{"id":1231385,"date":"2026-08-12T10:39:20","date_gmt":"2026-08-12T10:39:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1231385\/"},"modified":"2026-08-12T10:39:20","modified_gmt":"2026-08-12T10:39:20","slug":"giverny-paris-le-havre-wo-man-in-frankreich-auf-den-spuren-von-claude-monet-wandeln-kann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1231385\/","title":{"rendered":"Giverny, Paris, Le Havre: Wo man in Frankreich auf den Spuren von Claude Monet wandeln kann"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Zeitreise mehr als 150 Jahre zur\u00fcck kann beginnen, wenn man den richtigen Winkel gefunden hat. Wer sich unter das Aussichtsrohr am <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/reise\/voila-so-entschleunigt-eine-flusskreuzfahrt-auf-der-seine-103232928\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Quai de Southampton in Le Havre<\/a> stellt, erkennt vor sich zun\u00e4chst den heutigen Industriehafen mit seinen Verladekr\u00e4nen, Containerterminals, Silos und Rohrleitungen. Doch ein Blick hinauf in das Periskop zeigt diesen Ort,<a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/reise\/2026-gibt-es-viele-anlaesse-zu-verreisen-das-sind-die-hoehepunkte-112815681\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\"> wie ihn Claude Monet<\/a> einst sah. Hier erscheint jene Perspektive, die sich dem Maler an einem k\u00fchlen Novembermorgen im Jahr 1972 kurz nach Sonnenaufgang bot.\n  <\/p>\n<p>            In Le Havre entdeckte Claude Monet die Freiluftmalerei f\u00fcr sich<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Es handelte sich schon damals um einen gesch\u00e4ftigen Hafen: Dampfschiffe lagen im Wasser, dazwischen erhoben sich die Masten der Segelschiffe, w\u00e4hrend Rauchfahnen aus den Schornsteinen der Dampfer stiegen. All das bildet das runde Rohr ab, das der K\u00fcnstler Guillaume Aubry im Rahmen des Stra\u00dfenkunst-Festivals \u201eUn \u00e9t\u00e9 au Havre\u201c (\u201eEin Sommer in Le Havre\u201c) am Ufer aufgestellt hat.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Monet verarbeitete diesen Ausblick von seinem Balkon im \u201eH\u00f4tel de l\u2019Amiraut\u00e9\u201c (\u201eHotel der Marineverwaltung\u201c) seinerzeit nicht fotografisch genau, sondern mit jenem f\u00fcr ihn so charakteristischen Stil, indem er das Motiv sanft verfremdete. Auf seinem Gem\u00e4lde \u201eImpression, Sonnenaufgang\u201c (\u201eImpression, soleil levant\u201c) lassen sich die industriellen Anlagen im Hintergrund erahnen. Davor schimmert das Wasser auf faszinierend plastische Weise. Tiefschwarze Silhouetten in Booten setzen sich vom farbigen Hintergrund ab.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/12claude-monet-le-bassin-du-commerce-le-havre-mba-liege-la-boverie.jpg\" alt=\"Das Hafenbecken von Le Havre - gemalt von Claude Monet.\" title=\"Das Hafenbecken von Le Havre - gemalt von Claude Monet.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Das Hafenbecken von Le Havre &#8211; gemalt von Claude Monet.<br \/>\n    Foto: MBA Liege La Boverie<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Das Hafenbecken von Le Havre &#8211; gemalt von Claude Monet.<br \/>\n    Foto: MBA Liege La Boverie<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Mit seiner Installation geht der K\u00fcnstler Aubry einen Dialog mit Monet ein, spiegelt das Damals im Heute. Sein Werk ist bewusst im Jahr des <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/kultur\/monet-degas-renoir-co-150-jahre-impressionismus-id70400301.html\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">100. Todestages von Claude Monet<\/a> entstanden. Der Ausnahme-Maler starb am 5. Dezember 1926 im Alter von 86 Jahren. Verbunden wird er mit mehreren Orten: mit Paris, wo er geboren wurde und sp\u00e4ter in Maler-Kreisen verkehrte; mit den Pariser Vororten Argenteuil und V\u00e9theuil, wo er ebenfalls einige Jahre lang lebte, unerm\u00fcdlich malte. <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/kultur\/faszination-schwarz-christof-rehms-praesentiert-boese-blumen-im-kunstraum-in-leitershofen-107791297\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Besonders pr\u00e4gend war das D\u00f6rfchen Giverny<\/a> in der Normandie. Hierhin zog Monet im Alter von 43 Jahren, um weitere 43 Jahre dort zu leben. Mit seinem \u00fcppig bepflanzten Garten und einem Seerosenteich schuf er sich dort eine nie versiegende Quelle an romantischen Natur-Motiven.\n  <\/p>\n<p>            In Le Havre entdeckte Monet seine Begeisterung f\u00fcrs Malen<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Aber eben auch Le Havre. 30 Jahre verbrachte er hier, zwischen seinem f\u00fcnften und 35. Lebensjahr. Hier entdeckte er als Heranwachsender seine Begeisterung f\u00fcr das Zeichnen und das Malen. \u201eDiese Jahre waren entscheidend f\u00fcr die Ausgestaltung von Monets Blick auf die Natur und seine Technik\u201c, erkl\u00e4rt die Museums- und Fremdenf\u00fchrerin Anne-Charlotte Perr\u00e9. \u201eAls Jugendlicher streifte er durch die Landschaften in der Umgebung, wo er Inspiration fand. Die N\u00e4he zur Natur sollte er nie aufgeben.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Einblicke in diese fr\u00fche Phase seines Lebens und Schaffens verleiht das \u00f6rtliche Museum f\u00fcr Moderne Kunst Andr\u00e9 Malraux (MuMa) zurzeit mit der Sonderausstellung \u201eMonet in Le Havre\u201c. Das moderne, weitl\u00e4ufige Geb\u00e4ude mit \u00d6ffnung zum Meer hin befindet sich nur 300 Meter von jener Stelle am Quai de Southampton entfernt, wo einst das \u201eH\u00f4tel de l\u2018Amiraut\u00e9\u201c stand.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Bereits in seinen fr\u00fchen Zeichen-Entw\u00fcrfen lie\u00df der junge Oscar-Claude, der erst sp\u00e4ter den ersten Teil seines Vornamens ablegen sollte, eine feine Beobachtungsgabe erkennen. Zun\u00e4chst spezialisierte er sich auf Karikaturen, die ihm etwas Geld einbrachten. Eine k\u00fcnstlerische Ausbildung erhielt der Junge nicht, der in einem gro\u00dfb\u00fcrgerlichen Haushalt aufwuchs und die Gesch\u00e4fte seines Vaters, des Handelskaufmanns Adolphe Monet, \u00fcbernehmen sollte. Doch Monet w\u00e4hlte lieber den prek\u00e4ren Weg des K\u00fcnstlers, unterst\u00fctzt von seiner Tante Marie-Jeanne Lecadre, mehreren M\u00e4zenen, sp\u00e4ter auch von seinem Bruder L\u00e9on, einem kenntnisreichen Kunstsammler.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/impressionisten-museum-in-monets-giverny.jpg\" alt=\"Claude Monet in seionem Garten.\" title=\"Claude Monet in seionem Garten.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Claude Monet in seionem Garten.<br \/>\n    Foto: dpa<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Claude Monet in seionem Garten.<br \/>\n    Foto: dpa<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Eine entscheidende Begegung war jene mit Eug\u00e8ne Boudin. Der Maler erkannte sein Talent, sprach ihn an und ermutigte ihn, sich der Malerei nach der Natur unter freiem Himmel zu widmen. Zun\u00e4chst nur widerwillig begleitete ihn der damals 18-j\u00e4hrige Monet auf die Anh\u00f6hen oberhalb von Le Havre. Er beobachtete den Maler, wie er seine Staffelei aufstellte, seine Farben auspackte und begann, direkt vor dem Motiv zu malen: den Himmel und die Wolken, das Meer, die wechselnden Lichtstimmungen. Dieser Moment gilt als Erweckungserlebnis von Monet. \u201eEs war, als w\u00fcrde ein Schleier zerrissen\u201c, sagte er sp\u00e4ter. \u201eIch verstand, was Malerei sein konnte.\u201c\n  <\/p>\n<p>            Schlie\u00dflich zog es Claude Monet nach Giverny<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Im MuMa h\u00e4ngen Bilder beider M\u00e4nner, des Mentors und seines Sch\u00fctzlings, nebeneinander: ein Motiv, zwei Interpretationen, trotz vieler \u00c4hnlichkeiten. Die Pastellt\u00f6ne, die tiefe Horizontlinie, die dem Himmel einen zentralen Raum verleiht, das Nachzeichnen der Wolkenbewegungen und die Transparenz des Wassers \u2013 Monet hatte zu dieser Zeit schon einige seiner wichtigsten Leitmotive gefunden, die er weiter ausbauen sollte. Sp\u00e4ter wurden sie zu Merkmalen des Impressionismus. Auch die sanfte Verfremdung des Motivs durch unscharfe Umrisse geh\u00f6rt dazu.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ab den 1860er-Jahren ging Monet nach Paris, wo er weitere junge K\u00fcnstler wie Pierre-Auguste Renoir, und Alfred Sisley kennenlernte. 1870 heiratete er Camille Doncieux, ein Modell. Einige Jahre sp\u00e4ter zog das Paar nach Argenteuil im Nordwesten von Paris. Es war eine produktive Zeit, in der er Boote auf der Seine, G\u00e4rten und Szenen des modernen Stadtlebens malte.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/1786531159_414_blob.jpg\" alt=\"Das Esszimmer der Monets in Giverny\" title=\"Das Esszimmer der Monets in Giverny\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Das Esszimmer der Monets in Giverny<br \/>\n    Foto: Birgit Holzer<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Das Esszimmer der Monets in Giverny<br \/>\n    Foto: Birgit Holzer<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Doch beim einflussreichen Pariser Salon wurden seine Bilder immer wieder abgelehnt. 1874 schlossen sich 30 Gleichgesinnte zusammen und organisierten ihre erste unabh\u00e4ngige Ausstellung. Die Schau galt als Skandal. Die Zeiten blieben schwierig f\u00fcr Monet. Wegen seiner Finanznot zog er mit Camille und den beiden S\u00f6hnen Jean und Michel weiter nordwestlich nach V\u00e9theuil, ein Dorf an der Seine. Mit dem Tod seiner schwer erkrankten Frau 1879 erlebte er einen herben Schicksalsschlag. In der Folge k\u00fcmmerte sich Alice Hosched\u00e9, Ehefrau des Kaufmanns und Kunstsammlers Ernest Hosched\u00e9, zunehmend um Monet und seine S\u00f6hne. Schlie\u00dflich zog sie zu ihm und folgte ihm mitsamt ihren sechs Kindern 1883 nach Giverny rund 70 Kilometer nordwestlich von Paris.\n  <\/p>\n<p>            Der Garten von Giverny ist heute ein Touristenmagnet<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Damals ein abgelegenes Dorf mit knapp 300 Einwohnern, ist Giverny heute ein Touristen-Magnet, den mehrfach pro Tag ein Shuttle-Bus aus dem n\u00e4chstgelegenen Bahnhof in Vernon anf\u00e4hrt. Die Anlage bl\u00fcht selbst w\u00e4hrend der gr\u00f6\u00dften Hitzewellen in vollster Pracht und ohne eine einzige d\u00fcrre Grasstelle. Etliche Restaurants, darunter auch jenes des durch die TV-Sendung \u201eTop Chef\u201c ber\u00fchmt gewordenen Kochs David Gallienne, befinden sich in unmittelbarer N\u00e4he des ehemaligen Wohnhauses. Pro Jahr besuchen mindestens eine halbe Million Menschen Giverny. Bunte Stra\u00dfenschilder, die unter anderem die Entfernung zu Tahiti (15.645 Kilometer), New York (5769 Kilometer) oder auch zum Mond (384.400 Kilometer) angeben, sind ein augenzwinkerndes Symbol daf\u00fcr, wie Monet aus einem Provinznest einen internationalen Anziehungspunkt gemacht hat.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/das-haus-von-claude-monet-in-giverny.jpg\" alt=\"Das Wohnhaus von Claude Monet in Giverny. Hier lebte der Maler bis zu seinem Tod 1926.\" title=\"Das Wohnhaus von Claude Monet in Giverny. Hier lebte der Maler bis zu seinem Tod 1926.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Das Wohnhaus von Claude Monet in Giverny. Hier lebte der Maler bis zu seinem Tod 1926.<br \/>\n    Foto: Christian R\u00f6wekamp\/dpa-tmn<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Das Wohnhaus von Claude Monet in Giverny. Hier lebte der Maler bis zu seinem Tod 1926.<br \/>\n    Foto: Christian R\u00f6wekamp\/dpa-tmn<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Monet konnte anfangs sein Landhaus nur mieten, er blieb ein sozialer Au\u00dfenseiter. Doch allm\u00e4hlich wendete sich seine Lage zum Besseren. Mehr und mehr Sammler, vor allem aus den USA und Japan, kauften Monets Bilder. Der Mittvierziger reiste viel, unter anderem wieder an die K\u00fcste nach F\u00e9camp, Dieppe und vor allem \u00c9tretat. Die spektakul\u00e4ren Kreidefelsen boten ein Motiv, das sich st\u00e4ndig verwandelte, weil die Sonne, der Sturm und der Nebel, Ebbe und Flut die Farben und Konturen immer wieder anders formten. L\u00e4ngst ist \u00c9tretat kein Fischerdorf mehr, sondern geh\u00f6rt vor allem in den Sommermonaten zu einem der beliebtesten Reiseziele der Normandie.\n  <\/p>\n<p>            Die Seerosen im Garten von Giverny sind weltber\u00fchmt<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Infolge wachsender Einnahmen konnte der Maler 1890 sein Haus kaufen, dessen Garten er \u00fcppig bepflanzte und erweiterte. Heute umfasst das gesamte Anwesen etwa zwei Hektar und gliedert sich in zwei Hauptbereiche: den farbenfrohen Blumengarten vor dem Geb\u00e4ude und den ber\u00fchmten Wassergarten mit Seerosenteich, Trauerweiden und einer japanischen Br\u00fccke. Entdeckt hatte Monet die neu gez\u00fcchteten Seerosen anl\u00e4sslich der Pariser Weltausstellung im Jahr 1889: Unweit des gerade er\u00f6ffneten Eiffelturms wuchsen pr\u00e4chtige Exemplare in Wasserbecken. Rund 250 seiner sch\u00e4tzungsweise knapp 3000 Werke zeigen Seerosen. Im Mus\u00e9e de l\u2019Orangerie in Paris f\u00fcllen die monumentalen Abbildungen die W\u00e4nde zweier ovaler S\u00e4le und lassen die Besucher in Monets Gartenwelt eintauchen.  Sowohl die Orangerie als auch das Mus\u00e9e d\u2019Orsay widmen sich in diesem Jubil\u00e4umsjahr mit Sonderausstellungen Monet als einem Maler, der so lange um die Anerkennung seiner Kunst gerungen hat \u2013 und der sie bis heute erh\u00e4lt wie wenige andere.\n  <\/p>\n<p>    Weitere Informationen zum Monet-Jahr<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Muse<strong class=\"font-bold\">um f\u00fcr moderne Kunst Andr\u00e9 Malraux (Muma):  Auss<\/strong>tellung \u201eMonet au Havre\u201c (\u201eMonet in Le Havre\u201c) bis 27. September, 2 Boulevard Clemenceau, 76600 Le Havre, \u00d6ffnungszeiten: Di &#8211; Fr 11-18 Uhr, Wochenende 11-19 Uhr,  Erwachsene 10 Euro, reduzierter Tarif 6 Euro<\/p>\n<p>Haus<strong class=\"font-bold\"> von Claude Monet in V\u00e9theuil: 16,<\/strong> Avenue Claude Monet, 95510 V\u00e9theuil, Ge\u00f6ffnet von 1. April bis 31. Oktober, jeweils am 1. und 3. Wochenende jedes Monats zwischen 9 und 18 Uhr. Erwachsene 6 Euro, reduzierter Tarif 3 Euro.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <strong class=\"font-bold\">Impressionistisches Haus von Claude Monet in Argenteuil: <\/strong> 21 Boulevard Karl Marx, 95100 Argenteuil (erreichbar mit der Linie J vom Pariser Bahnhof Saint-Lazare aus)  Ge\u00f6ffnet mittwochs bis samstags von 11-13 Uhr und 14-19 Uhr, sonntags von 14 bis 19 Uhr: 5 Euro f\u00fcr Erwachsene, 3,50 Euro reduzierter Tarif<\/p>\n<p><strong class=\"font-bold\">Haus und G\u00e4rten von Claude Monet in Giverny,<\/strong> 84, rue Claude Monet, 27629 Giverny (Anreise mit dem Zug von Paris nach Vernon und anschlie\u00dfend mit einem Shuttle-Bus, der dort regelm\u00e4\u00dfig abf\u00e4hrt);\u00d6ffnungszeiten bis 1. November:<br \/>T\u00e4glich von 10 bis 18 Uhr Erwachsene 13 Euro, Kinder zwischen 7 und 17 Jahren: 7 Euro<br \/>Eine Reservierung der Tickets im Internet wird empfohlen<\/p>\n<p><strong class=\"font-bold\">Mus\u00e9e de l\u2019Orangerie: <\/strong>Ausstellung \u201eMonet, die Zeit malen\u201c (\u201eMonet, peindre le temps\u201c) von 30. September 2026 bis 25. Januar 2027 Jardin des Tuileries, Place de la Concorde, Paris, t\u00e4glich 9-18 Uhr, dienstags geschlossen<\/p>\n<p><strong class=\"font-bold\">Mus\u00e9e d\u2019Orsay <\/strong> Ausstellung \u201eIch verbringe mein Leben mit Malen\u201c (\u201eJe passe ma vie \u00e0 peindre\u201c) von 30. September 2026 bis 24. Januar 2027 Dienstag bis Sonntag 9.30 \u2013 18 Uhr, Donnerstag 9.30 bis 21.45 Uhr, 16 Euro (Erwachsene), reduzierter Tarif 13 Euro, gratis f\u00fcr EU-B\u00fcrgerinnen und -B\u00fcrger unter 26\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Dieser Artikel entstand nach einer Pressereise in die Normandie mit Unterst\u00fctzung von \u201eNormandie Tourismus\u201c.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Zeitreise mehr als 150 Jahre zur\u00fcck kann beginnen, wenn man den richtigen Winkel gefunden hat. 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