{"id":1223811,"date":"2026-08-08T10:41:12","date_gmt":"2026-08-08T10:41:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1223811\/"},"modified":"2026-08-08T10:41:12","modified_gmt":"2026-08-08T10:41:12","slug":"sommerferien-2026-das-sind-die-kultigsten-freibaeder-in-nrw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1223811\/","title":{"rendered":"Sommerferien 2026: Das sind die kultigsten Freib\u00e4der in NRW"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/sommer\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sommer<\/a>, Sonne, <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/freibad\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Freibad<\/a> \u2013 und das seit Jahrzehnten. Sechs kultige Orte, die schon lange f\u00fcr Abk\u00fchlung sorgen.<\/p>\n<p>\u201eSchwimm-In&#8220; Gevelsberg      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Am 21. Juni 1914 \u2013 etwas mehr als einen Monat vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs \u2013 \u00f6ffnete in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/gevelsberg\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gevelsberg<\/a> das erste Freibad Westdeutschlands. In jenem hei\u00dfen Sommer str\u00f6mten Menschen \u201ezu Tausenden in das Strandbad&#8220;, wie die Gevelsberger Zeitung vor \u00fcber elf Jahrzehnten berichtete. Mit dem heutigen Erscheinungsbild hatte das Freibad damals wenig gemein: Das Wasser des Stefansbachs floss ungefiltert in die Becken, Kaulquappen tummelten sich zwischen den Badeg\u00e4sten, eine Kl\u00e4ranlage existierte nicht. M\u00e4nner und Frauen durften das Becken nur zu getrennten Zeiten nutzen. Der Eintritt: 20 Pfennig.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Mehr als 110 Jahre sp\u00e4ter hei\u00dft das Bad \u201eSchwimm-In&#8220; und hat nach mehreren Renovierungen \u2013 zuletzt 2022 \u2013 ein modernes Gesicht bekommen: Rutschen, ein Kleinkindbereich, gro\u00dfz\u00fcgige Liegebereiche und ein weitl\u00e4ufiges Schwimmerbecken geh\u00f6ren heute zum Angebot. Erwachsene zahlen 11,20 Euro f\u00fcr eine Tageskarte. Die \u00d6ffnungszeiten werden je nach Wetterlage t\u00e4glich entschieden und auf der Homepage <a href=\"https:\/\/schwimm-inn-gevelsberg.de\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">schwimm-inn-gevelsberg.de<\/a> bekannt gegeben.<\/p>\n<p>Werksschwimmbad auf der Zeche Zollverein      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zwischen Kr\u00e4nen, alten Rohren und Stahltreppen \u2013 mitten auf dem Unesco-Welterbe Zollverein \u2013 versteckt sich eines der ungew\u00f6hnlichsten Freib\u00e4der NRWs. Bereits seit den 1930er-Jahren gab es auf dem Gel\u00e4nde ein Werksschwimmbad, in dem Bergleute und ihre Familien entspannen und schwimmen konnten und Lehrlinge ihr Sportprogramm absolvierten. Nach einigen Jahren wurde es jedoch stillgelegt \u2013 heute befindet sich an dieser Stelle ein Parkplatz.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nach der Schlie\u00dfung und der Anerkennung als Unesco-Welterbe im Jahr 2001 begann die Umwandlung des Gel\u00e4ndes in eine kulturelle Landschaft. Das Werksschwimmbad wurde 2001 von den Frankfurter K\u00fcnstlern Dirk Paschke und Daniel Milohnic im Rahmen des Kunstprojekts \u201eZeitgen\u00f6ssische Kunst und Kritik\u201d geschaffen und auf der ehemaligen Kokerei aufgebaut. Die K\u00fcnstler nutzten zwei ausrangierte \u00dcberseecontainer, die sie zu einem 12 Meter langen und 5 Meter tiefen Schwimmbecken zusammenschwei\u00dften. Dort, wo bis 1993 noch bei \u00fcber 1.000 Grad Celsius Kohle zu Koks gebacken wurde, planschen heute Besucher in 19 Grad kaltem Wasser. Der Eintritt ist frei.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In diesem Sommer ist das Bad vom 18. Juli bis 1. September t\u00e4glich von 12 bis 20 Uhr ge\u00f6ffnet und feiert damit sein 25-j\u00e4hriges Bestehen. Ein besonderes Highlight ist der allj\u00e4hrliche Arschbomben-Contest, der in diesem Jahr am 29. August stattfindet. Zu beachten ist jedoch, dass das 2,40 Meter tiefe Becken nur f\u00fcr Schwimmer geeignet ist. Nichtschwimmer d\u00fcrfen das Becken nicht betreten, auch nicht mit Schwimmhilfen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">T\u00fcrkis-gr\u00fcnes Wasser, wei\u00dfe Sandstr\u00e4nde und gr\u00fcn bewachsene Uferbereiche \u2013 ohne seine Geschichte zu kennen, k\u00f6nnte man glauben, es handle sich um einen nat\u00fcrlichen Waldsee. Doch so ruhig und idyllisch wie heute war das Gel\u00e4nde nicht immer: In den Jahren zwischen 1928 und 1959 wurden hier Kies, Sand und Schotter abgebaut. Nach Ende des Abbaus lag die Fl\u00e4che mehrere Jahre brach. Die offene Wasserfl\u00e4che in der Nachbarschaft verleitete viele Kinder und Jugendliche zu einem Bad in dem der \u00d6ffentlichkeit eigentlich nicht zug\u00e4nglichen Gew\u00e4sser. Daraufhin entschloss sich die Stadt K\u00f6ln dazu, das Gel\u00e4nde auszubauen. Die Ufer wurden an mehreren Stellen abgeflacht, sodass kleine Sandstr\u00e4nde und eine Flachwasserzone f\u00fcr weniger ge\u00fcbte Schwimmer entstehen konnten. Seit 1960 ist das Bad f\u00fcr Besucher ge\u00f6ffnet.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Heute kann man am Baggersee auf Liegedecks und H\u00e4ngematten entspannen, am Wasserspielplatz spielen oder am Imbiss snacken. Der Eintritt f\u00fcr Erwachsene betr\u00e4gt 5,40 Euro. Das Bad ist wetterbedingt ge\u00f6ffnet \u2013 aktuelle Informationen gibt es t\u00e4glich auf der Website.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Viele D\u00fcsseldorfer baden allein beim Gedanken an das damalige Rheinstadion-Freibad in Nostalgie. Dort unternahm man erste Schwimmversuche, wagte den Sprung vom Zehn-Meter-Turm, oder verbrachte Samstag- und Sonntagnachmittage auf jenen fast schon ber\u00fchmten Liegetreppen \u2013 die zu einem ebenso legend\u00e4ren Metallzaun f\u00fchrten, der das Freibad vom Rheinstadion trennte. All das musste der Erweiterung des Messegel\u00e4ndes weichen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das neue <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/rheinbad\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rheinbad<\/a>, das im Jahr 2000 er\u00f6ffnet wurde und nur wenige hundert Meter versetzt liegt, kann weder in seiner Gr\u00f6\u00dfe noch beim Nostalgiefaktor mit dem alten mithalten. Die Liegewiesen waren bei weitem gr\u00f6\u00dfer und reichten bis zur Rotterdamer Stra\u00dfe. Es gab ein eigenes Sprungbecken mit zwei Dreier-, einem F\u00fcnfer-, Siebeneinhalber- und dem Zehn-Meter-Turm. Doch geboten wird einiges: unteranderem ein Erlebnisbecken mit Breitrutsche, ein Sportbecken, ein Soccer-Court, ein gro\u00dfes H\u00fcpfkissen und ein Planschbecken mit verschiedenen Wassertiefen. Der Eintritt f\u00fcr Erwachsene betr\u00e4gt 7 Euro, f\u00fcr Kinder um die 4 Euro.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Mit einem Konzert auf dem Festplatz, einem gemeinsamen Marsch zum Becken und einem Feuerwerk weihte die Stadt <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/brilon\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Brilon<\/a> am 25. August 1935 das Waldfreibad Gudenhagen ein. Ein festlicher Auftakt \u2013 zumal das Gel\u00e4nde bis kurz zuvor kaum badetauglich war: Als Schlammloch begann es seine Geschichte, ehe es zwischen 1933 und 1935 ausgehoben und Schritt f\u00fcr Schritt ausgebaut wurde.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Heute ist das Waldfreibad Gudenhagen mit rund 6.500 Quadratmetern Wasserfl\u00e4che eines der gr\u00f6\u00dften Freib\u00e4der in NRW und z\u00e4hlt rund 2.000 Besucher pro Tag. Eingebettet in ein Tal, ges\u00e4umt von Wald und Hang, laden riesige Liegewiesen, Wasser-Basketballk\u00f6rbe und Sprungt\u00fcrme zum Verweilen ein. Auch kann Tischtennis und <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/beachvolleyball\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Beachvolleyball<\/a> gespielt werden. In einem gesonderten Nichtschwimmerbereich k\u00f6nnen auch Familien mit ihren Kindern entspannt schwimmen. Das Bad ist montags bis freitags von 6.30 bis 19 Uhr und samstags sowie sonntags von 9 bis 19 Uhr ge\u00f6ffnet. Erwachsene zahlen 4 Euro.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">1927 wurde im Uelfetal unterhalb der \u201eUntersten M\u00fchle\u201c das Uelfebad er\u00f6ffnet. Rund drei Jahrzehnte lang war es ein beliebter Treffpunkt, ehe es Ende der 1950er-Jahre schlie\u00dfen musste. Grund daf\u00fcr waren die zunehmende Verschmutzung des Uelfebachs und eine bakterielle Belastung des Wassers im Badebereich. Als Ziel f\u00fcr Spazierg\u00e4nger und Erholungssuchende hat der Ort jedoch bis heute nichts von seiner Attraktivit\u00e4t verloren: Das aufgestaute Becken und die Br\u00fccke dar\u00fcber sind weiterhin erhalten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Errichtet wurde das Bad in den Jahren der Wirtschaftskrise nach dem Ersten Weltkrieg. Damals setzte die Stadt zahlreiche Arbeitslose f\u00fcr die Bauarbeiten ein. Sie schufen den Damm, den \u00dcberlauf, Umkleiden und weitere Anlagen. Eine h\u00f6lzerne Br\u00fccke gliederte das Bad in einen Bereich f\u00fcr Nichtschwimmer und einen f\u00fcr Schwimmer. Die kleine Insel mitten im Becken, auf der heute ein Entenhaus steht, wurde damals gern als Liegefl\u00e4che genutzt. Die B\u00f6schungen, die eigentlich als Liegewiesen gedacht waren, lagen hingegen meist im Schatten und boten deshalb nur begrenzt Platz zum Sonnen. Eine Gastst\u00e4tte mit Terrassen lud schon damals zur Einkehr ein. Die offizielle Einweihung fand an einem Sonntag im Juni 1927 statt. 50 Pfennig kostete der Zugang, f\u00fcr einen Sitzplatz an den Tischen auf den beiden oberen Terrassen wurde eine Reichsmark f\u00e4llig.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Heute wird das Areal rund um das ehemalige Uelfebad vor allem von Anglern, Modellbootfahrern und Spazierg\u00e4ngern genutzt. Viele ziehen ihre Runde um das Gew\u00e4sser, verweilen auf der Holzbr\u00fccke oder betrachten das Kunstwerk \u201eUelfe_Display\u201c von Raymund Kaiser. Im <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/winter\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Winter<\/a> verwandelt sich die Fl\u00e4che bei ausreichender Eisdicke sogar wieder in einen Ort f\u00fcr Freizeitvergn\u00fcgen: Dann gibt die Stadt Radevormwald das Uelfebad offiziell als Eisbahn frei. Im Jahr 2012 fand das jedoch vorerst zum letzten Mal statt. Inzwischen friert das Uelfebad nur noch selten so fest zu, dass dieser Spa\u00df m\u00f6glich ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sommer, Sonne, Freibad \u2013 und das seit Jahrzehnten. 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