{"id":123236,"date":"2025-05-19T16:07:11","date_gmt":"2025-05-19T16:07:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/123236\/"},"modified":"2025-05-19T16:07:11","modified_gmt":"2025-05-19T16:07:11","slug":"buero-und-hotel-von-anttinen-oiva-architects-holz-headquarter-in-helsinki-architektur-und-architekten-news-meldungen-nachrichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/123236\/","title":{"rendered":"B\u00fcro und Hotel von Anttinen Oiva Architects \/ Holz-Headquarter in Helsinki &#8211; Architektur und Architekten &#8211; News \/ Meldungen \/ Nachrichten"},"content":{"rendered":"<p>Auf Katajanokka, einer der gro\u00dfen Inseln Helsinkis, boomt es: Die Stadt arbeitet an der Revitalisierung der innerzentralen Hafengegend. Und diese wird auch durch die s\u00fcdliche Kante von Katajanokka gebildet. Aus ehemals gewerblich genutzten Fl\u00e4chen soll ein Hotspot f\u00fcr Touristen werden. Hotels, Restaurants und <a href=\"https:\/\/www.baunetz.de\/meldungen\/Meldungen-Helsinki_plant_Museumsneubau_9716766.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ein neues Designmuseum<\/a> sind geplant. Seit Kurzem residiert in diesem Umfeld auch der gr\u00f6\u00dfte finnische Holzproduzent namens Stora Enso \u0096 naturgem\u00e4\u00df mit dem gr\u00f6\u00dften finnischen Holzhaus. Die Pl\u00e4ne stammen von Anttinen Oiva Architects aus Helsinki.<\/p>\n<p>Die Insel liegt strategisch g\u00fcnstig nahe der Innenstadt. Im Gegensatz zu zahllosen anderen Inseln der Sch\u00e4ren von Helsinki entstand sie formal aber erst im 19. Jahrhundert, als Katajanokka durch einen Kanal vom Festland abgetrennt wurde. Als Teil des S\u00fcdhafens von Helsinki entwickelte sich dort schlie\u00dflich eine Infrastrukturbebauung mit Lagerh\u00e4usern und \u00e4hnlichem. Einige dieser alten Geb\u00e4ude sind inzwischen in Hotels, B\u00fcros und Konferenzzentren verwandelt worden. Eine dauerhafte Bewohner*innenschaft gibt es auch. So besteht gut die H\u00e4lfte der Insel aus Wohnbl\u00f6cken, eingefasst von Parkanlagen und \u00fcberragt von der Uspenski-Kathedrale, einem der Wahrzeichen Helsinkis.<\/p>\n<p>In dieser prominenten Lage hat nun Sora Enso direkt am Wasser seinen Hauptsitz. Es ist an dieser Stelle der erste Neubau seit langem. Ein Grund f\u00fcr die bisherige Zur\u00fcckhaltung d\u00fcrften die Bodenverh\u00e4ltnisse gewesen sein. In Vorbereitung f\u00fcr die Transformation des einstigen Hafenareals wurden aufw\u00e4ndige Hochwasserschutzma\u00dfnahmen vorgenommen, die k\u00fcnftig auch weiteren Bauvorhaben trockene F\u00fc\u00dfe verschaffen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Das Geb\u00e4ude von Stora Enso legt sich mit seinen drei gerasterten Obergeschossen an die k\u00fcnftige Promenade. Die Figur zeichnet zum Ufer hin Wellenbewegungen nach, so dass immer wieder Buchten entstehen, die dem Bauk\u00f6rper seine H\u00e4rte nehmen. Von Weitem scheint das Geb\u00e4ude mit seiner schimmernden Granitfassade zu schweben \u0096 ein voll verglaster Sockel erzeugt dieses Bild. Dass hier ein Holzhersteller residiert, verraten die Natursteinelemente aus Viitasaari allerdings nicht. Doch sie sch\u00fctzen den Rahmenbau aus Fichte vor den schroffen klimatischen Bedingungen.<\/p>\n<p>Nur ein Teil des Hauses wird durch den Holzhersteller genutzt. Gut die H\u00e4lfte dient als Hotel und spricht damit Touristen und Durchreisende an. Das Erdgeschoss, die Au\u00dfenbereiche und auch die Dachterrasse seien au\u00dferdem als \u00f6ffentliche R\u00e4ume f\u00fcr Bewohner*innen der Gegend geplant. Nett gedacht, doch lassen Rooftop-Bar und das Hotel mit seinen vier Sternen eher an Gentrifizierung als an Gemeinn\u00fctzigkeit denken.<\/p>\n<p>Im Inneren ist das Geb\u00e4ude mittels eines kreisrunden Atriums organisiert. Zwei weitere Innenh\u00f6fe verzahnen sich mit der abgestaffelten Geometrie des Bauk\u00f6rpers und lassen Bez\u00fcge nach au\u00dfen zu. Im Atrium bezweifelt man nicht mehr, dass sich bei Stora Enso alles um Holz dreht. Der Baustoff dominiert in Form von Furnierschichtholz, wobei die Atmosph\u00e4re fast schon sakral zu nennnen ist. Abgerundete Konturen, wie sie das Geb\u00e4ude im Stadtraum pr\u00e4gen, finden sich auch hier wieder. <\/p>\n<p>Die Architektur wird in gewisser Weise auch zu einem Schaulager des Herstellers. Laut Architekt*innen wurde zum Gro\u00dfteil auf Produkte aus dem Portfolio von Stora Ensozu zur\u00fcckgegriffen. Insbesondere geh\u00f6ren dazu vorgefertigten Elemente aus Brettsperrholz. In Summe sollen rund 7.600 Kubikmeter Fichte verbaut worden sein. Das w\u00e4re bei einmaliger Rodung \u00fcbrigens eine Fl\u00e4che, die rund der H\u00e4lfte der Fl\u00e4che von Katajanokka entspricht. Gut, dass Finnen f\u00fcr ihre nachhaltige Forstwirtschaft bekannt sind. (tg)<\/p>\n<p>Fotos: <a href=\"https:\/\/kallekouhia.fi\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kalle Kouhia<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.uusheimo.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tuomas Uusheimo<\/a> <\/p>\n<p class=\"bold\">Zum Thema:<\/p>\n<p>Vergangenen M\u00e4rz besuchten wir den <a href=\"https:\/\/www.baunetz.de\/meldungen\/Meldungen-BAUNETZWOCHE_662_9730567.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00f6belhersteller Vestre in seinem Headquarter in Norwegen<\/a>, das als Showroom neue Ma\u00dfst\u00e4be setzt.<\/p>\n<p>Dieses Objekt &amp; Umgebung auf BauNetz-Maps anzeigen:<br \/>&#13;<br \/>\n                                    &#13;<br \/>\n                                            <a href=\"https:\/\/www.baunetz-maps.de\/quelle\/meldungen?cid=9925882\" title=\"Dieses Objekt &amp; Umgebung auf BauNetz-Maps anzeigen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#13;<br \/>\n                                                <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"BauNetz-Maps\" width=\"400\" height=\"200\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/europa_400x200.png\" \/>&#13;<br \/>\n                                            <\/a>&#13;<br \/>\n                                    &#13;<br \/>\n                                &#13;\n                                <\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\tKommentare:<br \/>&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.baunetz.de\/meldungen\/Meldungen-Buero_und_Hotel_von_Anttinen_Oiva_Architects_9925882.html?backurl=https%3A%2F%2Fwww.baunetz.de%2Fmeldungen%2Findex.html&amp;action=kommentieren\" class=\"lightgrey underline unvisible_print\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Meldung kommentieren<\/a>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;\n\t\t\t\t\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Auf Katajanokka, einer der gro\u00dfen Inseln Helsinkis, boomt es: Die Stadt arbeitet an der Revitalisierung der innerzentralen Hafengegend.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":123237,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[2252,2251,2250,1793,2248,2253,29,214,30,46505,1794,2249,14,215],"class_list":{"0":"post-123236","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-architekt","9":"tag-architekten","10":"tag-architektur","11":"tag-art-and-design","12":"tag-baunetz","13":"tag-bauwesen","14":"tag-deutschland","15":"tag-entertainment","16":"tag-germany","17":"tag-holz-headquarter-in-helsinki","18":"tag-kunst-und-design","19":"tag-meldungen","20":"tag-nachrichten","21":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114535363265741320","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/123236","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=123236"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/123236\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/123237"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=123236"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=123236"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=123236"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}