{"id":1229687,"date":"2026-08-11T11:32:15","date_gmt":"2026-08-11T11:32:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1229687\/"},"modified":"2026-08-11T11:32:15","modified_gmt":"2026-08-11T11:32:15","slug":"spritpreise-treiben-rekordumstieg-auf-elektroautos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1229687\/","title":{"rendered":"Spritpreise treiben Rekordumstieg auf Elektroautos"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              Spritpreise treiben Rekordumstieg auf Elektroautos<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Fuel-prices-drive-record-switch-to-electric-cars-11410060.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Der Umstieg von Verbrennern auf reine Elektroautos hat in Deutschland einen neuen H\u00f6chststand erreicht. Nach Daten des Versicherungsunternehmens HUK Coburg f\u00fcr das zweite Quartal 2026 wurde bei 12 Prozent aller privaten Fahrzeugwechsel im Kundenbestand ein Verbrenner oder Hybrid durch einen batterieelektrischen Pkw ersetzt. Vor dem Beginn des Iran-Kriegs Anfang 2026 lag diese Quote noch bei 6,3 Prozent, der Wert hat sich also in wenigen Monaten nahezu verdoppelt.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Die HUK Coburg hat nach eigenen Angaben mit rund 14,5 Millionen versicherten Fahrzeugen fast ein Viertel Marktanteil bei privat zugelassenen Pkw Deutschlands. Der Quartalsbericht des Versicherers zur Elektromobilit\u00e4t <a href=\"https:\/\/www.huk.de\/presse\/nachrichten\/aktuelles\/huk-ebarometer-q2-2026.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">E-Barometer<\/a> nutzt interne Bestandsdaten \u00fcber tats\u00e4chliche Fahrzeugwechsel und erg\u00e4nzt sie um eine repr\u00e4sentative Online-Umfrage unter rund 4100 Personen ab 16 Jahren \u00fcber ein Panel des britischen Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov. Im Unterschied zu den KBA-Neuzulassungszahlen, die auch gewerbliche Flotten einschlie\u00dfen, bilden die Ergebnisse damit ausdr\u00fccklich den privaten Markt in Deutschland ab.<\/p>\n<p>    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Shenxing Akku CATL\" height=\"900\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1600 \/ 900; object-fit: cover;\" width=\"1600\"\/><\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0<\/p>\n<p>Florian Pillau<\/p>\n<p>)<\/p>\n<p>Dennoch best\u00e4tigt die KBA-Statistik den Trend: Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Deutschland rund 368.000 batterieelektrische Pkw neu zugelassen, ein Plus von 48 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahreszeitraum. Der BEV-Marktanteil stieg auf 24,8 Prozent. Damit f\u00e4hrt <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/6-6-Millionen-neue-Elektroautos-Markt-waechst-langsamer-11379674.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">jeder vierte Neuwagen<\/a> in Deutschland batterieelektrisch. International w\u00e4chst der E-Auto-Markt deutlich langsamer: Weltweit wurden laut einer Analyse der Beratungsagentur PwC im ersten Halbjahr 6,6 Millionen BEV neu zugelassen, nur 9 Prozent mehr als im Jahr davor.<\/p>\n<p>Kr\u00e4ftiger Impuls durch Iran-Krieg, Gebrauchte helfen<\/p>\n<p>Besonders auff\u00e4llig ist laut HUK der \u00fcberproportionale Anstieg bei gebrauchten Elektroautos. Die Versicherungsdaten zeigen, dass die Umstiege auf gebrauchte Batterieelektrische st\u00e4rker zugenommen haben als auf Neuwagen. Das Unternehmen interpretiert dies als direkte Reaktion auf die gestiegenen Kraftstoffkosten: Wer schnell vom Verbrenner weg wolle, k\u00f6nne mit einem Gebrauchten lange Lieferfristen umgehen. Bei Umstiegen auf gebrauchte E-Autos ist jeder sechste Wagen ein Auto von Volkswagen inklusive Audi, Skoda und Cupra, mit deutlichem Anstieg im ersten Halbjahr 2026. HUK-Vorstand J\u00f6rg Rheinl\u00e4nder nannte elektrische Gebrauchtwagen einen potenziellen \u201eGamechanger\u201c und regte an, die staatliche E-Auto-Pr\u00e4mie auch auf gebrauchte E-Autos auszuweiten.<\/p>\n<p>Die Daten zeigen zudem eine klare Korrelation mit der Fahrleistung: Vielfahrer mit mehr als 12.000 Kilometern pro Jahr steigen mit 14,7 Prozent fast doppelt so h\u00e4ufig auf E-Autos um wie Wenigfahrer mit 8 Prozent. Bei Gebrauchtwagen ist der Abstand mit 10,7 gegen\u00fcber 4,5 Prozent sogar noch gr\u00f6\u00dfer. In der begleitenden Online-Umfrage gaben 24 Prozent der F\u00fchrerscheinbesitzer an, erst durch <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Sprit-immer-teurer-Regierung-plant-keine-Entlastungen-11371006.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">die seit dem Iran-Krieg gestiegenen Spritpreise<\/a> erstmals \u00fcber einen Elektroauto-Kauf nachgedacht oder eine geplante Anschaffung vorgezogen zu haben.<\/p>\n<p>Ausl\u00e4ndische Marken profitieren \u00fcberproportional<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Beim Blick auf die Markenverteilung zeichnet das Barometer ein f\u00fcr die deutsche Autoindustrie ern\u00fcchterndes Bild: Bei Umstiegen von Verbrenner auf neue E-Autos haben laut HUK \u201ealle deutschen Marken au\u00dfer Opel\u201c Anteile verloren. Tesla legte bei den Umsteigern von 5,6 auf 12,2 Prozent zu, ein markantes Comeback nach dem R\u00fcckgang im Vorjahr. BYD wuchs von 0,8 auf 3,3 Prozent, Leapmotor von 1,8 auf 3,4 Prozent. Die HUK betont, dass vor allem preisg\u00fcnstigere ausl\u00e4ndische Hersteller von der Kaufzur\u00fcckhaltung preissensibler Kunden profitieren. Das deckt sich mit Auswertungen des BAFA zur aktuellen <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Neue-E-Auto-Praemie-Drei-Viertel-der-Antraege-aus-unteren-Einkommensgruppen-11399588.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">E-Auto-Pr\u00e4mie<\/a>, bei der Tesla unter den gef\u00f6rderten Marken vorn liegt.<\/p>\n<p>Die seit Januar 2026 geltende, sozial gestaffelte Kaufpr\u00e4mie des Bundes von bis zu 6000 Euro f\u00fcr ein batterieelektrisches Auto d\u00fcrfte den Trend befeuern. In der HUK-Umfrage vom ersten Quartal hatten bereits 18 Prozent der F\u00fchrerscheinbesitzer angegeben, die F\u00f6rderung habe direkte Auswirkungen auf ihre Kaufplanung. Unter j\u00fcngeren Fahrern unter 40 Jahren lag dieser Wert bei 31 Prozent, bei Eltern minderj\u00e4hriger Kinder sogar bei 32 Prozent. Seit dem Antragsstart Mitte Mai wurden beim BAFA knapp 104.000 F\u00f6rderantr\u00e4ge eingereicht, rund drei Viertel davon aus Haushalten mit maximal 60.000 Euro Jahreseinkommen.<\/p>\n<p>Erstmals findet Mehrheit der Befragten E-Autos gut<\/p>\n<p>Bemerkenswert ist auch die gesellschaftliche Akzeptanz: Erstmals seit Beginn der quartalsweisen Messung 2024 bewerten laut der Umfrage 52 Prozent der Deutschen Elektroautos als \u201egut\u201c oder \u201esehr gut\u201c. Die Zustimmung bei Frauen stieg von 37 auf 45 Prozent, bei M\u00e4nnern von 54 auf 59 Prozent. Regional zeigen Schleswig-Holstein und Niedersachsen die gr\u00f6\u00dfte Wachstumsdynamik beim privaten E-Auto-Bestand, Schlusslichter sind Sachsen und Berlin. Bei den Gro\u00dfst\u00e4dten liegt Stuttgart vorn, der Landkreis Starnberg f\u00fchrt das bundesweite Ranking mit einem privaten E-Auto-Bestand von 7,4 Prozent an.<\/p>\n<p>Methodisch basiert das E-Barometer auf einer Kombination aus den internen Versicherungsdaten der HUK und der repr\u00e4sentativen YouGov-Befragung. Die Methodik blieb seit dem Start 2024 nach Angaben der HUK im Wesentlichen unver\u00e4ndert, was die Vergleichbarkeit der Quartalsausgaben gew\u00e4hrleisten soll. Allerdings bildet der Versicherungsbestand nur das Segment der HUK-Privatkunden ab. Er d\u00fcrfte durch die Marktgr\u00f6\u00dfe des Versicherers zwar ein belastbares Bild liefern, doch k\u00f6nnen regionale und sozio\u00f6konomische Verzerrungen im Kundenstamm nicht ausgeschlossen werden. Auch die seit Januar 2026 erstmals f\u00f6rderf\u00e4higen <a class=\"heiseplus-lnk\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/tests\/Opel-Astra-Plug-in-Hybrid-im-Test-Lohnt-sich-der-ueberarbeitete-PHEV-noch-11315377.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Plug-in-Hybride, wie dem Opel Astra PHEV (Test)<\/a> gewinnen laut den Daten bei Fahrzeugwechseln an Bedeutung: Im zweiten Quartal wechselten 39,4 Prozent der bisherigen Plug-in-Fahrer bei einer Neuwagenanschaffung zu einem reinen Stromer, 38,1 Prozent blieben beim Plug-in.<\/p>\n<p>        Mehr zum Thema ElektroautoMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:fpi@heise.de\" title=\"Florian Pillau\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">fpi<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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