{"id":1228620,"date":"2026-08-10T16:07:12","date_gmt":"2026-08-10T16:07:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1228620\/"},"modified":"2026-08-10T16:07:12","modified_gmt":"2026-08-10T16:07:12","slug":"klingbeil-nimmt-steuerplaene-fuer-vereine-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1228620\/","title":{"rendered":"Klingbeil nimmt Steuerpl\u00e4ne f\u00fcr Vereine zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/klingbeil-380.jpg\" alt=\"Lars Klingbeil\" title=\"Lars Klingbeil | EPA\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 10.08.2026 \u2022 17:06 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Am Wochenende waren Details aus einem Gesetzentwurf des Finanzministers durchgesickert. F\u00fcr Kritik sorgte vor allem der Punkt zu den Vereinssteuern. Den nahm Klingbeil nun zur\u00fcck &#8211; betonte aber zugleich, es sei ein falscher Eindruck entstanden.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/steuerreform-klingbeil-kritik-100.html\" title=\"Klingbeils Steuerpl\u00e4ne sto\u00dfen auf Kritik - auch aus der Union\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">heftiger Kritik<\/a> r\u00fcckt Finanzminister Lars Klingbeil von seinen Pl\u00e4nen ab, von bestimmten Vereinen h\u00f6here Steuern zu verlangen. Der entsprechende Passus werde aus dem Gesetz gestrichen, sagte Klingbeil der Nachrichtenagentur dpa.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es sei ihm dabei nie um kleine Vereine gegangen, sondern um Wirtschaftsvereine und Verb\u00e4nde, betonte der SPD-Politiker. &#8222;Durch die \u00f6ffentliche Debatte der letzten Tage ist allerdings der Eindruck entstanden, wir w\u00fcrden es den Tausenden Ehrenamtlichen in unseren Vereinen schwer machen wollen.&#8220; Die Kritik nehme er ernst und streiche die entsprechenden Formulierungen aus dem Entwurf.<\/p>\n<p>    &#8222;Teil der Bem\u00fchungen um einen Subventionsabbau&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Pl\u00e4ne waren am Wochenende durch Berichterstattung der Bild-Zeitung bekannt geworden. Bei dem umstrittenen Passus geht es allerdings um eine vergleichsweise kleine \u00c4nderung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Urspr\u00fcnglich wollte Klingbeil, dass f\u00fcr steuerpflichtige Vereine statt eines Freibetrags von 5.000 Euro eine Freigrenze von 1.000 Euro gilt. Einkommen bis 1.000 Euro w\u00e4ren damit steuerfrei geblieben, sobald h\u00f6here Gewinne erzielt worden w\u00e4ren, w\u00e4re das gesamte Einkommen steuerpflichtig gewesen. Gemeinn\u00fctzige Vereine &#8211; also kleine Sportvereine, Musikvereine, Umwelt- und Tierschutzvereine, Wohlfahrts-, Feuerwehr- und Heimatvereine &#8211; w\u00e4ren nicht betroffen gewesen. Sie sind mit der Anerkennung der Gemeinn\u00fctzigkeit von fast allen Steuerarten befreit.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Eine Sprecherin Klingbeils sagte, die Regelung h\u00e4tte auf Vereine abgezielt, die besonders gro\u00df seien und wirtschaftliche Gewinne erzielten. Mit der Gegenfinanzierung der Entlastungen bei der Einkommensteuer habe das Vorhaben nichts zu zu tun gehabt, sondern sei Teil der Bem\u00fchungen um einen Subventionsabbau.<\/p>\n<p>    Klingbeil verteidigt Pl\u00e4ne gegen Kritik<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Heftige Kritik hatte es auch an der geplanten Einkommensteuerreform gegeben: Unionspolitiker hatten Klingbeil vorgeworfen, die B\u00fcrger weniger zu entlasten als versprochen. Dem widersprach der SPD-Minister klar: &#8222;Den Beschluss des Koalitionsausschusses setzen wir damit 1:1 um&#8220;, sagte er. Im Jahr 2028 werde die versprochene Entlastung in H\u00f6he von zehn Milliarden Euro erreicht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zugleich betonte Klingbeil: &#8222;Es ist kein Geheimnis, dass ich deutlich weitergehende Vorschl\u00e4ge gemacht habe.&#8220; Wichtig sei aber, dass die Reform nun z\u00fcgig umgesetzt werde.<\/p>\n<p>    Gegenfinanzierung \u00fcber Spitzenverdiener<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/steuerreform-koalition-einigung-100.html\" title=\"Wie die Koalition Steuerzahler entlasten will\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Grundz\u00fcge der Reform<\/a> hatten die Spitzen der Koalition aus Union und SPD am 2. Juli vorgestellt. Insgesamt will Klingbeil Steuerzahler um rund zehn Milliarden Euro entlasten. Dabei sollen B\u00fcrger mit geringem und mittlerem Einkommen besonders profitieren. So sollen der Grundfreibetrag und das Kindergeld steigen. Au\u00dferdem sollen Menschen, die an Sonn- und Feiertagen arbeiten, in Zukunft mehr Geld steuerfrei verdienen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Um diese Entlastungen zu finanzieren, sollen beispielsweise Spitzenverdiener mehr Steuern zahlen als bisher. Zudem will Klingbeil bestimmte Steuerverg\u00fcnstigungen ab einem Jahreseinkommen von 250.000 Euro reduzieren. Aus den Zahlen des Gesetzentwurfs geht hervor, dass die B\u00fcrger 2027 in einem ersten Schritt um rund drei Milliarden entlastet werden, 2028 sollen weitere rund sieben Milliarden folgen.<\/p>\n<p>    Kritik auch vom Koalitionspartner<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der CDU-Spitzenkandidat f\u00fcr die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters, kritisierte, die Entlastung falle im kommenden Jahr deutlich geringer aus als versprochen. &#8222;Klingbeil bricht sein Wort, von der ohnehin d\u00fcrftigen Zehn-Milliarden-Steuererleichterung bleibt nicht mal ein Drittel \u00fcbrig&#8220;, sagte er der <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/klingbeil-bricht-sein-wort-union-wegen-steuer-sauerei-sauer-6a77470758210ba3ea8485ce\" title=\"Bild: &quot;Klingbeil bricht sein Wort&quot;\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Bild am Sonntag<\/a>.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Kritik kommt auch von der Deutschen Steuergewerkschaft (DStG). &#8222;Was hier als Reform verkauft wird, ist ein Tarifeingriff mit Etikett: ein bisschen Grundfreibetrag, zwei neue Tarifstufen, acht Euro Kindergeld&#8220;, sagte der Vorsitzende Florian K\u00f6bler den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Zudem vermisst er Anstrengungen zur Vereinfachung der komplizierten Regelungen im Steuerrecht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">FDP-Chef Wolfgang Kubicki bem\u00e4ngelte wiederum, dass Klingbeils Entwurf keinen Ausgleich der kalten Progression &#8211; also erh\u00f6hte Steuerbelastungen durch inflationsbedingte Lohnerh\u00f6hungen &#8211; vorsehe. Die Bundesregierung breche damit &#8222;auch das letzte Versprechen&#8220;. \u00dcbrig bleibe dann nichts als zus\u00e4tzliche Belastung, um einen immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Staat und ausufernde Ausgaben zu finanzieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 10.08.2026 \u2022 17:06 Uhr Am Wochenende waren Details aus einem Gesetzentwurf des Finanzministers durchgesickert. 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