{"id":1233365,"date":"2026-08-13T09:03:22","date_gmt":"2026-08-13T09:03:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1233365\/"},"modified":"2026-08-13T09:03:22","modified_gmt":"2026-08-13T09:03:22","slug":"social-media-prozess-in-den-usa-gegen-meta-startet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1233365\/","title":{"rendered":"Social-Media-Prozess in den USA gegen\u00a0Meta\u00a0startet\u00a0"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/instagram-358.jpg\" alt=\"Jugendliche halten ihre Handys in der Hand vor dem Logo von Instagram.\" title=\"Jugendliche halten ihre Handys in der Hand vor dem Logo von Instagram. | REUTERS\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 12.08.2026 \u2022 08:59 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Im kalifornischen Oakland beginnt heute ein Social-Media-Prozess gegen Meta. Vier Bundesstaaten werfen dem Konzern vor, Minderj\u00e4hrige mit Instagram und Facebook abh\u00e4ngig und psychisch krank zu machen. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/antje-sieb-102.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Antje Sieb\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/antje-sieb-100.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es ist nicht der erste Prozess dieser Art, und es wird voraussichtlich auch nicht der letzte sein. Meta musste sich schon mehrfach in den USA vor Gericht verantworten. Es geht um Social-Media-Apps wie Facebook und Instagram und ihre Auswirkungen auf die Psyche von Kindern und Jugendlichen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Vorwurf der klagenden Bundesstaaten: Meta habe seine Apps gezielt suchtf\u00f6rdernd gestaltet. Psychiatrie-Professor Elias Aboujaoude von der Universit\u00e4t Stanford, der zum Thema forscht, nennt Likes als ein Beispiel: &#8222;Das kann zu ungesunder, \u00fcberm\u00e4\u00dfiger, problematischer Nutzung f\u00fchren, weil es nur noch auf die Anzahl der Likes ankommt, die man bekommt&#8220;, sagt er im Gespr\u00e4ch mit der ARD.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Und damit seien Social-Media-Unternehmen wie Meta mitverantwortlich f\u00fcr eine Gesundheitskrise bei Jugendlichen, werfen die Generalstaatsanw\u00e4lte mehrerer Staaten den Unternehmen vor. Au\u00dferdem geht es um Vers\u00e4umnisse beim Jugendschutz.<\/p>\n<p>    Meta: Social-Media-Sucht kein anerkanntes Krankheitsbild<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Weil der Konzern zu wenig zum Schutz von Kindern unternommen habe, schreibt zum Beispiel der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta: &#8222;Wie unsere Klage anf\u00fchrt, stellt Meta den Profit \u00fcber die Sicherheit von Kindern und verst\u00f6\u00dft gegen Verbraucherschutz-Gesetze.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Meta hingegen argumentiert, man habe sich um Jugendschutz bem\u00fcht, und Social-Media-Sucht sei kein anerkanntes Krankheitsbild.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das stimme zwar, sagt Psychiatrie-Professor Aboujaoude, Hinweise darauf gebe es aber trotzdem: &#8222;Es gibt einiges an Forschung, das auf Alarmsignale hinweist, selbst wenn man sich noch nicht \u00fcber eine Diagnose einig ist.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Bundesanw\u00e4lte vieler US-Staaten haben schon vor Jahren Klage eingereicht &#8211; rund 30 davon gemeinsam am kalifornischen Bundesgericht in Oakland. Dort beginnt jetzt der Prozess. Eine Reihe anderer Staaten klagt separat an ihren eigenen Gerichten. Hintergrund sind unter anderem unterschiedliche Regelungen zum Verbraucherschutz.<\/p>\n<p>    Prozesse gehen nicht spurlos an Meta vorbei<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In New Mexico wurde Meta bereits zu Zahlungen von knapp einer Milliarde US-Dollar verurteilt. Dagegen hat das Unternehmen Berufung angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das klingt vielleicht harmlos f\u00fcr einen Konzern, der Milliarden verdient und ausgibt. Die B\u00f6rse reagierte auf das Urteil in New Mexico unmittelbar nur mit einem Minus von rund einem halben Prozent f\u00fcr die Meta-Aktie.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Trotzdem: Die Prozesse gehen nicht spurlos an Meta vorbei. Bei den j\u00fcngsten Quartalszahlen sagte Metas Finanzchefin Susan Li, die Verfahren k\u00f6nnten die Betriebsergebnisse sehr wohl beeinflussen. &#8222;Wir sehen weiterhin in mehreren M\u00e4rkten, dass Themen rund um Jugendliche gepr\u00fcft werden, und in den USA sind dieses Jahr einige Gerichtsverfahren anh\u00e4ngig. Das k\u00f6nnte auf einen materiellen Verlust herauslaufen&#8220;, so Li.<\/p>\n<p>    Bundesstaaten fordern mehr als eine Billion Dollar Strafe<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im nun beginnenden Prozess fordern die Generalstaatsanw\u00e4lte sogar Zahlungen in H\u00f6he von mehr als einer Billion US-Dollar &#8211; das k\u00e4me dem Gesamtwert von Meta nahe.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Klagen der Bundesstaaten sind nur ein Teil von tausenden anh\u00e4ngigen Social-Media-Verfahren an kalifornischen und anderen Gerichten. Es klagen Jugendliche, die unter Depressionen oder Angstst\u00f6rungen leiden, Eltern, die Social Media f\u00fcr den Tod ihrer Kinder verantwortlich machen. Aber auch ganze Schulbezirke. Gegen Meta, aber auch gegen Googles YouTube, gegen TikTok oder Snapchat.<\/p>\n<p>    Rechtliche Handhabe gegen Meta schwierig<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Beobachter vergleichen die Flut an Klagen mit den Prozessen gegen Tabakfirmen &#8211; auch dort ging es um s\u00fcchtig machende und potenziell gesundheitssch\u00e4dliche Produkte. Lange war es schwierig, \u00fcberhaupt rechtlich gegen die Social-Media-Giganten vorzugehen. Denn f\u00fcr die Inhalte von Dritten auf ihren Plattformen sind die Firmen aufgrund der Rechtslage in den USA kaum verantwortlich zu machen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">F\u00fcr das Design ihrer Apps aber m\u00f6glicherweise schon. Und Bundesstaaten wie New Mexico verlangen konkrete Ver\u00e4nderungen: So soll Meta das Alter besser \u00fcberpr\u00fcfen, damit Jugendliche nachts oder zur Schulzeit keine Push-Nachrichten mehr bekommen. Bisher seien Altersnachweise allerdings relativ leicht zu umgehen, sagt Stanford-Forscher Aboudjaoude, und junge Leute seien technisch bewandert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Sollte das Urteil aus New Mexico in weiteren Instanzen best\u00e4tigt werden, gilt es nur dort. Der jetzt beginnende Prozess gegen mehrere Bundesstaaten k\u00f6nnte f\u00fcr Meta weitreichendere Folgen haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 12.08.2026 \u2022 08:59 Uhr Im kalifornischen Oakland beginnt heute ein Social-Media-Prozess gegen Meta. 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