{"id":1226045,"date":"2026-08-09T11:08:16","date_gmt":"2026-08-09T11:08:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1226045\/"},"modified":"2026-08-09T11:08:16","modified_gmt":"2026-08-09T11:08:16","slug":"konzert-in-der-muenchen-was-die-pussycat-dolls-20-jahre-spaeter-noch-zu-bieten-haben-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1226045\/","title":{"rendered":"Konzert in der M\u00fcnchen: Was die Pussycat Dolls 20 Jahre sp\u00e4ter noch zu bieten haben &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vw426e\">Im Nachhinein \u00e4rgert man sich wohl, wenn man nicht dabeigewesen ist am 14. Februar 2009 beim Konzert der Pussycat Dolls im M\u00fcnchner Zenith. Nicht wegen der Pussycat Dolls, der damals als \u201esch\u00e4rfsten Versuchung, seit es Girl-Groups gibt\u201c angek\u00fcndigten <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Pop\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pop<\/a>&#8211; und Tanz-Gruppe aus den USA. Sondern wegen einer S\u00e4ngerin im Vorprogramm. Der Reporter der SZ jedenfalls war von der jungen Lady Gaga begeistert, gerade im Vergleich zu den Pussycat Dolls\u00a0 schnitt sie besser ab (\u201eder eklatante Unterschied zwischen Quatsch und Qualit\u00e4t\u201c): \u201eNeben ihr standen drei T\u00e4nzer auf der B\u00fchne, die tats\u00e4chlich tanzen konnten, die S\u00e4ngerin sch\u00fcttelte mit allem, was sich unterhalb ihres Halses befand \u2013\u00a0allerdings kontrolliert und choreografiert. In ihren Lieder finden sich zahlreiche Hinweise auf andere K\u00fcnstler wie Queen, David Bowie oder \u201aDas Phantom der Oper\u2018.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Dass Lady Gaga damals schon mit \u201eJust Dance\u201c eine Nummer eins in den USA vorzuweisen hatte und f\u00fcr den Grammy nominiert war, und trotzdem nur das Aufw\u00e4rmprogramm bestritt, zeigt, was f\u00fcr eine gro\u00dfe Nummer die nach ihr spielende Frauen-Band damals war. Die war bereits 1995 von den Choreografinnen Robin Antin und Carla Kama sowie der als Peggy \u201eDumpfbacke\u201c\u00a0 Bundy damals sehr popul\u00e4ren Schauspielerin Christina Applegate gegr\u00fcndet worden\u00a0\u2013 und eine kleine Sensation, respektive ein Star-besetzter Running Gag in den USA: Meist in\u00a0 Dessous und sexy Posen trat man in Johnny Depps Viper Room oder im Caesars Palace in Las Vegas auf und schm\u00fcckte sich mit Ehreng\u00e4sten wie Pink, Christina Aguilera und Gwen Stefani.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Auch Videos von Stefanis Band No Doubt heizten die Tanz-Puppen an. Die S\u00e4ngerin sah ein gro\u00dfes Potenzial im Pop-Markt f\u00fcr die bis zu zw\u00f6lf T\u00e4nzerinnen starke Truppe, und so suchte man in Castings nach S\u00e4ngerinnen f\u00fcr das Projekt Pussycat goes Hitparade. Besonders eine blieb h\u00e4ngen: Nicole Scherzinger, Schauspielerin, Model und Musikerin ukrainisch-hawaiianischer Abstammung. So starteten sie 2005 auch in den Charts durch, mit dem Deb\u00fct-Album \u201ePCD\u201c, das unter anderem Stars wie Timbaland, Will.I.Am und CeeLo Green produziert hatten. Lady Gaga \u00fcbrigens schrieb unter ihrem b\u00fcrgerlichen Namen Stefani Germanotta erst f\u00fcrs zweite Pussycats-Album \u201eDoll Dominion\u201c einen Song (\u201eElevator\u201c).<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Was Fans und Kritikern des Konzertes in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen<\/a> damals an der \u00fcberaus aufreizend auftretenden Puppen-Bande gefiel, war deren nicht f\u00fcr jedermann sofort erkennbarer feministischer Ansatz,\u00a0 sich die Welt untertan zu machen \u2013\u00a0auf jede beliebige Weise: \u201eSo sind die Dolls weniger blo\u00dfe Hupfdohlen, denn Wunschformuliererinnen und Projektionsfl\u00e4chen f\u00fcr ihre weiblichen Fans.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Jetzt ein weiter Sprung. Nach Aufl\u00f6sung, Reunion, Rechtestreit und einigen R\u00fcckschl\u00e4gen sind die Pussycat Dolls nun wieder unterwegs, um die alten Fans mit ihren 20 Jahren alten Dancefloor-Hits wie \u201eDon&#8217;t cha\u201c, \u201eButtons\u201c, \u201eStickwitu\u201c und \u201eWhen I Grow Up\u201c zu begl\u00fccken. Aber auch mit dem neuen, ziemlich \u00e4hnlich, nur langweiliger klingenden \u201eClub Song\u201c. Nun als Trio mit Nicole Scherzinger, Kimberly Wyatt und Ashley Roberts tanzten die Puppen zuletzt schon bei den American Music Awards (in rotem Lack-Gewand an der Seite von Busta Rhymes) und im \u201eGermany&#8217;s Next Top Model\u201c-Finale Reklame daf\u00fcr.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/b0481cc3-76b3-4fc2-8121-63a189f3088a.jpg\"   alt=\"Tr\u00e4gt wie die \u201ePussycat Dolls\u201c auch gerne rotes Leder: der Songwriter Red Leather.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Tr\u00e4gt wie die \u201ePussycat Dolls\u201c auch gerne rotes Leder: der Songwriter Red Leather. Muffatwerk<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Allzu viel hat es nicht geholfen, in Nordamerika mussten sie \u201enach einem ehrlichen Blick auf den Plan\u201c (so Scherzinger auf Instagram) 30 von 31 angesetzten Konzerten absagen, bis auf eine LGBTQ-Show in Los Angeles. Immerhin 20 weitere Termine der \u201ePCD Forever\u201c-Tour in Gro\u00dfbritannien, Irland und Europa sollen wie geplant stattfinden, so auch die Deutschland-<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Konzerte\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Konzerte<\/a> in M\u00fcnchen und D\u00fcsseldorf. Wer sich jetzt\u00a0 nicht zu sehr f\u00fcr die Pussycat Dolls interessiert, k\u00f6nnte vielleicht durch das Vorprogramm in die Olympiahalle gelockt werden (14. September): Es ist au\u00dfer der britischen Girl-Group Deja Vue die US-Rapperin Lil&#8216; Kim, die durch ihre Version von \u201eLady Marmelade\u201c 2002 an der Seite von Christina Aguilera, Pink und Mya selbst zur Ber\u00fchmtheit wurde.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Wer sich nun aber wirklich weniger f\u00fcr reizvolle Shows, sondern mehr f\u00fcr ehrliche amerikanische Songwriter-Musik interessiert, findet sie dieser Tage auch in M\u00fcnchen, und zwar vor allem im Muffatwerk: Red Leather, der sich unter einem roten Stetson-Hut mit Fransen dran versteckt, singt vom amerikanischen Traum und wie ihn seine Drogenabh\u00e4ngigkeit davon abhielt (24. August).\u00a0 Khalif Malik Ibn Shaman Brown alias Swae Lee wurde gemeinsam\u00a0 mit seinem Bruder mit Nummern wie \u201eBlack Beatles\u201c rappend ber\u00fchmt, eher er solo mit poppigeren Songs wie dem Doppel-Platin-ausgezeichneten \u201eSunflower\u201c noch erfolgreicher wurde (26. August). Und Kurt Vile, Mitbegr\u00fcnder der Slacker-Rocker War On Drugs, bringt \u201eStadionhymnen und intime Lo-Fi-Momente\u201c seines neuen Albums \u201ePhiladelphia\u2019s Been Good to Me\u201c mit, das eine Hommage zum 250. Geburtstag seiner Heimatstadt ist (1. September).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Nachhinein \u00e4rgert man sich wohl, wenn man nicht dabeigewesen ist am 14. 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