{"id":123004,"date":"2025-05-19T14:06:12","date_gmt":"2025-05-19T14:06:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/123004\/"},"modified":"2025-05-19T14:06:12","modified_gmt":"2025-05-19T14:06:12","slug":"chinas-onlinehaendler-draengen-staerker-nach-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/123004\/","title":{"rendered":"Chinas Onlineh\u00e4ndler dr\u00e4ngen st\u00e4rker nach Europa"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">(gw) Vor 30 Jahren ist in Deutschland der Onlinehandel mit einem Umsatz von 1,25 Milliarden Euro gestartet. In diesem Jahr wird er nach Einsch\u00e4tzung des Handelsverbandes Deutschland (HDE) mehr als 92 Milliarden Euro erreichen. Das sind \u00fcber 7000 Prozent mehr als in der Zeit der Online-Pioniere. Die erwartete Steigerung gegen\u00fcber 2024 f\u00e4llt mit etwa vier Prozent nat\u00fcrlich bescheidener aus. Aber sie w\u00e4re um etwa einen Prozentpunkt st\u00e4rker, als es die HDE-Experten  erwartet haben. Der am schnellsten wachsende Bereich sind die sogenannten Fast Moving Consumer Goods (plus 7,3 Prozent). Hinter dem englischen Begriff verbergen sich Produkte des t\u00e4glichen Bedarfs, die h\u00e4ufig gekauft werden \u2013 Lebensmittel, K\u00f6rperpflege, Putzmittel .<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Was H\u00e4ndlern Sorgen macht, ist der gewaltige Einfluss, den die viel kritisierten chinesischen Onlineh\u00e4ndler Temu und Shein haben. Ihr Anteil am gesamten Online-Kuchen betrug im vergangenen Jahr etwa drei Prozent und machte immerhin ein Drittel aller Bestellungen bei ausl\u00e4ndischen Onlineh\u00e4ndlern aus. Jetzt droht der Zollstreit zwischen den <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/usa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">USA<\/a> und China diesen aus deutscher Sicht unliebsamen Trend noch zu verst\u00e4rken. Denn beide haben seit April ihre Aufwendungen f\u00fcr Werbung um mehr als 40 Prozent gesteigert, wie der stellvertretende HDE-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Stephan Tromp am Montag sagte. Und diese Werbung findet laut Tromp mittlerweile weniger in den USA und mehr in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/europa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Europa<\/a> statt. Temu und Shein orientierten sich mehr in Richtung Europa, weil der amerikanische Markt deutlich weniger von Interesse sei. Die klare Forderung des Handels: die Zollfreiheit bis zu einem Warenwert von 150 Euro soll abgeschafft werden.  Es sei \u201eh\u00f6chste Zeit, dass die Politik f\u00fcr faire Wettbewerbsbedingungen mit den Anbietern aus Fernost sorgt\u201c, so Tromp. Seit Februar sind Pl\u00e4ne der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/eu-kommission\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EU-Kommission<\/a> bekannt, eine Bearbeitungsgeb\u00fchr auf die P\u00e4ckchen aus <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/asien\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Asien<\/a> zu erheben.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dabei merken manche nicht mal, dass sie im Ausland bestellt haben, Jedenfalls gilt das f\u00fcr 42 Prozent all jener, die das Institut f\u00fcr Handelsforschung befragt hat. Denen ist es erst bei der Bestellbest\u00e4tigung odef der Lieferung aufgefallen, dass die Ware aus anderen L\u00e4ndern bekommt. Fast ein Viertel bestellt sogar bewusst im Ausland, nur jed f\u00fcnfte befragte Person schlie\u00dft das f\u00fcr sich aus. Etwa 44 Prozent, die im vergangenen Jahr im Ausland bestellten, haben das bei Temu getan, wie die IFH-Umfrage ergeben hat. <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Sorgen machen sollte im deutschen Handel aber auch die Tatsache, dass laut Online-Statistik des HDE  immer noch drei von f\u00fcnf deutschen Einzelh\u00e4ndlern das Internet gar nicht als Vertriebsweg nutzen. Das mag in einzelnen F\u00e4llen nicht notwendig sein \u2013 weil sich zum Beispiel wertvoller Schmuck eher im station\u00e4ren handel verkauft \u2013 aber so mancher in anderen Sparten scheint sich auch noch zu sperren. Der Anteil derer, die \u00fcber einen eigenen Auftritt im Netz unterwegs sind, ist noch  geringer als 40 Prozent. Eher machen manche einen Teil ihres Gesch\u00e4fts \u00fcber die Plattformen von <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/amazon\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Amazon<\/a> und Co., die inzwischen laut HDE rund 57 Prozent des gesamten Online-Handels in Deutschland ausmachen. Davon wiederum entf\u00e4llt der weit \u00fcberwiegende Anteil auf den Marketplace von Amazon. Der Konzern von <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/jeff-bezos\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jeff Bezos<\/a> setzt einschlie\u00dflich seines Eigenhandels bei uns mehr als 55 Milliarden Euro um.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"(gw) Vor 30 Jahren ist in Deutschland der Onlinehandel mit einem Umsatz von 1,25 Milliarden Euro gestartet. 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