{"id":1225987,"date":"2026-08-09T10:31:15","date_gmt":"2026-08-09T10:31:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1225987\/"},"modified":"2026-08-09T10:31:15","modified_gmt":"2026-08-09T10:31:15","slug":"telefonbetrug-frankreich-verbietet-unerwuenschte-werbeanrufe-ab-11-august","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1225987\/","title":{"rendered":"Telefonbetrug: Frankreich verbietet unerw\u00fcnschte Werbeanrufe ab 11. August"},"content":{"rendered":"<p>Die Zahl automatisierter Telefonanrufe hat in den USA einen neuen H\u00f6chststand erreicht \u2013 und mit ihr die Betrugsversuche. Im Juli 2026 wurden insgesamt <strong>4,35 Milliarden Robocalls<\/strong> registriert, ein Anstieg von 1,5 Prozent gegen\u00fcber dem Vormonat. Besonders alarmierend: Rund 2,13 Milliarden Anrufe stammten aus dem Bereich Telemarketing und Betrug \u2013 ein Plus von 5,7 Prozent. Damit macht diese Kategorie inzwischen fast die H\u00e4lfte des gesamten automatisierten Anrufvolumens aus. Allein eine einzige Kreditbetrugs-Kampagne soll innerhalb eines Monats 40 Millionen Anrufe generiert haben.<\/p>\n<p>Auch in Europa ist die Bedrohungslage ernst. Das Thema d\u00fcrfte angesichts der j\u00fcngsten Entwicklungen auch f\u00fcr deutsche Verbraucher brisant werden \u2013 denn die Betrugsmaschen werden zunehmend raffinierter.<\/p>\n<p>Erpresser kassieren Millionen in Bitcoin<\/p>\n<p>Die finanziellen Sch\u00e4den durch sogenanntes <strong>Vishing<\/strong> \u2013 Betrug per Telefonanruf \u2013 nehmen drastisch zu. Eine spezialisierte Erpresserbande namens UNC6671, die zuletzt unter wechselnden Namen wie Redact, Pink, Helix und Falcon auftrat, soll zwischen Januar und Mai 2026 \u00fcber <strong>zehn Millionen Dollar in Bitcoin<\/strong> erbeutet haben. Die Gruppe zielt vor allem auf Finanz- und Beratungsunternehmen ab. Die geforderten L\u00f6segelder liegen meist zwischen einer und drei Millionen Dollar, letztlich zahlen die Opfer im Schnitt jedoch rund 750.000 Dollar.<\/p>\n<p>Doch nicht nur Gro\u00dfkonzerne sind betroffen. Einzelpersonen geraten zunehmend ins Visier perfider Social-Engineering-Angriffe. In Irland geben sich Betr\u00fcger etwa als Mitarbeiter des Telekommunikationsanbieters Eir aus und bringen Nutzer dazu, Fernwartungs-Apps zu installieren \u2013 mit verheerenden Folgen: Die Angreifer \u00fcbernehmen die Kontrolle \u00fcber das Smartphone. In Hongkong f\u00fchrte ein Fall von KI-generierter Stimmklonung zu einem Schaden von rund 1,27 Millionen Dollar, nachdem T\u00e4ter die Stimme eines Familienmitglieds nachgeahmt hatten.<\/p>\n<p>Besonders gef\u00e4hrdet sind \u00e4ltere Menschen. In Italien wurden 2024 insgesamt <strong>2,8 Millionen Menschen<\/strong> Opfer von Telefonbetrug \u2013 ein Anstieg von 30 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr. Der Gesamtschaden zwischen 2022 und 2024 belief sich auf 559,4 Millionen Euro. Bei den \u00fcber 65-J\u00e4hrigen stiegen die gemeldeten F\u00e4lle 2024 um 15,58 Prozent.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Wer sich vor den zunehmend raffinierten Betrugsmaschen und Hackerangriffen auf Mobilger\u00e4te sch\u00fctzen m\u00f6chte, sollte die grundlegenden Sicherheitsvorkehrungen kennen. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen 5 einfache Schritte, mit denen Sie Ihr Android-Smartphone sofort effektiv absichern. <strong><a href=\"https:\/\/www.info.computerwissen-online.com\/android\/5-schutzmassnahmen-fuer-android-smartphone\/?af=KOOP_CW_DL_DNV_YES_5-SCHUTZMASSNAHMEN-SMARTPHONE_X-AD1of2-EAID-1081283-CWBNC-BCPID_40369\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">5 sofort umsetzbare Schutzma\u00dfnahmen entdecken<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Frankreich zieht die Rei\u00dfleineLesen Sie auch:<a href=\"https:\/\/borncity.com\/news\/macos-sicherheit-apple-stoppt-kritische-fernzugriffs-luecke-cve-2026-65400\/\" class=\"bc-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">macOS-Sicherheit: Apple stoppt kritische Fernzugriffs-L\u00fccke CVE-2026-65400<\/a><\/p>\n<p>Die Politik reagiert nun mit sch\u00e4rferen Regeln. Frankreich verabschiedet ein weitreichendes Verbot unerw\u00fcnschter Telefonwerbung: Ab dem <strong>11. August 2026<\/strong> sind s\u00e4mtliche unaufgeforderten Telefonmarketing-Anrufe untersagt. Unternehmen drohen Strafen von bis zu <strong>375.000 Euro pro Anruf<\/strong>, Privatpersonen m\u00fcssen mit bis zu 75.000 Euro rechnen. Branchenbeobachter erwarten erhebliche Auswirkungen auf die Callcenter-Industrie in Nachbarregionen wie Marokko, wo der Sektor Jahresums\u00e4tze von \u00fcber einer Milliarde Dollar erwirtschaftet.<\/p>\n<p>In den USA plant die Telekommunikationsbeh\u00f6rde FCC unterdessen, die \u201eKnow Your Customer\u201c-Regeln auszuweiten. K\u00fcnftig sollen Telefonanbieter detailliertere pers\u00f6nliche Daten ihrer Kunden erfassen, darunter Ausweisnummern und alternative Kontaktwege. Doch ein B\u00fcndnis aus 16 B\u00fcrgerrechts- und Datenschutzorganisationen, darunter die Electronic Frontier Foundation, schl\u00e4gt Alarm: Solche zentralen Datenspeicher gef\u00e4hrdeten die Anonymit\u00e4t von Whistleblowern und Journalisten. Als Beleg verweisen die Aktivisten auf historische Datenlecks bei gro\u00dfen US-Mobilfunkanbietern in den Jahren 2021 und 2024.<\/p>\n<p>Neue Schutztechnologien gegen die Anruf-Flut<\/p>\n<p>Die Tech-Branche arbeitet unterdessen an Gegenmitteln. Die App <strong>Glacier<\/strong>, ver\u00f6ffentlicht am 7. August von Security App LLC, setzt auf Datenschutz durch Blockierung von Tracking und bietet Wegwerf-Telefonnummern f\u00fcr einmalige Nutzung. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Gezielte Werbung in sozialen Netzwerken treibt Nutzer zunehmend auf Plattformen, auf denen sie st\u00e4rkerer \u00dcberwachung ausgesetzt sind.<\/p>\n<p>Apple r\u00fcstet sein Betriebssystem mit robusteren Anrufverwaltungsfunktionen aus. <strong>iOS 26<\/strong> f\u00fchrt ein Anruf-Screening ein, das unbekannte Anrufer stummschaltet oder sie dazu zwingt, vor dem Klingeln einen Grund anzugeben. Die Aktualisierung auf Version 26.6 verbessert zudem die Verwaltung blockierter Kontakte \u2013 auch wenn Nutzer eine Funktion zum Massen-Entsperren vermissen. In Italien verfolgt die App <strong>Devia<\/strong> einen ungew\u00f6hnlichen Ansatz: Dort filtern menschliche Sicherheitsmitarbeiter manuell Anrufe von unbekannten Nummern \u2013 ein Service speziell f\u00fcr \u00e4ltere Abonnenten.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Neben der Abwehr unerw\u00fcnschter Anrufe ist die allgemeine Ger\u00e4tesicherheit entscheidend, um den unbefugten Zugriff auf sensible Daten zu verhindern. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Leitfaden, wie Sie Sicherheitsl\u00fccken schlie\u00dfen und WhatsApp, PayPal sowie Online-Banking endlich sicher nutzen. <strong><a href=\"https:\/\/www.info.computerwissen-online.com\/android\/5-schutzmassnahmen-fuer-android-smartphone\/?af=KOOP_CW_DL_DNV_YES_5-SCHUTZMASSNAHMEN-SMARTPHONE_X-AD2of2-EAID-1081283-CWBNC-BCPID_40369\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber herunterladen<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Sicherheitsl\u00fccken: Angriffe ohne jeden Klick<\/p>\n<p>Doch trotz aller Schutzma\u00dfnahmen bleiben technische Schwachstellen. Auf der Sicherheitskonferenz <strong>Black Hat<\/strong> demonstrierten Forscher von Google Project Zero sogenannte <strong>Zero-Click-Exploits<\/strong> gegen die Pixel-Modelle 9 und 10. Diese Angriffe nutzen Fehler in Audio-Codecs und Treibern aus, um ohne jede Nutzerinteraktion die volle Kontrolle \u00fcber ein Ger\u00e4t zu erlangen \u2013 inklusive unbefugtem Zugriff auf Mikrofon und Fotos.<\/p>\n<p>Die Zahlen der EU-Cybersicherheitsbeh\u00f6rde ENISA untermauern die Dringlichkeit: <strong>42 Prozent aller Cyberangriffe in Europa<\/strong> richten sich inzwischen gegen Mobilger\u00e4te. Ein einzelnes Smartphone erlebt durchschnittlich 360 Sicherheitsvorf\u00e4lle pro Jahr, darunter fast 300 Phishing-Versuche. Rund 67 Prozent der Angriffsvektoren liegen dabei in mobilen Apps \u2013 viele davon anf\u00e4llig f\u00fcr Code-Injection und andere Schwachstellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Zahl automatisierter Telefonanrufe hat in den USA einen neuen H\u00f6chststand erreicht \u2013 und mit ihr die Betrugsversuche.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1225988,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3974],"tags":[331,332,14776,548,663,3934,3980,156,13,14,15,8943,12,33072,1085],"class_list":["post-1225987","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-frankreich","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-cybersicherheit","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-france","tag-frankreich","tag-headlines","tag-nachrichten","tag-news","tag-regulierung","tag-schlagzeilen","tag-telefonbetrug","tag-verbraucherschutz"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117065094525948513","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1225987","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1225987"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1225987\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1225988"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1225987"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1225987"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1225987"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}