{"id":122642,"date":"2025-05-19T10:49:08","date_gmt":"2025-05-19T10:49:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/122642\/"},"modified":"2025-05-19T10:49:08","modified_gmt":"2025-05-19T10:49:08","slug":"kawaii-metal-und-eine-bizarre-show-laut-de-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/122642\/","title":{"rendered":"Kawaii, Metal und eine bizarre Show \u2013 laut.de \u2013 News"},"content":{"rendered":"<p class=\"lead\">Junge Metalheads und Anime-Fans mit Pl\u00fcschohren huldigen dem Kult aus Japan.<\/p>\n<p>Berlin (<strong><a href=\"https:\/\/laut.de\/News\/mailto:redaktion@laut.de\" class=\"vor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">dp<\/a><\/strong>) &#8211; Es ist ein grauer, k\u00fchler Fr\u00fchlingsabend in Berlin, aber es braut sich etwas zusammen, was mit dem Wetter nichts zu tun hat. Vor dem Velodrom versammelt sich ein bunt gemischtes Publikum: Junge Metalheads mit Kutten, Anime-Fans mit Pl\u00fcschohren, neugierige Konzertbesucher:innen \u2013 alle durch eine ungew\u00f6hnliche Liebe vereint: <a href=\"https:\/\/laut.de\/Babymetal\" class=\"wort\" title=\"Babymetal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Babymetal<\/a>. Drinnen dr\u00f6hnt der Bass aus den Boxen, der B\u00fchnennebel h\u00e4ngt schwer in der Luft, und w\u00e4hrend das Licht dunkler wird, beginnt eine der bizarrsten Shows der Szene.<\/p>\n<p><b>Die Supports: d\u00fcster, schrill und progressiv<\/b><\/p>\n<p>Bevor Babymetal die B\u00fchne \u00fcbernehmen, setzen zwei andere Acts Ausrufezeichen. Den Anfang macht Bambie Thug, die Irland 2024 beim <a href=\"https:\/\/laut.de\/News\/ESC-2024-Nemo-gewinnt-fuer-die-Schweiz,-Isaak-nicht-Letzter-12-05-2024-20402\" class=\"vor\" title=\"ESC 2024: Nemo gewinnt f\u00fcr die Schweiz, Isaak nicht Letzter\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Eurovision Song Contest<\/a> vertrat, mit einer Mischung aus Goth, Scream und Elektro. Den belanglosen Auftritt k\u00f6nnen auch Make-up und schwule K\u00fcsse auf der B\u00fchne nicht retten. <\/p>\n<p>Dann ploppt <a href=\"https:\/\/laut.de\/Poppy\" class=\"wort\" title=\"Poppy\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Poppy<\/a> auf die B\u00fchne \u2013 ein wandelndes Kunstprojekt, irgendwo zwischen Popstar und Kultfigur. Ihr Mix aus Artpop und Metalcore wirkt wie eine stilistische Br\u00fccke zu dem, was folgen wird. In Windeseile nimmt die Amerikanerin das Publikum f\u00fcr sich ein. Poppy ist keine Unbekannte im Babymetal-Universum, sp\u00e4testens seit der gemeinsamen Single &#8222;<a href=\"https:\/\/laut.de\/News\/Babymetal-feat.-Poppy-From-Me-To-U-in-Neo-Tokyo-04-04-2025-20999\" class=\"vor\" title=\"Babymetal (feat. Poppy): &#039;From Me To U&#039; in Neo-Tokyo\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">From Me To U<\/a>&#8222;, die auf dem kommenden, f\u00fcnften Album der Japanerinnen zu finden ist, feiern deren Fans Poppy ab \u2013 und das zu Recht.<\/p>\n<p><b>Willkommen im Metal-Paralleluniversum<\/b><\/p>\n<p>Als schlie\u00dflich die Lichter zum letzten Mal an diesem Abend ausgehen und der Opener &#8222;BABYMETAL DEATH&#8220; anhebt, gibt es kein Halten mehr. Die drei Frontfrauen \u2013 Sumetal, Moametal und Momometal \u2013 erscheinen wie aus einem Anime heraufbeschworen. Unterst\u00fctzt von der furiosen Kami Band, entfaltet sich direkt das Zusammenspiel aus B\u00fchnentheatralik und Power. &#8222;Megitsune&#8220; bringt das Publikum mit einer Fusion aus traditionell japanischer Melodie, Doublebass-Gewitter und choreografierter Pr\u00e4zision zum Toben. Sp\u00e4testens jetzt tanzt das komplette Velodrom.<\/p>\n<p>&#8222;PA PA YA!!&#8220; steigert ansatzlos die Vorfreude auf die Open Air-Saison: Der Song, irgendwo zwischen Festivalhit und Soundtrack einer durchgedrehten Manga-Schlacht positioniert, verwandelt die Halle in ein Spektakel aus Flammen und Lasern. \u00dcberhaupt gibt es viel Pyro, ein Augenschmaus f\u00fcr das begeisterte Publikum. &#8222;BxMxC&#8220; schaltet in den Nu Metal-Modus: Sumetal rappt mit einer solchen Selbstverst\u00e4ndlichkeit, man k\u00f6nnte fast meinen, sie habe beim <a href=\"https:\/\/laut.de\/Wu-Tang-Clan\" class=\"wort\" title=\"Wu-Tang Clan\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wu-Tang Clan<\/a> gelernt. Die Beats sind fett, der Flow tight, und die Crowd komplett drin.<\/p>\n<p><b>&#8222;METALI!!&#8220;: Virtuosit\u00e4t trifft auf Wahnsinn<\/b><\/p>\n<p>Dann folgt der instrumentale Showdown: Die Kami Band dreht bei den Soli v\u00f6llig durch \u2013 blitzschnelle Gitarrenl\u00e4ufe, donnernde Drums, Progmetal-Energie auf h\u00f6chstem Niveau. Beim neuen Song &#8222;METALI!!&#8220; explodiert das Velodrom erneut. Der Track vereint alles, was Babymetal ausmacht: H\u00e4rte, Kitsch, Breakdowns, Hooks \u2013 und ein Gef\u00fchl von &#8218;Was zur H\u00f6lle passiert hier gerade?&#8216; Auch als das ikonische &#8222;Headbangeeeeerrrrr!!!!!&#8220; \u00fcber die Halle hereinbricht, ist der Songtitel zum Programm, und das Velodrom sch\u00fcttelt in trauter Einigkeit die K\u00f6pfe.<\/p>\n<p><b>&#8222;RATATATA&#8220;: Metalcore meets Kawaii<\/b><\/p>\n<p>Einer der weiteren H\u00f6hepunkte des Abends hei\u00dft nat\u00fcrlich &#8222;<a href=\"https:\/\/laut.de\/News\/Electric-Callboy-Die-Babymetal-Kollabo-Ratatata-24-05-2024-20422\" class=\"vor\" title=\"Electric Callboy: Die Babymetal-Kollabo &#039;Ratatata&#039;\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">RATATATA<\/a>&#8222;, die Kollabo-Nummer mit der deutschen Trancecore-Truppe <a href=\"https:\/\/laut.de\/Electric-Callboy\" class=\"wort\" title=\"Electric Callboy\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Electric Callboy<\/a>. Auch wenn die Jungs heute nicht pers\u00f6nlich auf die B\u00fchne kommen, funktioniert der Song live perfekt. Doch was w\u00e4re ein Babymetal-Konzert ohne &#8222;Gimme Chocolate!!!&#8220;? Der Song ist eine Art Meme in musikalischer Form und live eine echte Popgranate \u2013 s\u00fc\u00df, chaotisch, unwiderstehlich.<\/p>\n<p>Den Zugabenblock leitet das starke &#8222;from me to u&#8220; ein. Da sie eh vor Ort ist, kehrt auch Poppy auf die B\u00fchne zur\u00fcck, um den besagten, gemeinsamen Hit zu performen. Das Finale geh\u00f6rt dann Babymetal ganz alleine: Der Bandklassiker, das stampfend hmynische &#8222;KARATE&#8220;, liefert eine der ikonischsten Choreografien der Band. Noch einmal recken sich tausende F\u00e4uste gen Hallendecke, ein letzter Ruck geht durch die Fangemeinde.<\/p>\n<p><b>Ein Kult, der polarisiert<\/b><\/p>\n<p>Zur Wahrheit geh\u00f6rt dazu, dass es wenige Bands gibt, denen so viel Kritik entgegenschl\u00e4gt und die gleichzeitig derma\u00dfen gefeiert werden wie Babymetal. Eigentlich ein Skandal, denn die drei Frauen erledigen ihren knallharten Job ohne Frage sehr gut. Dass bei den ausgekl\u00fcgelten Choreografien mal ein Ton daneben geht, sei verziehen, das gelingt anderen Metalbands ganz ohne H\u00fcpfen und Tanzen. <\/p>\n<p>Es ist au\u00dferdem erfrischend, in Zeiten von Autotune und Live-Playback eine solche Band auf der B\u00fchne zu erleben: Babymetal beweisen, warum sie nicht nur ein virales Ph\u00e4nomen, sondern eine ernstzunehmende Liveband sind. Was erst mal absurd klingt, Metalriffs, Teeniepop und japanische Mythologie, ergibt in Summe auf der B\u00fchne einen eigenen Kosmos. Man muss das vielleicht nicht verstehen, aber tausende Fans lie\u00dfen sich im Velodrom in eine Parallelwelt mitrei\u00dfen, in der Kawaii und Brutalit\u00e4t kein Widerspruch sind, sondern schlicht eine Party.<\/p>\n<p>Text und Fotos: D\u00e9sir\u00e9e Pezzetta.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Junge Metalheads und Anime-Fans mit Pl\u00fcschohren huldigen dem Kult aus Japan. 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