt, wie sie den Verkehr durch die Schifffahrtsstra\u00dfe fortan gestalten wollen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Vor\u00fcbergehend, wie es vorsichtig hei\u00dft, soll es zwei Routen durch die Meerenge geben, eine im Norden entlang der iranischen K\u00fcste, eine im S\u00fcden durch omanische Hoheitsgew\u00e4sser. Die Nordroute w\u00fcrde vom Indischen Meer in den Persischen Golf hineinf\u00fchren, also zu den H\u00e4fen der Golfstaaten. Auf dem R\u00fcckweg w\u00fcrden die Tanker und alle anderen Schiffe dann die S\u00fcdroute nehmen.<\/p>\n<p>Teheran sieht die Einigung als weiteren Erfolg seiner aggressiven Strategie<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Idee stammt aus den iranisch-omanischen Gespr\u00e4chen der vergangenen Wochen. Das Sultanat Oman d\u00fcrfte sich dabei aber mit der US-Regierung abgesprochen haben, die als Kriegspartei den Kompromiss ja mittragen muss. Und man darf davon ausgehen, dass auch die anderen L\u00e4nder auf der Arabischen Halbinsel zugestimmt haben. Deren Exporte h\u00e4ngen stark vom Verkehr durch die Stra\u00dfe von Hormus ab.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">In Iran, so meldete die Nachrichtenagentur AP, muss noch <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Modschtaba_Chamenei\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Modschtaba Chamenei<\/a>, der Oberste F\u00fchrer, dem Vorschlag zustimmen. Der lebt nach wie vor im Verborgenen, zeigt sich nicht in der \u00d6ffentlichkeit und steht angeblich kaum in Kontakt mit anderen Stellen des Regimes. Allerdings wird er sich wohl nicht gegen die Idee wehren, die sie in Teheran als einen weiteren Erfolg ihrer aggressiven Strategie sehen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Oman und damit auch die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/USA\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a> akzeptieren mit dem Kompromiss zum ersten Mal den iranischen Einfluss auf die Stra\u00dfe von Hormus. Nicht nur w\u00fcrde Teheran die Route f\u00fcr jedes Schiff diktieren, das von nun an in den Persischen Golf will. Die Schiffe sollen sich auch in der Gegenrichtung, also in omanischen Gew\u00e4ssern, mit den iranischen Beh\u00f6rden koordinieren. Ein iranischer Vizeau\u00dfenminister sprach davon, dass die Regelung zun\u00e4chst f\u00fcr zwei bis vier Monate gelten werde.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\"><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Donald_Trump\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Donald Trump<\/a> hat sich zu den Details bisher nicht ge\u00e4u\u00dfert. Er hatte am Wochenende einen angeblich massiven Milit\u00e4rschlag gegen Iran abgesagt, weil ihn vor allem die Golfstaaten davor warnten. Und weil, in Trumps Worten, \u201eein Deal nah\u201c war. Sollten sich die beiden Seiten auf diesen nun einigen, stellt sich die Frage, was die US-Regierung mit ihren n\u00e4chtlichen Bombenangriffen der vergangenen Wochen erreichen wollte.<\/p>\n<p>Der Kompromiss w\u00fcrde nicht dazu f\u00fchren, dass der Schiffsverkehr wieder so frei flie\u00dft wie vor dem Krieg<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das \u201eMemorandum of Understanding\u201c, also der Waffenstillstand zwischen Iran und den USA aus dem Juni, <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/iran-usa-nahost-trump-angriffe-friedensabkommen-li.3512453\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">war an der Stra\u00dfe von Hormus gescheitert.<\/a> Trump nahm damals an, dass das iranische Regime die Meerenge wieder \u00f6ffnen werde. Das Regime dagegen beschoss Schiffe, die durch omanisches Gebiet fuhren, auf einer Route, die mit Teheran nicht abgesprochen war. Die Iraner sehen in der Stra\u00dfe von Hormus ihr wichtigstes Druckmittel gegen die USA.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\"><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/usa-iran-trump-hormus-bandar-abbas-li.3517539\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Daraufhin griffen die Vereinigten Staaten wieder aus der Luft an<\/a> und bombardierten Ziele an der iranischen S\u00fcdk\u00fcste. Getroffen wurden H\u00e4fen, Radaranlagen oder Br\u00fccken in der Region. Iran sollte nicht mehr in der Lage sein, die Meerenge dauernd zu attackieren, es sollte die Weltwirtschaft nicht mehr so einfach mit ihr erpressen k\u00f6nnen. Letztlich versuchte Donald Trump ein weiteres Mal, das iranische Regime mit milit\u00e4rischem Druck zum Nachgeben zu zwingen. Aus seiner Sicht war es die Drohung vom Wochenende, die nun zu Bewegung in den Gespr\u00e4chen gef\u00fchrt hat.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Sollte der Kompromiss aber so kommen, wie er sich nun abzeichnet, flie\u00dft der Schiffsverkehr in Zukunft nicht mehr so frei durch die Meerenge wie vor dem Krieg. Und da er nur eine \u00dcbergangsl\u00f6sung sein soll, m\u00fcssten die Trump-Regierung und die iranische F\u00fchrung in den kommenden Wochen schon wieder verhandeln. Die erwartete Hormus-Einigung ist nichts weiter als eine Erg\u00e4nzung zum Memorandung of Understanding, eine Pr\u00e4zisierung, damit der Waffenstillstand diesmal h\u00e4lt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">In dem Memorandum war vorgesehen, dass die Kriegsparteien, w\u00e4hrend die Waffen schweigen, <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/usa-iran-memorandum-kriegsende-li.3500356\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u00fcber ein wirkliches Friedensabkommen sprechen.<\/a> Eines, das auch das iranische Atomprogramm einschlie\u00dft. Das Thema hatten die Verhandler im Juni zun\u00e4chst ausgeklammert, weil es ihnen als zu kompliziert galt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">J. D. Vance, der amerikanische Vizepr\u00e4sident, bezeichnete die iranische F\u00fchrung diese Woche als \u201eau\u00dferordentlich schwierige Leute\u201c. Der Machtapparat in Teheran, so Vance, sei \u201ezersplittert\u201c, daher sei es so schwierig, mit Iran zu reden. Vance geh\u00f6rt innerhalb des Trump-Lagers zu denen, die den Krieg gegen Iran nicht wollten. Der unpopul\u00e4re Konflikt und die deswegen hohen Preise in den USA belasten den Wahlkampf der Republikanischen Partei vor den Zwischenwahlen im November.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der jetzt angedachte Kompromiss hat zumindest den \u00d6lpreis bereits sinken lassen. Unklar ist noch, wann die Einigung offiziell wird. Und ob sich Vertreter aus Iran und den USA dann bald, wie im Juni geplant, zu Atomgespr\u00e4chen treffen. Die k\u00f6nnten Monate dauern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es ist nicht das Ende des Kriegs, es ist keine L\u00f6sung f\u00fcr den amerikanisch-iranischen Konflikt, aber zumindest vielleicht&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1219831,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3977],"tags":[331,332,147,106,14563,13,345,148,187591,14,6000,15,1124,15643,16,12,29839,149,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":["post-1219830","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-usa","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-ausland","tag-donald-trump","tag-energiepreise","tag-headlines","tag-iran","tag-leserdiskussion","tag-modschtaba-chamenei","tag-nachrichten","tag-nahost","tag-news","tag-oelpreis","tag-oman","tag-politik","tag-schlagzeilen","tag-strasse-von-hormus","tag-sueddeutsche-zeitung","tag-united-states","tag-united-states-of-america","tag-us","tag-usa","tag-vereinigte-staaten","tag-vereinigte-staaten-von-amerika"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117049519247571672","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1219830","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1219830"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1219830\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1219831"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1219830"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1219830"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1219830"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}