{"id":12307,"date":"2025-04-07T05:48:23","date_gmt":"2025-04-07T05:48:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/12307\/"},"modified":"2025-04-07T05:48:23","modified_gmt":"2025-04-07T05:48:23","slug":"grossbritanniens-noete-bei-der-aufruestung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/12307\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfbritanniens N\u00f6te bei der Aufr\u00fcstung"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 15.03.2025 05:09 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Gro\u00dfbritannien will wie seine Partner aufr\u00fcsten, doch steht dabei vor mehreren Problemen. Die Kassen sind leer und der Modernisierungsbedarf der Armee gro\u00df. Und dann ist da noch der Faktor USA. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/mareike-aden-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Mareike Aden\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/mareike-aden-102.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas Dr\u00f6hnen von computergesteuerten Fr\u00e4smaschinen f\u00fcllt die Produktionshalle des eher kleinen Maschinenbau-Unternehmens GW Martin im s\u00fcdenglischen Eastleigh. Sie stellen hier Bauteile f\u00fcr die Medizin- und Automobilindustrie her, aber auch f\u00fcr die britische R\u00fcstungsindustrie.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnternehmenschef Stuart Yalden, der einen Pin mit der britischen und ukrainischen Flagge am Anzug tr\u00e4gt, hofft jetzt auf mehr Auftr\u00e4ge aus der R\u00fcstungsindustrie. &#8222;Wir w\u00fcrden neue Maschinen kaufen und k\u00f6nnte<strong>n<\/strong> zus\u00e4tzliche Schichten einf\u00fchren. Wenn n\u00f6tig, k\u00f6nnten wir sogar anbauen&#8220;, sagt er. &#8222;Kleine und mittlere Unternehmen wie wir k\u00f6nnen flexibler auf das reagieren, was das Land braucht.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDar\u00fcber hat Yalden vor Kurzem in der Nummer 10 Downing Street sogar mit Premierminister Keir Starmer gesprochen. Die Regierung hatte Vertreter kleiner Unternehmen aus der R\u00fcstungsindustrie zu einem Pressetermin geladen. Starmers Labour-Regierung will deren Rolle\u00a0im R\u00fcstungssektor st\u00e4rken.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDamit, so die Hoffnung, k\u00f6nnte dann endlich auch das Wirtschaftswachstum kommen, das Labour und Starmer den W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hlern versprochen haben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nYalden war dabei, als Starmer betonte: &#8222;Es geht nicht nur um die Sicherheit Gro\u00dfbritanniens, es geht auch um die Sicherheit von Arbeitspl\u00e4tzen und eine neue Generation von gut bezahlten Jobs, auf die man stolz sein kann, weil sie unser Land sch\u00fctzen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n\u00a0<\/p>\n<p>    R\u00fcstungsausgaben 2030 bei drei Prozent<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nR\u00fcstung und Verteidigung stehen nun ganz oben auf der politischen Agenda. Jahrelang stand eine Erh\u00f6hung der Verteidigungsausgaben nur im Raum, jetzt hat Starmer entschieden:<strong>\u00a0<\/strong>Fr\u00fcher als geplant &#8211; bis 2027 &#8211; soll der britische\u00a0Verteidigungsetat auf 2,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes steigen.\u00a0Bis 2030 dann auf drei Prozent.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Mehrkosten werden umgerechnet mindestens etwa 16 Milliarden Euro pro Jahr betragen. Massiv gek\u00fcrzt wird daf\u00fcr die internationale Entwicklungshilfe. Die zust\u00e4ndige Ministerin trat aus Protest zur\u00fcck, Menschenrechtsorganisationen kritisierten die Entscheidung ebenfalls.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>    Das Problem: die strukturellen \u00c4nderungen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNach au\u00dfen geben sich die Briten unter Starmer in diesen Wochen als milit\u00e4rische F\u00fchrungsnation, schmieden an der so genannten &#8222;Koalition der Willigen&#8220;. Dabei seien das britische Milit\u00e4r und die R\u00fcstungsindustrie nach immer neuen Sparrunden in schlechter Verfassung, sagt der Milit\u00e4rexperte Francis Tusa, Verfasser des Fachblogs Defence Analysis. &#8222;Die britischen Best\u00e4nde von Raketen und Munition sind verheerend niedrig&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie zu bestellen sei teuer, aber vergleichsweise einfach: &#8222;Die n\u00f6tigen strukturellen \u00c4nderungen &#8211; die sind schwieriger und werden dauern. Dem ganzen System wurde jahrzehntlange eingetrichtert, dass gespart werden muss.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Bisher ging ein gro\u00dfer Teil der britischen Verteidigungsausgaben in die nukleare Abschreckung. Jetzt muss es auch darum gehen potenziellen Gegnern zu beweisen, dass die Kapazit\u00e4ten in der R\u00fcstungsindustrie schnell hochgefahren werden k\u00f6nnen &#8211; als andere Art der Abschreckung&#8220;, sagt Verteidigungsexperte Stuart Dee vom Thinktank RAND Europa.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n\u00a0<\/p>\n<p>    Abh\u00e4ngigkeiten von den USA bleiben<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNoch etwas sorgt f\u00fcr Nervosit\u00e4t: Die nukleare Abschreckung des Vereinigten K\u00f6nigreiches mit Atom-U-Booten ist abh\u00e4ngig von den USA. Dort werden die Trident-Raketen hergestellt und gewartet. Nur ein Beispiel f\u00fcr die enge milit\u00e4rische Verkn\u00fcpfung der beiden L\u00e4nder und entscheidende Grundlage der oft zitierten &#8222;Special Relationship&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Die gesamte Verteidigungsstrategie unseres Landes basiert auf der Annahme, dass wir in einem gro\u00dfen Konflikt an der Seite der USA k\u00e4mpfen w\u00fcrden&#8220;, sagt Tusa. &#8222;Aber Trump macht deutlich: Diese Garantien gibt es nicht mehr.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nF\u00fcr den Milit\u00e4rexperten ist klar: Gro\u00dfbritannien m\u00fcsse deshalb neue Wege gehen und sich von den USA unabh\u00e4ngiger machen &#8211; beim Kauf von Milit\u00e4r-Equipment und strategisch.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n\u00a0<\/p>\n<p>    Alte Gewissheiten gelten nicht mehr<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAlte Gewissheiten gelten auch f\u00fcr die Briten nicht mehr. F\u00fcr den Moment steigen die \u00fcber Monate hinweg schlechten Zustimmungswerte der britischen Regierung f\u00fcr den nun eingeschlagenen Kurs.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch bereits geplante und wohl unvermeidbare Einschnitte im Sozialsystem zugunsten weiterer Verteidigungsausgaben k\u00f6nnten das schnell wieder \u00e4ndern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 15.03.2025 05:09 Uhr Gro\u00dfbritannien will wie seine Partner aufr\u00fcsten, doch steht dabei vor mehreren Problemen. 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