{"id":123067,"date":"2025-05-19T14:40:08","date_gmt":"2025-05-19T14:40:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/123067\/"},"modified":"2025-05-19T14:40:08","modified_gmt":"2025-05-19T14:40:08","slug":"berlin-brandenburg-wilke-wird-neuer-innenminister-bereit-fuer-diesen-schritt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/123067\/","title":{"rendered":"Berlin &#038; Brandenburg: Wilke wird neuer Innenminister: &#8222;Bereit f\u00fcr diesen Schritt&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>                    Berlin &amp; Brandenburg<br \/>\n                Wilke wird neuer Innenminister: &#8222;Bereit f\u00fcr diesen Schritt&#8220;<\/p>\n<p>\t\t\t\t              19.05.2025, 16:10 Uhr<\/p>\n<p><strong>Nach turbulenten Tagen in der Landesregierung hat Ministerpr\u00e4sident Woidke einen neuen Innenminister vorgestellt. Die Wahl f\u00e4llt \u00fcberraschend auf einen ehemaligen Linken-Politiker.<\/strong><\/p>\n<p>Potsdam (dpa\/bb) &#8211; Ren\u00e9 Wilke &#8211; bisher parteiloser Oberb\u00fcrgermeister der Stadt Frankfurt (Oder) &#8211; soll k\u00fcnftig das Brandenburger Innenministerium \u00fcbernehmen. Nur wenige Tage nach dem R\u00fccktritt von Katrin Lange (SPD) pr\u00e4sentierte Brandenburgs Ministerpr\u00e4sident Dietmar Woidke (SPD) der \u00d6ffentlichkeit ihren designierten Nachfolger. Wilkes Vereidigung vor dem Landtag steht laut Woidke am Donnerstag an.\u00a0<\/p>\n<p>Wilke &#8211; Der \u00dcberraschungskandidat<\/p>\n<p>&#8222;Ich glaube schon, dass es eine \u00dcberraschung f\u00fcr viele ist, dass ich heute hier stehe&#8220;, sagte Wilke in der Staatskanzlei. Sein Name war in den Spekulationen um die Lange-Nachfolge kaum aufgetaucht. Zudem wollte Wilke im kommenden Jahr erneut bei der Oberb\u00fcrgermeisterwahl in Frankfurt (Oder) antreten.\u00a0<\/p>\n<p>&#8222;Ich bin bereit f\u00fcr diesen n\u00e4chsten Schritt, weil ich meinen Beitrag leisten will&#8220;, sagte er nun an der Seite von Woidke in Potsdam. Er habe die Chance, selbst mitzugestalten. Ihn befalle immer wieder das Gef\u00fchl, dass die Gesellschaft \u00fcberfordert sei. &#8222;Hin und wieder suchen wir die Pause-Taste. So viel, was auf uns einstr\u00f6mt&#8220;, so Wilke. All das verunsichere die Menschen. &#8222;Aus Sorgen k\u00f6nnen \u00c4ngste werden. Aus \u00c4ngsten kann Spaltung werden.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>Kommender Minister will weniger Spaltung<\/p>\n<p>Er sehe seine kommende Aufgabe im Land besonders darin, dass es weniger Spaltung, \u00c4ngste und Sorgen gebe. Er wolle klar handeln, &#8222;bei jenen, die Probleme bereiten und den gesellschaftlichen Zusammenhalt st\u00f6ren&#8220;. Hier rufe eine Aufgabe, die gro\u00df und herausfordernd sei.<\/p>\n<p>Woidke \u00fcberzog Wilke bei dessen Vorstellung mit reichlich Vorschusslorbeeren. Er sehe jemanden, &#8222;der seine Aufgabe als Oberb\u00fcrgermeister herausragend gut gemacht hat&#8220;, sagte der Ministerpr\u00e4sident. Er habe der Stadt Frankfurt (Oder) ein neues Selbstbewusstsein gegeben und die Menschen motiviert, Dinge anzugehen. Zudem sei ihm Wilke beim Oder-Hochwasser als guter Krisenmanager aufgefallen, der mit der n\u00f6tigen Emotionalit\u00e4t auf Menschen zugegangen ist, die teilweise ihre H\u00e4user verlassen mussten.\u00a0<\/p>\n<p>Woidke setzt mit der Besetzung ein Zeichen<\/p>\n<p>F\u00fcr Woidke waren die letzten Wochen verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig turbulent. Nach der Entlassung seines Regierungssprechers folgte der R\u00fccktritt von Innenministerin Katrin Lange (SPD), die als Wunschkandidatin Woidkes f\u00fcr den Ministerpr\u00e4sidentenposten galt. In einigen Medien wurde Woidke Amtsm\u00fcdigkeit vorgeworfen und bereits von der &#8222;Woidke-D\u00e4mmerung&#8220; geschrieben.<\/p>\n<p>Mit dem \u00dcberraschungscoup namens Wilke versucht Ministerpr\u00e4sident Woidke nicht weniger als einen Befreiungsschlag aus dieser Krise. Erstens will er mit der z\u00fcgigen Personalentscheidung Handlungsf\u00e4higkeit demonstrieren &#8211; nach innen in seine SPD\/BSW-Koalition hinein und nach au\u00dfen in die \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n<p>Zweitens sendet er mit dem ehemaligen Linken-Politiker als Mann f\u00fcr das wichtige Schl\u00fcsselressort ein Signal an den linken Fl\u00fcgel in der SPD, der Katrin Lange kritisiert hatte. Und drittens holt sich der Regierungschef einen ausgewiesenen Fachmann f\u00fcr die gro\u00dfen Themen Migration und Kommunen. Wilke kennt das Problem illegaler Migration genauso wie das knapper Kassen.<\/p>\n<p> Wilke gilt als kompetent und engagiert<\/p>\n<p>Auf kommunaler Ebene wird der 40-j\u00e4hrige Wilke sehr gesch\u00e4tzt. In Frankfurt (Oder) konnte er zuletzt auf die Unterst\u00fctzung nahezu aller Fraktionen im Stadtparlament &#8211; mit Ausnahme der AfD &#8211; z\u00e4hlen. Er gilt als arbeitsam, engagiert und zupackend. Sein gro\u00dfes Ziel f\u00fcr die Stadt war es, das geplante Zukunftszentrum in die Oderstadt zu bekommen. Das Projekt scheiterte, weil Halle (Saale) den Zuschlag vom Bund bekam.\u00a0<\/p>\n<p>Auch in der Stadtbev\u00f6lkerung ist er sehr anerkannt und gilt als Mann mit einem guten Ohr zum Volk. Nach einem \u00dcberfall auf einen Musikklub im Jahr 2018 mit mehreren Schwerverletzten setzte Wilke auf eine harte Gangart und leitete mehrere Ausweisungsverfahren gegen ausl\u00e4ndische Straft\u00e4ter ein. Damit sorgte er bundesweit f\u00fcr Aufsehen. 2024 trat er aus der Partei Die Linke aus. Er begr\u00fcndete seinen Schritt vor allem mit der Einstellung der Partei zum Ukraine-Krieg.<\/p>\n<p>Wie war bislang sein Kontakt zur Landesregierung? Zur Kulturministerin Manja Sch\u00fcle (SPD), die wie er aus Frankfurt (Oder) stammt, h\u00e4lt Wilke einen engen Kontakt. Beide verstehen sich augenscheinlich sehr gut. Gegen\u00fcber Ministerpr\u00e4sident Woidke \u00e4u\u00dferte er sich gelegentlich kritisch. Bei der Bewerbung f\u00fcr das Zukunftszentrum konnte er sich aber stets auf den R\u00fcckhalt der Landesregierung verlassen.\u00a0<\/p>\n<p>Lange nach Verfassungsschutz-Aff\u00e4re zur\u00fcckgetreten<\/p>\n<p>Ex-Ministerin Lange war am Freitag wegen des Streits um die Entlassung des Verfassungsschutzchefs zur\u00fcckgetreten. Die 53-J\u00e4hrige, die seit rund f\u00fcnf Monaten im Amt war, war in den eigenen Reihen massiv in die Kritik geraten. Ausgel\u00f6st hatte die Querelen die Mitte April erfolgte Einstufung der Landes-AfD als gesichert rechtsextremistische Bestrebung.\u00a0<\/p>\n<p>Lange hatte dem Verfassungsschutzchef vorgeworfen, sie nicht rechtzeitig dar\u00fcber informiert zu haben, und ihn gefeuert. Es gab dann Vorw\u00fcrfe, Lange schw\u00e4che mit ihrem Vorgehen die Unabh\u00e4ngigkeit des Verfassungsschutzes und spiele der AfD in die H\u00e4nde. Lange wurde auch vorgeworfen, sie habe die Hochstufung der AfD m\u00f6glicherweise hinausz\u00f6gern wollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin &amp; Brandenburg Wilke wird neuer Innenminister: &#8222;Bereit f\u00fcr diesen Schritt&#8220; 19.05.2025, 16:10 Uhr Nach turbulenten Tagen in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":123068,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1816],"tags":[1960,1958,1959,1957,46456,296,1956,1890,29,30,37762,22868,46455],"class_list":{"0":"post-123067","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-brandenburg","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin-und-brandenburg","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-brandenburg","10":"tag-aktuelle-news-aus-berlin-und-brandenburg","11":"tag-aktuelle-news-aus-brandenburg","12":"tag-bereit","13":"tag-berlin","14":"tag-berlin-und-brandenburg","15":"tag-brandenburg","16":"tag-deutschland","17":"tag-germany","18":"tag-innenminister","19":"tag-schritt","20":"tag-wilke"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114535020921263393","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/123067","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=123067"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/123067\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/123068"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=123067"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=123067"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=123067"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}