{"id":1223447,"date":"2026-08-08T06:52:16","date_gmt":"2026-08-08T06:52:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1223447\/"},"modified":"2026-08-08T06:52:16","modified_gmt":"2026-08-08T06:52:16","slug":"duesseldorf-als-kraftwerk-david-bowie-nicht-ins-kling-klang-studio-liess-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1223447\/","title":{"rendered":"D\u00fcsseldorf: Als Kraftwerk David Bowie nicht ins Kling-Klang-Studio lie\u00df"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Es gibt Ereignisse, die bleiben im Ged\u00e4chtnis. So wie die Nachricht vom Tod von <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/david-bowie\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">David Bowie<\/a>. Der Musiker war am 10. Januar 2016 gestorben. Sven-Andr\u00e9 Dreyer kann sich noch gut daran erinnern, wie traurig es ihn gemacht hat, als er aus dem Radio erfuhr, dass Bowies Stimme f\u00fcr immer verstummt ist.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Gemeinsam mit Michael Wenzel flaniert Sven-Andr\u00e9 Dreyer regelm\u00e4\u00dfig als Stadtf\u00fchrer auf den Spuren der bewegten Musikszene D\u00fcsseldorfs. Was viele nicht wissen, auch David Bowie hatte einen Bezug zum <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/rhein\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rhein<\/a>. \u201eDazu m\u00fcssen wir in die Mitte der 1970er zur\u00fcckreisen\u201c, beginnt Dreyer die Geschichte. Als Ziggy Stardust war der Brite zum gefeierten Star geworden. Doch der ganze Rummel um seine Person hinterlie\u00df Spuren. Sein Drogenkonsum nahm extreme Ausma\u00dfe an. Es war Zeit, die Notbremse zu ziehen. Daf\u00fcr musste der Musiker aber seinem gewohnten Umfeld in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/los-angeles\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Los Angeles<\/a> mit all den Verlockungen f\u00fcr eine Weile den R\u00fccken kehren. <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/berlin\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Berlin<\/a> \u2013 so hatte er von Kumpel Iggy Pop geh\u00f6rt, der dort schon eine Weile lebte \u2013 sei gerade total angesagt und der Place to be f\u00fcr K\u00fcnstler. Bowie versprach sich vom Umzug einen Neuanfang und ein Leben in Anonymit\u00e4t. \u201eDamals war Berlin noch die geteilte Stadt mit einer umtriebigen Musikszene\u201c, erz\u00e4hlt Dreyer weiter.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bis zu seinem Tod war David Bowie bekannt daf\u00fcr, dass er musikalisch am Puls der Zeit war, sich daf\u00fcr interessierte, was in verschiedenen Genres gerade passierte. Die ausgehenden 70er-Jahre waren die Zeit der Elektropioniere. \u201eBowie h\u00f6rte zum Beispiel Mouse on Mars\u201c, wei\u00df der Musikexperte zu berichten. Nicht die einzige Formation aus D\u00fcsseldorf, die den Briten mit vor\u00fcbergehendem Wohnsitz in West-Berlin neugierig machten. Auch Kraftwerk weckte sein Interesse \u2013 und zwar so sehr, dass sich Bowie auf den Weg an den Rhein machte. <br \/>\u201eAuf Fotos aus dieser Zeit erkennt man ihn kaum. Er lief in Holzf\u00e4llerhemden und Jeans rum\u201c, f\u00e4hrt Sven-Andr\u00e9 Dreyer fort und erg\u00e4nzt: \u201eBowie trug Dreitagebart und wirkte wie ein ganz normaler Typ von nebenan und nicht wie ein gefeierter Rockstar\u201c.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">So ein Outfit habe er vermutlich auch angehabt, als der Zug in den Hauptbahnhof D\u00fcsseldorf einrollte. Bowie hatte eine Adresse im Kopf, die er unbedingt aufsuchen wollte und die lag fu\u00dfl\u00e4ufig in der Mintropstra\u00dfe 14-16. Im Hinterhof befand sich bis 2009 das legend\u00e4re Kling-Klang-Studio von Kraftwerk. Die Elektropioniere hatten es dem Besuch aus West-Berlin besonders angetan. \u201eEr hatte sich wohl gedacht, ich gehe einfach mal bei den Jungs im Studio vorbei und sage Hallo\u201c, sagt Dreyer und muss schmunzeln.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Denn wer sich wie er mit der Musikgeschichte allgemein und die der D\u00fcsseldorfer im Besonderen so gut auskennt, den \u00fcberrascht es nicht, dass Bowies Plan nicht wirklich aufging \u2013 ja gar nicht aufgehen konnte. <br \/>Denn \u201eKraftwerk haben immer wieder Anfragen von sehr bekannten Kollegen bekommen, doch einmal ihr Studio ansehen zu d\u00fcrfen, und die Jungs haben es jedes Mal abgelehnt\u201c, sagt Dreyer. Da waren Ralf H\u00fctter und Florian Schneider knallhart. Sie machten auch f\u00fcr den ber\u00fchmten Rockstar Bowie keine Ausnahme. Doch warum waren sie so dagegen? \u201eDie wollten einfach nicht, dass jemand sah, wie sie ihre Sounds entwickelten\u201c, erkl\u00e4rt Dreyer. \u201eDie konnten sich denken, dass Bowie nicht nur zum schauen gekommen war, sondern auch, um sich f\u00fcr sein neues Album inspirieren zu lassen.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nun schl\u00e4gt nicht jeden Tag ein international gefeierter K\u00fcnster von diesem Kaliber in D\u00fcsseldorf auf und Kraftwerk wollten ihn ja auch kennenlernen. Also luden sie David Bowie zu Kaffee und Kuchen in die Confiserie Bittner am Carlsplatz ein. \u201eDie Band war da oft und fand es wohl cool, dem Gast aus Berlin die Konditorei zu zeigen\u201c, meint Dreyer. Im Anschluss seien Kraftwerk mit Bowie noch \u00fcber den Markt geschlendert, um f\u00fcr ein gemeinsames Abendessen einzukaufen. Danach stieg der Gast wieder in den Zug zur\u00fcck nach West-Berlin.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Diese ist nur eine von vielen Geschichten und Anekdoten, die Sven-Andr\u00e9 Dreyer am 25. August im Bambi-Kino erz\u00e4hlen wird, das mit dem Filmabend auch an den Schauspieler David Bowie erinnert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es gibt Ereignisse, die bleiben im Ged\u00e4chtnis. So wie die Nachricht vom Tod von David Bowie. 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