{"id":1226707,"date":"2026-08-09T17:57:19","date_gmt":"2026-08-09T17:57:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1226707\/"},"modified":"2026-08-09T17:57:19","modified_gmt":"2026-08-09T17:57:19","slug":"wuppertaler-schafft-es-mit-eigener-kraft-aus-der-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1226707\/","title":{"rendered":"Wuppertaler schafft es mit eigener Kraft aus der Krise"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Es gibt den Spruch: \u201eThe sky is the limit.\u201c Der Himmel ist die Grenze. F\u00fcr Tim Justin Ziegenhagen gilt dieses Limit nicht: \u201eNach dem Himmel kommt das Weltall.\u201c Der 25-J\u00e4hrige lebt in Oberbarmen und hat sich mit Sport, Ern\u00e4hrung und Gemeinschaft aus einer schwierigen Zeit befreit.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">TJ, wie er allseits genannt wird, ist 25 Jahre alt und wurde in Berlin geboren. Er ist das zweit\u00e4lteste von sieben Kindern, seine Mutter ist alleinerziehend. Als er f\u00fcnf Jahre alt war, zog die Familie nach Wuppertal. Der Vater blieb in Berlin.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">TJ kam eine verantwortliche Rolle zu. Ein Leistungsdruck, dem er standhalten musste. \u201eIch habe von meiner Mama die emotionale Kompetenz, von meinem Vater das rationale Denken.\u201c Er sei schon immer ein \u201eDrau\u00dfenmensch\u201c gewesen, \u201eich habe ungern zuhause gesessen, ich bin aktiv geblieben\u201c. Warum, wird ihm im R\u00fcckblick klar: TJ musste erwachsen sein, bevor er es war. Stillstand bedeutete, dass es nicht weitergeht. Er wollte dem gerecht werden. Und dann wurde aus der Not eine Tugend.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eIch habe mich sehr schlecht ern\u00e4hrt\u201c, gibt der 25-J\u00e4hrige zu. \u201eD\u00f6ner, Burger, Chips, alles, was schnell ging. Dazu Zigaretten und Cannabis geraucht.\u201c Das sch\u00fcttete bei ihm Dopamin aus, den Botenstoff des Gl\u00fccks. Aber es war ein falsches Gl\u00fcck. Eines, das ihm auf Dauer zu gef\u00e4hrlich wurde. Eine Trennung brachte ihn zum Umdenken. Zun\u00e4chst in der Ern\u00e4hrung: \u201eDas Wort hat mit n\u00e4hren zu tun, nicht mit vergiften.\u201c Dann kam der Sport. Ein Freund gr\u00fcndete in Wuppertal die Initiative \u201eEgal wann, egal wo\u201c. Das habe mit Liegest\u00fctzen am Bahnsteig angefangen, w\u00e4hrend er auf den Zug wartete \u2013 statt zu rauchen. Der Slogan besagt: \u201eDu kannst trainieren, wann und wo immer du willst.\u201c An einer Calisthenics-Anlage \u2013 regelm\u00e4\u00dfig ist er mit Freunden auf Anlagen in Oberbarmen und Elberfeld pr\u00e4sent \u2013 oder an jedem anderen Ort. Denn es ist ein Sport mit dem eigenen K\u00f6rpergewicht, den man theoretisch \u00fcberall umsetzen kann. \u201eIch k\u00f6nnte jetzt hier am Tisch \u00dcbungen machen\u201c, sagt er im Gespr\u00e4ch in einem Caf\u00e9 am Johannes-Rau-Platz.<\/p>\n<p>Sein \u201eEntspannungslauf\u201c geht \u00fcber f\u00fcnf bis zehn Kilometer      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Sein neuer Weg begann erst vor zwei Jahren \u2013 und pr\u00e4gt ihn derzeit so sehr wie kaum etwas anderes. Okay, er machte eine Ausbildung zum Verk\u00e4ufer im Einzelhandel und arbeitet nun als freier Mediengestalter. Auch das treibt ihn an. Doch seine Komfortzone ist an der frischen Luft. \u201eWir sind mittlerweile 20 bis 30 Leute\u201c, erz\u00e4hlt er \u00fcber das regelm\u00e4\u00dfige Gruppentraining, dessen Konzept sich \u00fcberregional verbreitet hat. Sein Standardprogramm nennt er \u201e4 x 100\u201c: 100 Kniebeugen, 100 Klimmz\u00fcge, 100 Liegest\u00fctzen und 100 Dips. Wenn er hoch motiviert ist, schafft er die Herausforderung in 20 Minuten. Es gibt aber auch Tage, da macht er einen Entspannungslauf. So nennt er das, wenn TJ f\u00fcnf bis zehn Kilometer l\u00e4uft. \u201eIch habe einen hohen Anspruch.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Am Anfang habe er einfach gut aussehen wollen, offenbart er. Nun liegt der Fokus seiner Leidenschaft \u2013 \u201emanchmal trainiere ich zu gierig\u201c \u2013 auf sozialem Engagement: Er m\u00f6chte jungen Menschen eine Chance bieten, vom Smartphone wegzukommen \u2013 auch wenn er im Sozialen Netzwerk Instagram unter dem Namen \u201eOberbarmenengel\u201c schon Influencer ist und 2000 Nutzer ihm folgen. Mit Tipps wie \u201eNeue Energie: Wie ihr in die Woche startet, zieht sich durch die ganze Woche. Wenn ihr am Montag fit seid, werdet ihr die ganze Woche fit sein. Wenn ihr am Montag mit Netflix und S\u00fc\u00dfigkeiten zuhause chillt, wird sich das so auch \u00fcber die Woche ziehen.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Und TJ stellt ebenfalls klar: \u201eDas ist keine Phase. Das ist lebenslanges Training.\u201c Wer sein Ziel erreicht habe, m\u00fcsse es halten. \u201eWir haben einen Teilnehmer, der es in einem Jahr geschafft hat, von 135 auf 82 Kilogramm abzunehmen.\u201c \u00dcber sein eigenes Leben reflektiert TJ \u00fcberzeugt: \u201eIch habe jetzt die Selbstfindungsphase hinter mir und noch drei Viertel meines Lebens vor mir. Ich m\u00f6chte 100 Jahre alt werden. Und wenn ich so weitermache wie jetzt, dann gelingt mir das auch.\u201c Grenzen seien f\u00fcr ihn nur Sicherheitsmechanismen. Er will sie testen und \u00fcberschreiten \u2013 auch wenn er sich daf\u00fcr bei Klimmz\u00fcgen sogar Betonst\u00fctzen an die F\u00fc\u00dfe klemmt. Kann man bei Instagram sehen &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es gibt den Spruch: \u201eThe sky is the limit.\u201c Der Himmel ist die Grenze. 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