{"id":122848,"date":"2025-05-19T12:43:09","date_gmt":"2025-05-19T12:43:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/122848\/"},"modified":"2025-05-19T12:43:09","modified_gmt":"2025-05-19T12:43:09","slug":"eu-und-grossbritannien-einigen-sich-auf-engere-beziehungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/122848\/","title":{"rendered":"EU und Gro\u00dfbritannien einigen sich auf engere Beziehungen"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 19.05.2025 14:13 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die EU und Gro\u00dfbritannien richten nach dem Brexit ihre Beziehungen neu aus. Bei Verteidigung, Fischerei oder Lebensmittelkontrollen soll es eine engere Zusammenarbeit geben. Doch noch gibt es Streitpunkte.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMehr als f\u00fcnf Jahre nach dem Austritt Gro\u00dfbritanniens aus der EU haben sich beide Seiten auf eine Wiederann\u00e4herung verst\u00e4ndigt. Beim ersten Gipfeltreffen von Spitzenpolitikern der EU und Gro\u00dfbritanniens seit dem Brexit einigten sich die Seiten auf eine engere Zusammenarbeit, wie die britische Regierung mitteilte. Adressiert sind in der Vereinbarung demnach die Themenfelder Verteidigung, Sicherheit, Fischerei, Lebensmittelkontrollen und Jugendmobilit\u00e4t.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Einigung markiert die bedeutendste Neuausrichtung der Beziehungen beider Seiten seit dem Brexit im Januar 2020. &#8222;Es ist Zeit, nach vorne zu blicken &#8211; die alten politischen Auseinandersetzungen hinter uns zu lassen und pragmatische L\u00f6sungen zu finden, die das Leben der Briten verbessern&#8220;, teilte der britische Premierminister Keir Starmer mit. Der mit den Verhandlungen vertraute britische Minister Nick Thomas-Symonds sprach von einem &#8222;historischen Tag&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNach dem Treffen in London mit EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen und Ratspr\u00e4sident Ant\u00f3nio Costa sprach Starmer von einem &#8222;Win-Win&#8220; f\u00fcr beide Seiten. &#8222;Gro\u00dfbritannien ist zur\u00fcck auf der Weltb\u00fchne&#8220;, so der Premierminister. EU-Ratspr\u00e4sident Costa nannte die Einigung &#8222;ein neues Kapitel in unseren Beziehungen&#8220;. Von der Leyen f\u00fcgte hinzu: &#8222;In einer Zeit globaler Instabilit\u00e4t und angesichts der gr\u00f6\u00dften Bedrohung unseres Kontinents seit Generationen halten wir in Europa zusammen.&#8220;<\/p>\n<p>    Zugang zu EU-Verteidigungsmilliarden?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAls zentraler Pfeiler gilt der Bereich Verteidigung, in dem sich die EU und Gro\u00dfbritannien bereits seit l\u00e4ngerem ann\u00e4hern. Das Verteidigungsabkommen soll es britischen Unternehmen laut der Regierung in London erm\u00f6glichen, an EU-R\u00fcstungsprojekten beteiligt zu werden &#8211; unter anderem dem geplanten 150 Milliarden Euro schweren <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/eu-gipfel-aufruestung-102.html\" title=\"Gipfel in Br\u00fcssel: EU will bis 2030 massiv aufr\u00fcsten\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Topf zur Wiederaufr\u00fcstung<\/a>.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZudem wollen die beiden Seiten Berichten zufolge enger beim Schutz kritischer Infrastruktur zusammenarbeiten. J\u00fcngst kam es etwa immer wieder zu <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/schweden-ostsee-kabel-100.html\" title=\"Schweden pr\u00fcfen Verdacht auf neuen Kabelbruch in der Ostsee\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sch\u00e4den an Unterseekabeln<\/a>. Dar\u00fcber hinaus ist mehr Kooperation mit Blick auf Sicherheit im Weltall geplant und es sollen k\u00fcnftig mehr Daten \u00fcber irregul\u00e4re Migration ausgetauscht werden.<\/p>\n<p>    Streitpunkte Fischerei und Jugendmobilit\u00e4t<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n\u00dcber Details der Abkommen war bis zum sp\u00e4ten Sonntagabend verhandelt worden. Streitpunkte waren vor allem die Fischereirechte sowie die Jugendmobilit\u00e4t zwischen der EU und Gro\u00dfbritannien, die es jungen Menschen erleichtern soll, f\u00fcr eine begrenzte Zeit im Ausland zur Schule zu gehen, zu studieren oder zu arbeiten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDem Abkommen zufolge wird Gro\u00dfbritannien seine Gew\u00e4sser nach Ablauf des derzeitigen Abkommens im Jahr 2026 zw\u00f6lf Jahre lang f\u00fcr europ\u00e4ische Fischer offen halten. Im Gegenzug werde die EU die <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/weltwirtschaft\/grossbritannien-brexit-kontrollen-100.html\" title=\"Gro\u00dfbritannien startet Kontrolle von EU-Importen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">B\u00fcrokratie f\u00fcr Lebensmittelimporte<\/a> aus Gro\u00dfbritannien auf unbestimmte Zeit lockern.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn Bezug auf die Jugendmobilit\u00e4t einigten sich beide Seiten nur auf eine sehr allgemeine Formulierung, die in sp\u00e4teren Verhandlungen konkretisiert werden soll. Vor allem die Bundesregierung hatte darauf gepocht, dass junge Menschen aus der EU wieder einfacher f\u00fcr begrenzte Zeit im Vereinigten K\u00f6nigreich leben und arbeiten k\u00f6nnen.\u00a0<\/p>\n<p>    Kritik aus dem Lager der Brexit-Verfechter<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAus Londoner Sicht ist das Thema Jugendmobilit\u00e4t aber heikel, weil es Wasser auf die M\u00fchlen des Brexit-Vork\u00e4mpfers und Rechtspopulisten Nigel Farage sein k\u00f6nnte, dessen Partei Reform UK in Umfragen derzeit vor den Volksparteien Labour und den Konservativen liegt. Der stellvertretende Vorsitzende von Reform UK, Richard Tice, kritisierte das Abkommen scharf. Starmer &#8222;kapituliere&#8220; vor Br\u00fcssel, betreibe einen Ausverkauf der britischen Fischereiwirtschaft und wolle &#8222;Millionen von EU-Einwanderern&#8220; ins Land lassen, so Tice.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Vorsitzende der Konservativen Partei, Kemi Badenoch, bezeichnete die Einigung als sehr besorgniserregend. Gro\u00dfbritannien werde k\u00fcnftig wieder Regeln aus Br\u00fcssel akzeptieren m\u00fcssen, so die Brexit-Unterst\u00fctzerin.<\/p>\n<p>    Mehrheit der Briten bereut Brexit-Entscheidung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/brexit-229.html\" title=\"Briten wollen raus aus der EU\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Das britische Referendum von 2016 zum EU-Austritt<\/a> offenbarte eine tiefe Spaltung der britischen Gesellschaft. Nur eine knappe Mehrheit sprach sich f\u00fcr den drastischen Schritt aus, in dessen Folge die britische Wirtschaft unter Druck geriet. Seit 2020 ist das Vereinigte K\u00f6nigreich offiziell nicht mehr Teil der EU, seit 2021 auch nicht mehr Mitglied der EU-Zollunion und des Binnenmarkts.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Beziehungen zu Br\u00fcssel wurden erheblich belastet. F\u00fcnf Premierminister amtierten, bevor Starmer im vergangenen Juli sein Amt antrat. Aktuelle Umfragen zeigen, dass eine Mehrheit der Briten die Brexit-Entscheidung bereut. Es gibt jedoch wenig Interesse an einem Wiedereintritt in die EU.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnter Starmer hat sich Gro\u00dfbritannien kontinuierlich der EU und <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/ukraine-unterstuetzung-unklarheiten-100.html\" title=\"Die &quot;Koalition der Willigen&quot; hofft weiter auf die USA\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">vor allem Frankreich und Deutschland wieder angen\u00e4hert<\/a>. Dies kommt vor allem auch im Umgang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und mit dem neuen US-Pr\u00e4sidenten Donald Trump zum Ausdruck. In diesem Bereich bem\u00fchen sich die Regierungen in London und Paris gemeinsam mit dem neuen Bundeskanzler Friedrich Merz um ein einheitliches Vorgehen, auch zusammen mit Polens Ministerpr\u00e4sident Donald Tusk.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 19.05.2025 14:13 Uhr Die EU und Gro\u00dfbritannien richten nach dem Brexit ihre Beziehungen neu aus. 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