{"id":1225658,"date":"2026-08-09T06:57:27","date_gmt":"2026-08-09T06:57:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1225658\/"},"modified":"2026-08-09T06:57:27","modified_gmt":"2026-08-09T06:57:27","slug":"neue-strategie-hinter-angriffen-russland-arbeitet-fleissig-am-ziel-vom-hungernden-kiew","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1225658\/","title":{"rendered":"Neue Strategie hinter Angriffen: Russland arbeitet flei\u00dfig am Ziel vom hungernden Kiew"},"content":{"rendered":"<p>Neue Strategie hinter AngriffenRussland arbeitet flei\u00dfig am Ziel vom hungernden Kiew09.08.2026, 07:55 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Denis-Trubetskoy-article23608040.html\" class=\"article-detail-head_author___bDMZ\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_1_1__Ei3jf\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/5UbL9d25-400x400.webp.webp\" alt=\"5UbL9d25-400x400\"\/>Von Denis Trubetskoy<\/a><\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(06:45 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Nach-einem-russischen-Raketenangriff-steigt-Rauch-ueber-der-Innenstadt-von-Kiew-auf.webp\" alt=\"Nach-einem-russischen-Raketenangriff-steigt-Rauch-ueber-der-Innenstadt-von-Kiew-auf\"\/>Beinahe jede Nacht schlagen derzeit Raketen in Kiew ein &#8211; weil es dem Land an Flugabwehrraketen fehlt. (Foto: picture alliance\/dpa\/AP)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/www.google.com\/preferences\/source?q=n-tv.de\" title=\"ntv als bevorzugte Quelle auf Google hinzuf\u00fcgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Die ukrainischen Angriffe auf russische Logistiklager lenken davon ab, in welchem Umfang Russland diese Strategie selbst anwendet. Anders als im Land der Angreifer droht der ukrainischen Zivilbev\u00f6lkerung gro\u00dfe Gefahr: Kiew steht ein Winter ohne Strom, W\u00e4rme, Wasser und Nahrung bevor. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Russlands Angriffswelle mit ballistischen Raketen gegen Kiew und die umliegende Hauptstadtregion hat in der Nacht zum 5. August einen neuen H\u00f6hepunkt erreicht. W\u00e4hrend wegen der fehlenden Patriot-Abwehrraketen die russischen Raketen fast ungehindert ihre Ziel erreichen, richtete sich der Angriff am Mittwoch in noch nicht dagewesener Dimension gegen die systemrelevante ukrainische Privatwirtschaft. Unter anderem wurde der gr\u00f6\u00dfte automatisierte Distributionslagerkomplex des wichtigsten ukrainischen Onlineh\u00e4ndlers Rozetka in Browary zerst\u00f6rt. Ebenfalls komplett vernichtet wurden ein Sortierzentrum des f\u00fchrenden privaten Postunternehmens Nowa Poshta sowie ein wichtiges Logistikzentrum der Bausupermarktkette Epizenrt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">F\u00fcr sich genommen sind russische Angriffe auf die Logistik der gr\u00f6\u00dferen Vertreter des ukrainischen Einzelhandels alles andere als neu. Schon 2022 nahm Russland diese Ziele ins Visier. Mehr als 30 Angriffe trafen allein im vergangenen Jahr die wichtige Logistikinfrastruktur von Nova Posta. Stand Anfang August 2026 z\u00e4hlt eines der wichtigsten ukrainischen Unternehmen \u00fcberhaupt bereits \u00fcber 20 Angriffe auf Terminals und Sortierzentren im ganzen Land. In der Region um Kiew wurden seit 2022 \u00fcber eine Million Quadratmeter Lagerfl\u00e4che vernichtet, was etwa die H\u00e4lfte der Vorkriegskapazit\u00e4t ausmacht. Allein im Laufe der letzten vier Wochen sollen jedoch \u00fcber 400.000 Quadratmeter verloren gegangen sein.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die systematischen ukrainischen Angriffe auf die Infrastruktur des russischen Online-H\u00e4ndlers Wildberries sind daher viel mehr eine Antwort auf das l\u00e4ngst existierende und zuletzt eskalierende Vorgehen Russlands. Der russische Beschuss vom 5. August ist daher keine Antwort auf die ukrainische Angriffskampagne gegen die russischen Wildberries-Lager. Auch wenn Rache-Propaganda bei der russischen Aktion sehr wohl eine Rolle gespielt hat, geht es Moskau im Gro\u00dfen und Ganzen um etwas anderes in diesem langen Zerm\u00fcrbungskrieg: Das Leben in der Hauptstadt Kiew soll im kommenden Winter ganz und gar unm\u00f6glich gemacht werden. Als Folge der bisherigen Angriffe auf die Energieinfrastruktur werden erneute Strom- und Heizungsausf\u00e4lle unvermeidlich sein. Vor dem kommenden Winter gesellt sich die berechtigte Sorge hinzu, Russland k\u00f6nnte zus\u00e4tzlich die Wasserversorgung der Hauptstadt gr\u00f6\u00dftm\u00f6glich beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Beim Angriff von der Nacht auf Mittwoch geht es daher nicht einmal prim\u00e4r um den wirtschaftlichen Schaden in einer diesbez\u00fcglich ohnehin schweren Lage. Bei Rozetka etwa, dem ukrainischen \u00c4quivalent zu Wildberries, der allerdings kleiner als das russische Unternehmen ist, werden die Verluste auf mehr als 40 Millionen Euro eingesch\u00e4tzt. Besorgniserregend ist vor allem, dass am 5. August drei gro\u00dfe Verteilzentren der wichtigen Supermarktketten Silpo, Fora und Novus getroffen wurden. An sich sind auch solche Angriffe nicht neu. Anfang Juni wurde etwa ein Lager der ebenfalls systemkritischen Kette ATB bei Dnipro angegriffen und zerst\u00f6rt. Dieses Verteilzentrum hatte rund 300 Filialen beliefert, weswegen die ATB-Logistik in der Region v\u00f6llig umgestellt werden musste. Im Falle von Kiew ist aber ein systematisches Vorgehen bereits klar erkennbar.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Zu Beginn des vollumf\u00e4nglichen Angriffskrieges entstand in der ukrainischen Hauptstadt mit inzwischen rund drei Millionen Einwohnern eine gewaltige Lebensmittelknappheit. Aufgrund der aktiven Kampfhandlungen wurde die Stadt von den wichtigsten regionalen Verteilzentren abgeschnitten, die an unterschiedlichen Ecken des Gebiets Kiew gelegen waren. Der G\u00fctertransport unter st\u00e4ndigem heftigen Beschuss war in vielen F\u00e4llen schlicht zu riskant. Diese Erfahrung hatte zu einem \u00dcberdenken der gesamten Logistik gef\u00fchrt. So wurden einige Verteilzentren n\u00e4her an die Stadt Kiew gebracht. Es wurden auch neue, kleinere Lagerhallen errichtet, um Risiken zu diversifizieren.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Trotzdem h\u00e4ngt selbst bei gr\u00f6\u00dferen Ketten die Belieferung der Superm\u00e4rkte letztlich von den jeweils drei, vier wichtigsten Verteilzentren ab. Und diese k\u00f6nnen schon allein aufgrund ihrer Gr\u00f6\u00dfe nicht geheim gehalten werden. In solche Lagerhallen wird t\u00e4glich  Produktion aus dem gesamten Land gebracht. Vereinzelte Produkte wie Brot werden zwar meist direkt in die Filialen transportiert, doch der absolute Gro\u00dfteil der Lieferungen verl\u00e4uft \u00fcber die Schl\u00fcsselzentren. Sollte Russland seine ballistischen Angriffe auf diese fortsetzen, wovon man in Kiew angesichts der eigenen, wachsenden L\u00fccken in der Flugabwehr ausgeht, wackelt die Versorgung mit verderblichen Lebensmitteln ganz bedenklich.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Es k\u00f6nnte eine Situation entstehen, in der Kiews Supermarktketten zum uralten Lieferungssystem zur\u00fcckkehren m\u00fcssen, in dem die urspr\u00fcnglichen Lieferanten ihre Produkte direkt in die einzelnen Gesch\u00e4fte bringen. Neben den deutlich erh\u00f6hten Logistikkosten w\u00fcrde die Umstellung ohnehin nicht von heute auf morgen gelingen. Die Hersteller sind gar nicht darauf eingestellt, die Superm\u00e4rkte einzeln zu beliefern. Die Kette ABT betreut etwa in Kiew und der Region um die Hauptstadt rund 270 Superm\u00e4rkte. Die andere wichtige Kette Silpo betreibt allein in Kiew etwa 100 Gesch\u00e4fte.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bei aller Diversifizierung und Dezentralisierung, die man in Kiew und anderswo im Land seit 2022 vorantreibt, drohen neben den gesamtwirtschaftlichen Kosten zwei sehr konkrete Auswirkungen. Erstens m\u00fcssen sich die Millionen Menschen in Kiew und Umgebung weiter steigende Preisen einstellen. Zweitens droht eine deutliche Verknappung des Angebots. Leere Supermarktregale wie in den ersten M\u00e4rzwochen 2022 sind nicht zwinend. Russland wird aber sehr vieles daran setzen, Kiew im sechsten Kriegswinter endlich unbewohnbar zu machen. Bleibt es beim vollkommenen Mangel an Abwehrraketen kann die Russen kaum etwas aufhalten.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Neue Strategie hinter AngriffenRussland arbeitet flei\u00dfig am Ziel vom hungernden Kiew09.08.2026, 07:55 Uhr Von Denis Trubetskoy Artikel anh\u00f6ren(06:45&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1225659,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3],"tags":[661,10068,13,5793,20536,14,15,16,12,10,8,9,11,103,104],"class_list":["post-1225658","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-welt","tag-angriff-auf-die-ukraine","tag-drohnen","tag-headlines","tag-kiew","tag-luftabwehrsysteme","tag-nachrichten","tag-news","tag-politik","tag-schlagzeilen","tag-top-news","tag-top-meldungen","tag-topmeldungen","tag-topnews","tag-welt","tag-world"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117064253570421025","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1225658","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1225658"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1225658\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1225659"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1225658"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1225658"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1225658"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}