{"id":1220894,"date":"2026-08-07T03:49:15","date_gmt":"2026-08-07T03:49:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1220894\/"},"modified":"2026-08-07T03:49:15","modified_gmt":"2026-08-07T03:49:15","slug":"berlin-laender-wuenschen-sich-vom-bund-weniger-hauruck-gesetzgebung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1220894\/","title":{"rendered":"Berlin | L\u00e4nder w\u00fcnschen sich vom Bund weniger Hauruck-Gesetzgebung"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Die L\u00e4nder w\u00fcnschen sich vom Bund eine fr\u00fchzeitige Beteiligung an wichtigen Entscheidungen und weniger Gesetzgebung im Hauruckverfahren. Bund und L\u00e4nder h\u00e4tten jeweils eigene Interessen, sagte Bundesratspr\u00e4sident Andreas Bovenschulte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. \u00abAber nat\u00fcrlich lassen sich die objektiv bestehenden Differenzen leichter \u00fcberbr\u00fccken, wenn der Bund die\u00a0L\u00e4nder\u00a0bei der Entscheidungsfindung rechtzeitig einbezieht, wenn er sich die Interessen und Sichtweisen\u00a0der L\u00e4nder\u00a0zumindest anh\u00f6rt und zur Kenntnis nimmt.\u00bb<\/p>\n<p>\u00abGegenw\u00e4rtig ist da manchmal noch Luft nach oben\u00bb, betonte der SPD-Politiker, der Regierungschef in Bremen ist. \u00abDas Hauruckverfahren, mit dem jetzt\u00a0die Gesetze gemacht werden, das\u00a0halte ich nicht f\u00fcr sinnvoll.\u00bb<\/p>\n<p>Gesundheitsreform war j\u00fcngstes gro\u00dfes \u00c4rgernis f\u00fcr L\u00e4nder<\/p>\n<p>F\u00fcr \u00c4rger hatte bei den L\u00e4ndern zuletzt das Gesetzgebungsverfahren f\u00fcr das Sparpaket im Gesundheitswesen unmittelbar vor der Sommerpause gef\u00fchrt. Bis in letzter Minute rangen sie mit dem Bund um finanzielle Zugest\u00e4ndnisse f\u00fcr die vielfach ohnehin schon angeschlagenen Krankenh\u00e4user. Im Bundesrat entschied sich erst unmittelbar vor Beginn der Sitzung, dass das Sparpaket \u00fcberhaupt auf die Tagesordnung gesetzt wurde.\u00a0<\/p>\n<p>M\u00f6glich wurde dies nur, weil die L\u00e4nder einer Fristverk\u00fcrzung f\u00fcr die Beratungen zustimmten. Das Sparpaket passierte schlie\u00dflich den Bundesrat. Ein Antrag, den Vermittlungsausschuss anzurufen und es damit zun\u00e4chst aufzuhalten, fand keine Mehrheit.\u00a0<\/p>\n<p>Die L\u00e4nder kritisieren, dass sie durch solche Fristverk\u00fcrzungsbitten bei vielen Gesetzgebungsverfahren kaum eine M\u00f6glichkeit haben, die Vorhaben in der n\u00f6tigen Gr\u00fcndlichkeit zu beraten.<\/p>\n<p>Vorgehen des Bundes legitim &#8211; aber aus L\u00e4ndersicht nicht gut\u00a0<\/p>\n<p>Aus Sicht des Bundes k\u00f6nne er das Vorgehen nachvollziehen, sagte Bovenschulte. \u00abDie Bundesregierung sagt, wir m\u00fcssen &#8211; um Handlungsf\u00e4higkeit zu beweisen &#8211; jetzt zeitnah ein Reformpaket auf den Weg bringen.\u00a0Und das ist ja v\u00f6llig legitim.\u00a0Aber aus Sicht der L\u00e4nder ist das nicht gut.\u00bb<\/p>\n<p>Beispiel Gesundheitsreform: Wenn man auf Dauer mehr Geld ausgebe, als man einnehme, dann m\u00fcsse etwas passieren. \u00abDas kann nicht so bleiben, v\u00f6llig klar\u00bb, sagte Bovenschulte mit Blick auf die Milliarden-Finanzprobleme der gesetzlichen Krankenversicherung.\u00a0\u00abAber wenn\u00a0der Bund seine Probleme auf Kosten der Krankenh\u00e4user und damit auf Kosten der Kommunen l\u00f6st,\u00a0dann ist letztlich gar nichts gewonnen.\u00bb\u00a0Als Ministerpr\u00e4sident mit zwei Kommunen k\u00f6nne er das nicht gut finden.<\/p>\n<p>L\u00e4nder m\u00fcssen Beschl\u00fcsse dann ausbaden<\/p>\n<p>\u00abEin solches Gesetzgebungsverfahren ist formal ordnungsgem\u00e4\u00df.\u00a0Aber es ist\u00a0und bleibt\u00a0ein Hauruckverfahren\u00bb, kritisierte der Bundesratspr\u00e4sident. \u00abUnd deshalb: Ja, so sehr ein Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr da ist, dass man schnell mit einem Reformprogramm durch die T\u00fcr kommen will,\u00a0so wenig Verst\u00e4ndnis habe ich daf\u00fcr, wenn die Interessen der L\u00e4nder\u00a0und Kommunen\u00a0dem Zeitdruck geopfert werden.\u00a0Da sind wir L\u00e4nder sehr empfindlich, weil wir es ja auch ausbaden m\u00fcssen.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Die L\u00e4nder w\u00fcnschen sich vom Bund eine fr\u00fchzeitige Beteiligung an wichtigen Entscheidungen und weniger Gesetzgebung&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1220895,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1825],"tags":[296,2420,3944,4029,1173,29,30],"class_list":["post-1220894","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-berlin","tag-berlin","tag-bremen","tag-bundeslaender","tag-bundesrat","tag-bundesregierung","tag-deutschland","tag-germany"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117052189393598220","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1220894","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1220894"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1220894\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1220895"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1220894"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1220894"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1220894"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}