{"id":1233561,"date":"2026-08-13T11:03:18","date_gmt":"2026-08-13T11:03:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1233561\/"},"modified":"2026-08-13T11:03:18","modified_gmt":"2026-08-13T11:03:18","slug":"kein-durchkommen-litauen-zieht-graeben-an-der-grenze-zu-russland-und-belarus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1233561\/","title":{"rendered":"Kein Durchkommen: Litauen zieht Gr\u00e4ben an der Grenze zu Russland und Belarus"},"content":{"rendered":"<p>\n  Von&amp;nbsp<b>Dimitri Kavalerov<\/b>\n<\/p>\n<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            13\/08\/2026 &#8211; 12:54 MESZ\n            <\/p>\n<p>Litauen l\u00e4sst an der Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad und zu Belarus Gr\u00e4ben ausheben. <a href=\"https:\/\/lrv.lt\/lt\/naujienos\/vyriausybe-pritare-krasto-apsaugos-ministerijos-siulymams-del-nauju-ir-atnaujintu-kontrmobilumo-priemoniu-L3T0\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Den entsprechenden Beschluss <\/a>hat die Regierung auf Vorschlag des Verteidigungsministeriums gefasst. Laut Plan sollen die Gr\u00e4ben im Schnitt 20 Meter breit sein. Auf einzelnen Abschnitten k\u00f6nnen sie auf Wunsch des Milit\u00e4rkommandos bis zu 150 Meter erreichen. Die Arbeiten an den neuen Verteidigungslinien mit einem Gesamtvolumen von 50 Millionen Euro sollen bis 2028 abgeschlossen sein.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Parallel dazu hat die Regierung Ma\u00dfnahmen zur Wiederherstellung von Moorgebieten bis 2030 gebilligt. Dadurch soll das Terrain f\u00fcr schwere Milit\u00e4rtechnik eines m\u00f6glichen Gegners kaum passierbar werden.<\/p>\n<p>Geplant sind zudem \u00c4nderungen an den Vorschriften f\u00fcr die Planung von Br\u00fccken. Ingenieure m\u00fcssen bei neuen und sanierten Bauwerken Bereiche f\u00fcr Sprengladungen vorsehen und sicherstellen, dass sich die Konstruktionen im Kriegsfall kontrolliert zerst\u00f6ren lassen.<\/p>\n<p><strong>Litauen r\u00fcstet auf: Drohnen und Minen f\u00fcr eine Milliarde<\/strong><\/p>\n<p>Der litauische Verteidigungsminister Robertas Kaunas <a href=\"https:\/\/www.lrt.lt\/naujienos\/lietuvoje\/2\/3017035\/po-kritikos-del-gresmiu-viesinimo-kaunas-atkerta-informuoti-visuomene-butina\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">erkl\u00e4rte zuvor<\/a>, der Geheimdienst verf\u00fcge \u00fcber Erkenntnisse, dass Russland Optionen f\u00fcr Provokationen im Ostseeraum pr\u00fcfe. Eine endg\u00fcltige Entscheidung gebe es noch nicht. Nach seinen Angaben zieht der Kreml Szenarien f\u00fcr Angriffe auf kritische Infrastruktur in Litauen oder in Nachbarstaaten in Betracht.<\/p>\n<p>Der Minister betonte, Russland k\u00f6nne f\u00fcr solche Operationen ukrainische Drohnen einsetzen, um einen Einsatz \u201eunter falscher Flagge\u201c zu inszenieren und ihn Kyjiw anzulasten. Ende Juli berichteten Medien, Litauen habe angesichts der Lage und der Geheimdienstinformationen den Schutz strategischer Objekte auf unbestimmte Zeit verst\u00e4rkt. Dazu z\u00e4hlen das Fl\u00fcssigerdgas-Terminal in Klaip\u0117da, die Stromleitung LitPol Link nach Polen samt Umspannwerk in Alytus, eine weitere Transformatorenstation im Landkreis Alytus und das Pumpspeicherkraftwerk Kruonis.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem will Litauen knapp eine Milliarde Euro in Antipersonenminen investieren. Ende vergangenen Jahres ist das Land aus der Ottawa-Konvention zum Verbot dieser Waffengattung <a href=\"https:\/\/bns.lt\/en\/naujiena\/lietuva-oficialiai-pasitrauke-is-otavos-konvencijos-pe8qwpwk\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">ausgetreten<\/a>. Gleichzeitig k\u00fcndigte das Verteidigungsministerium an, bald Gespr\u00e4che \u00fcber den Kauf oder die Produktion solcher Minen zu starten. Bis 2035 sind daf\u00fcr 812 Millionen Euro eingeplant.<\/p>\n<p>Vilnius setzt zudem auf Verst\u00e4rkung durch Truppen. Bis 2027 soll das in Litauen stationierte Personal der 45. Panzerbrigade der Bundeswehr auf rund 5.000 Soldaten anwachsen und den \u00f6stlichen NATO-Fl\u00fcgel gegen Bedrohungen aus Russland und Belarus sch\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong>Moskau wirft Litauen Feindseligkeit vor und erh\u00f6ht den Druck<\/strong><\/p>\n<p>Der Kreml wirft Vilnius <a href=\"https:\/\/www.mid.ru\/ru\/detail-material-page\/1103410\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">vor<\/a>, harte Sanktionen und die Isolation Moskaus voranzutreiben und die Ukraine umfassend zu unterst\u00fctzen. Dazu z\u00e4hlt aus russischer Sicht sogar <a href=\"https:\/\/novayagazeta.ee\/articles\/2026\/04\/07\/mid-rossii-prigrozil-strany-baltii-iz-za-togo-chto-oni-iakoby-otkryli-vozdushnoe-prostranstro-dlia-ukrainskikh-dronov-news\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">die Behauptung<\/a>, die baltische Republik stelle Kyjiw ihren Luftraum f\u00fcr Drohnenangriffe tief im Inneren Russlands zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Seit Beginn des russischen Gro\u00dfangriffs auf die Ukraine erlebt das baltische Land vor diesem Hintergrund einen beispiellosen Anstieg hybrider Attacken und gewaltsamer Provokationen aus Russland und aus Belarus, dem Verb\u00fcndeten des Putin-Regimes.<\/p>\n<p>Zu den feindlichen Aktionen gegen Litauen geh\u00f6ren Cyberangriffe und digitale Sabotageakte durch mit dem Kreml verbundene Hackergruppen wie Killnet &#8211; Anm. d. Red.. Russische Akteure testen gezielt Schwachstellen in der IT-Struktur litauischer Rechenzentren. Vilnius sah sich deshalb gezwungen, das <a href=\"https:\/\/www.kommersant.ru\/doc\/8830921\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Gesetz zum Schutz kritischer Infrastruktur<\/a> kurzfristig zu versch\u00e4rfen. Russland hat au\u00dferdem seine Systeme der elektronischen Kriegsf\u00fchrung in der Region Kaliningrad verst\u00e4rkt. Das f\u00fchrt zu massiven St\u00f6rungen des GPS-Signals f\u00fcr die Zivilluftfahrt und f\u00fcr Handelsschiffe. In einigen F\u00e4llen gerieten ukrainische Aufkl\u00e4rungsdrohnen dadurch vom Kurs ab und <a href=\"https:\/\/polskieradio.pl\/397\/7836\/Artykul\/3718089,%2525D0%2525BB%2525D0%2525B8%2525D1%252582%2525D0%2525B2%2525D0%2525B0-%2525D0%2525BD%2525D0%2525B5-%2525D0%2525B8%2525D1%252581%2525D0%2525BA%2525D0%2525BB%2525D1%25258E%2525D1%252587%2525D0%2525B0%2525D0%2525B5%2525D1%252582-%2525D1%252580%2525D0%2525BE%2525D1%252581%2525D1%252581%2525D0%2525B8%2525D0%2525B9%2525D1%252581%2525D0%2525BA%2525D0%2525B8%2525D1%252585-%2525D0%2525BF%2525D1%252580%2525D0%2525BE%2525D0%2525B2%2525BE%2525D0%2525BA%2525D0%2525B0%2525D1%252586%2525D0%2525B8%2525D0%2525B9-%2525D1%252581-%2525D0%2525B8%2525D1%252581%2525D0%2525BF%2525D0%2525BE%2525D0%2525BB%2525D1%25258C%2525D0%2525B7%2525D0%2525BE%2525D0%2525B2%2525D0%2525B0%2525D0%2525BD%2525D0%2525B8%2525D0%2525B5%2525D0%2525BC-%2525D0%2525BF%2525D0%2525B5%2525D1%252580%2525D0%2525B5%2525D1%252585%2525D0%2525B2%2525D0%2525B0%2525D1%252587%2525D0%2525B5%2525D0%2525BD%2525D0%2525BD%2525D1%25258B%2525D1%252585-%2525D1%252583%2525D0%2525BA%2525D1%252580%2525D0%2525B0%2525D0%2525B8%2525D0%2525BD%2525D1%252581%2525D0%2525BA%2525D0%2525B8%2525D1%252585-%2525D0%2525B4%2525D1%252580%2525D0%2525BE%2525D0%2525BD%2525D0%2525BE%2525D0%2525B2\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">drangen in den litauischen Luftraum ein<\/a>.<\/p>\n<p>Eine besondere Rolle spielt die gemeinsame Operation Moskaus und Minsks, mit der sie den Migrationsdruck k\u00fcnstlich hochhalten. Menschen aus L\u00e4ndern des Nahen Ostens und aus Afrika werden als Druckmittel an der litauischen Grenze eingesetzt. Die Grenzsch\u00fctzer Litauens registrieren regelm\u00e4\u00dfig Versuche, Absperrungen zu besch\u00e4digen und mit Unterst\u00fctzung belarussischer Sicherheitskr\u00e4fte gewaltsam Gruppen von Migranten \u00fcber die Grenze zu dr\u00fccken.<\/p>\n<p>Der Zustrom irregul\u00e4rer Migranten h\u00e4lt bis heute an. Dank Z\u00e4unen, Video\u00fcberwachung und einer strikten Abschiebepolitik konnten Litauen und seine Nachbarn in der Region die Spitzenbelastung jedoch deutlich senken.<\/p>\n<p>Angesichts der russischen Drohungen kooperieren die Staaten der Region h\u00e4ufig oder verfolgen \u00e4hnliche Strategien. Polen will 2,3 Milliarden Euro in den Bau von Verteidigungsanlagen, Sch\u00fctzengr\u00e4ben und Gr\u00e4ben entlang der Grenze zu Russland und Belarus investieren. Die baltischen Staaten haben zudem den Aufbau von mehr als 1.000 Betonbunkern und weiteren Kilometern Stacheldraht an der Ostgrenze angek\u00fcndigt \u2013 als Teil einer gemeinsamen baltischen Verteidigungslinie.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von&amp;nbspDimitri Kavalerov Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 13\/08\/2026 &#8211; 12:54 MESZ Litauen l\u00e4sst an der Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1233562,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[4013],"tags":[331,332,13,812,14,15,4043,4044,850,307,12,1712],"class_list":["post-1233561","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-russland","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-headlines","tag-litauen","tag-nachrichten","tag-news","tag-russia","tag-russian-federation","tag-russische-foederation","tag-russland","tag-schlagzeilen","tag-ukraine-krieg"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117087870059872218","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1233561","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1233561"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1233561\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1233562"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1233561"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1233561"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1233561"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}