{"id":1226369,"date":"2026-08-09T14:28:21","date_gmt":"2026-08-09T14:28:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1226369\/"},"modified":"2026-08-09T14:28:21","modified_gmt":"2026-08-09T14:28:21","slug":"antarktis-rettung-airbus-landet-bei-minus-43-grad-in-finsternis-leben-wissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1226369\/","title":{"rendered":"Antarktis-Rettung: Airbus landet bei minus 43 Grad in Finsternis | Leben &#038; Wissen"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"skip-content skip-content--link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5<\/a><a id=\"in-content-skip-link-target-v-0-0\" class=\"skip-content--target-link-hidden skip-content skip-content--target-link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">Artikel weiterlesen<\/a><\/p>\n<p data-4e70e39a=\"0-997\">Christchurch (Neuseeland) \u2013\u00a0<b>Mitten in der l\u00e4ngsten Nacht der Erde beginnt ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit.<\/b><\/p>\n<p data-4e70e39a=\"0-997\">Ein Mitglied des US-Antarktisprogramms erkrankt auf der amerikanischen Forschungsstation McMurdo so schwer, dass die medizinischen M\u00f6glichkeiten vor Ort nicht mehr ausreichen. Die National Science Foundation schl\u00e4gt Alarm und fordert internationale Hilfe an. Die Rettung f\u00fchrt an einen der unwirtlichsten Orte der Welt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Im Sommer leben in der McMurdo Station \u00fcber 1000 Menschen. Im Winter bleiben maximal 200 Personen zur\u00fcck\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/597be1c84f39099eb2ed2a46bf83b3a7,81d5c444.jpeg\"   class=\"landscape\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Im Sommer leben in der McMurdo-Station \u00fcber 1000 Menschen. Im Winter bleiben maximal 200 Personen zur\u00fcck<\/p>\n<p>Foto: Getty Images<\/p>\n<p data-4e70e39a=\"0-997\">Denn McMurdo liegt auf der Ross-Insel am Rand des gefrorenen Ross-Schelfeises. Die Station ist die wichtigste US-Drehscheibe f\u00fcr s\u00e4mtliche Antarktis-Missionen. Im kurzen S\u00fcdsommer leben dort mehr als 1000 Menschen. Im Winter bleiben weniger als 200 zur\u00fcck. Dann herrschen monatelange Dunkelheit, eisige St\u00fcrme und Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"In der N\u00e4he der McMurdo Station liegt der aktive Vulkan Mount Erebus\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/0b92b111743ac74b5f918b5d5851ede7,1b301c44.jpeg\"   class=\"landscape\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">In der N\u00e4he der McMurdo-Station liegt der aktive Vulkan Mount Erebus<\/p>\n<p>Foto: IMAGO\/Dreamstime<\/p>\n<p>Rettungsflug in die Finsternis<\/p>\n<p data-4e70e39a=\"0-997\">Genau von dort musste ein Patient ausgeflogen werden. Die Anfrage erreicht das australische Spezialunternehmen <a href=\"https:\/\/skytraders.com.au\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" class=\"text-link\">Skytraders<\/a>. Selbst f\u00fcr erfahrene Antarktis-Piloten ist das eine Ausnahmesituation. Ein erster Versuch muss wegen eines Schneesturms abgesagt werden. Das Wetterfenster ist winzig. Die Zeit dr\u00e4ngt. Nur Stunden sp\u00e4ter startet schlie\u00dflich der Airbus A319 mit dem Rufnamen \u201eSnowbird 1\u201c am 31. Juli von Hobart auf Tasmanien Richtung S\u00fcdpol. Besonders ungew\u00f6hnlich: Im Cockpit sitzt ein Ehepaar. Louise Robertson und ihr Mann Rod Robertson fliegen gemeinsam den Einsatz. Au\u00dferdem an Bord: Spezialisten des australischen Antarktisprogramms und ein medizinisches Team.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"665\" alt=\"Louise Robertson (rechts) und ihr Mann Rod sa\u00dfen f\u00fcr den Rettungsflug im Cockpit\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/55eec9d0cd088aeb37f91fc98e132b85,a1360e05.jpeg\"   class=\"dynamic\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Louise Robertson (rechts) und ihr Mann Rod sa\u00dfen f\u00fcr den Rettungsflug im Cockpit <\/p>\n<p>Foto: Skytraders<\/p>\n<p data-4e70e39a=\"998-1995\">Nach rund f\u00fcnfeinhalb Stunden Flug taucht vor dem Cockpit praktisch nichts als Schw\u00e4rze auf. \u201eWir hatten nur das, was man nautische D\u00e4mmerung nennt. Das ist fast v\u00f6llige Dunkelheit\u201c, sagte Co-Pilotin Louise Robertson sp\u00e4ter. Dazu kommen Temperaturen bei der Landung von minus 43 Grad Celsius. \u201eEs war sehr nah daran, zu kalt f\u00fcr das Flugzeug zu werden\u201c, schilderte Robertson. \u201eMinus 43 Grad sind die niedrigste Temperatur, die ich jemals erlebt habe.\u201c<\/p>\n<p><b>Amerikas Tor zur Antarktis<\/b><\/p>\n<p>Die McMurdo-Station wurde 1955 gegr\u00fcndet und nach dem britischen Polarforscher Archibald McMurdo benannt. Sie liegt auf der vulkanischen Ross-Insel und ist seit mehr als 70 Jahren das Herzst\u00fcck der amerikanischen Antarktisforschung.<\/p>\n<p>Von hier werden Expeditionen in weite Teile des Kontinents organisiert. Die Station dient als Versorgungszentrum f\u00fcr Wissenschaftler, Forschungsprojekte und Au\u00dfenposten am S\u00fcdpol. In den Sommermonaten herrscht reger Betrieb mit eigenen Werkst\u00e4tten, Kraftwerken, Laboren und Unterk\u00fcnften. Viele Polarforscher nennen McMurdo deshalb scherzhaft die \u201eHauptstadt der Antarktis\u201c.<\/p>\n<p>Landung auf einer Piste aus Schnee<\/p>\n<p data-4e70e39a=\"998-1995\">Ziel der Besatzung ist das Phoenix Airfield nahe McMurdo. Die rund drei Kilometer lange Landebahn besteht nicht aus Asphalt, sondern aus verdichtetem Schnee. Bevor der Airbus landen kann, muss die Piste von Bodenmannschaften stundenlang pr\u00e4pariert werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Die Piste im ewigen Eis ist rund drei Kilometer lang. Da sie im antarktischen Winter eigentlich nicht genutzt wird, musste sie erst mehrere Stunden lang aufwendig pr\u00e4pariert werden\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/a89c93b73c03554e71f57e3484fe8b64,3270f672.jpeg\"   class=\"landscape\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Die Piste im ewigen Eis ist rund drei Kilometer lang. Da sie im antarktischen Winter eigentlich nicht genutzt wird, musste sie erst mehrere Stunden lang aufwendig pr\u00e4pariert werden<\/p>\n<p>Foto: Skytraders<\/p>\n<p data-4e70e39a=\"1996-2994\">Al Wallach, ein weiterer Pilot der Mission, sprach von Bedingungen am Rand des Machbaren: \u201eDie Bedingungen, denen wir begegneten, lagen direkt an der Grenze dessen, was selbst mit hochspezialisierten Flugzeugen m\u00f6glich ist.\u201c <\/p>\n<p data-4e70e39a=\"1996-2994\">Am Boden l\u00e4uft dann alles nach Plan. Der schwer erkrankte Amerikaner wird an Bord gebracht. Lange darf die Crew nicht bleiben. Die Wetterbedingungen verschlechtern sich erneut. Sofort nach dem Betanken hebt der Airbus wieder ab und nimmt Kurs auf Christchurch in Neuseeland. Dort wird der Patient in ein Krankenhaus gebracht. \u00dcber Krankheit, Alter oder Identit\u00e4t machen die Beh\u00f6rden keine Angaben. Bekannt ist nur, dass sich der Amerikaner nach Angaben der Einsatzbeteiligten auf dem Weg der Besserung befindet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5Artikel weiterlesen Christchurch (Neuseeland) \u2013\u00a0Mitten in der l\u00e4ngsten Nacht der Erde beginnt ein dramatischer Wettlauf gegen die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1226370,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3],"tags":[841,2051,13,227242,227243,2108,14,15,26839,15331,24782,12,138370,10,8,9,11,103,104],"class_list":["post-1226369","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-welt","tag-flugzeuge","tag-frankfurt-am-main","tag-headlines","tag-kc-leben","tag-leben-reise","tag-lufthansa","tag-nachrichten","tag-news","tag-notlandung","tag-pilot","tag-quandt-michael","tag-schlagzeilen","tag-team-first","tag-top-news","tag-top-meldungen","tag-topmeldungen","tag-topnews","tag-welt","tag-world"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1226369","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1226369"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1226369\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1226370"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1226369"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1226369"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1226369"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}